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News: Brother Inkbenefit Plus (Vorerst nur Osteuropa): Nach Epson hängt jetzt auch Brother an der Flasche

Unter der Marke "Inkbenefit Plus" will Brother in Südostasien und auch im Nachbarland Polen der Ecotank-Serie von Epson mit selbst nachfüllbaren Druckern Konkurrenz machen. Fast unbemerkt bietet Brother dort unter dem Namen "Inkbenefit" (ohne Plus) zudem einfache Drucker mit äußerst günstigen Patronen und hoher Reichweite an. Ein Start in Deutschland scheint nur eine Frage der Zeit.

Mit seinem "Tintenvorteil", oder der offiziellen Bezeichnung "Inkbenefit", hat Brother offenbar bereits im Frühjahr 2014 damit begonnen, eher einfache Drucker etwas teurer zu verkaufen und dafür die Folgekosten drastisch zu reduzieren: Hohe Reichweiten und günstige Patronen für umgerechnet unter zehn Euro ergeben Druckkosten, die nur rund einem Viertel der üblichen Drucker entsprechen.

Neben Teilen von Südostasien und Afrika sind diese mittlerweile auch in Osteuropa erhältlich und haben unser Nachbarland Polen und auch Tschechien erreicht. Die Strategie von günstigen Druckern und anschließend hohen Folgekosten durch teure Tinte geht (insbesondere) dort schon lange nicht mehr auf. Üblicherweise werden die billigen und vielfach nur subventionierten Drucker mitgenommen und anschließend zu großen Teilen ausschließlich auf Fremdtinte gesetzt. Als Konsequenz will Brother jetzt schon direkt beim Kauf sichere Gewinne erzielen.

Inkbenefit Plus - Drucker mit Flaschentinte

Mit "Inkbenefit Plus" schaltet Brother in diesen Regionen jetzt noch eine Stufe höher und zieht mit Epsons Ecotank-Serie gleich, die im Spätsommer in der nächsten Generation verfügbar sein soll. Bei diesem System müssen keine Patronen mehr nachgekauft werden. Tinte wird mit hoher Füllmenge und damit Reichweite in Flaschen für einen geringen Preis angeboten. Diese reicht bei Brother, ähnlich der Version von Epson, für bis zu 6.000 Seiten in Schwarz oder 5.000 Seiten in Farbe nach ISO-Messung.

Bei den in Polen bereits im Mai vorgestellten drei Modellen der DCP-Serie (ohne Fax) T300, T500W und T700W liegen die Flaschen bereits im vollen Umfang bei und sollten für viele Monate reichen. Auch anschließend möchte Brother umgerechnet lediglich rund sieben Euro für eine Flasche mit Originaltinte.

Die Technik einer kontinuierlichen Tintenzuführung (CISS, "Continuous Ink Supply System") ist indessen nicht unbekannt und bereits für viele Drucker von Drittanbietern für die nachträgliche Montage erhältlich. Eine Lösung vom Originalhersteller verspricht weniger Fummelei, eine einfachere Handhabung und vor allem kein ständiges Zurücksetzen der oftmals gechipten Patronen. Dadurch fallen auch weniger Reinigungsintervalle an.


Da aufgrund der hohen Füllmenge und insbesondere wegen des geringen Flaschenpreises kaum noch Geld mit der Tinte verdient werden kann, wird dies beim Gerätepreis aufgeschlagen. Während man bei Epson in Deutschland, je nach Modell, den drei bis fünffachen Preis gegenüber dem Basismodell zahlen muss, sieht dies in Polen etwas moderater aus. Nochmals weniger Aufpreis scheint jedoch Brother zu verlangen. Das Einstiegsmodell ist für umgerechnet rund 155 Euro (Preisempfehlung) erhältlich. Für das Spitzenmodell mit Dokumentenzug sind das dann rund 175 Euro - das klingt für deutsche Verhältnisse äußerst günstig.

Designvorteil Brother

Gegenüber der Epson-Umsetzung mit den zusätzlich an den Seiten angebrachten Tintentanks kommt es Brother zu Gute, dass man bereits standardmäßig auf eine Schlauchzuführung setzt. Die vorgestellten Geräte sind für eine höhere Tinten-Kapazität bei Schwarz nur 3 cm breiter als die Standardversion. Bei den generell etwas schlankeren Epsons erweitert sich das Gehäuse um fast zehn Zentimeter, was dann im Endeffekt noch fünf Zentimeter mehr Raum in der Horizontalen benötigt. Die Abdeckung ist komplett transparent gestaltet, so dass man den ungefähren Resttintenstand jederzeit und von Vorne einsehen kann.

Scheinbar setzt Brother durchweg auf Dyetinte. Epson hat neuerdings beim Topmodell ET-4550 auch ein Pigmentschwarz im Einsatz. Einen selbst wechselbaren Behälter für Resttinte sind bei beiden Systemen nicht vorgesehen. Brother erlaubt es jedoch immerhin, randlos zu drucken - das ist bei den Epson-Modellen nicht möglich. Zudem können bis zu 1,5 Pikoliter kleine Tintentropfen aus den Piezo-Düsen ausgegeben werden. Gegenüber den drei Pikolitern bei Epson dürfte das beim Fotodruck ein sichtbarer Vorteil sein.

Brother Inkbenefit-Plus-Modelle mit Flaschentinte (Polen)
DCP-T300DCP-T500WDCP-T700W
Preis649,00 zl
(rund 155 Euro)
729,00 zl
(rund 175 Euro)
899,00 zl
(rund 215 Euro)
Preis für TintenflascheDye-Schwarz für 6.000 Seiten: 36,00 zl (rund 9,00 Euro)
Dye-Cyan, Magenta, Gelb für je 4.000 Seiten: 28,00 zl (rund 7,00 Euro)
Tintenflaschen
im Lieferumfang
1x Schwarz
je 1x Cyan, Magenta, Gelb
2x Schwarz
je 1x Cyan, Magenta, Gelb
FunktionDrucken / Scannen / Kopieren
Fax / ADFNein / NeinNein / 20-Blatt
ISO-Tempo11 ipm (Schwarz)
6 ipm (Farbe)
AnschlußUSBUSB, Wlan
Papierzufuhr100 Blatt, staubgeschützte Kassette
Dimension (BxTxH)43,5 x 37,4 x 16,1 cm
7,1 kg
43,5 x 37,4 x 18,0 cm
8,3 kg
Garantie3 Jahre (Registrierung zur Nutzung notwendig)
© Druckerchannel (DC)

Inkbenefit - Drucker mit günstigen Patronen

Je nach Region bereits seit etwas längerem auf dem Markt erhältlich ist das Basissystem "Inkbenefit" (ohne Plus). Diese Drucker entsprechen weitgehend der T-Serie (mit Flaschen), setzten jedoch weiterhin auf die herkömmliche Lösung über wechselbare Tintenpatronen. Diese weisen jedoch eine deutlich höhere Reichweite auf, als man es für Geräte dieser Klasse gewohnt ist. Die Schwarzpatrone soll für 2.400 Seiten und die Farbpatronen für kombiniert 1.300 Seiten nach ISO-Messung reichen.

Trotz der hohen Ausdauer sind die Einzelkartuschen in Polen für umgerechnet knapp unter zehn Euro erhältlich. Die daraus resultierenden Seitenpreise betragen nur rund ein viertel der vergleichbaren Brother-Drucker und liegen auch unter großen Bürotintendruckern der Konkurrezn wie dem Canon Maxify MB5350, Epson Workforce Pro WF-5620DWF oder auch dem HP Officejet Pro 8620.

Aufgrund der vergrößerten Schwarzpatrone ist das Gehäuse etwas breiter als bisher üblich und entspricht exakt den Dimensionen der neuen T-Serie. Im Unterschied dazu gibt es keine transparente Abdeckung. Zudem ist das Topmodell MFC-J200 neben einem ADF auf mit einem Fax ausgestattet. Das Basismodell DCP-J100 ist bereits für rund 110 Euro erhältlich und nicht wesentlich teurer als Drucker mit normal großen Patronen.

Brother Inkbenefit-Modelle mit Patronen (Polen)
DCP-J100DCP-J105MFC-J200
Preis449,00 zl
(rund 110 Euro)
469,00 zl
(rund 115 Euro)
599,00 zl
(rund 145 Euro)
Preis für PatronenDye-Schwarz für 2.400 Seiten, Dye-Cyan/Magenta/Gelb für je 1.300 Seiten: 39,00 zl (rund 9,50 Euro)
FunktionDrucken / Scannen / Kopieren
Fax / ADFNein / NeinJa / 20-Blatt
ISO-Tempo11 ipm (Schwarz)
6 ipm (Farbe)
AnschlußUSBUSB, Wlan
Papierzufuhr100 Blatt, staubgeschützte Kassette
Dimension (BxTxH)43,5 x 37,4 x 16,1 cm
7,1 kg
43,5 x 37,4 x 18,0 cm
8,3 kg
Garantie (in Polen)1 Jahr (3 Jahre gibt es nur in Deutschland und Österreich)
© Druckerchannel (DC)

Verfügbarkeit in Deutschland (noch) nicht geplant

Ob und wann die "Inkbenefit"- und "Inkbenefit-Plus"-Drucker in Westeuropa erhältlich sein werden, ist noch offen. Brother Deutschland ist "keine baldige Einführung bekannt". Da jedoch auch Epson den Weg von Südostasien über Osteuropa in den Westen genommen hat, ist davon auszugehen, dass man sich die Entwicklung ansehen wird und dann gegebenenfalls schnell darauf reagiert. Unter www.inkbenefitplus.eu ist bereits eine paneuropäische Webseite in englischer Sprache online.

09.09.15 10:02 (letzte Änderung)

28 Wertungen

 
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