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Brother DCP-J1140DW, DCP-J1050DW & MFC-J1010DW: Klein und flink, aber teuer im Unterhalt

von Ronny Budzinske

Die neue Brother-Einstiegsklasse entspricht optisch weitgehend der Vorgängerserie. Beim Größten unter den Kleinen hat Brother stark am Tempo geschraubt. Dafür gibt es größere Tintentropfen. Die neuen Farbkartuschen sorgen noch immer für sehr hohe Folgekosten.

Nach einer langen Pause bringt der japanische Druckerhersteller im Sommer 2021 eine größere Anzahl neuer Tintengeräte auf den Markt. Nach dem "kleinen" DCP-J1200W und der J4000er-Kleinstbürodrucker-Serie folgt nun die unterste Klasse im Preisbereich zwischen 150 und 200 Euro.

Brother DCP-J1140DW

So wird der neue DCP-J1140DW für rund 195 Euro die Nachfolge vom DCP-J772DW antreten. Das Multifunktionsgerät druckt und scannt bis hin zum A4-Format.

Druckwerk und Tempo

Am Druckwerk hat sich offensichtlich einiges getan. Trotz gleicher Düsenanzahl (210 je Farbe) konnte Brother das Drucktempo von 12 ipm beim Vorgänger deutlich auf 17 ipm in S/W und 16,5 ipm in Farbe erhöhen. Halten kann der Drucker dieses Tempo im automatischen Duplex-Druckbetrieb nicht. In diesem Modus bricht die Geschwindigkeit auf 5,6 ipm in S/W oder 4,1 ipm beim Farbdruck ein. Immerhin kann somit neben A4 auch das kleinere A5-Format beidseitig bedruckt werden.

Als Kontraprunkt zum höheren Drucktempo arbeitet man nun mit größeren Tintentropfen, die statt mindestens 1,5 Pikoliter (J772DW) nun 3,0 Pikoliter groß sind.

Auf matten Medien kann der vollständige Farbsatz (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) verwendet werden. Für den Fotodruck auf Glanzpapier werden lediglich die Dyefarben benutzt, da das Pigmentschwarz nicht ins Papier eindringen kann. Die Konkurrenz bietet für einen niedrigeren Kaufpreis dazu ein separates Fotoschwarz. Beispielsweise beim Canon Pixma TS6350 oder Epson Expression Premium XP-6100.

Papierzuführung

Ebenfalls möglich ist der randlose Druck von Fotos. Unterstützt werden dabei alle gängigen Formate von A4 über 13x18cm bis runter zum gängigen 10x15cm-Postkartenformat. Offiziell bedruckt der Brother bis hin zu 220 g/m² schwere Medien. Diese können ausschließlich über eine vollständig vor Staub schützende Kassette eingezogen werden. Gemessen in Normalpapier mit 80 g/m² soll diese immerhin bis zu 150 Blatt fassen. Einen hinteren Einzug für Spezialmedien oder Umschläge gibt es nicht.

Scanner

Das Thema Scanner ist beim neuen Brother schnell abgehandelt. Verbaut ist ein Flachbettmodul mit einem CIS-Sensor, welcher über eine optische Auflösung von 1.200 dpi verfügt. Mehrere Vorlagen im Stapel lassen sich mit diesem Modell nicht über ein ADF verarbeiten. Das ist dem sonst einfacheren MFC-J1010DW (siehe unten) vorbehalten.

Display, Bedienung, Treiber und Mobilsysteme

Brother sieht neben der Bedienung am eher kleinen 6,8-cm-Touchscreen auch eine Steuerung über die neue "Mobile Connect"-App vor. Computer werden mit Windows (ab Version 7) oder Mac-OS (ab 10.8) unterstützt.

Zudem wird jedoch auch der Airprint-Standard (Apple) sowie Mopria (Android und Windows) oder ChromeOS unterstützt. Dazu ist dann eine Verbindung über Wlan nötig. Leider ist dies lediglich im 2,4-GHz-Band und nur bis zur WPA2-Verschlüsselung möglich.

Lokal kann der Drucker auch traditionell über USB mit einem Computer verbunden werden.

Brother DCP-J1140DW: Offizielle Präsentation in englischer Sprache.

Brother MFC-J1010DW

Für einen um 35 Euro niedrigeren Kaufpreis wird es alternativ auch den MFC-J1010DW für somit rund 160 Euro geben. Als Nachfolger für den MFC-J491DW gibt es als Zusatz ein Fax (wie alle MFC-Modelle) sowie eine Originalzufuhr (ADF) in Simplexausführung für höchstens 20 Blatt.

Dass der Drucker trotz einer weiteren Hauptfunktion günstiger ist, liegt am langsameren Druckwerk und einem kleineren Display samt Knopfbedienung und Tastatur für die Faxfunktion.

Langsamer ist der MFC nur beim Farbdruck. Mit deutlich weniger Farbdüsen schafft es der günstige Brother auf 9,5 ipm in Simplex und nur noch 3,5 ipm im Duplexbetrieb.


Brother DCP-J1050DW

Nochmals einen Zehner günstiger wird es mit dem DCP-J1050DW für rund 150 Euro. Dem Nachfolger des DCP-J572DW fehlt wiederrum das Fax und der Simplex-ADF vom MFC-Modell, und das größere Farb-Touch-Display vom "Topmodell".

Die Reduzierung der Farbdüsen gilt auch für das dann günstigste Multifunktionsmodell im neuen Brother-Angebot.

Gehäusefarben

Eine Wahl der Gehäusefarbe hat man übrigens bei allen drei Neulingen nicht mehr. So gab es bislang auch einen MFC-J497DW oder DCP-J774DW im hellgrauen Gewand. Nunmehr gilt offenbar, dass die DCP-Versionen ohne Fax in schwarz, und der MFC mit Fax in "bürograu" gehalten ist.

Brother J1000/J1100er-Serie (2021)
Brother DCP-J1140DWNeu

DCP-J1140DW

Brother DCP-J1050DWNeu

DCP-J1050DW

Brother MFC-J1010DWNeu

MFC-J1010DW

Preis inkl. MwSt.ca. 195 Euro
ab 175 €*1
ca. 150 Euro
ab 140 €*1
ca. 160 Euro
ab 165 €*1
FunktionenDrucken, Scannen, Kopieren
(alles bis A4)
Drucken, Scannen, Kopieren und Faxen
(alles bis A4)
TintensystemPigmentschwarz, Dyefarben
Piezo-Druckkopf, bis zu 3,0 Pikoliter Tropfen
DruckkopfPiezo, 3 Pikoliter
4x210 (CMYK) Düsen
Piezo, 3 Pikoliter
210 (K) + 3x70 Düsen (CMY)
S/W-Drucktempo17,0 ipm
(5,6 ipm Duplex)
17,0 ipm
(5,5 ipm Duplex)
Farb-Drucktempo16,5 ipm
(4,1 ipm Duplex)
9,5 ipm
(3,5 ipm Duplex)
Papierkassetten150-Blatt-Kassette
(nicht erweiterbar)
Manuelle Zufuhr
(universell nutzbar)
keine
Duplexdruck
(Normalpapier)
A4 und A5
Randlosdruckja
(u.A. A4, A6, 10x15cm und 13x18cm)
Scanner1.200 dpi, CIS-Sensor
ADF20 Blatt Simplex-ADF
Scanzielenur über Computer (oder von App)
Display6,8 cm
Farb-Touchscreen
4,3 cm
Farbbildschirm mit Schnell-Tasten
VerbindungUSB, Wlan (2,4 GHz, WPA2), Wifi-Direkt
DruckersprachenGDI
Standards & Apps"Brother Mobile Connect", Airprint, Mopria (Druck und Scan)
TintenserieSerie LC-421 (Schwarz pigmentiert, Farben Dye)
Reichweite jeweils 200 (Standard) oder 500 (XL) Seiten
Lieferumfang
(nutzbare Tinte)
200 Seiten je Farbe
Wechselbarer Resttintenbehälter,
Druckkopf
nein / Piezo (permanent, nicht wechselbar)
Alle Datentechnische Daten
© Druckerchannel (DC)

Verbrauchsmaterial und Folgekosten

Bei den Tintenkartuschen gilt nun die neue Serie LC-421. Ein Satz Standardkartuschen soll für lediglich 200 Seiten nach ISO-Norm reichen. Im Lieferumfang gehören Kartuschen, die nach der erstmaligen Befüllung auf dieselbe Reichweite kommen. Im Einzelkauf verlangt Brother rund 48 Euro für die vier Patronen, im Multipack sind es "nur" 39 Euro.

Interessanter wird es mit den "Jumbo"-Patronen, die bei einer Reichweite von jeweils nur 500 Seiten ihren Namen kaum verdienen. Trotz mehr als doppelt so hoher Ausdauer soll der Satz dann 85 Euro im Einzelkauf oder 79 Euro im Set kosten.

Folgekosten im Vergleich

Der Preis je gedruckter Seite fällt ziemlich hoch aus. Teurer fährt man nur mit den günstigen Epson- oder HP-Druckern. Für diese gibt es jedoch als Alternative auch ein Tintenabo, was für Brother derzeit nicht in Sicht ist.

Eine Alternative bieten zum einen Tintentankdrucker, die mit Papierkassette jedoch dann auch in Richtung 400 Euro gehen. Günstiger fährt man auch mit Bürotintendruckern von Canon, Epson, HP oder klar auch den neuen Brother-Modellen. Wenn man den kleinen Lieferumfang und die recht hohen Kartuschenpreise betrachtet, dann amortisiert sich der Aufpreis zum kleinen MFC-J4340DW schon nach kurzer Zeit.

Interessant ist auch der neue DCP-J1200W mit massiv niedrigeren Seitenpreisen, jedoch ohne Duplex-Druck, Display oder anderen Extras.

Druckkostenanalyse 09/2021*2
Seitenpreis mit
'ISO-Farbdokument'*3 (20.000 Seiten)
Seitenpreis mit
'Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument'*4 (20.000 Seiten)
   
Canon Pixma G3560 und G3520 (Tintentank)
 
 
0,3 ct
 
 
0,1 ct
HP Smart Tank Plus 555 und 655 (Tintentank)
 
 
0,4 ct
 
 
0,1 ct
Epson Ecotank ET-2820-, ET-2810-Serie und ET-4800 (Tintentank)
 
 
0,5 ct
 
 
0,2 ct
Brother DCP-J1100DW
 
 
2,4 ct
 
 
0,5 ct
Brother MFC-J4335DW
 
 
4,3 ct
 
 
0,8 ct
Brother MFC-J4540DW
 
 
4,3 ct
 
 
0,8 ct
Canon Maxify MB2150
 
 
8,5 ct
 
 
2,4 ct
Brother DCP-J1200W
 
 
10,2 ct
 
 
3,2 ct
Epson Workforce Pro WF-3820DWF
 
 
11,1 ct
 
 
4,0 ct
HP Officejet 8012e
 
 
11,6 ct
 
 
4,8 ct
Canon Pixma TR4650-Serie
 
 
16,2 ct
 
 
6,9 ct
Epson Workforce WF-2880DWF
 
 
16,7 ct
 
 
5,9 ct
Brother DCP-J772DW, MFC-J491DW, DCP-J572DW (Vorgänger
 
 
16,7 ct
 
 
5,2 ct
Brother DCP-J1140DW, DCP-J1050DW und MFC-J1010DW
 
 
16,8 ct
 
 
4,9 ct
HP Envy 6020e-Serie
 
 
17,4 ct
 
 
7,5 ct
HP Deskjet 2720e-Serie
 
 
19,1 ct
 
 
9,1 ct
Epson Workforce WF-2840DWF und WF-2820DWF
 
20,4 ct
 
 
6,0 ct
© Druckerchannel (DC)

Verfügbarkeit und Garantie

Alle drei Drucker sollen noch im September in den Handel kommen. Als einziger Hersteller bietet Brother eine Garantie von drei Jahren als Standard an. Eine schnelle Registrierung nach dem Druckerkauf ist dazu nicht nötig, beschleunigt allerdings das Verfahren im Fehlerfall.

*1
Provisionslink: Wir erhalten bei einer Vermittlung zum Kauf eine Provision vom Anbieter. Für den Käufer entstehen dabei keine Mehrkosten. Alle Angaben ohne Gewähr. Preise inkl. MwSt. und zzgl. Versandkosten. Der Preis kann mittlerweile höher sein. Weiß hinterlegte Preise gelten für ein baugleiches Modell.
*2
Diese Tabelle wird automatisch aktualisiert.

Preise

Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).

Kosten & Starterreichweite

In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.

*3
ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712): A4-Farbdokument (fünfseitig) auf Normalpapier in Standardqualität.
*4
Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712 (nur SW)): Mit diesem fünfseitigen Dokument sind Tintendrucker und Farblaser getestet.
15.09.21 23:21 (letzte Änderung)
Technische Daten

1 Wertungen

 
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