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Schlechter Schwarzdruck mit Patrone PG-540 (Canon Pixma MG 3650)

Canon Pixma MG3650▶ 9/18

Frage zum Canon Pixma MG3650

Multifunktionsdrucker (Tinte) mit Kopie, Scan, Farbe, 9,9 ipm, 5,7 ipm (Farbe), Druckkopf-Mehrfarbpatrone, Randlosdruck, Wlan, Duplexdruck, ohne Kassette, kompatibel mit CL-541, CL-541XL, PG-540, PG-540L, PG-540XL, 2015er Modell(mehr Daten)

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von
Hallo liebe Forenmitglieder, ich bräuchte mal Euren Rat.
Ich habe hier einen Canon Pixma MG 3650, der zwar nicht mehr der neueste ist, aber trotzdem bisher immer ordentlich seine Arbeit gemacht hat.
Vorneweg: Der Drucker wird jede Woche für mehrere Seiten verwendet, Zeit zum Rumstehen und Eintrocknen hat er eigentlich nicht.

Die betroffene Original Canon Schwaz-Patrone PG-540L ist seit Anfang Dezember 2024 im Drucker und hat noch ca. 75 % Füllstand. Seit etwa zwei Wochen sehen schwarze Ausdrucke verschwommen und verlaufen aus, Grafiken und Bilder haben waagrechte weiße Linien.

Als Anhang habe ich zwei gedruckte Flächen (die obere grau, die untere pechschwarz) und das Düsenmuster angehängt. Beim Düsenmuster fällt mir auf, dass das BK-Gitter alles andere als gleichmäßig ist, die senkrechten Abstände sind überall verschieden.

Wie kann es hierzu kommen? Es handelt sich um eine Patrone mit integriertem Druckkopf? Habe ich da eine Montagspatrone erwischt und hat sie sich irgendwie im Drucker zerstört? Bis zum Auftreten des Problems gab es keinerlei Probleme mit den Ausdrucken.

Vielen Dank schon einmal.
von
Wenn das Düsenmuster ([1], S. 159, 421) unvollständig ist, hilft die Druckkopfreinigung ([1], S. 150). Es gibt eine normale Reinigung ([1], S. 145, 420), und falls diese nicht ausreichen sollte eine Tiefenreinigung ([1], S. 146, 420).

Die Einstellungen von Medientyp (S. 312) und Druckqualität (Image Quality) müssen zur gewählten Papierart und dem Grafikdruck passen. Also nicht eine unzutreffende Papierart wählen oder nur den Entwurfsmodus (Draft) statt High bei Fotos, und zumindest Standard, besser High bei Grafiken (S. 311, 358-364).

Wenn die Druckergebnisse aufgrund von Zeilenverschiebungen oder anderen Bedingungen ungleichmäßig erscheinen, ist eine Kalibrierung des Druckkopfes erforderlich ([1], S. 31, 126, 135, 147 ff. , 153, 198, 420, 423, 425, 725, 830). Es gibt eine automatische Druckkopf-Kalibrierung ([1], S. 150, 158), und wenn diese nicht zum Erfolg führt, sollte die manuelle Druckkopf-Kalibrierung durchgeführt werden ([1], S. 154-157).

Ich würde vorliegend die Qualität auf High stellen und die Normale Druckkopfreinigung in größer werdenden zeitlichen Abständen mehrfach laufen lassen, bis das Düsentestmuster wieder vollständig ist. Sollten dann noch Unregelmäßigkeiten in den farbigen Flächen bestehen, würde ich eine automatische Druckkopf-Kalibrierung vornehmen, und falls dies nichts bringen sollte, die manuelle Druckkopf-Kalibrierung.

Quelle:
--------
[1] Handbuch: gdlp01.c-wss.com/... .pdf
Beitrag wurde am 01.06.25, 08:24 Uhr vom Autor geändert.
von
Vielen Dank @Marker-Studi für die Tipps,

Reinigungen habe ich seit dem Auftreten des Problems schon einige durch, auch eine intensive. Es wird aber nicht besser. Die Papiersorte (Normalpapier) ist richtig eingestellt. Die Druckkopfkalibrierung ist, was die schwarzen Drucke angeht, nicht zu gebrauchen, da einfach alles schwarze verzerrt ist.
Textdrucke in der Qualitätsstufe Hoch sind für den Hausgebrauch noch akzeptabel, für alles andere aber nicht zu gebrauchen.

Meinst du, so wie das Düsenbild aussieht, dass da mit Reinigungen noch was zu machen ist? Für mich als Laie scheint es schon so, also ob sich da einiges im Bereich der Düsen verzogen hat. Es kommt ja Tinte raus, nur nicht genau da, wo sie soll. Früher waren die Abstände im Gitter einheitlich. Sollte ich vielleicht gleich eine neue Patrone kaufen, die ja den Druckkopf enthält?
von
Hallo @Gast_66661,

Zu der derzeitigen Patrone habe ich noch ein paar Fragen:

Wann wurde sie gekauft?
Du hast leider nur geschrieben, wann sie zuerst eingesetzt wurde. Wenn die Patrone erst kurz vor dem Einsetzen gekauft wurde, solltest Du Dich auf jeden Fall mal mit dem Verkäufer in Verbindung setzen und ihm den Ausdruck vom Düsentest zeigen.
Hintergrund: Auch für Patronen gibt es eine gesetzliche Gewährleistung.

Ist das wirklich eine Original-Canon Patrone, die noch nicht von einem Shop oder so neu befüllt wurde?
Hintergrund: Die meisten Druckkopf-Patronen unterliegen noch Patenten für den festmontierten Druckkopf und dürfen legal nicht nachgebaut werden (Vielleicht weiß @budze etwas Näheres zu dem Patronenmodell PG-540L?). Daher sind dafür größtenteils (eigentlich ausschließlich) nur wieder befüllte Patronen auf dem Markt von Fremdherstellern, die dann auch nicht so riesig weit unter dem Preis einer neuen Original-Patrone liegen. Diese Wiederbefüller müssen dann auch zuerst einmal überhaupt an bereits benutzte Patronen herankommen (kaufen?), sie testen, reinigen und dann erst befüllen. Manchmal merkt man das beim Kauf kaum. Sind noch die Aufkleber oder Beschriftungen von Canon auf der Patrone? War sie wie eine Neupatrone eingeschweißt? Auch hier sollte es Gewährleistung geben.

Da ja der Druckkopf fest mit der Patrone verklebt ist, könntest Du sie mal herausnehmen und die Düsen mal etwas auf gefaltetes feuchtes Küchenpapier drücken, nicht wischen.

Wenn der Druck danach nicht besser ist, wäre die Frage evtl., wie es mit einer anderen (neuen?) Patrone aussieht.

Leider fällt mir jetzt kein Weg ein, wie man sonst herausfinden kann, ob es an der Patrone liegt oder am Gerät selbst. Eine Ausnahme zum Kauf wäre es, wenn Du eine zweite Patrone hast oder leihen könntest, die Du in Deinem Drucker ausprobieren kannst. Alternativ könnte man Deine Patrone in einem anderen Drucker testen.

Wenn Du Deine Patrone in einen anderen Drucker einsetzt, besteht auch eine Gefahr, dass sie den Drucker auch beschädigt, wenn sie defekt ist. Daher wäre die ideale Lösung zum Testen entweder eine Patrone mit wenig Restinhalt oder, wenn das nicht möglich ist, eine Ersatzpatrone zu besorgen. Das bisherige Druckbild dieser Patrone sollte aber ok sein.

Daran, dass die Patrone bei so kurzer Einsatzzeit, regelmäßiger Benutzung etc. die Ursache ist, die sich durch Reinigungen beheben lässt, vermute ich eher weniger, kann es aber auch nicht ganz ausschließen.

Grüße
Jokke
von
Hallo @Gast_66661 bzw. @Gast_66664 – ich nehme mal an, hinter Euch steckt derselbe User, oder?
Falls Du bislang nur die automatische Druckkopfkalibrierung probiere mal bitte aus, ob es mit der manuellen Kalibrierung besser wird. Ansonsten umgekehrt. Mit der manuellen Kalibrierung kann man viel verschlimmbessern, wenn man etwas falsch macht bzw. die Anleitung falsch versteht. Daher bitte strikt gemäß der Anleitung vorgehen. Bei Unklarheiten, wie sie gemeint ist, gerne hier nachfragen.
Probiere mal bitte, ob es in den Qualitätsstufen [Standard] ([1], S. 370) und [Custom] ([1], S. 359) in den Custom-Stufen 1 bis 5 verbessert werden kann. Falls ja, dann mit den verbesserten Einstellungen ggf. noch mal einen automatischen Kalibrierungsversuch vornehmen.
Den Tipp, die Patrone/Kopf mal ein paar Tage lang auf ein feuchtes Tuch mit destilliertem Wasser aus einer Drogerie zu stellen, finde ich nicht verkehrt. Wenn Tinte woanders landet als da, wo sie hingehört, liegt es eigentlich an etwas in den Düsen und nicht an etwas Verzogenem darum herum.

Falls das nicht weiterhilft, könntest Du es mit einer neuen Patrone versuchen. Oder stattdessen vielleicht besser den Kauf eines neuen Druckers besserer Qualität in Erwägung ziehen, der dafür im Unterhalt ein oder zwei Größenordnungen günstiger ist, so dass es – je nach Druckaufkommen – langfristig auch gar nicht unbedingt zu Mehrkosten kommen muss, sondern sogar spart. Das wäre dann allerdings eher eine Sache für die Kaufberatung, an die Du Dich bei Interesse ja auch schon mal in einem gesonderten Thread wenden könntest. (Es handelt sich ja doch um ein sehr günstiges Modell, das vom Hersteller auch schon wieder vom Markt genommen wurde. Konzepte wie diese Mehrfarbpatronen machen mich immer etwas skeptisch.)

Ist denn zu dem Zeitpunkt vor zwei Wochen, als das Elend mit den verschwommenen
oder verzerrten Ausdrucken begonnen hat, irgendetwas Besonderes an Anwendungen oder Updates durchgeführt worden oder etwas Unplanmäßiges an Ereignissen passiert? Falls da etwas erinnerlich ist und die Kalibrierung vielleicht gar nicht ursächlich ist, sondern der Spuk durch irgendetwas anderes außerhalb des Drucker verursacht wird, könnte man überlegen, ob man dem einmal geeignet nachgeht. Wurde just zu dem Zeitpunkt vielleicht von Windows ein Wiederherstellungspunkt angelegt, und falls ja, aus welchem Anlass?

Es wäre vielleicht auch ganz interessant, sich mal ein Bild von den verschwommenen bzw. atypischen Ausdrucken machen zu können, damit wir wissen, worüber wir eigentlich genau reden. Wenn Du magst, lade gerne mal ein paar aussagekräftige Scans hier hoch.
Beitrag wurde am 03.06.25, 10:10 Uhr vom Autor geändert.
von
Vielen Dank für die weiteren Tipps, @Marker-Studi und @Jokke .
Ja, ich bin der selbe Gastuser und diesmal wahrscheinlich wieder ein paar Ziffern größer, da auf dem Geschäftsgerät, auf dem ich schreibe, keine Cookies gespeichert werden.

Es handelt sich bei der betroffenen Patrone um eine Originalpatrone, die auch als solche bei Amazon gekauft wurde und in dieser weißen Canon-"Schale" eingeschweißt war. Allerdings muss ich gestehen, lag diese auch schon eine ganze Weile Zuhause rum (natürlich originalverpackt). Die dürfte ich zu jenem Zeitpunkt gekauft haben, als die XL-Variante neu nicht mehr erhältlich war und Restbestände zu Mondpreisen verkauft wurden - deshalb habe ich zur L-Variante gegriffen. (Der Artikel hierzu war vom März 2023 Abkündigung: Canon PG-540XL: Halbe Reichweite und 60 Prozent höherer S/W-Seitenpreis ). Für den Fall der Fälle habe ich immer eine Ersatzpatrone Zuhause, die liegt dann auch mal eine Weile.

Auf mit destilliertem Wasser getränkten Küchenpapier hat die Patrone schon gebadet und auch ihre schwarzen Spuren darauf hinterlassen - leider ohne Verbesserung.

Dass Windows-Updates da mit reingepfuscht haben, glaube ich weniger, denn das Problem tritt auf bei S/W-Kopien auf, die direkt mit dem Gerät ausgeführt werden.

Was ich gemacht habe, bevor das Problem aufgetreten ist? Zur Abwechslung für meine Verhältnisse mal etwas mehr gedruckt als üblich. Es waren an einem Tag ca. 15 Seiten in S/W. Aber nicht am Stück, sondern über den Tag verteilt. Bis dahin alles OK. Beim nächsten Druck ein paar Tage später dann das Problem.

Die Ausdrucke von den Kalibrierungsseiten liegen derzeit Zuhause, wo ich erst am Wochenende wieder bin.
Was die "verschwommenen" Textdrucke /-kopien angeht, kann ich nachträglich gerne noch etwas hier reinstellen, falls gewünscht. Aus der Ferne kann ich im Moment nur sagen, der Textdruck sieht über die komplette Seite hinweg aus wie die letzten beiden Zeilen auf dem Düsentestdruck (Anzahl gedruckte Seiten und Versionsnummer)

Über eine Neuanschaffung habe ich mal nachgedacht (evtl. S/W-Laser), bin dann aber zum Entschluss gekommen, den jetztigen Drucker so lange zu nutzen, wie er mitmacht. Denn eigentlich bin ich damit rundum zufrieden. Er macht keine ständigen automatischen Reinigungen, die die Patronen leerziehen und die Patronenpreise sind für mein Druckaufkommen ideal. Ich wollte damals bewusst einen Drucker mit Kopfpatronen, für den Fall, dass doch einmal was eintrocknen sollte - ist bisher nie passiert.
Die Farbpatrone ist schon fast drei Jahre drin. Wenn ich farbig drucken muss (passiert ca. alle 2 Wochen einmal; könnte dies zur Not auch bei den Kindern machen), funktioniert das Teil anstandslos.
Die XL-Schwarzpatrone hielt früher bei mir 1,5 bis 2 Jahre ohne Probleme, ohne eine manuell gestartete Druckkopfreinigung, bis sie leer gedruckt war.

Die Tintendrucker mit Einzelpatronen und festen Druckköpfen verreinigen mir im Verhältnis zu meinem winzigen Druckaufkommen zu viel Tinte - das rechnet sich für mich nicht. Das Nachfolgemodel Canon Pixma MG3650S mit den selben Patronen wird ja immer noch angeboten.

Ich glaube, ich werde mir, wir ihr beide auch schon vorgeschlagen habt, eine neue Patrone besorgen und dann nochmal berichten. Diesmal zur Sicherheit aber nicht von Amazon.
von
Hallo @Gast_66670,
Danke für den Hinweis. Es scheint sich um eine atypische Vertikalverschiebung zu handeln, die für das Verschwimmen verantwortlich ist. Dann hast Du möglicherweise Recht mit Deinem Verdacht, die Düsen wären verzogen:
Ich habe mir nämlich gerade mal diesen Thread hier angeschaut, wo der Text horizontal verschwommen ist mit einer dazu passenden bauchigen Aufblähung im Düsentestmuster, die von @Jokke ganz toll eingeordnet werden konnte:

DC-Forum "Pixma MG 6850 druckt schwarz verschwommen doppelt"

Vielleicht mag @Jokke nochmal sein Einschätzung bzgl. der vertikalen Vorzugsrichtung geben, ob diesbezüglich etwas Besonderes zu beachten ist.

@Gast_66670: Mein Eindruck ist nach Deinen Schilderungen, was Du schon alles versucht hast, und angesichts des systemischen Zusetzens bzw. Verziehens entlang einer Vorzugsrichtung auch, dass wir mit Reinigungen dagegen wohl nicht mehr effizient gegenankommen. Das Einzige, was jetzt noch gegen eine neue Patrone sprechen würde, wäre eine Ursache der Vertikalverschiebung, die gar nicht im Bereich der Düsen zu suchen wäre, sondern im Vertikalvorschub oder einem sonstigen Geräteproblem.

@Gast_66670: Du könntest ja bei Gelegenheit noch einmal vergleichen, ob die räumlichen Ausmaße der Verschwommenheit deutlich geringer werden, wenn ein definierter schwarzer Text statt in Custom Stufe 5 mit Custom Stufe 3 und Custom Stufe 1 gedruckt wird. Und mal einen definierten Text bei gleicher Custom Stufe 3 in reinem Pigmentschwarz, reinem cyan und reinem magenta vergleichen, um zu sehen, ob das Problem überhaupt bei allen Farben auftritt. (Mit gelb kannst Du es selbstverständlich auch machen, aber da ist es möglicherweise nicht klar zu erkennen.) Je nach Ergebnis können wir dann vielleicht erkennen, ob Düsen oder Vorlaufspiel oder ein sonstiges Geräteproblem ursächlich sind.

Auch ein Ausdruck des Bleeding Tests könnte diesbezüglich vielleicht aufschlussreich sein: www.druckerchannel.de/... .pdf
Beitrag wurde am 03.06.25, 16:58 Uhr vom Autor geändert.
von
Hallo @Gast_66670, Hallo @Marker-Studi,

wir sollten hier zwei Systeme unterscheiden. Einmal die Drucker mit Einzelpatronen und einem im Drucker eingesetzten Druckkopf und die Druckkopfpatronen.

Bei den Druckkopfpatronen gibt es eine Patrone mit den drei Farben und eine Patrone mit schwarz. Jede dieser beiden Patronen hat einen fest mit der Patrone verbundenen Druckkopf.

Bei den Einzelpatronen gibt es nur einen Druckkopf, in den die vier oder fünf Tintenpatronen eingesetzt werden. Bei fünf Patronen sind zwei Schwarztinten (einmal Foto-Schwarz (Dye-Schwarz, wie die anderen drei Farben auch)) und einmal Text-Schwarz (Pigment-Schwarz) vorhanden.

Das sieht man dann auch auf dem Düsentest. Oben das Gitter und unten die Schrift sind Pigment-Schwarz. Unter dem Gitter kommen dann unterschiedlich viele Farbbalken. Die Anzahl der Farbbalken je Farbe richtet sich nach der Anzahl der Düsengröße je Farbe. Es gibt da bis zu drei verschiedene Größen. Je heller ein Balken ist, desto feiner sind die Düsen. Unter den Farbbalken kommen dann noch für Dye-Schwarz auch Balken.

Bei diesen Druckköpfen kommt es im Bereich der Pigment-Tinte (besonders bei Fremdtinten) häufiger zu verzogenen Düsen, die dann typischerweise dieses bauchige Muster erzeugen. Wahrscheinlich wurden die Düsen beim Entstehen nicht ausreichend gekühlt. Man kann dann mit Tricks noch eine Weile nur mit dem Dye-Schwarz drucken.

Bei diesem System kann man dann auch den Druckkopf ausbauen und in etwas Wasser stellen und damit die angetrockneten wasserlöslichen Tinten einweichen.

Bei den fest verbauten Piezo-Druckköpfen ist ein Ausbau / Austausch durch den Anwender eigentlich nicht vorgesehen. Darum entnimmt man die Patronen. Dann feuchtet man dann gerne ein gefaltetes Küchenpapier gut an und schiebt das unter den Druckkopf und tropft evtl. auch etwas Wasser oder Düsenreiniger von oben auf den Druckkopf. Die Patronen werden entnommen, damit sie nicht von dem untergelegten Papier leergesaugt werden.

Bei den Druckkopfpatronen kann man die Patronen nicht vom Druckkopf trennen, weshalb man das Auslaufen oder das "Aussaugen" der Tinte nicht verhindern kann. Das war der Grund, warum ich nur das trockene Aufdrücken der Patrone auf Küchenpapier empfohlen hatte. Damit kann man mit Glück evtl. einzelne Tintenpfropfen aus der Düse in die Patrone zurückdrücken, ohne dass viel Tinte in das Papier gesaugt wird. Der Hit ist das aber auch nicht, da man dann auch hoffen muss, dass sich der Pfropfen dann in der Tinte wieder auflöst.

Dein Drucker hat eine Schwarz-Patrone mit Pigment-Tinte und eine Farbpatrone mit den drei Dye-Tinten. Beim Düsentest deuten die beiden Farbbalken je Farbe darauf hin, dass je Farbe fünf pl (im Düsentest dunkler) und zwei pl Düsen (im Düsentest heller) vorhanden sind.

Die schwarzen bzw. grauen Balken rechts und links neben den Buchstaben der Farbkürzel werden aus den Dye-Farben gemischt. Da ist auf dem Düsentest auch ein Fehler bei den feinen Cyan-Düsen. Ist das immer so? Erklären kann ich mir das so eigentlich nicht.

Wie die Schrift unten gedruckt wird, weiß ich im Moment leider nicht.

Das Problem mit dem Verziehen der Düsen kenne ich von Druckkopfpatronen eigentlich nicht so, vielleicht auch weil dann oft einfach eine neue Patrone gekauft wird und der Fehler dann weg ist. Außerdem müssen bei diesen Patronen die Druckköpfe ja auch nicht so lange halten - eigentlich nur eine Tintenfüllung lang.

Da die Farben zumindest auf dem Düsentest (außer Pigment-Schwarz) gut aussehen, bin ich nicht sicher, ob eine Druckkopfausrichtung etwas bringen kann. Wenn Du zufällig davon noch einen Ausdruck herumliegen hast, würde ich den mal gerne sehen.

Da so scheinbar nur Pigment-Schwarz betroffen ist (außer bei dem Aussetzer rechts / links neben dem C), wäre mein Tipp die schwarze Patrone. Eine andere Schwarz-Patrone sollte auf jeden Fall zeigen, ob es am Drucker oder der Patrone (die ja den Druckkopf enthält) mehr zeigen.

Kannst Du mal bitte ein Blatt mit etwas Text (eine bis zwei Zeilen) drucken und hochladen? Ich würde gerne mal die schwarze Schrift sehen.

Für Texte könntest Du evtl. eine höhere Papierqualität einstellen, aber Normalpapier einlegen, dann werden diese zumindest bei den Druckern mit Einzelpatronen aus den Farben zusammengemischt. Da das natürlich im Tintenverbrauch teurer ist und auch ein bisschen weniger scharf wirkt, wäre das nur eine Notlösung.

Eine andere (leere, fast leere) Schwarz-Patrone hast Du vermutlich nicht?

Grüße
Jokke
von
Nochmals vielen herzlichen Dank an @Marker-Studi und @Jokke für die Hilfe, hier im Forum ist wirklich Kompetenz vertreten!
Es ist immer nur der Druck, der mit der Schwarz-Patrone gedruckt wird, betroffen. Wenn sich in einer Zeile neben schwarz auch rot geschriebene Wörter befinden, sind die roten astrein, der Rest in schwarz ist aber verzogen. Ein Vorschubproblem würde ich daher auch ausschließen.
Wähle ich zum Test die Einstellung Fotopapier aus, bei der auch schwarzer Text mit der Farbpatrone gedruckt wird, sieht alles gut aus.
Nach mehreren Düsentestdruckseiten ist der Fehler bei Cyan erst bei der hier eingestellten aufgetreten. Kann aber gut sein, dass dies an der langen Pausenzeit der Farbpatrone lag. Die kommt bei mir nur alle 2 Wochen mal zum Einsatz und befindet sich seit fast drei Jahren im Drucker.
Das mache ich auf jeden Fall noch, sobald ich am Wochenende wieder Zuhause beim Drucker bin. Da müsste auch noch genug rumliegen.
Nein, ich habe die Patronen immer bis nichts mehr ging leer gedruckt. Da der Druckkopf sowieso mit der Patrone zwangsweise zusammen entsorgt wird, war das bei dieser Art Patronen für mich am wirtschaftlichsten.
Eine neue Original Canon (Größe L) habe ich bestellt und diese wird schon vor mir Zuhause eintreffen. Diesmal habe ich sie aber bei einem anderen Anbieter bestellt. Bei Amazon bin ich langsam doch vorsichtig.
von
Hallo @Gast_66674,
Danke, aber bitte nicht zu viel des Lobes. ;)
Das hatte ich von vornherein ausgeschlossen, da ich eine seitliche Verschiebung als Problem gesehen hatte. Dann hätte es eher am bidirektionalen Druck liegen können. Der Druck erfolgt dabei sowohl während der Druckkopf nach links fährt, als auch, wenn er nach rechts fährt. In seltenen Fällen kommt es da schon mal zu Problemen, weil irgendwie eine Verschiebung auftritt. Dafür waren die einzelnen verschobenen Streifen nicht hoch genug. Die Höhe hätte dann so hoch sein müssen, wie der Druckkopf Düsen in der Höhe hat.
Das ist das, was ich mit dem folgenden Text meinte.
Wenn es etwas angetrocknet gewesen wäre, hätte das aber eher bei einem der ersten der Ausdrucke sein können. Etwas eigenartig ist es schon, da es vorher und nachher auf dem Ausdruck wieder ok war. Wenn Du mit Antrocknen der Farben ein Problem hast, könntest Du alle paar Wochen mal einen Düsentest drucken. Dabei werden dann alle Düsen mal benutzt und vor dem Festtrocknen quasi mal durchgespült. Das ist dann wahrscheinlich auch mit dem minimalsten Tintenverbrauch für etwas Derartiges verbunden.
Wenn es mit der neuen Patrone klappt, hätte es sich ja eh schon erledigt, dann brauchst Du es nicht mehr hochzuladen. ;)
Man kann die Patronen auch selber nachfüllen oder bei einer Tintenshop nafüllen lassen. Beim Tintenshop wäre es eine Frage des Preises. Vielleicht ist das dann preiswerter, wenn man eine Patrone mitbringt, weil die Patrone evtl. nur getauscht wird? So könnte man im Problemfall evtl. günstiger an eine Patrone zum Testen kommen.
Wenn man für diesen Zweck selbst refillen würde, müsste man ggf. für diese Patrone die Tintenstandserkennung ausschalten oder (falls es einen gibt) einen Resetter haben. Auf jeden Fall müsste man dann aber auch die Tinte zum Nachfüllen haben und sich auch ran trauen. Ich würde das aber auch nur für je eine Patrone zum Testen machen, um zu sehen ob es ein Problem mit der Patrone oder dem Gerät ist.

Vielleicht mache ich mir da aber auch zu viele Gedanken, wenn man sieht, was manche Drucker der unteren Klassen kosten. Es kommt natürlich auch immer ausf die Ausstattung an.
Das ist vielleicht kein ganz falscher Gedanke, aber es kann auch mal beim besten Verkäufer eine fehlerhafte Original-Patrone landen.

Deshalb gibt es ja die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren. Da bist Du erst im zweiten Jahr beweispflichtig. Gerade bei Ama*** wude das abermeistens grßzügig gehandhabt und man bekam oft auch im zweiten Jahr die Ware getauscht oder sie wurde zurückgenommen.

Ich bin schon neugierig, was Du uns demnächst berichten wirst.

Grüße
Jokke
von
Hallo, ich bins noch einmal:

Die neue Patrone war wie erwartet vor mir Zuhause. Habe sie vorhin eingesetzt und alles ist wieder in bester Ordnung. Der Drucker druckt wieder 1A. Es war also definitiv etwas mit der bisherigen Patrone nicht in Ordnung.

Ich weiß, Amazon ist sehr kulant, was Rücksendungen an geht. Es wird aber leider doch immer unübersichtlicher (zumindest für mich), wo jetzt genau die Ware herkommt, weil sich dort mittlerweile jede Menge Händler tummeln.

Im Anhang habe ich noch ein Testdruck von der alten Patronen mit dem verzogenen bzw. verwaschenen Schwarztext, in dem farbige Stellen aber bestens gedruckt wurden.

Danke nochmals an @Jokke und @Marker-Studi für die fachkundige Hilfe.
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