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18. November 2011 News | Drucken

Canon-Drucker: Infrarotfilter verhindert kompatible Patronen: Pixma trägt Sonnenbrille

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Zig Patente schützen die Canon-Tintenpatronen - dennoch ist der Nachbau der Kartuschen möglich. Mit Tricks wie einem Infrarotfilter versucht Canon, den Einsatz der kompatiblen Patronen zu verhindern. Das soll ein neuer kompatibler Chip von Armor umgehen.


Wer den Deckel eines Canon-Single-Ink-Druckers öffnet, dem leuchten vier oder mehr rote LEDs entgegen. Die signalisieren den Zustand der Tintenatronen: Leuchtet die LED dauerhaft, ist alles ok. Blinkt die Leuchtdiode, ist die Patrone leer. Ist die LED ganz aus, so signalisiert sie damit, dass die Patrone defekt ist. Genau diese Funktion ist von Canon mit dem Patent EP1547784B1 geschützt. Dennoch gibt es haufenweise nachgebaute Canon-Tintenpatronen, die wie die Origonal-Patrone mit LEDs arbeiten, wie unser letzter Vergleichstest kompatibler Canon-Patronen zeigt.


Schließt man den Canon-Pixma-Drucker wieder, führt das Gerät den Patronenwagen an einem Sensor vorbei (siehe Bild rechts). Der Sensor sitzt gut versteckt vorne im Inneren des Druckers. Man findet ihn, indem man einen kleinen Spiegel ins Druckerinnere hält und in Richtung roter Markierung schaut (siehe Bild unten). Der Sensor hat die Aufgabe, die leuchtenden LEDs abzufragen.

Infrarot-LED gegen Patentschutz

Um bei kompatiblen Tintenpatronen den Patentschutz zu umgehen, verwenden einige Hersteller eine Infrarot-LED, die Licht ausstrahlt, das für das menschliche Auge nicht sichtbar ist. Das zeigt auch unser Beitrag über die neuen Canon-Chip-Resetter.

Auf diese Infrarot-Chips hat Canon mit den neuen Pixma-Modellen, die 2011 auf den Markt kamen, reagiert. Vor den Sensor hat Canon eine kleine Scheibe eingebaut, die infrarotes Licht filtert. Damit kommt das Licht der Infrarot-LEDs nicht mehr beim Sensor an. Bei solchen Tintenpatronen meckert der Drucker und verlangt eine andere Tintenpatrone.

Betroffen sind alle 2011 neu vorgestellten Canon-Pixma-Drucker mit separat austauschbaren Tintenpatronen. Das sind die Modelle

Anleitung: So kann man den Infrarotfilter entfernen.

Und auch beim 2010er-Modell Pixma iP4850 soll Canon ab einem uns unbekannten Zeitpunkt den Drucker mit Infrarot-Filter ausgestattet haben, damit auch dort die kompatiblen Tintenpatronen mit Infrarot-LED nicht mehr funktionieren.

Armor goes Sparky

Um sowohl die patentrechtliche Frage als auch das IR-Chip-Problem zu umgehen, haben die Ingenieure von Armor einen neuen Chip entwickelt, den sie "Sparky" nennen. Der arbeitet zwar mit einer gewöhnlichen LED, funktioniert also auch in den neuen Pixma-Druckern mit IR-Filter fehlerfrei, soll aber dennoch patentrechtlich unbedenklich sein.

Die Patenthürde umschiffen die Armor-Tüftler mit geänderten Chip-Kommunikation: Die LED der Armor-Patronen leuchtet immer, sobald der Deckel des Druckers geöffnet ist - die LED signalisiert hier also keine fehlerhaften oder leeren Patronen - und nur das ist von Canon geschützt*1 Die Abfrage über den Sensor, sobald die Druckerklappe geschlossen wird, arbeitet wie bei der Original-Kartusche - denn dies ist laut Armor nicht patentgeschützt.

Die Patronen mit "Sparky"-Chip gibt es für alle drei Patronengenerationen

Unsere ersten Muster ließen sich mit einem Chip-Resetter problemlos auf "voll" zurücksetzen - damit sind diese Patronen also auch für den Refill geeignet. Sie sollen ab Dezember 2011 erhältlich sein.

Wer außerdem noch einen Pulk an kompatiblen Patronen mit IR-Chip besitzt, die in den neuen Pixma-Druckern nicht mehr funktionieren: Mit etwas Bastelarbeit lässt sich der Filter vor dem Sensor entfernen - was natürlich einen Garantieverlust zur Folge hat.

Weitere Artikel zum Thema...

*1
Obwohl die Armor-Patronen über immer leuchtende LED keine defekte oder leere Patrone mehr signalisieren, arbeitet die Tintenfüllstandsanzeige über den Druckertreiber genau so wie bei der Originalpatrone.
08.08.12 11:27 (letzte Änderung)

43 Wertungen

 
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