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Test Samsung Multixpress M5370LX: Display, Bedienung, Schnittstellen

von Frank Becker

Samsungs Steuerzentrale am Multixpress M5370LX ist ein 10,1 Zoll großes Android-Tablet. Alle Einstellungen und Gerätefunktionen steuert und kontrolliert der Anwender mit vorinstallierten Apps. Der Bildschirm reagiert auf Antippen zum Starten von Anwendungen, Wischen zum Scrollen in Menüsystemen sowie Spreizbewegungen zum Zoomen in angezeigten Dokumenten.

Neben einer App zum Kopieren und einer App zum Scannen bietet das Steuersystem viele weitere Anwendungen. So ist eine Webbrowser-App vorhanden, um gezielt Internetseiten auszudrucken und weitere Anwendungen, um den Gerätespeicher zu managen, den Druckstatus zu überprüfen, Zählerstände auszulesen, Geräteeinstellungen zu bearbeiten und ein Downloadportal für zusätzliche Drucker-Apps von Samsung.

Einige Anwendungen bringen Miniprogramme mit (Widgets), mit denen der Anwender beispielsweise direkt eine Kopie starten kann, ohne die dazugehörige App mit den gesamten Auftragseinstellungen zu öffnen. Die Widgets lassen sich wie die App-Symbole auf dem Bildschirm nach Belieben platzieren, wieder löschen oder neu anordnen.

Apps ohne Google-Konto installieren

Die Steuereinheit verhält sich prinzipiell wie jedes marktübliche Abdroid-Tablet. Dennoch ist es kein "echtes" Tablet. Denn dafür fehlt dem System das Wichtigste: Die Möglichkeit, ein Google-Konto einzurichten. Damit hat der Anwender keine Möglichkeit, Google-Apps auf dem System zu installieren und zu verwenden. Dazu zählt auch der App-Store für sämtliche Android-Programme. Dennoch hält Samsung die Möglichkeit bereit, manuell Android-Apps zu installieren.

Der Anwender muss nicht zwingend den Google-App-Store für den Download von Programmen nutzen. Alternative Internetportale wie apkmarket.de bieten Android-Apps als APK-Dateien an. Dieser Dateityp lässt sich auch ohne Google-Konto auf Android-Systemen installieren. Der Anwender muss nur die APK-Datei der gewünschten App per PC laden und auf einem USB-Stick speichern. Im Test war es sogar möglich, das Spiel "Angry Birds" auf den Samsung Multixpress M5370LX zu installieren. Zusätzlich hat Druckerchannel als Geschäftsanwendung die App vom Cloud-Speicherdienst Dropbox erfolgreich installiert und getestet.

Den USB-Datenträger mit der geladenen APK-Datei steckt man anschließend in das Samsung-Gerät ein. Über die Admin-Einstellungen findet der Anwender den Menüpunkt "Anwendungs management". Dort befindet sich ein kleines Feld mit der Beschriftung "installieren". Mit einem Fingertipp gelangt man zur Auswahl des Speicherortes der Datei. Der Anwender wählt den USB-Stick aus und markiert die APK-Datei. Nach einer weiteren Bestätigung startet die Installation.

Nach einer weiteren Bestätigung liegt das Programm nach wenigen Minuten startbereit im Menüsystem. So einfach kann man kleine Spielchen aber auch nützliche Business-Programme wie Dropbox auf dem Multifunktionsgerät nutzen. Da Druckerchannel nur zwei zufällig ausgewählte Programme getestet hat, kann die Redaktion nicht dafür garantieren, dass sämtliche Apps auf der Maschine laufen.


Schnittstellen

Der Samsung Multixpress M5370LX ist für den lokalen Anschluss an einen Rechner mit USB und für die Netzwerkintegration mit Ethernet ausgestattet. Neben den klassischen Schnittstellen für die Verbindung zum PC besitzt das Modell auf der Vorderseite eine USB-Host-Schnittstelle. Über diese lassen sich PDFs oder JPGs ohne Umweg über einen PC direkt von einem USB-Stick drucken. Umgekehrt ist es auch möglich, gescannte Vorlagen als PDF, JPG oder TIFF auf dem USB-Datenträger zu speichern.

Zusätzlich ist das Gerät auch mit Wireless Lan ausgestattet, um das Modell kabellos im Netzwerk zu integrieren und Mobile-Print-Aufgaben von Mobilgeräten wie Smartphones und Notebooks entgegen zu nehmen. Mit der Verbindung zum Internet können Nutzer aber auch die anderen Dienste von installierten Apps nutzen.

Drucken mit Berührung

Um Druckaufträge von Smartphones entgegen zu nehmen, hat Samsung seinen Multixpress M5370LX einen NFC-Sensor spendiert. Viele der aktuellen Highend-Smartphones von Samsung, Sony oder LG sind mit dem Funkstandard NFC (Near Field Communication) ausgerüstet. Der Funksensor arbeitet auf einer sehr kurzen Distanz von vier Zentimetern oder weniger, um eine Verbindung mit einem anderen NFC-Chip aufzubauen. Die NFC-Technologie ermöglicht es, gezielte Aktionen mit dem Smartphone durchzuführen, ohne zuvor eine spezielle App zu starten - eine kurze Berührung reicht aus.

Gedacht ist diese drahtlose Technik, um beispielsweise mit dem Smartphone in Geschäften zu bezahlen. Seit dem Einführung von Android 4.0 wird die NFC-Technik im Smartphones auch für die Datenübertragung genutzt. Mit "Android Beam" lassen sich Fotos, Videos, Webseiten, Kontakte und vieles mehr teilen, indem zwei NFC-fähige-Smartphones aneinander gehalten werden.

Samsung verwendet die NFC-Technik, um einen Ausdruck mit dem Smartphone zu starten. Sobald der Nutzer sein Mobilgerät auf den NFC-Chip legt, wird automatisch im Smartphone das angezeigte Dokument per Wireless Direct zum Ausdruck an den Farblaserdrucker beziehungsweise an das Multifunktionsgerät gesendet. Umgekehrt kann das Smartphone auch Dokumente empfangen, die der Anwender am Gerät gescannt hat. Als Voraussetzung muss allerdings auf dem Smartphone zusätzlich noch die Samsung Drucker-App "Mobile Print" installiert sein.

30.04.15 09:09 (letzte Änderung)
1S/W-Laserprofi spielt Angry Birds
2Druckkosten und Verbrauchsmaterialien
3Papierspezifikationen
4Display, Bedienung, Schnittstellen
5Druckertreiber und Webserver
6Drucktempo: Texte, Grafiken und Fotos
7Druckqualität
8Kopieren: Tempo und Qualität
9Scannen: Tempo und Qualität
Technische Daten & Testergebnisse

10 Wertungen

 
1
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