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Lesertest: EPSON Stylus Photo R800: Epson Stylus Photo R800 - erster Test

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Glänzender Fotodrucker" (Mrz. 2004) verfügbar.

Hallo meine Erste Erfahrung mit dem EPSON R800!!! ACHTUNG ACHTUNG! ENTFERNT NIEMALS DEN AUFKLEBER AUF DEM OBEREN DECKEL DES EPSONS R800: ICH HABE MIR DAMIT MEINEN DECKEL ZERSTÖRT! Nachdem ich mit Aceton den Deckelaufkleber abreiben wollte, löste sich der Deckel auf!! Unglaubliche Schluderei von EPSON, warum klebt man einen derartigen Aufkleber aufs Gehäuse????? Also Leute die den R800 kaufen, versucht erst garnicht diesen abzuziehen, ihr versaut euch den ganzen deckel und niemals mit irgendeinem Lösungsmittel rangehen!!!! Trotz ruinierten Deckel druckt mein neuer Epson natürlich auch ohne den Plastikdeckel. Ich hoffe, ich bekomme diesen kulanterweise von Epson ersetzt.


Die Druckqualität

Natürlich hängt diese in erster Linie vom verwendeten Papier ab. Allerdings habe ich mit meinem ALDI Inkjet Papier sehr gute Ergebnisse erzielt. Die Ausdrucke sind in der Treibergrundeinstellung ausgewogen. Bei manchen Motiven wirkt das Bild allerdings etwas flach und die Farben flau. Grundsätzlich tendiert der Epson R800 etwas zu cyan-lastigen Druck. Gerade bei Strandszenen oder Sonnenuntergänge bemerkt man doch einen ganz leichten cyan Stich. Das bestätigt indirekt auch der Cyan Verbrauch. Die Patrone wird auch am stärksten verbraucht. Allerdings muss dies nicht im kausalen Zusammenhang stehen. Die einstellbaren Qualitäten führen schon in den Grundeinstellungen des Treibers zu sehr guten Ergebnissen. Eine Veränderung der Grundeinstellung bringt qualitativ wenig, wenn nicht gar eine Verschlechterung der Qualität. Dei Qualität des Textdrucks ist sehr gut. Ein Probedruck mit einem HP990cxi (zugegebenermaßen schon älter) konnte beim Vergleich mit dem R800 standhalten. Also Text ist ebenfalls kein Problem. Lediglich die Geschwindigkeit beim kombinierten Text/Grafikdruck ist doch erheblich langsamer als ein i865. Hervorzuheben ist der wirklich ultrafeine Druck, der besonders bei Hauttönen und -flächen überhaupt keine sichtbaren Raster zeigt. Die beiden rot / und blauen Patronen kommen allerdings kaum zum Einsatz (zumindest wird kaum Tinte verbraucht). Die Differenzierung, insbesondere bei hellen Farben, ist ausgezeichnet. Schlechte Digitalkameras führen unweigerlich auch zu schlechten Druckergebnissen. Der Drucker ist hier kompromislos gegenüber Kameras mit geringen Auflösungen. Werde wohl meine Olympus mit 2.1 Mio an den Nagel hängen und jetzt eine neue, mindestens 5 Mio Kamera kaufen müssen.

  • hervorragende Qualität bei Hauttönen
  • helles sehr differenziertes Druckbild

Nachteile

  • gutes Original - Bildmaterial nötig
  • Vorsicht mit dünnen Glossypapier (<140g)

Glossy Papier

Mein Noname Glossy Papier (200 g) brachte sehr gute Ergenisse hervor. Die Verläufe sind weich und das Bild etwas heller, als mit meinem alten hp 930. Die Photo Glossy Patrone erzeugt tatsächlich einen sehr gleichmäßigen Verlauf. Dies bedeutet, dass man die Bilder auch aus sehr flachen Winkel betrachten kann, ohne dass man die merkwürdige Muster sieht. Die Trockenzeiten sind allerdings bei Glossypapier lang. Also lieber etwas länger liegen lassen bevor ihr das Photo anfasst. Vorsicht mit dünnen Glossy Papieren (<120 g)! Aufgrund der messerscharfen ultrakleinen Zahnräder wird dünnes Glossypapier mit Spuren dieser Papierführungsräder versehen. Man bemerkt dann störende unschöne Streifen, die nicht vom Druck, sondern von der Papierführung stammen. Dies führte für mich zu einer starken Abwertung des Druckers!

Neue Testergebnisse 16.02.2004

Heute haben ich noch weitere Tests duchgeführt. Eingesetzt habe ich das GEHA Photo Glossy Papier 210g. Es sind wirklich hervorragende farbneutrale Drucke entstanden. Das Papier von GEHA erreicht eine hervoragende Farbdeckung und Helligkeit. Die Bilder wirken absolut natürlich. Gedruckt habe ich ohne Korrektur mit Gamma 1.5. Ich habe derzeit noch nie ein besseres Photo von einem Tintenstrahler gesehen. Details gehen nicht unter, die Helligkeitsverteilung ist derartig fein, dass Strukturen erhalten bleiben und nicht zu dunkel wiedergegeben werden.

  • Hervoragende Qualität bei dicken Papier insebsondere GEHA Photo Glossy
  • Glossy Papiere unter 120g nicht verwendbar! Da Streifenbildung!

Das Feintuning des Druckertreibers erfordert viel Geduld und vor allem viel Tinte und Papier. Ich persönlich habe im Modus Farbanpassung mit Gammawert 1.5 die besten Ergebnisse erzielt. Vorsicht bei Photoenhance hier reißen die Farben aus, insbesondere bei der Einstellung hart. Interessante Ergebnisse erreicht man mit Photoenhance, leuchtend, Korrektur für Digitalfotos. Trotzdem, einige Photos wirken flau, bei manchen Fotos fehlt es etwas an Brillianz. Komischerweise druckte mein alter HP 930 härter, schärfer und leuchtender, allerdings mit deutlich sichtbarer Rasterung. Also irgendwie ist das Feintuning des Drucker sehr schwierig. Das Papier sollte absolut weiss sein. Also, die billigen, meist ins cremefarbene tendierenden Glossypapiere, verfälschen das Foto und nehmen ihm die Brillianz. Nach jetzt ca. 1 Woche Tests, muss ich leider doch Einschränkungen an der Qualität des Fotodrucks machen. Es gelingt nicht jedes Foto sofort und die Brillianz läßt teilweise zu wünschen übrig. Die Trockenzeiten sind teilweise sehr lang und es ist schon ärgerlich, wenn nach 3-5 Minuten es noch immer möglich ist am Rand die Farbe abzudrücken.

CD-Druck

Mangels Vergleichsmöglichkeit kann ich nur berichten, dass der CD Druck an sich einigermaßen komfortabel ist. Das Ausgabefach wird hierzu nach oben gezogen, sodass man dann die Kartusche / Vorlage bequem einlegen kann. Das ganze ist aus der Anleitung nicht sofort ersichtlich, wie es funktioniert. Hier solltet ihr wirklich vorher das Handbuch durchlesen (elektronisch). Ärgerlich ist das man jedesmal, wenn man eine CD drucken möchte, das Fach nach oben ziehen muss. Man kann nämlich, wenn CDs bedruckt werden sollen, nichts anderes drucken solange das Fach nach oben gezogen wurde. Ob das wirklich praktisch ist, lasse ich dahingestellt. Das mitgelieferte Programm ist leider wirklich nur ein Notbehelf. Eigentlich für einen Drucker dieser Preiskategorie nicht angemessen. Es wäre besser gewesen, Epson hätte Surething hierzu beigelegt und angepaßt. Es hat wirklich nur Grundfunktionen anzubieten. Die Frage die sich mir stellt, wie kann man den r800 dazu bringen mit anderen Programmen CDs zu bedrucken? Hierzu gibt es gar keine Infos. Eine Möglichkeit zum Beispiel aus Musicmatch heraus Cds zu bedrucken wäre wünschenswert, aber mir ist nicht klar was ich dafür tun muss.

Verbrauch

Über den Verbrauch kann erstmals auch etwas berichten. Die schwarzen und die zwei Zusatzpatronen werden selten genutzt. So dass sich hauptsächlich der Verbrauch auf cyan, magenta, yellow beschränkt. Und zwar auch in dieser Reihenfolge. Ich habe ca. 35x A4 Drucke erzeugt und Cyan liegt noch bei ca. 60 %, magenta bei 80 % und yellow bei 90 %. Der Glossy Optimizer ist ca. bei 85 % angelangt. Also alles in allem scheinen die Verbräuche sparsam zu sein. Unglaublich, im Epson Shop kann man keine Patronen für den R800 kaufen. Was sich die Leute bei Epson hierzu gedacht haben? Der Drucker ist anscheinend so hastig auf den Markt geworfen worden, ohne dass eine Versorgung mit Tinte vorher sichergestellt wurde. Das Fremdhersteller noch nichts anbieten können, ist verständlich, aber auf der Original EPSON Webseite ???? Peinlich, peinlich Epson. Also Patronen kann man derzeit nicht kaufen. Hierzu klare NOTE 6! Seit heute (16.02.2004) hat sich die Lage entspannt und man kann im Internet die Patronen bestellen. Sind auch sofort lieferbar. Habe sie nach 3 Tagen bekommen. Nachdem ich doch einiges gedruckt habe, hat sich der erste Eindruck bestätigt. Die Patronen magenta, cyan werden am stärksten genutzt. Yellow und Photoschwarz kommt danach. Photo Glossy wird im Verhältnis 1:2 verbraucht (also auf 1 Farbsatz zwei Photo glossy Patronen). Die zusätzlichen Roten und blauen Patronen kommen selten zum Einsatz Verhältnis ca. 1:4.

  • anscheinend sparsamer Verbrauch
  • keine Verfügbarkeit der Patronen

Fazit

Man kann behaupten, dass der R800 ein sehr guter und professioneller Drucker ist. Die Qualität der Ausdrucke kann sich sehen lassen und erreicht gute bis sehr gute Qualität. Der Abstand zu den Canon Druckern (ich hatte einen i965 als Vergleichsgerät) ist allerdings nicht derartig groß. Der Hauptvorteil der pigmentierten Tinte wird sich wohl erst in ein paar Jahren auszahlen. Ob dies überhaupt im digitalen Zeitalter von Nutzen ist (man kann jedes Foto heute digital archivieren und auch noch in zig Jahren auf sicherlich noch besseren Druckern ausgeben) bezweifel ich. Der Drucker ist sein Geld zwar wert, aber der Abstand zu den doch deutlich preiswerteren Canons oder Epsons R300 ist nicht so groß, Profis werden sicherlich Freude an ihm haben, Amateure werden vielleicht auch mit dem billigeren i965 glücklich sein. Ein gutes Gerät mit Einschränkungen (dünne Glossy Papiere!!). Etwas zwiespältig ist allerdings mein Gesamteindruck. Er hat Probleme der Epson...nicht bei jedem Motiv...aber gerade bei dunklen Motiven und bei Portäts die in der direkten soone stehen wirken die Bilder flau. Zu fein, da hat man wohl etwas übertrieben bei Epson, die Einstellung "hart" verbessert etwas die Dichte und Brillianz, aber das kann nicht des Rätsels Lösung sein. Eines ist aber auch klar, diese Aufklebersache hat mir die Freude an diesem Gerät so ziemlich verdorben. Ich hoffe man hilft mir mit einem Ersatzteil. Epson will mir kulanterweise Ersatz für den Deckel zusenden (hoffe die tun das auch). Und das mit der Nichtverfügbarkeit der Patronen ist schon fast zum Lachen, wenns nicht so unangenehm wäre (was mach ich in 4 Tagen?)

  • derzeit einer der besten Drucker mit einer Kinderkrankheit (dünne Glossys werden durch die Papierführung streifig)
  • hoher Preis - teure Patronen - aber sparsam im Verbrauch

Tja, was kaufen, Canon oder Epson? Nach dem ausführlichen Test dieser Woche würde ich vielleicht auch zum deutlich billigeren Canon i965 greifen. Sofern es überhaupt einen Abstand zwischen diesen Druckern gibt, dann kann er nur sehr marginal klein sein.

Update

Nach doch sehr ausführlichen Tests der letzten Tage komme ich zum Schluß, das der R800, vorrausgesetzt man benutzt das richtige Papier, einen hervorragenden Eindruch hinterläßt. Im Photodruck ist er unschlagbar, auf normalen Inkjet oder etwas billigerem Papier ist der Abstand gering zu den Canons und HPs. Mit Geha Papier ist er wirklich in der Lage den gesamten ihm zur Verfügung stehenden Farbraum zu nutzen. Also ein Drucker für Photo Amateure und Profis. Noch nie war die Qualität der Bilder so gut. Er ist halt ein absoluter Spezialist in Sachen Fotodruck. Für andere Zwecke kann man getrost auf den R300 oder R200 ausweichen. Canon ist auch eine Alternative. Übrigens schickt mir Epson jetzt doch einen neuen Drucker, da der Deckel ohne Spezialzange zerbrechen würde. Bin gespannt auf euer Urteil und auf die ersten Tests der Zeitschriften.

01.01.70 01:00 (letzte Änderung)
Technische Daten

22 Wertungen

 
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