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Vergleichstest Kopierer Schule: In den Schuldienst bestellt

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Sechs Monate lang hat Druckerchannel vier A4-Farbkopierer von HP, Ricoh, Samsung und Xerox in einer Schule getestet. Im Lehrerzimmer hat das Kollegium die Geräte ins Tagesgeschäft eingebunden, die somit als zentrale Druck- und Kopiersysteme dienten.

Kopierer waren lange nur als monströse A3-Maschinen zu bekommen. Dabei bestätigen Umfragen, dass auf diesen A3-Kopierern nur ein Bruchteil in A3 kopiert, gedruckt oder gescannt wird.

Auch Funktionen wie Touchscreen, Dokumentenarchivierung, Netzwerkscan, ein großer Papiervorrat oder die Endverarbeitung mit einem Finisher waren ausschließlich A3-Maschinen vorbehalten. Die relativ neue Generation der A4-Kopierer kann mittlerweile aber locker mit den großen A3-Modellen mithalten - dazu sind sie preiswerter und vor allem platzsparender.

Für diesen Vergleichstest hat Druckerchannel vier A4-Farbkopierer ausgesucht, die mit einem Touchscreen ausgestattet sind und zwischen 30 und 40 Farbseiten pro Minute drucken oder kopieren können. Das sind die vier Modelle:


Die Kopierer mussten in einer Schule sechs Monate lange beweisen, ob sie im harten Alltag durchhalten. Tagtäglich mussten die Geräte Unterrichtsmaterial, Vertretungspläne, Schülerlisten, Einladungen und Weiterbildungsunterlagen drucken und kopieren.

Rund 20 Lehrer und Lehrerinnen haben regelmäßig mit den Maschinen gearbeitet und konnten Druckerchannel ihre Erfahrungen mitteilen. Ein positives Fazit vorweg: Im gesamten Zeitraum haben die Geräte selten einen Papierstau verursacht. Nur beinahe hätte es ein Unglück geben können, als eine der Lehrkräfte versucht hat Overheadfolien zu bedrucken, die nicht für Lasergeräte geeignet waren. Glücklicherweise hat die Hitzeeinwirkung der Fixiereinheit die Folien nur stark verformt und nicht das Druckwerk der Maschine beschädigt.


Trotz der kompakten Bauweise der A4-Kopierer leisten die Maschinen bis auf den A3-Druck das Gleiche, was man auch von großen A3-Boliden erwartet. Auf kleinen Raum bieten die A4-Systeme einen riesigen Papiervorrat und haben darüber hinaus jede Menge Endverarbeitungsoptionen mit verschiedenen Finishern. Voll aufgerüstet lassen sich die Kopierer auch für die Produktion von größeren Aufträgen nutzen.

Druckerchannel-Fazit

Insgesamt konnten sich die vier Farbkopierer über den gesamten Testzeitraum der vergangenen sechs Monate mit Bravur schlagen. Nicht einmal klingelte unerwartet in der Druckerchannel-Redaktion das Telefon, weil es bei einem der Geräte ein Problem gab.

Keine Druckkostenberechnung bei Kopierern
Anders als normale Drucker oder Multifunktionsgeräte werden Kopierer in der Regel finanziert. In dieser Finanzierung sind meistens auch die Kosten für Toner, Service und Wartung eingerechnet. Daher gibt es von den Herstellern in aller Regel keine unverbindlichen Preisempfehlungen für Geräte und Toner. Aus diesem Grund kann Druckerchannel keine Kostenberechnungen für die Verbrauchsmaterialien durchführen.
© Druckerchannel (DC)

Der Testsieger

Der Ricoh Aficio MP C400SR kann mit guten technischen Leistungsmerkmalen wie Schnittstellenvielfalt, großem Papiervorrat und schwenkbarem Bedienfeld im Vergleich ordentlich punkten. Das bewegliche Display, das sich um fast 90 Grad schwenken lässt, macht die Bedienung besonders für Rollstuhlfahrer einfach. Passend dazu sind die Griffe der Papierkassetten so gestaltet, dass Rollstuhlfahrer von oben reingreifen können.

Allerdings hat der Hersteller die Bedientasten mit vielen Symbolen beschriftet, die ohne Handbuch nicht lesbar sind. Da viele dieser Tasten, wie Zählerstand und Servicemenü, für den Servicetechniker vorgesehen sind, müssen sich Anwender über die Bedeutung keine Gedanken machen. Das Menüsystem im großen Touchscreen ist dafür übersichtlich strukturiert, sodass auch unerfahrene Nutzer schnell die wichtigsten Einstellungen finden.

Die Verbrauchsmaterialien lassen sich einfach über eine Klappe an der Vorderseite der Maschine wechseln. Praktisch: Um allen Verwechselungen vorzubeugen, hat Ricoh alle austauschbaren Geräteteile wie Fotoleiter und Fixiereinheit hinter einer Klappe versteckt. Nur der Toner ist für den Austausch sichtbar.

Im Praxistest konnte die Maschine in Sachen Drucktempo in allen Disziplinen ganz vorne mitspielen und war fast immer als erstes mit den geforderten Druckjobs fertig. Das hohe Arbeitstempo hatte auch keinen Einfluss auf die durchweg gute Druckqualität der Maschine. Sie druckte selbst Fotos auf Normalpapier mit einer guten Farbwiedergabe. Auch beim Scannen konnte die Maschine überzeugen. So wurde selbst die gescannte Uhr auf dem Vorlagenglas komplett scharf von der CCD-Scannerleiste erfasst.

Für den HP Color Laserjet Enterprise CM4540 war der Vergleichstest ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Ricoh. Bei der Geschwindigkeitsmessung lag die Maschine immer knapp hinter dem Erstplatziereten. In puncto Druckqualität lieferte die HP-Maschine sogar ein etwas besseren Ergebnis bei der Farbwiedergabe. Auch beim Test der Scan-Funktionen liefert die Maschine insgesamt gute Ergebnisse.

Bei der Geräteausstattung kann das Modell vor allem durch das schwenkbare Display überzeugen, das sich wie Ricoh auch an Rollstuhlfahrer anpasst. Die Vorlagenabdeckung mit dem automatischem Vorlageneinzug hängt allerdings etwas wackelig in den Scharnieren, wenn man ein Blatt auf das Vorlagenglas legen möchte. Bei den anderen Modellen wirkt die Vorrichtung wertiger verbaut.

Die übrigen Daten sind im Vergleich zu den getesteten Geräten durchschnittlich, aber durchaus gut. Im Langzeittest nutzen die Lehrer und Lehrerinnen das HP-Modell mit am häufigsten. Die Begründung der Lehrkräfte: Die Maschine ist als erstes angekommen und stand im Raum nahe der Tür.

Bei Tausch der Verbrauchsmaterialien liegt das komplette Innenleben der Maschine hinter der Geräteklappe frei. Man muss beim Wechsel der Tonerkartusche deutlich vorsichtiger sein als bei den anderen Kopierern, da die Bildtrommel als Bestandteil des Toner-Sets mit getauscht wird. Ein kurzer Ausrutscher kann schon reichen, um die Belichtungseinheit zu beschädigen.

Mit dem Samsung Multixpress C8385ND stand im Lehrzimmer die wuchtigste Maschine. Der Farbkopierer überzeugte bei seiner Geräteausstattung durch seinen großen Papiervorrat. Bei der Aufrüstung seiner Maschine hält Samsung es getreu nach dem Motto: Ganz oder gar nicht. So können Unternehmen neben dem Standardpapiervorrat nur noch die Großraumkassette mit 2.100 Blatt nachrüsten.

Der wuchtige Aufbau des Kopierers macht es vor allem Rollstuhlfahrern schwer, den Blick auf das Bedienfeld zu richten. Durch das starre Display lassen sich auch keine störenden Lichtreflexe ausblenden. Dafür wirken alle beweglichen Teile wie aus einem Guss. Papierkasetten, Geräteklappen und die Vorlagenabdeckung schließen mit einem satten Klang.

Die technischen Leistungsmerkmale wie Speicher, Schnittstellen sowie die Gerätefunktionen für Druck-, Kopier- und Scan-Aufgaben lassen bei der Arbeit mit der Maschine nichts vermissen. Nur die Faxfunktion ist optional nachrüstbar.

Im Test der Druck- und Kopierfunktionen hielt die Maschine zwar durchaus mit, blieb aber mit dem Tempo etwas weiter zurück. Beim Kopieren bevorzugte das Kollegium lieber andere Maschinen, da das Samsung-Modell aus dem Standby-Modus vergleichsweise viel Zeit benötigte, um kopierbereit zu sein. Ausdrucke und Kopien wirken zudem etwas blass.

Der Farbkopierer Xerox Workcentre 6400V/S ist eine gute Standardmaschine für Abteilungen. Auch wenn das System von ihrer angegebenen Basisgeschwindigkeit mit 35 Seiten pro Minute etwas langsamer als die übrigen Kandidaten ist, konnte sie im Test stellenweise das gleiche Tempo liefern, wie beispielsweise der Samsung-Kopierer mit 38 Seiten pro Minute. So druckte die Xerox beim Ausdruck eines farbigen Geschäftsbriefs mit 19,6 Seiten pro Minute. Samsung war bei dieser Aufgabe 19,9 Seiten pro Minute schnell.

In den anderen Disziplinen hinkte die Maschine den anderen aber hinterher. Auch die Druckqualität kommt nicht ganz an die Leistung der anderen Modelle heran. Fotoausdrucke wirken etwas blass und verschwommen. Für geschäftliche Präsentationen reicht die Leistung der Maschine aber aus. Der Kopierer besitzt zwar in Vollausstattung mit 1.500 Blatt einen kleineren Papiervorrat als die anderen Modelle, dafür hat Xerox eine standardmäßige Faxfunktion spendiert.

Über die Schule
Der Rönsbergshof in Duisburg ist eine Ganztagsschule für Schülerinnen und Schüler, deren Entwicklung in anderen Schulen nicht hinreichend individuell gefördert werden kann. An der Schule unterrichten insgesamt 60 Lehrer und Lehrerinnen, die tagtäglich Arbeitsmaterial für den Unterricht drucken und kopieren. Da in erster Linie A4-Ausdrucke und -Kopien zur Hauptaufgabe des zentralen Multifunktionssystems gehören, ist der Einsatz einer leistungsstarken A4-Maschine durchaus eine interessante Alternative zu den wesentlich teureren A3-Geräten.
© Druckerchannel (DC)
04.09.12 10:53 (letzte Änderung)
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1In den Schuldienst bestellt
2Das meinten die Lehrer
3Geräteausstattung
4Die Verbrauchsmaterialien
5Touchscreen, Buttons, Bedienung und Co.
6Der Druckertreiber
7Drucktempo: Texte, Grafiken und Fotos
8Druckqualität: Text, Grafiken und Fotos
9Kopierfunktion: Tempo, Qualität und Handling
10Der Scanner: Qualität / Tempo /Scan-to-Funktionen
Technische Daten & Testergebnisse

12 Wertungen

 
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Alle Angaben ohne Gewähr. Die gelisteten Angebote sind keine verbindlichen Werbeaussagen der Anbieter! Preise in Euro inkl. Mehrwertsteuer zzgl. Verpackungs- und Versandkosten. Bitte beachten Sie die Lieferbedingungen und Versandspesen bei Online-Bestellungen. Weiß hinterlegte Preise gelten für ein baugleiches Modell.
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