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Lesertest Epson Stylus Photo R300: Epson R300 - Ein Perfekter Fotodrucker?

von Florian Ermer

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Multitalent zum kleinen Preis" verfügbar.

Seit über einem Monat habe ich nun wieder einen R300. Das Gerät wirkt auf den ersten blick recht klobig, dennoch ist das Design ansprechend. Mittlerweile ist aber schon der Nachfolger auf dem Markt, der R320, er hat ein Zusätzliches Farbdisplay am Druckwerk selbst wurde aber nichts verändert. Da ich meinen R300 noch zur Zeit der Cash-Back Aktion gekauft habe, lag der Neupreis unter 100€ sodass man von einem echten Schnäppchen reden kann. Für diesen Preis gibt es auf dem Markt kein Vergleichbares Gerät, weder HP und Lexmark noch Canon können für diesen Preis ein ähnliches Gerät anbieten.


Ausstattung

Der R300 ist ein 6-Farb-Fotodrucker. Er kann CD´s bedrucken und beherrscht zudem den Randlosdruck aller gängigen Formate. Des weiteren verfügt er über eine Direktdruckfunktion. Somit ist es möglich Fotos direkt von der Speicherkarte ohne PC Bilder zu Papier zu bringen. Auch eine PicteBridge zum Anschluss der Digitalkamera ist vorhanden. Ein Paralell-Anschluss fehlt aber. Ein s/w Display steht für die Fotoauswahl zur verfügung.

Installation und Inbetriebnahme

Nach dem Auspacken muss man sämtliche Transportsicherungen (Klebestreifen) entfernen und das Tintenzuleitungssystem initialisieren. Dieses verbraucht viel Tinte, ist aber nötig, da der Druckkopf und die Tintenleitungen mit Tinte versorgt werden müssen. Aus diesem Grund hält auch der erste Satz Tinte nicht so lang wie die Folgenden. Die Installation der Epson Software und des Treibers geht einfach vonstatten. Die Installation verläuft Problemlos und kann auch von unerfahrenen Usern durchgeführt werden.

Textdruckqualität

Der Textdruck des R300 ist maximal befriedigend. Die Schrift erscheint mehr grau wie schwarz, erst in der höchsten Qualitätsstufe ist der Textdruck für mich akzeptabel. Außerdem lässt er sich für den Textdruck Zeit. Fast 45 Sekunden für eine Seite in bester Qualität sind normal. Und im Normalmodus 3 Seiten/Min. Das die Buchstaben nicht Tiefschwarz werden ist klar. Der R300 ist ein Fotodrucker und verwendet ausschließlich Dye-Tinten. Für den Tiefschwarzen Textdruck wird aber Pigment-Tinte benötigt. Man muss aber natürlich ganz klar sagen, dass der R300 einfach nicht als Office-Drucker gebaut wurde. Somit ist dieser Punkt vernachlässigbar.

Fotodruckqualität

Hier kann der R300 voll auftrumpfen. Auch wenn er den Nutzer gerne mal warten lässt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Fast 30 Minuten braucht der R300 für ein randloses A4 Foto in der allerbesten Qualitätseinstellung. Durch die 2 zusätzlichen Hellfarben kann der R300 Bereiche viel besser und feiner Auflösen. Zudem druckt er sehr Farbneutral und das auch bei s/w Fotos. Kein anderer Drucker in dieser Preisklasse erreicht momentan diese Fotoqualität. Als Fotopapier eignet sich das Epson Premium Glossy oder Semigloss Photo Paper. Derzeit läuft eine Aktion mit 150 Blatt 4*6" für 9,99€. Dieser Preis ist ungeschlagen, da kommt nichtmal Sihl oder Geha Papier ran. Zudem bei Sihl und Geha auch noch leichte Qualitätseinbußen in Kauf genommen werden müssen. Auch das A4 Papier von Epson ist sehr günstig und uneingeschränkt zu empfehlen.

Grafikdruck und Fotodruck auf Inkjetpapier

Auch hier kann der R300 seine volle Leistung zu Papier bringen. Auf dem Aldi Süd Inkjetpapier bringt er sehr gute Grafiken und auch Fotos zu Papier. Das Epson Archival Matte Papier ist zwar nochmals deutlich besser und um einiges schwerer, dafür auch deutlich teuerer. Für mich reicht die Qualität des Aldipapiers aus. Grafiken werden sauber gedruckt, aber auch hier ist der R300 nicht der schnellste.

CD-Druck

In dieser Disziplin muss sich der R300 meinem iP4000 geschlagen geben. Zum einen braucht er für eine CD gut 3-mal so lange und die Qualität kann den Canon in diesem Fall nicht übertreffen. Trozdem, der CD-Druck funktioniert gut, die mitgelieferte Software reicht aber nur für Standartanwendungen, denn der Funktionsumfang ist minimal. Auf jeden Fall hat Epson die Halterung für den CD-Caddy stabiler konstruiert als Canon. Sollte der CD-Druck nicht auf Anhieb funktionieren, dann steht der Drucker evt. zu nah an der Wand. Der CD-Caddy wird nach hinten durchgeschoben, somit werden dort einige cm Platz benötigt. Sollte der CD-Druck abbrechen den Drucker einfach mal ein paar cm von der Wand wegstellen.

Druckkosten

Es gibt soviele bösen Stimmen über die Reinigung der Epson Drucker. Diese Geräte seien ja die reinsten Tintenverschwender usw., das mag vielleicht auf die Office-Geräte zutreffen, der R300 braucht lange nicht soviel Tinte fürs reinigen wie übers Internet immer verbreitet wird. Geräte mit Permanentdruckkopf müssen Bauartbedingt einfach immer wieder Tinte durchspülen, auch Canon macht das nicht anders. Die Druckkosten sind für einen 6-Farb-Drucker sehr gut. Durch die Epson-Multipacks kann man nochmals viel Geld sparen. Ein Multipack mit allen 6 farben kostet ~ 45€, allerdings muss man fairerweise sagen, dass die Hellfarben früher leer werden. Dafür gibt es aber auch einen Multipack mit den 3 Hellfarben für ~25€. Klar muss man auch ab und zu einzelne Farben nachkaufen, aber die Multipacks machen das Drucken nochmals günstiger. Wer ~13€ im MediaMarkt für eine Farbpatrone ausgibt, ist in meinen Augen selber Schuld. Tinte ist min. 2 Jahre Haltbar, von daher kann man sich auch mal 2 Sätze auf vorrat kaufen. Das der R300 ein teurer Tintenverschwender ist kann ich absolut nicht bestätigen. Qualität muss auch noch irgendwo was kosten, auch wenn uns eBay und Co das gegenteil beweisen wollen.

Einsatz von Fremdtinte

Hier hört für mich dann der Spass auf bei einem Fotodrucker. Ein Fotodrucker wird gekauft um bestmögliche Fotos zu erzielen. Wer der Meinung ist mit Fremdtinte den R300 auf das Niveau eines 4-Farb-Druckers zu bringen, der soll das tun. Nur dann bleibt die Frage warum nicht ein iP4000 gekauft wurde. Der R300 erzielt die besten Fotos nur mit Orginaltinte, weder InkTec noch JetTec können da ran kommen. Vorallem ist dank der Multipacks der Preisunterschied sehr gering geworden.

Direktdruckfunktion

Die Direktdruckfunktion ist zwar ein nettes Feature, aber hier hat Epson schlampig gearbeitet. Sowohl zahlreiche Übersetzungsfehler alsauch eine nicht wirklich gelungene Bedienung machen für mich die Funktion unbrauchbar. Um wirklich einigermaßen damit Arbeiten zu können, braucht man das optionale Display oder den R320. Denn auf dem s/w Display lassen sich die Fotos nicht anschauen. Man kann nur über die Bildnummern seine Auswahl treffen.

Fazit

Es gibt derzeit auf dem Markt keinen Drucker der dem R300 in seinem Einsatzgebiet das Wasser reichen kann. Für 120€ bekommt man einen fast perfekten Fotodrucker. Epson sollte sich nur nochmals die Direktdruckfunktion anschauen. Dort sind doch viele Übersetzungsfehler vorhanden, auch die Bedienung ist weniger gut gelöst. Der Textdruck ist Fotodruckertypisch nur befriedigend. Die besseren Allrounddrucker hat derzeit auf jeden fall Canon, aber in der Fotoqualität bleibt Epson weiter Spitzenreiter. Auch wenn die Ausstattung der Canon Fotodrucker besser ist, die Qualität erreichen sie aufgrund ihreres Rotstichproblems nicht. HP kommt erst jetzt mit neuen Geräten und einzelnen Tintenpatronen auf den Markt. Da bleibt abzuwarten, wie sich diese Geräte schlagen werden.

31.07.05 17:03 (letzte Änderung)
Technische Daten

37 Wertungen

 
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