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Minolta-QMS PagePro 1100 und 1100L: Scharfer Text für wenig Geld

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Ein Drucker, zwei Versionen: Wo günstige und dennoch schnelle Schwarzweißausgabe gefragt ist, bietet sich Minoltas PagePro 1100 an. Es gibt ihn wahlweise als reinen Windows-Printer oder als flexiblen Laserdrucker mit PCL-Treiber. Rein äußerlich sind die beiden 1100er Schwarzweißlaser aus dem Hause MinoltaQMS nahezu identisch. Beide Geräte bieten eine nominelle Druckgeschwindigkeit von zehn Textseiten pro Minute (ppm).

Der Preis für die 1100er ist auffallend günstig. Der PCL-Drucker PagePro 1100 kostet 380 Euro, für den 1100L bezahlt man gerade noch 225 Euro.

Im Inneren der Geräte findet sich schließlich der markante Unterschied: Der 1100L ist ein reiner WPS-Drucker, während der teurere PagePro 1100 mit PCL-Daten zurechtkommt.

Als WPS- respektive GDI-Drucker (WPS = Windows Printing System, GDI = Graphics Device Interface) lässt sich das "Lite Modell" PagePro 1100L nur an Rechnern mit dem Betriebssystem MS Windows einsetzen. Es verarbeitet Druckdaten einzig in dem für das WPS standardisierte Grafik- und Textformat. Bildelemente und Texte in einem Dokument werden vor dem Druck vom Treiberprogramm auf dem PC in ein entsprechendes Rasterbild für den Drucker umgerechnet.

Der PagePro 1100 versteht hingegen die im Original von Hewlett-Packard entwickelte Printer Control Language (PCL). Dank einer Emulation für diese sehr verbreitete Druckerkontrollsprache, lässt sich der 1100 auch mit anderen Betriebssystemen wie DOS oder OS/2 einsetzen.

Emulation meint, dass Minolta/QMS den eigenen Drucker mit einem nachgebildeten Interpreter für das Original-PCL von HP ausstattet. Der PagePro 1100 verarbeitet hiermit PCL in der Version 6. Da verschiedene Betriebssysteme Standardtreiber für entsprechende HP-Laserdrucker enthalten, ist der 1100er gegenüber dem WPS-Modell PagePro 1100L sehr viel flexibler einsetzbar. So sollte er zum Beispiel mit einem Druckprogramm wie Ghostscript, das passende Treiber für HP-Laserdrucker anbietet, auch unter Linux einsetztbar sein.

Für Windows-Anwender verspricht ein PCL-Drucker aber auch potentielle Vorteile: Die Druckerkontrollsprache enthält vordefinierte Kommandos für Text- und Grafikelemente im Druck, die als kompakte Steuersequenz zum Drucker übertragen werden. Ein WPS-Drucker empfängt hier meist sehr viel speicher- und zeitintensivere Grafikdaten. Die Textausgabe erfolgt bei PCL in der Regel mit im Drucker gespeicherten Textfonts; für WPS-Drucker werden Windows-Fonts auf dem PC wiederum vergleichsweise aufwendig als Grafik in das Rasterbild für jede Druckseite eingerechnet.

Letztlich produzieren PCL-Drucker normalerweise ein Großteil des erforderlichen Rasterbildes mit ihrer eigenen internen Rechnerelektronik, während bei WPS-Geräten wie dem 1100L diese Berechnung auf den PC ausgelagert wird. Der WPS-Drucker ist dadurch, je nach eingesetztem Rechner, bei komplexen Druckdokumenten oft langsamer. Die Rasterbildberechnung belastet hier in jedem Fall den Rechner anstele des Controllers im Drucker.

01.01.70 01:00 (letzte Änderung)
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