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Leserartikel: das Bedrucken von CDs/DVDs: CD- / DVD-Bedruck mit einem Canon-Drucker

Da inzwischen immer mehr Menschen Besitzer eines CD-Direktdruck-fähigen Druckers werden, möchte ich hier ein paar Tipps zu Einstellungen für den Druck auf CDs bzw. DVDs geben sowie vor ersten Stolpersteinen warnen. Diese Anleitung bezieht sich vornehmlich auf die Modelle Pixma iP4000 und iP5000 von Canon. Die hier beschriebenen Vorgänge können (in Teilen) mit den Vorgängermodellen (i865, i965 usw.) identisch sein. Ich übernehme dafür jedoch keine Garantie. Die hier gezeigten Tipps sind in keinster Weise vollständig. Somit behalte ich mir vor nach Bedarf Ergänzungen vorzunehmen.


Die Basis – Der Rohling

Der Markt hat inzwischen einige verschiedene Rohlinge vorrätig, die über einen entsprechenden Drucker direkt bedruckt werden können. Vor dem Kauf sollte man erst einmal wissen, für was der Rohling / die Rohlinge gebraucht wird / werden (das sollte man eigentlich immer wissen ;)). Das meint, ob CD oder DVD (±). Mittlerweile kommen auch mehr und mehr bedruckbare wiederbeschreibbare Rohlinge in den Handel, wobei diese momentan meist nur über Internet zu kaufen sind. Die Frage über die Datensicherheit bei einem Rohling ist meist nur schwer zu beantworten. Im Laden präsentieren sich zwar viele verschiedene Firmen nebeneinander (u.a. Imation, Memorex, TDK, mmore, Intenso, Verbatim), die meisten davon lassen jedoch in einem Werk produzieren, um es anschließend unter eigenem Namen zu verkaufen. Bewährt haben sich die Rohlinge von Verbatim, die in mehreren Tests verschiedener Testinstitute gleich bleibend gutes Qualitätsniveau bewiesen haben (jegliche Garantie meinerseits ausgeschlossen). Ob der Rohling nun bis ganz zum Innenrand bedruckbar ist oder ein „normaler“ unbedruckbarer Rand bleibt ist eher eine Frage des eigenen Geschmacks. Ich möchte aber auch hier noch einmal betonen, dass die Datensicherheit gegenüber der Qualität des Druckergebnisses auf den Rohling höher bewertet werden sollte.

Die Software – CD-LabelPrint

Diese Software trifft zwar nicht unbedingt alle Geschmäcker, bietet aber eine solide Grundlage, damit auch Laien einfach und schnell einen Rohling bedrucken können. Die Experten benutzen externe Bildbearbeitungsprogramme, um ein Höchstmaß an Präzision zu erhalten sowie ihrer Kreativität freien Lauf lassen zu können.

  • Wer Rohlinge verschiedener Typen und/oder Hersteller verwendet, sollte für jeden Rohling ein eigenes Profil anlegen, um das Risiko weißer Ränder von Anfang soweit wie möglich zu minimieren. Auch wenn die bedruckbare Fläche zweier Rohlinge verschiedener Hersteller auf den ersten Blick identisch aussieht, so stellt sich meist beim Nachmessen mit dem Lineal heraus, dass es minimale Unterschiede gibt – und die sind beim Bedrucken entscheidend.
  • Für die Experten: Wenn das in einem Bildbearbeitungsprogramm (im Folgenden „BP“ genannt) erstellte Label in CDLabelPrint importiert wird und anschließend unsauber oder ausgefranst aussieht (insbesondere bei Text) – dies ist nicht weiter schlimm. Das wird auf dem Rohling später nicht zu sehen sein. Diese „Bildfehler“ sind nur in dem Programm existent. Sieht das Bild dagegen pixelig aus (wie bei einer starken Vergößerung), hängt dies möglicherweise mit einer falschen Einstellung im BP zusammen.
  • Es ist bereits der Vorschlag hier im Forum gemacht worden, den Rohling nicht aus CD-LabelPrint heraus zu bedrucken, sondern von einem BP aus zu drucken. Dieser Idee stehe ich persönlich sehr skeptisch gegenüber, da somit die diversen Sicherungsmechanismen der Software (und des Druckers ?) außer Kraft gesetzt bzw. umgangen werden. Außerdem bringt dies m. E. nach keinen Vorteil (bspw. mehr Präzision) und erfordert lediglich mehr Aufwand. Ich halte die Idee, das Label in einem BP zu gestalten, anschließend in CD-LabelPrint zu importieren und von dort aus zu drucken nach wie vor für ausreichend.
  • Für jene Leute, die dies trotzdem machen wollen: Die exakten Einstellungen für eine Vorlage im BP kann man einem Beitrag in diesem Forum entnehmen ( http://www.druckerchannel.de/forum.php?seite=beitrag&ID=26003#beitrag_26190 ).
  • Wenn das Label Bilder enthält, sollten diese in der Helligkeit etwas dunkler eingestellt werden. Das mag anfangs auf dem Bildschirm vielleicht nicht mehr so schön aussehen, aber umso mehr entspricht nachher das Druckbild der eigenen Vorstellung. Das Druckergebnis ist immer ein wenig heller, als es am Bildschirm dargestellt wird.
  • In dem Druckdialog sollte die Druckhelligkeit unbedingt auf „Dunkel“ (Standard) gelassen und nicht geändert werden, damit der Druck möglichst originalgetreu wird (siehe voriger Punkt).

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings

Es gibt keine allgemeingültigen Einstellungen für eine bedruckte CD / DVD ohne Rand ! Diese muss jeder für sich selbst herausfinden. Des Weiteren müssen zwei bedruckte Rohlinge des gleichen Typs mit gleichen Einstellungen nicht zwangsläufig das gleiche Ergebnis hervorbringen. D.h. der eine Rohling kann trotz keiner Änderungen in den Einstellungen einen Rand haben, während der andere völlig in Ordnung ist. Dies hängt mit mechanischen Abweichungen beim Drucken zusammen. Außerdem spielt es eine Rolle, an welcher Position sich das CD-R-Fach beim Einziehen befindet.

14.01.05 22:14 (letzte Änderung)

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