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Brother recycelt Tonerkartuschen: Wiederaufbereitung statt schreddern

Im Oktober lud Brother ins slowakische Krupina ein, um Einblicke in das Recycling von Tonerkartuschen zu gewähren. Anstatt die Kartuschen einfach zu schreddern, bereitet der Druckerhersteller diese aufwändig wieder auf und verwendet sie mehrfach.

Recycling von leeren Tintenpatronen und Tonerkartuschen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Daher bieten alle Hersteller Rücknahmeprogramme an, damit man leere Verbrauchsmaterialien dem Kreislauf der Wiederverwertung zuführen kann.


Doch oftmals geht es primär gar nicht um das ökologische Handeln, sondern vielmehr darum, dass die leeren Kartuschen vom Markt verschwinden und nicht in die Hände von Refillern wie Geha, Pelikan, KMP, Jettec und Co gelangen. In vielen Fällen werden die Kartuschen geschreddert, in die einzelnen Bestandteile zerlegt und daraus neue Produkte gemacht.

Dass es auch anders geht, zeigt Brother vor 17 Journalisten aus Deutschland und Österreich im slowakischen Krupina Anfang Oktober. Statt thermischem Recycling oder dem zerlegen in einzelne Bestandteile öffnet Brother die leeren Kartuschen, reinigt und überprüft diese und füllt anschließend neuen Toner ein. Nach der aufwändigen Prozedur entsprechen die wiederbefüllten Kartuschen dem Qualitätsstandard von neuen Kartuschen und sind daher auch nicht besonders gekennzeichnet. Ob man eine neue oder eine wiederaufbereitete Kartusche kauft, weiß man und merkt man auch nicht.

Im Werk in Krupina bereitet Brother pro Jahr etwa 1,2 Millionen Tonerkartuschen auf. Rund 40 Prozent der dazu benötigten Leerkartuschen stammen aus Deutschland, die Brother auf verschiedene Wege einsammelt. Zum einen liegt jeder Brother-Tonerkartusche ein Rücksendeaufkleber bei, mit der man die leeren Tonermodule kostenfrei ins niederländische Rotterdam schicken kann. Dort sammelt Brother alle Leerkartuschen (aus verschiedenen Ländern) und bringt sie in die Slowakei. Darüber hinaus sammelt der Hersteller auch in Firmen leere Kartuschen ein oder kauft diese über Leergut-Broker zurück, um sie wiederverwenden zu können. Aus allen eingesandten Kartuschen sind etwa 95 Prozent zum Wiederaufbereiten geeignet, die verbleibenden fünf Prozent sind entweder beschädigte, oder gefälschte Kartuschen, und werden aussortiert.

Insgesamt recycelt Brother knapp drei Millionen Kartuschen an fünf Standorten pro Jahr. Neben dem Werk in Krupina bereitet der Druckerhersteller auch noch in Großbritannien, Japan, Brasilien und in den USA Leerkartuschen auf. In Zukunft sollen deutlich mehr Kartuschen in den fünf Anlagen verarbeitet werden. Insbesondere in Krupina lässt sich die jährliche Kapazität durch einen Zweischichtbetrieb noch mehr als verdoppeln. Zudem optimiert Brother bei der Entwicklung neuer Kartuschen den Aufbau, um das wiederaufbereiten zu vereinfachen.

Ein positiver Nebeneffekt für Brother ist natürlich auch, dass die Leerkartuschen vom Markt verschwinden und nur als neu befüllte Originalkartuschen wieder in den Handel kommen und damit nicht in die Hände von günstigeren Drittanbietern gelangen. Doch wer seine Brother-Leerkartusche nur entsorgen möchte, kann diese auch relativ unkompliziert mit dem beigelegten Rücksendeaufkleber an Brother senden und ihr ein zweites Leben schenken.

19.10.13 18:09 (letzte Änderung)

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