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Epson Ecotank ET-2600 und ET-2650: Epson verschlankt die Ecotank-Tanks

von Ronny Budzinske

Bei seinen neuesten Modellen der Flaschentinten-Drucker bleibt Epson zwar dabei, die Tintentanks rechts außen an das Gerät zu kleben, jedoch nun deutlich platzsparender. Die hohe Reichweite bleibt identisch.

Hinweis: Für mindestens einen erwähnten Drucker ist ein Nachfolger "Kaufberatung & Test Tintentankdrucker ohne ADF" sowie "Epson Ecotank ET-2700er, ET-3700er und ET-4750" sowie "Epson Ecotank ET-2720, ET-2726 und ET-2756" verfügbar.

Mit den beiden Neuvorstellungen Ecotank ET-2600 sowie ET-2650 ersetzt Epson nach nicht einmal anderthalb Jahren die beiden Ecotank-Einstiegsmodelle ET-2500 und ET-2550.


Beim Funktionsumfang gibt es keine nennenswerten Änderungen. Es handelt sich nach wie vor um recht einfache Drucker mit kaum Extras aber dafür konkurrenzlos günstigen Folgekosten.

Statt teurer Patronen mit winziger Füllmenge lässt sich ein Ecotank selbst mit Tinte befüllen. Dazu bietet Epson Flaschen mit jeweils 70 mI Tinte je Grundfarbe für rund 10 Euro an. Zum Vergleich: Technisch vergleichbare Modelle verwenden Patronen, die kaum mehr als 6 mI in der XL-Ausführung beinhalten und für gut 15 Euro erhältlich sind. Der Kostenvorteil im laufenden Betrieb ist entsprechend groß.

Zum Lieferumfang gehören vier Flaschen der auch bisher genutzten Serie 664 mit Dyetinte. Diese soll für 4.000 Seiten in Schwarz oder 6.500 Farbdokumente reichen. Durch die Erstbefüllung liegt der Wert etwas niedriger als beim erneuten Wechsel. Dann kommt man mit einer Flasche Schwarz auf gut 4.500 Seiten oder 7.500 Farbseiten.

Im Gegenzug ist der Drucker entsprechend teuer. Statt 80 Euro für das technisch ähnliche Modell Expression Home XP-245 verlangt Epson mit 300 Euro fast den vierfachen Preis. Für den ET-2650 mit kleinem Display und Wifi-Direkt-Funktion werden sogar 350 Euro fällig. Der - abgesehen von der Reichweite und den Folgekosten - vergleichbare XP-342 liegt bei rund 90 Euro.


Neues Design

Gegenüber den Vorgängermodellen ist man immerhin einen Kritikpunkt angegangen. Die Behälter für die recht große Menge an Tinte konnte Epson offenbar nicht im vorhandenen Druckergehäuse unterbringen. Wie ein Fremdkörper wurde dieses rund zehn-cm-breite Etwas an den Drucker angeflanscht - das sieht nicht nur unschön aus, sondern nimmt auch viel Platz auf dem Schreibtisch ein.

Auch in der neuen Umsetzung ist die Konstruktion nicht symetrisch aufgebaut. Beim neuen Modell nehmen die nach außen geführten Tanks jedoch nur noch die Hälfte an zusätzlichem Platz in Anspruch, dazu sind die Tanks nach oben gezogen, wodurch das Ganze doch fast wie eine Einheit wirkt.

Noch eleganter hat dies jedoch die japanische Konkurrenz von Brother und Canon umgesetzt, die ein vergleichbares System mittlerweile in Osteuropa anbieten. Sowohl bei den Modellen der Brother-Inkbenefit- und der Canon-Pixma-G-Serie sieht es tatsächlich wie aus einem Guss aus.

Unterschied ET-2600 und ET-2650

Wie gewohnt bieten beide Modelle keine aufregenden Funktionen. Der 80-Blatt-Papiervorrat muss oben eingelegt werden und ist nicht vor Staub geschützt. Dazu kann Papier ausschließlich auf der Vorderseite bedruckt werden. Eine automatische Wendeeinheit für den Duplexdruck gibt es nicht. Generell geht es recht gemächlich vonstatten: Um die 6.500 Farbseiten aus der Erstbestückung zu drucken, braucht es einiges an Zeit. Mehr als 5 Seiten pro Minute (ipm) in Farbe und 10 ipm in Schwarz schaffen die Epson-Geräte in Normalqualität nicht.

Auch einen Dokumenteneinzug (ADF) für Scans und Kopien gibt es nicht. Hier muss ein Blatt nach dem anderen auf den Scanner gelegt werden. Bei einfachen Modellen ohne Fax-Funktion ist dies jedoch gängige Praxis und nur bedingt zu bemängeln.

Eine Verbindung zur Außenwelt nimmt die Einstiegsserie über einen lokalen USB-Anschluss oder über Wlan ins Heimnetzwerk auf. Die gängigen Standards für den Druck von Mobiltelefonen wie Mopria, Google Cloudprint, Android-Print-Service-Plugin oder Apple Airprint werden unterstützt.

Der Epson ET-2650 kann sich jedoch ein wenig abgrenzen. Zusätzlich gibt es eine Unterstützung für Wifi-Direkt. Damit kann man auch Gäste beruhigt an den Drucker anbinden, ohne das lokale Netzwerk freizugeben. Dazu ist das rund 50 Euro teurere Modell mit einem winzigen Farbdisplay für eine bessere Bedienung und einen integrierten Speicherkartenlesegerät (SD) ausgestattet.

Ecotank im Vergleich mit Canon Pixma-G und Brother-Inkbenefit (nur Osteuropa)
Brother
InkBenefit Plus
DCP-T300
(nur Osteuropa)
Canon Pixma
G2400
(nur Osteuropa)
Epson
Ecotank ET-2600
(vorgestelltes Modell)
Epson
Ecotank ET-2500
(Vorgänger)
FunktionenDrucken, Scannen, Kopieren
TinteDye Schwarz,
Dyefarben
Pigmentschwarz,
Dyefarben
Dye Schwarz,
Dyefarben
Reichweite6.000 Seiten Schwarz
4.000 Seiten Farbe
6.000 Seiten Schwarz
7.000 Seiten Farbe
4.500 Seiten Schwarz
7.500 Seiten Farbe
4.500 Seiten Schwarz
7.500 Seiten Farbe
ISO-Tempo11,0 ipm (Schwarz)
6,0 ipm (Farbe)
8,8 ipm (Schwarz)
5,0 ipm (Farbe)
10,0 ipm (Schwarz)
5,0 ipm (Farbe)
9,2 ipm (Schwarz)
4,5 ipm (Farbe)
AnschlussUSBUSB, Wlan
Papierzufuhr100 Blatt,
geschl. Kassette
100 Blatt, hintere Zuführung
RandlosdruckJaNein
Dimension (BxTxH)43,5 x 37,4 x 16,1 cm
7,1 kg
44,5 x 33,0 x 13,5 cm
4,3 kg
44,5 x 30,4 x 16,9 cm
5,0 kg
48,9 x 30,0 x 16,9 cm
4,6 kg
Grundfläche1,63 dm²1,47 dm²1,35 dm²1,47 dm²
Außenvolumen26,2 dm³19,8 dm³22,9 dm³24,8 dm³
© Druckerchannel

Folgekosten

Selbst im Vergleich mit High-End-Bürotintendruckern fallen die Druckkosten enorm niedrig aus. Im Gegensatz zu diesen ist allerdings weder die originale Farbtinte noch die Schwarztinte pigmentiert. Für Drucke auf Glanzpapier ist dies zwar ein Vorteil, jedoch leidet die Haltbarkeit beim Druck auf Normalpapier.

Druckkostenanalyse 06/2026*1
Seitenpreis mit
'ISO-Farbdokument'*2 (20.000 Seiten)
Seitenpreis mit
'Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument'*3 (20.000 Seiten)
   
Epson Ecotank ET-2600er
 
 
0,5 ct
 
 
0,2 ct
Brother MFC-J985DW (Inkbenefit)
 
 
5,1 ct
 
 
1,1 ct
Canon Maxify MB5150 (und MB5450)
 
 
6,6 ct
 
 
1,4 ct
Epson Workforce Pro WF-5620DWF
 
 
7,1 ct
 
 
1,6 ct
HP Pagewide Pro 477
 
 
7,3 ct
 
 
1,4 ct
Brother MFC-J5330DW, J5730DW
 
 
8,1 ct
 
 
1,6 ct
HP Officejet Pro 8730 (und 8720, 8740)
 
 
10,4 ct
 
 
2,2 ct
Epson Workforce WF-3620DWF
 
 
12,7 ct
 
 
2,7 ct
Epson Expression Home (technisch vergleichbar mit ET-2xxx)
 
21,7 ct
 
6,5 ct
© Druckerchannel

Verfügbarkeit und Garantie

Beide Modelle sollen bereits im Februar erhältlich sein und ihre Vorgänger ablösen. Die Garantie beträgt standardmäßig lediglich 12 Monate oder 30.000 Seiten - je nachdem, was zuerst eintritt. Aktionsbedingt erhält man bei spezieller Registrierung auf einer Epson-Webseite eine kostenlose Erweiterung auf 36 Monate (ebenfalls oder 30.000 Seiten). Bei Preisen ab 300 Euro ist eine lange Haltbarkeit jedoch auch dringend notwendig, damit sich die hohe Erstinvestition amortisiert.

*1
Diese Tabelle wird automatisch aktualisiert.

Preise

Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).

Kosten & Starterreichweite

In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.

*2
ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712): A4-Farbdokument (fünfseitig) auf Normalpapier in Standardqualität.
*3
Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712 (nur SW)): Mit diesem fünfseitigen Dokument sind Tintendrucker und Farblaser getestet.
Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
11.01.17 13:55 (letzte Änderung)
Technische Daten

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