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Lesertest: Xerox Phaser 8550DP: Solid Ink Technologie - Der Phaser 8550 DP

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Xerox-Druck mit Bauklötzen" verfügbar.

Farbdruck ist teuer. Im Verhältnis zu schwarz/weiß Prints auf jeden Fall. Wie teuer, das definiert neben dem Anschaffungspreis auf die lange Strecke in erster Linie der finanzielle Aufwand für die Verbrauchsmaterialien. Dazu gehört neben der Druckfarbe - in welcher Form auch immer - das Papier sowie Verschleißteile des Druckers. Wird alles über eine festgelegte Zahl an Prints gemittelt, kommen bei einigen Druckern - insbesondere aus dem niedrigen Preissegment mitunter gruselige Seitenpreise heraus. Wie viel billiger sind demgegenüber Profi-Geräte ? Ab wann lohnt sich so ein Gerät ? Dies möchte ich im Folgenden kurz beleuchten.


Solid Ink, neueste Generation.

Der Phaser 8550 DP ist seit dem 18,07,2005 in der Auslieferung von Xerox. Er unterscheidet sich von den Vorgängermodellen durch etwas höhere Druckleistung, die Ink-Stix sind nach Angaben nicht abwärtskompatibel. Vorbestellt und mittlerweile bekommen habe ich das Gerät von www.bürotechnik-sachsen.de für ca. 1000 Euro. Die genannte Firma ist der größte (und günstigste) Xerox Händler in Deutschland. Da Xerox das Monopol auf die von Tektronix übernommene Solid Ink Technologie hat, gibt es keine Konkurrenzprodukte auf dem Markt. Der Funktionsvielfalt und der Qualität, sowie dem Preis-Leistungsverhältnis tut diese Quasi-Monopolstellung allerdings keinen Abbruch.


Technische Eckdaten

Der Xerox Phaser druckt mit Wachsklötzen, die im Betrieb nachgefüllt werden können. An sonstigen Verbrauchs/Verschleiß Materialien ist noch ein Maintenance Kit zu nennen, welches für eine Strecke von 10000 (normal) oder 30000 (long life) Seiten reicht und ca. 100 - 180 Euro kostet. Kosten für Trommeln, Belichtungseinheiten, Fuser oder sonstiges Verbrauchsmaterial wie bei Farb-Laserdruckern fällt nicht an. Sehr gute Druckqualität bekommen Sie bereits auf 80 gr. Kopierpapier aus dem Supermarkt für 3 Euro/500 Blatt. Die Ink-Stix sind nicht ganz billig, haben jedoch eine große Reichweite, die bei komplettem Auffüllen der Vorratsbehälter ca. 3000-4000 Seiten reicht, und im Prinzip der Reichweite zumindest günstiger Farblaserdrucker entspricht. Die Druckgeschwindigkeit beträgt nominell 30 Seiten pro Minute, sowohl in Schwarzweiß als auch in Farbe. Eine Duplexeinheit sowie ein 100 Mbit Netzwerkanschluß sind integriert, ein Direktanschluß an den PC ist über USB 2.0 möglich. Die Reichweite der Papierfächer beträgt standartmäßig 625 Blatt (Multipurpose 100 Blatt, Papierkassette 1 525 Blatt) Maximales Papierformat ist US Legal.


Druckqualität und Speed im Realbetrieb

Die Druckqualität beträgt nominell 600 x 600 dpi, im hochauflösenden Modus 2400 dpi. ACHTUNG: Der etwas günstigere Xerox 8500 druckt hier nur mit 1200 DPI, das konnte bereits das Vorgängermodell 8400 besser (auch 2400 DPI). Der Farbauftrag ist homogen und glänzend, eine bei den älteren Geräten (Z.n. Tektronix 840) aufgetretene Abkratzbarkeit der Farbe konnte ich beim Phaser 8550 nicht nachvollziehen. Photos sind satt und qualitativ sehr gut. Bei großflächigen Drucken ist der Farbauftrag homogen und ohne die vom Farblaser bekannte fleckige Unregelmäpigkeit. Das Raster ist, sofern überhaupt erkennbar, fein. An einen Phototintenstrahldrucker der aktuellsten Generation mit 6 oder mehr Farben kommt das Gerät jedoch nicht ganz heran (Z.b. Pixma 6000D, Epson R800). Dafür sind die Ausdrucke absolut wasserfest und kratz/ wischbeständig.

Verbrauchskosten pro Seite

Die Verbrauchkosten pro Seite sind im Allgemeinen schwer zu ermitteln, weil das Druckverhalten anwenderspezifisch und anforderungsspezifisch variiert. Die Seitenpreis bei Farbdruck (5% Deckung) betragen ohne Papier ca. 8 ct. und steigern sich bei Vollfarbdrucken bis auf ca. 22 ct - jeweils ohne Papier. Beim Tintenstrahldrucker müssen Sie ca. das 3-5 fache rechnen - zumindest bei Verwendung von Original Supply. Ein Spezialpapier für ordentliche Ausdrucke braucht der Phaser nicht.

Seitenbeschreibungssprache

Die Profis unter den Layoutern brauchen Drucker, die sich für Prepress Proofs eignen. HIerzu ist eine Kompatibilität zu RAL und Pantone Standarts notwendig sowie eine postscriptkompatible Seitenbeschreibungssprache falls auf Film oder elektronisch belichtet werden soll. Der Phaser kann hier alles bieten. Er beherrscht echtes Postscript Level 3 (Original Adobe, keine Emulation) und ist kompatibel zu den gängigen Farbstandarts, so daß auch farblich nachvollziehbare Proofs geprintet werden könne. Billiger als Chromaluxabzüge ist das allemal. Mit PCL 5c ist der Drucker zudem kompatibel zu HP Seitenbeschreibung.

Erster Eindruck

Nachdem ich den Drucker jetzt ganze 4 Tage besitze kann ich natürlich noch kein Statement über das Verhalten im Dauerbetrieb abgeben. Der erste Eindruck ist jedoch durchweg positiv. System- und bauartbedingt sollte der Drucker nie ausgeschalten werden, da sonst ein hoher Festtintenverbrauch resultiert, da das Gerät beim Abschalten die Wachsdüsen durchbläst und die Behälter leert. Bei 10 x Ausschalten ist dann ca. je ein Wachsblock pro Farbe weg. Dies bedeutet in der Konsequenz, daß das Gerät ca. 38 Watt im Standby konsumiert. Hiermit erhält es noch den Energy Star, wegdiskutieren läßt sich der Stromverbrauch allerdings nicht. Läuft das Gerät dann zu Höchstleistung auf, werden 1000 - 1500 Watt benötigt. Das ist üppig. Es gibt Farblaserdrucker, die die Hälfte verbrauchen. Ein weiterer Nachteil bei Ausschalten ist die Vorlaufzeit (Aufwärmung) von ca. 15 Minuten, bleibt das Gerät im Standby, ist die erste Seite nach 5 sec. da.

21.07.05 23:44 (letzte Änderung)
Technische Daten

111 Wertungen

 
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