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Lesertest: EPSON Stylus Photo R200: Billiger und guter Einstiegsfotodrucker

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Der Kleine für den Fotodruck" verfügbar.


Prolog R200

Der Epson Stylus Photo R200 ersetzt zusammen mit dem HP LaserJet 1010 meinen i865 (Testberichte online).

Druckerprofil

Da ich, wie oben erwähnt, einen Laserdrucker für Textdruck mein Eigen nenne, sollte der Drucker neben exzellentem Fotodruck auch CDs und DVDs direkt bedrucken können. Weiter sollte der Drucker günstig in der Anschaffung und Einzeltanks haben.

Da für mich Epson bisher die besten Fotodrucker (ge)baut (hat), viel die Auswahl relativ leicht auf den Epson R200 oder R300. Der R800 ist sicherlich z. Zt. der ideale Fotodrucker, spielt aber leider in einer anderen, nicht nur preislichen, Liga.

Der Canon i965 besticht ggü. Epson mit Geschwindigkeit, allerdings mit dem Drang zum Rotstich. Preislich aber auch zu hoch.

Unterschied Epson R200 und R300

Jetzt stellte sich nur die Frage, welcher dieser beiden Drucker der ideale für mich ist. Der R200 kostet immerhin gute € 60,- weniger. Auf Grund der Tatsache, das der R200 nur nicht die Direktdruckfunktion von Speicherkarten und die direkte Datensicherung auf CD-R unterstützt, viel die Entscheidung leicht zugunsten des R200, da IMHO diese "Optionen" überflüssig sind, da man am PC doch mehr Gestaltungsfreiraum hat.

Techn. Daten (Zusammenfassung)

Der R200 druckt mit insgesamt 6 Farben (schwarz, gelb, cyan, magenta, sowie den beiden Fotofarben hellcyan und -magenta) die alle einzeln ausgetauscht werden können. Speziell beschichtete Rohlinge können bedruckt werden und die max. Druckauflösung liegt bei 5760 dpi bei lediglich 3 pl Tröpfchengröße. Der Randlosdruck gehört selbstverständlich auch dazu.

Der Drucker bekommt seine Daten entweder über ein USB-Kabel vom PC (eine Parallelschnittstelle fehlt) oder direkt über Epsons-Direct-Printing-Interface, die einige Digitalkameras unterstützen.

Lieferumfang

Der Lieferumfang fällt wie nicht anders zu erwarten, "normal" aus. In der Verpackung ist neben dem in dunkelsilber und grauschwarz gehaltenen Drucker folgendes zu finden:

  • Stromkabel
  • Treiber- und Software-CD
  • CD-Druckschablone
  • 6 Tintentanks
  • 3 Testblätter 10x15 (Epson Premium Photo Glossy)
  • Schnellinstallationsanleitung
  • Garantiebestimmungen

Installation

Die Installation verläuft ohne Probleme. Drucker mit Strom versorgen, Tintentanks rein, warten bis das Tintenleitsystem sich gefüllt hat und anschließend Drucker ausschalten. Beim Initialisieren des Tintenleitsystems geht allerdings einmal ein Großteil der Erstpatronen (ca. 20%) drauf.

Anschließend den Drucker mit PC verbinden, die Treiber installieren und bei der Druckersuche den R200 einschalten.

Empfehlenswert, aber nicht unbedingt erforderlich, ist eine Druckkopfausrichtung. Dafür sollte man aber Zeit mitbringen.

Textdruck

Der Epson R200 druckt Textseiten langsam und in bescheidener Qualität aus. Diese reichen lediglich für die normale Korrespondenz. Für Bewerbungen, etc.., sollte man dann schon auf Inkjet-Papier zurückgreifen, um die Druckqualität zu erhöhen.

Zum Textdruck sei aber noch anzumerken, dass dies nicht das Spezialgebiet eines dedizierten Fotodruckers ist und für diese Zwecke Office-Drucker besser geeignet wären.

Fotodruck (Sihl-Seidenmatt)

Im Gegensatz zum Textdruck lässt der R200 beim Fotodruck auf geeigneten Papieren, wie z. B. das Epson Premium Photo Glossy, seine Muskeln spielen.


Der Fotodruck erfolgt recht langsam. Um so feiner die Auflösung, um so länger braucht der Epson für das Foto. Dies kann bei einem DinA4-Ausdruck bei bester Einstellung 30 Minuten dauern. Dafür wird der Ausdruck feiner und detailreicher wiedergegeben.


Die Fotos druckt der R200 farbneutral und kräftig in bestechender Qualität aus, die für einen Einstiegsfotodrucker erstaunlich hoch ist. Den Ausdruck kann man auf jeden Fall nicht mehr mit bloßem Auge von einem Foto aus dem Labor unterscheiden.


Gerade bei Fotos mit hellen Bereichen, wie hellblauer Himmel mit Woken oder bei Hautfarben, machen sich die Fotofarben (hellmagenta und -cyan) bemerkbar. Durch diese Fotofarben schafft der R200 die Druckpunkte so nah aneinander zu setzen, das man diese mit bloßem Augen kaum noch bis gar nicht mehr ausmachen mag.

Die Treibereinstellungen sind vielfältig und bieten alles, was man braucht, u. a. die nützliche Druckvorschaufunktion. Im erweiterten Modus lässt sich noch am Farbmanagement einstellen.

Randlosdruck

Beim Randlosdruck begnügt sich der R200 mit folgenden minimalen Überdruckwerten (ausgedruckt auf Epson Premium Photo Glossy (10x15) mit der minimalem Überdruck (Schieber ganz links)):

  • links: 0,75 mm
  • rechts: 0,75 mm
  • oben: 1,2 mm
  • unten: 1 mm

Meiner Meinung nach reicht diese Einstellung aus, um ein Bild gefahrlos randlos zu drucken.

Fotodruck (Normalpapier)

Die Ausdrucke auf Normalpapier sind in einer akzeptablen bis guten Qualität. Farben sind neutral. Es fehlt aber an glanz und Detailreichtum. Für höherwertige Ausdrucke empfiehlt sich ansonsten noch Inkjet-Papier zu verwenden.


CD-/DVD-Druck

Der R200 kann auch speziell beschichtete Rohlinge bedrucken. Allerdings ist er lt. mehreren Aussagen sehr wählerisch. Empfehlen kann ich Verbatimrohlinge. Nebenbei ist die Qualtität dieser Rohlinge unbestritten gut.

Zum bedrucken von Rohlingen muss man nur die Druckvorrichtung vorne am Drucker herunterklappen, einen Rohling in der Schablone befestigen und die dann in die Vorrichtung schieben.

Solange man keine Fotoqualität erwartet, erhält man kräftige und gute Ausdrucke. Von Verbatim gibt es inzwischen Rohlinge mit einer "Foto-printing"-Obefläche, konnte ich aber noch nicht testen, wie weit sich der Ausdruck verbessert hat.

Epson Print-Image-Schnittstelle

Der Epson R200 verfügt über eine eine sogenannte Epson Print-Image-Schnittstelle, womit von geeigneten Kameras Bilder direkt zu Papier gebracht werden können. Leider ist es mir bis heute ein Rätsel, warum dieser USB-Port vom Typ B ist - somit leider keine Digitalkamera ohne Hindernis angeschlossen werden kann. Der Epson R300 hat an gleicher Stelle einen USB-Port Typs A.


Bedienung

Die Bedienung des Druckers ist kinderleicht. Am Drucker sind drei Tasten angebracht:

  • Ein-/Ausschalter
  • Job-Cancel- und Fortsetzen-Taste
  • Patronenwechsel

Die mitgelieferte Software ist simpel und generell einfach zu bedienen. Lediglich beim Photo-Quicker sind diverse Optionen verschachtelt, so dass es einer kleinen Einarbeitungsphase verlangt. Sobald man diese Hürde genommen hat, lässt sie kaum Wünsche offen, ohne an Profisoftware ran zu kommen.

Druckkosten

Dank der einzeln austauschbaren Farbtanks sind die Druckkosten relativ günstig. Wobei aber bei jedem Patronenwechsel jede Andere mitgereinigt wird, was die Kosten ansteigen lässt. Dieser Makel beim R200/R300 macht leider den Vorteil der Einzeltanks zu nichte.

Im Fotodruckbereich ist der R200 aber trotzdem ungeschlagen günstig. Lediglich Office-Drucker schaffen dies günstiger, müssen aber auch auf die Fotofarben verzichten.

Fazit

Der Epson Stylus Photo R200 hinterlässt einen sehr gute Eindruck was Verarbeitung und Druckleistung anbelangt. Er ist sehr günstig in der Anschaffung und Verbrauch und kann CDs und DVDs in sehr guter Qualität bedrucken. Fotos werden in atemberaubender Qualität auf geeigneten Medien wedergegeben, die nur noch vom EPSON R800 in Puncto Qualität übertroffen wird.

Lediglich die Druckpunkte der Knöpfe am Drucker sind zumindest gewöhnungsbedürftig, da „schwergängig“ und beim drücken der Knöpfe kann die Leiste in den Drucker gedrückt werden. Mit dem nötigen Wissen, das diese Kippschalter sind, stellt das einen aber auch nicht vor unlösbare Probleme und geht dann erheblich einfacher.

Außerdem lässt die Druckgeschwindigkeit zu wünschen übrig. In diesem Punkt lässt sich der Drucker sehr viel Zeit. Da hat Canon mit seinen Fotodruckern die Nase vorn. Dafür sind die Ausdrucke aber klar die besseren bei EPSON.

Kaufempfehlung

Wer schon einen Laserdrucker hat oder einen Office-Drucker sein Eigen nennt, nicht viel Geld ausgeben will, liegt mit dem EPSON Stylus Photo R200 genau richtig.

Wer aber noch keinen Drucker hat, sollte sich überlegen, ob nicht ein Canon i865 oder der R800 (je nach Finanzsituation) die bessere Wahl ist.

01.01.70 01:00 (letzte Änderung)
Technische Daten

18 Wertungen

 
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