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Kodak ESP 7 Dauertest: Fotodruck (Woche 4): Testprotokoll Leser #10

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Vergleichsdrucker dieses DC-Lesers: Epson Stylus Color 880

Positiv

Für die gelieferte Druckqualität ist die Druckgeschwindigkeit meines Erachtens nicht schlecht. Jedenfalls druckt der Drucker Fotos in einer Geschwindigkeit, mit der man durchaus „mal schnell“ ein paar seiner Lieblingsfotos ausdrucken kann.

Auch das Zurechtschneiden der Fotos auf die Zielgröße funktioniert gut und auf Wunsch vollautomatisch. Auch die Reproduktion der Farben ist absolut nicht schlecht.

Negativ

Beim genaueren Hinsehen fällt auf, dass die Fotodrucke etwas pixelig sind. Es sieht aus, als ob der Kodak noch eine Art „Punkteschleier“ über das Foto legt. Diese schwarzen Punkte sind wohl auch der Grund, dass die Farbreproduktion zwar recht gut gelingt, die Farben aber dunkler als im Original erscheinen.

Etwas nervig ist, dass der eingebaute Kartenleser beim Einschalten immer von Windows (XP) als neues Gerät erkannt wird. Dadurch erscheint jedes Mal nach dem Einschalten der Windows-Dialog „Programm für diese Aktion auswählen“, bei dem leider die Option „Keine Aktion“ fehlt. So muss man nach dem ersten Einschalten immer erst den Dialog für die so genannte „EasyShare AiO“-Funktion wegklicken. Die Treiberfunktion „Gesichtsretouche“ lieferte enttäuschende Ergebnisse. Das ist besonders schade, weil die restlichen Bearbeitungsoptionen durchaus sinnvoll sind.

Ausführliche Erfahrungen

Der Druck von der Speicherkarte ist durchaus intuitiv. Nach dem Einstecken der Karte liest der Drucker den Inhalt und zeigt die Bilder progressiv aufbauend auf dem Display an. Per Pfeiltasten kann man durch die auf der Karte befindlichen Bilder browsen und recht leicht alle zu druckenden Fotos beim browsen auswählen. Hat man alle zu druckenden Bilder ausgewählt, so muss man nur noch auf den Druckerknopf „Start“ drücken und alle ausgewählten Bilder werden auf einen Rutsch ausgedruckt.

Über die Menütaste stehen dem User noch weitere Funktionen zur Verfügung. So kann man den Drucker auch als Kartenleser verwenden und alle Bilder über den Drucker auf den PC übertragen. Auch sind Korrekturen vor dem Druck möglich wie das Drehen eines Bildes, die Wahl der Anzahl oder der Druckgröße. Mit einer dieser Funktionen kann man das Datum auf das Foto aufdrucken. Dabei wird idealerweise das Exif-Datum verwendet, das beim Fotografieren von der Kamera in die Fotodatei geschrieben wird und nicht das aktuelle Druckdatum. Schade ist es trotzdem, dass sich diese Funktion nicht weiter konfigurieren lässt. Interessant ist hingegen, dass diese Funktion sich automatisch an den Bildhintergrund anzupassen scheint. So ändert sich die Schriftfarbe zum Beispiel, wenn man Rot aufgrund der Hintergrundfarbe nicht gut lesen könnte.

Der Druck über die Treibersoftware ist ebenfalls gut gelöst und intuitiv, bietet aber deutlich mehr Optionen. So bietet die Software noch rudimentäre Bildbearbeitungsoptionen wie das Ausschneiden von Bildteilen. Prima, wenn man zwar Leute fotografiert hat, diese neben der Landschaft aber fast im Bild verschwinden. So schneidet man sie vor dem Drucken schnell aus, überlässt der Software den randlosen Zuschnitt auf das Fotopapierformat und los geht’s mit dem Druck. Zoomen und Zuschneiden kann man zwar am Drucker direkt, auf einem größeren Computerbildschirm geht das Ganze aber deutlich komfortabler.

Etwas enttäuschend ist hingegen die Option der Gesichtsretusche. In manchen Fällen retuschierte diese Funktion ganze Gesichtsteile inklusive einem Auge weg. In anderen wurde das Bild nur unschärfer oder gar nichts passierte. Eine völlig sinnlose Funktion, die ich unter Garantie nie nutzen würde.

Übrigens lässt die Treibersoftware den Zugriff auf alle vorhandenen Geräte zu, d.h. lokale Dateien oder solche im lokalen Netzwerk, Fotos auf Speicherkarten, Kameras oder USB-Sticks, sogar wenn diese am Drucker angeschlossen sind. Die Druckqualität hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits ist die farbliche Reproduktion recht gut, andererseits wirken Farben etwas dunkler als im Original. Das liegt an einem Pixelschleier schwarzer Pixel, die der ESP 7 gerne quer über das Bild druckt. Besonders in dunklen Bildbereichen oder solchen mit hohem Kontrast ist das Pixelige recht gut erkennbar. Wie beim Druck farbiger Dokumente konnte ich auch beim Fotodruck keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Druckqualitäten „Entwurf“, „Normal“ und „Optimal“ feststellen. Allerdings muss man zugeben, ein normaler Benutzer, der die Bilder normal betrachtet und nicht mit der Lupe in der Hand nach Fehlern sucht, dürfte mit der Fotodruckqualität durchaus zufrieden sein.

Was die Druckgeschwindigkeit angeht, so gibt es auch hier Licht und Schatten. Einerseits ist der Drucker recht schnell beim Drucken normaler Fotos, sobald der Drucker druckbereit ist. Andererseits benötigt der Kodak recht lange, bis er nach dem Einschalten soweit ist. Und auch vor dem ersten Druck „rödelt“ er wild vor sich hin, bevor der eigentliche Druck endlich startet.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Ergebnisse des Kodak durchaus brauchbar sind. Da die Bedienung weitgehend intuitiv ist und überwiegend sinnvolle Funktionen bietet, dürfte der Alltag mit Fotodruck mit dem Kodak durchaus Spaß machen.

25.08.09 10:33 (letzte Änderung)
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