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Kodak ESP 7 Dauertest: Fotodruck (Woche 4): Testprotokoll Leser #3

von Druckerchannel

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Multifunktionale Fotokünstler" verfügbar.

Vergleichsdrucker dieses DC-Lesers: Canon i865

Positiv

  • farbstichfreier, brillanter Fotodruck auf Kodak-Papier
  • gute Druckgeschwindigkeit
  • Ausdrucke sofort trocken
  • Ausdrucke wischfest

Negativ

  • je nach Papiersorte mal blasser, mal brillanter Druck
  • je nach Papiersorte leichter Farbstich
  • unkontrolliertes Abschneiden der Bildränder bei nicht passenden Seitenverhältnissen
  • ungleichmäßiger "Überdruck" an den verschiedenen Rändern bei Randlosdruck
  • teilweise Streifen in den Bildern (insbesondere in blauen Flächen)

Ausführliche Erfahrungen

Von der Druckqualität der Fotos bin ich angetan. Vor allem endlich farbstichfreie Bilder – mein alter Canon i865 hat immer einen Rotstich verursacht (auch mit Originaltinte und Originalpapier). Da wurde aus jedem "Bleichgesicht" ein "Indianer".

Das originale 10x15 Kodak Fotopapier ist nicht hochglänzend, sondern hat eine leicht angeraute, strukturierte Oberfläche. Im ersten Moment denkt man daher, der Ausdruck sei etwas grobkörnig. Vergleiche mit anderen Papieren beweisen aber das Gegenteil.

Der Vorteil des Kodak Papiers: Man kann drauf fassen, ohne lästige Fingerabdrücke zu hinterlassen. Vor allem sind die Ausdrucke auch sofort wischfest und fingertrocken, auch wenn man am Geruch feststellen kann, dass noch Feuchtigkeit aus dem Papier verdunstet.

Guckt man mit sehr kritischem Auge bzw. der Lupe auf gleichfarbige Flächen, lässt sich ein leichtes "Rauschen" ausmachen, das von den Tintentröpfchen kommt. Bei normalem Sichtabstand sind sie aber nicht auszumachen.

Das originale Kodak-Papier hat hinten einen flächigen Strichcode, an dem der Drucker den Papiertyp erkennt. Einerseits gut, um einen farbstichfreien Ausdruck zu gewährleisten. Andererseits ist das unschön, wenn man eigene Fotodrucke als Postkarten verwenden möchte.

Der Gegentest mit zwei anderen Papiersorten zeigte, dass das verwendete Papier starken Einfluss auf die Druckqualität hat. Original Canon-Papier war gut geeignet und unterscheidet sich nur minimal vom Kodak-Papier. Billigpapier von "Digital Revolution" hingegen zeigt sehr blasse Farben und ist somit ungeeignet.

Bei drei verschiedenen A4-Papieren zeigte sich eine unterschiedliche Druckqualität. Das Papier mit der besten Detailauflösung zeigte leider einen leichten Türkisfarbstich in Blautönen.

Etwas ärgerlich sind die teilweise leichten Streifen, die man aber nur sieht, wenn man sehr nahe an die Ausdrucke ran geht. Sie treten vor allem in gleichmäßigen Blauflächen auf. Ich vermute stark, dass eine der Düsen im Druckkopf nicht ganz einwandfrei arbeitet.

Die Druckgeschwindigkeit (10x15) kann voll überzeugen, nach weniger als einer Minute (genauer: 45 Sekunden) hat man sein fertiges Foto in der Hand. Ein A4-Ausdruck braucht etwa 2 Minuten.

Auch der direkte Druck von Speicherkarte, USB-Stick oder auch per PictBridge angeschlossener Kamera macht Spaß, wobei ich den Ausdruck von Speicherkarte dem Kabelgefummel bei PictBridge vorziehe. Bei eingesteckter Speicherkarte kann man die zu druckenden Fotos auswählen, wobei das Durchblättern je nach Auflösung etwas langsam ist, mit einem grobkörnigen Thumbnail kann man auch nicht viel anfangen, das bei einigen Bilder schnell vorgeladen wurde, bevor das fein aufgelöste angezeigt wurde.

Schade, dass direkt am Drucker beispielsweise keine roten Augen retuschiert werden können. Auch der Bildausschnitt ist etwas Glücksspiel, zumindest wenn die Fotos nicht dem Papierformat entsprechen. Man kann nicht auswählen, ob der Drucker wahllos ausschneidet oder man lieber später am Papier einfach den weißen Rand abschneiden möchte. Hier empfiehlt sich der Druck über ein richtiges Grafikprogramm (Irfanview reicht schon).

Ein eher kleines Problem taucht beim randlosen Fotodruck auf. Um randlosen Druck zu ermöglichen, drucken Drucker Fotos etwas größer als das Papier aus, d. h. effektiv wird an jeder Seite etwas abgeschnitten. Dabei treten aber große Unterschiede auf, wie viel an welcher Seite abgeschnitten wird. Auch kann man nicht vorwählen, wie großzügig der Drucker dabei sein soll.

Insgesamt erfüllt der Drucker meine Erwartungen an den Fotodruck. Der Direktdruck macht Spaß und die Qualität ist mehr als gut, um mal schnell zu Hause ein paar Bilder zu drucken, wenn man sie sofort braucht. Für größere Mengen und/oder bessere Qualität beauftragt man besser ein Labor. Man sollte nicht vergessen, dass der Kodak ESP7 ein Multifunktionsgerät ist, das nur mit drei Farben druckt. Richtige Fotodrucker haben mehr als doppelt so viele. Die Probleme mit den leichten Farbstichen bzw. dem teilweise blasseren Ausdruck ließen sich sicher in den Griff bekommen, wenn man den Drucker mit Profilen richtig auf das Papier einstellen würde. Wer so etwas beherrscht, greift aber sowieso zu einem professionelleren Gerät als dem Kodak ESP7. Einfacher ist es aber, das originale Kodak-Papier zu benutzen.

25.08.09 10:23 (letzte Änderung)
1Bei Fotos "gut" abgeschnitten
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