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Canon Pixma Pro-200: Nachfolger des Pro-100S wird professioneller

von Ronny Budzinske

Canon zeigt sein neues Fotodrucker-Flaggschiff. Das Gehäuse und der optimierte Papiereinzug stammt vom neulich vorgestellten Pro-300. Verbessert wurden auch die Tinten. Die Kartuschen sind jedoch teurer und kleiner geworden - trotz erhöhter Reichweite.

Nachdem in Japan bereits der Pixus PRO-S1 vorgestellt wurde, kommt nun auch in Deutschland der Nachfolger vom Pro-100S auf den Markt. Der neue Pixma Pro-200 für rund 500 Euro ist das neue Flaggschiff unter den Dye-Fotodruckern. In einer leicht abgewandelten Version ist der Vorgänger Pro-100 bereits seit 2012 auf dem Markt.

Nicht nur äußerlich gleicht der Neuling ziemlich genau dem im Juli vorgestellten neuen Imageprograf Pro-300 mit seinen zehn Pigmentinten. Die grundlegende Technik mit seinem verbessertem Papiereinzug und der Schräglagenkorrektur haben beide Modelle gemein.

Der rund 14,1 Kilogramm schwere Fotodrucker ist in allen Dimensionen etwas schlanker geworden und erreicht ein um 15 Prozent reduziertes Gehäusevolumen. Noch immer handelt es sich jedoch im Vergleich mit den aktuellen Epson-Modellen um recht wuchtige Geräte. Selbst der A2-Drucker Surecolor SC-P900 ist weniger breit, tief und hoch.

Im Vergleich mit dem Pro-300, ist die von Kameras gewohnte Magnesium-Optik nun mit einer gebürsteten Oberfläche versehen.

Einzüge und Medien

Neben dem "normalen" Einzug für 100 Blatt Normalpapier passen auch 20 Blatt Fotopapier dort hinein. Dickeres oder A3+-großes Fotopapier sollte jeweils nur einzeln eingelegt werden. Canon gibt eine Grammatur von bis zu 380 g/m² an. Besonders dicke FineArt-Medien können zudem in den zusätzlichen manuellen Einzug eingelegt werden. Verarbeitet werden Medien mit einer Stärke von bis zu 0,6 mm.

Vom Pro-300 hat der Drucker die automatische Schräglagenkontur von eingelegtem Papier. Laut Canon arbeitet diese nun besonders präzise und soll fehlerhaft eingezogenes Papier stark reduzieren. Neu ist zudem die Randlosdruckfunktion auf FineArt-Papieren.

Einen Rollenpapiereinzug gibt es nicht. Banner sind in einem Format bis zu 990,6 mm (fast ein Meter) zulässig. Der randlose Druck ist jedoch auf die für Canon typische Länge von 594 mm begrenzt.

Direkt bedruckt werden können jedoch speziell beschichtete CD/DVD oder auch Blueray-Rohlinge.

Druckwerk

Der Pro-200 verwendet zum Druck acht Dye-Farben, einschließlich der beiden Helltöne und zwei Grautönen. Die Haltbarkeit der Drucke fällt zwar gegenüber Pigmenttinten zurück, jedoch erreicht die "ChromaLife"-Dyetinte besonders hohe Glanzeigenschaften auf Glossypapier.

Zum Einsatz kommen neue Tintenpatronen mit einer veränderten "Rezeptur" für die beiden Magenta-Töne und einer erhöhten Dichte bei Gelb, Schwarz und den Grautönen. Über die Tröpfchengröße schweigt sich Canon aus. Je Farbkanal kommen jedoch 786 Düsen zum Einsatz. Diese sind (anders als beim Pro-300) nicht redundant angeordnet, um Ausfälle sofort kompensieren zu können.

Trotz gleicher Düsenanzahl ist der Pro-200 mit einem Drucktempo von rund 1:30 Minuten in A3+ deutlich flinker als der Imageprograf mit seinen Pigmenttinten. Diese benötigt rund die dreifache Zeit für da gleiche Testfoto.

Media Configuration Tool

Neu ist auch die Unterstützung des "Media Configuration Tool". Dabei können Papier/Tinten-Profile über eine Software verwaltet und direkt im Drucker gespeichert werden. Dies ist praktisch, wenn man von verschiedenen Computern aus druckt.

Professional Print & Layout

Als erster Pixma ist der Pro-200 (wie auch der Imageprograf Pro-300) mit der Layout-Anwendung "Professional Print & Layout" (PPL) kompatibel. Diese funktioniert eigenständig oder als Plugin aus Canon Digital Photo Professional, Adobe Photoshop (Elements) oder Adobe Lightroom.

Anschlüsse

Wie auch der A3-Imagraprograf kann der Pixma über USB, Ethernet oder Wlan angeschlossen werden. Es gibt zudem dezidierte Treiber für Windows und Mac. Die gängigen Standards Airprint (Apple) und Mopria (Android und Windows) werden unterstützt.

Die Canon-Apps für Android und iOS funktionieren auch mit dem Pixma-Pro.

Alternativen

Wer besonders haltbare Drucke, insbesondere auf matten Medien benötigt, der sollte besser zu einem Pigmenttintendrucker greifen. Bei Canon wäre das dann entsprechend der Imageprograf Pro-300 in A3 oder gleich der Pro-1000 in A2 mit noch größeren Kartuschen und mehr Farben. Der Pixma Pro-200 ist ideal für den Druck auf Glanzpapier.

Genau in diesem Segment steht Canon mittlerweile recht einsam da. Epson setzt fast ausschließlich auf Pigmenttinten. Das Sondermodell Surecolor SC-P400 mit Pigmenttinten und Glanzoptimierer wurde mit der Vorstellung des SC-P700 eingestellt.

Es gibt lediglich den noch etwas günstigeren Expression Photo HD XP-15000, der zwar Rot und Grau als Sonderfarben bietet, jedoch auf die hellen Versionen von Cyan und Magenta verzichtet. Der Einzug ist dazu weniger vielseitig.

Bei Canon gibt es noch den äußerst günstigen Pixma iX6850, der eher als Bürodrucker konzipiert ist, jedoch mit seinen vier Farben zuzüglich Pigmentschwarz ebenfalls einen guten Fotodruck bietet. Preislich nicht mehr weit vom Pro-200 entfernt ist der Pixma iP8750 (ab 335 €*1), der zusätzlich mit einer Grautinte aufwarten kann.

Vorstellung: Canon Imageprograf Pro-300 (mit Pigmenttinte)

High-End-Fotodrucker für A3
Pixma Pro-200Imageprograf Pro-300
Preis (inkl. MwSt)ca. 500 Euro
ab 495 €*1
ca. 780 Euro
ab 800 €*1
TintenartDyetinte (8 Tinten)
"ChromaLife 100+"
Pigmenttinte (9 Tinten)
"Lucia Pro"
Druckformatbis A3+
(329 mm Breite)
SchwarztinteFotoschwarzFotoschwarz, Mattschwarz
(gleichzeitig installiert, jeweils eigener Druckkopf)
StandardtintenCyan, Magenta, Gelb, Hellcyan, HellmagentaCyan, Magenta, Gelb, Hellcyan, Hellmagenta
SonderfarbenGrau, HellgrauGrau, Rot
Glanz-Optimierungkeine nötigmit Chroma-Optimizer, Einsatz in dunklen (oder allen) Bildbereichen
Düsen768 je Farbe, thermisch
(keine Düsenausfall-Kompensation)
768 je Farbe, thermisch
Tropfen 4,0 Pl
mit Düsenausfall-Kompensation
Standardzufuhr100 Blatt
(bis zu 20 Blatt Fotopapier)
Maximale Länge990,60 mm
(Randlos bis 594 mm)
Rollenzufuhrnein
Papierdickebis ca. 380 g/m²
Manueller Einzugbis zu 0,6 mm dicke Medien über den manuellen Einzug (hinten)
Einzug für CD/DVD-Rohlingja
Display7,5 cm LCD-Display
AnschlüsseUSB, Ethernet, Wlan (2,4 GHz), Wifi-Direkt, Airprint, Mopria
Patronenfüllmenge8 x 12,6 ml
(19,50 €, entspricht 1,55 € je ml)
Serie CLI-65
10 x 14,4 ml
(18,50 €, entspricht 1,29 € je ml)
Serie PFI-300
Alle Datentechnische Daten
© Druckerchannel (DC)

Verbrauchsmaterialien

Bei den Tintenkartuschen hat sich etwas getan. Verwendet wird nun die neue Serie CLI-65 mit lediglich jeweils 12,6 Millilitern Tinte. Beim Vorgänger Pro-100S waren es noch 13 ml. Gleichzeitig hat Canon auch den Preis um gut 25 Prozent auf nunmehr 19,50 Euro je Farbe angehoben.

Normalerweise führt eine Absenkung der Füllmenge sowie die zeitgleiche Preiserhöhung je Kartusche zu einem deutlich höheren Preis je Seite. Aufgrund der veränderten und somit wohl effizienteren Tinten ist dies in dem Beispiel jedoch nur geringfügig der Fall.

So soll "der Neue" nun statt bisher 57 Seiten auf eine Reichweite von rund 67 Seiten beim Fotodruck in A3+ mit Rand kommen. Trotz deutlich höherer Kosten je Milliliter Tinte soll der Seitenpreis lediglich um sechs Prozent teurer ausfallen.

Verfügbarkeit und Garantie

Der Pixma Pro-200 soll im November 2020 für rund 500 Euro im Fachhandel erhältlich sein. Canon gewährt eine Garantie von zwölf Monaten ab dem Kauf.

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Provisionslink: Wir erhalten bei einer Vermittlung zum Kauf eine Provision vom Anbieter. Für den Käufer entstehen dabei keine Mehrkosten. Alle Angaben ohne Gewähr. Preise inkl. MwSt. und zzgl. Versandkosten. Der Preis kann mittlerweile höher sein. Weiß hinterlegte Preise gelten für ein baugleiches Modell.
22.10.20 22:40 (letzte Änderung)
Technische Daten

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