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Lesertest Epson Stylus DX4850: Der kleine Tintentest (Update)

von Stephan Habbel

Der Test bezieht sich auf alle aktuellen Epson-Drucker mit der neuen DuraBrite Ultra-Tinte. Diese wären:

  • EPSON D68
  • EPSON D88
  • EPSON DX3800
  • EPSON DX3850
  • EPSON DX4200
  • EPSON DX4250
  • EPSON DX4800
  • EPSON DX4850

In diesem Test werden pigmentierte Tinten von Jettec und dyebasierte Tinte von eBay mit den Original DuraBrite Ultra-tinten von Epson verglichen. Während die Patronen von Epson und Jettec gut verarbeitet sind, kann man dies den Billigpatronen nicht 100% bescheinigen. Bspw. löste sich schon der Aufkleber ab.


Patronenpreise

Während die Originalpatronen im Schnitt € 6,25 im Multipack kosten, kommt man auf einen Patronenpreis bei Jettec ebenfalls von € 6,25. Da diese Patronen die doppelte Füllmenge aufweisen und einzelnd erhältlich sind zu diesem Preis, ergibt sich eine Ersparnis von mindestens 50 Prozent. Die Patronen des Anbieters von eBay sind NoName-Tinten. Im Fünferpack kommt man dann auf einen Einzelpatronenpreis von € 1,-.

Wissenswertes

Bisher ist es Epson als einzigem Tintenhersteller gelungen, wisch- und wasserfeste Tinte herzustellen die optimal für den Druck auf Normalpapier geeignet ist. Die aktuelle Patronengröße beträgt 8 ml. Alles was mehr an Tinte in den Patronen ist, wird ignoriert und wird erst verfügbar, indem man den Chip mittels eines Hardwarechipresetters zurücksetzt. Während dies bei den Originalpatronen irrelevant ist, da eh nur eine (kleine) Sicherheitsreserve in den Patronen ist, spielt dies bei Nachbauten eine Rolle, die mit höheren Kapazitäten werben (bspw. die Patronen von eBay die 16 ml enthalten sollen). Jettec geht einen anderen Weg. Sie haben einen Chip entwickelt, der sich selbst resettet und so die nächsten 8 ml frei gibt.


Fremdtinte erkannt

Bei den Patronen des eBay-Händlers erscheint vor jedem Druck der Warnhinweis, das Fremdtinte benutzt wird. Diese Meldung lässt sich nur deaktivieren, wenn man die Tintenüberwachung, bzw. genauer, den Statusmonitor deaktiviert. In diesem Fall kann man den aktuellen Stand nicht überprüfen und wird nur durch die LEDs am Drucker auf wenig, bzw. leere Tinte hingewiesen.


Patrone leer?

Auch wenn der erste Satz Tinte (die Billigtinte wurde im fabrikneuen D88 eingesetzt) nicht so lange hält wie die folgenden, irritiert diese Meldung doch. Obwohl die Schwarze voller zu sein scheint als Magenta und Cyan, mosert der Statusmonitor an, das sie fast leer sei. Eine hundertprozentige Antwort kann ich nicht geben woran es liegt, aber ich schließe es auf die Billigpatrone, dessen Chip, zurück, das da ein "Kommunikationsproglem" herschte. Die Füllanzeige ansonsten würde ich aber sagen, stimmte (halt bis auf das Ausrufezeichen).

Worum geht es hier?

In diesem Leserartikel soll im Grunde nur die Druckqualität der einzelnen Tinten verglichen werden, damit sich der interessierte User ein eigenes Bild über die Druckqualität machen kann. Als Referenz gilt dabei natürlich die Originaltinte. Eigenschaften wie UV-Beständigkeit und Reichweite (könnte rein theoretisch abweichen) werden nicht berücksichtigt.

Als Papier wurde das sehr gute EPSON Premium Glossy Photo Papier für den Foto- und Graustufendruck verwendet, sowie normales Kopierpapier für den Text- und Markertest.

Fotodruck

Beim Farbfotodruck gibt es zwischen Epson und Jettec kaum einen Unterschied. Der kleine Unterschied liegt in dem etwas kräftigeren und dunkleren Druck bei Jettec. Dies fällt aber nur im direkten Verbleich auf. Die NoNametinte von eBay druckt viel zu blass und beim Auge ist ein deutlicher Rotstich zu sehen.

Die DuraBrite-Tinte und die getestete Tinte von Jettec sind pigmentiert. Dadurch, das die Tinte nicht ins Papier ziehen kann, ist es nicht möglich, glänzende Fotos zu drucken. Die Fotos sind Seidenmatt. Da die NoName-Tinte wasserlöslich ist, kann sie ins Papier eindringen, womit der gewünschte Glanzeffekt bestehen bleibt.

Graustufendruck

Beim Graustufendruck weißt die Jettectinte einen Farbstich ins Violette auf, während die NoName-Tinte gnadenlos in Blau alles verfärbt.

Textdruck

Einen optischen Unterschied zwischen Original und Jettec ist beim Textdruck nicht feststellbar. Die Billigtinte wirkt schwärzer, was aber auch darauf zurückzuführen ist, das sie ins Papier eindringt und ausfranzt.

Wisch- und Wassertest

Im Gegensatz zur Originaltinte hinterlässt ein handelsüblicher Textmarker bei der Tinte von Jettec leichte Spuren. Etwas weniger sichtbar aber dennoch vorhanden auch bei der Tinte des Billiganbieters (Dyetinten haben damit generell keine Probleme). Zweifelsohne halten sich diese Spuren in Grenzen und den Tinten kann man Textmarkertauglichkeit bescheinigen.

Sowohl die Tinte von Epson, wie auch die von Jettec (getestet am Schwarz) widersteht Wasser.

Eintrocknen der Düsen

Weder mit der Originaltinte noch mit Jettec konnte ich bis heute Probleme mit eingetrockneten Düsen feststellen. Falls allerdings mal Düsen hartnäckig ausgefallen sein sollen und die Fremdtinte die Düsen nicht wieder zum leben erwecken kann, empfiehlt sich der Einsatz von Originaltinte, da hier die Erfolgschance, trotz der sehr guten Qualtität von Jettec, erheblich größer ist. Dies musste ich nach einem mislungenen Experiment selber feststellen.

Nach Installation der NoName-Tintenpatronen konnte ein Eintrocknen bei regelmäßigem Gebrauch nicht festgestellt werden. Nach meinem zweiwöchigem Urlaub war die Tinte allerdings eingetrocknet. Zwei Reinigungen brachten kurzfristig Besserung, kurz darauf sind aber wieder Düsen ausgefallen.

Patronenresett

Die Patronen von Jettec, bzw. der Chip, resetten sich automatisch, sobald der Chip meldet "Tinte leer". Dazu muss einfach der Druckjob abgebrochen werden. Nach paar Sekunden sollte der Statusmonitor wieder 100 Prozent anzeigen. Wenn in allen Slots Jettecpatronen eingebaut sind und einen minimalen Füllstand aufweisen, resettet sich der Chip der betroffenen Patronen ebenfalls gleich mit.

Im ersten Moment könnte man zwar denken, das dadurch wertvolle Tinte verloren geht, aber mit dem Wissen, das bei jedem Patronenwechsel eine Initialisierung erfolgt, bei der von allen Patronen Tinte drauf geht, spart man im Idealfall sogar.

Die Patronen des eBay-Anbieters, wie alle Patronen mit mehr Füllmenge als 8ml, müssen mit einem Hardwareresetter manuell zurückgesetzt werden.

Fazit

Für Jemanden der Wert auf das absolut Maximale legt u/o Fotos gerne in Graustufen druckt, wird um die Originaltinte nicht herumkommen. Ansonsten ist die Tinte von Jettec sehr empfehlenswert.

Die Billigtinte ist absolut nicht empfehlenswert. Farbverfälschungen, schlechtere Druckqualität und längere Standzeiten verkraftet die Tinte nicht. Da hilft es auch nicht, das die Fotos auf Glossypapier glänzen.

Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
02.07.06 15:00 (letzte Änderung)
Technische Daten

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