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Lesertest: Canon PIXMA iP8500: Kann Canons Flagschiff den R800 versenken?

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Canons größter" verfügbar.

Ich hatte heute Gelegenheit, den Canon IP8500 etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich habe das Gerät bei einem Kunden installiert und danach ein paar Tests gemacht. Versteht deshalb bitte, dass ich leider keine Fotos machen konnte.


Der IP8500 ist das Flagschiff der neuen Canon Pixma Reihe und ordnet sich mit seinem Preis von 400€ (Preisempfehlung) in der selben Klasse wie der Epson R800 ein. Das schwarze Prachtstück wartet mit einer Auflösung von 4800x2400 auf und versprüht aus seinen 6144 Düsen bis zu 147 Millionen Tropfen pro Sekunde aus seinem neuen Druckkopf. Diese Tropfen haben eine „Größe“ von 2 Picolitern und sind damit etwas großer wie die des Epson R800 (1,5 Pl). Obwohl Canon mit der Einführung des IP5000 den Rekord gebrochen hat (dieser Drucker arbeitet mit 1 Pl Tropfen) hat man darauf beim IP8500 verzichtet. Der Druckkopf ist in der FINE Technik gefertigt, dieses bedeutet, dass der ganze Kopf aus einem Stück besteht.

Ausstattung

Ganze 8 Patronen finden im riesigen Druckkopf des IP8500 Platz. Cyan, Magenta, Gelb, Photocyan, Photomagenta, Schwarz, Rot und Grün. Diese Patronen sind Dye- Tinten die leider im Gegensatz zu Epsons Pigmenttinten nicht so Alterungsbeständig sind. Auch Wasserfest sind diese Canon Tinten nicht. Canon hat neue Tinten mit dem Namen CromaPLUS entwickelt, die länger Haltbar sein sollen wie normale Dyetinten. Ansonsten verfügt der Drucker über 2 Papierzufuhren, beide für A4 oder kleine Formate. Er beherrscht den Randlosdruck, allerdings nur für ausgewählte Formate und nicht für das in Deutschland beliebte Format 10x15. Der Canon Drucker bietet nur den Druck in 4x6 Zoll an. Dieses ist jedoch nur einige Millimeter größer, man kann also trotzdem 10*15 bedrucken, riskiert aber einen größeren Überdruck. Canon bietet natürlich eigenes Papier in diesem Format an, welches jedoch deutlich teurer wie vergleichbares Papier von Epson ist. Epson Papiere lassen sich in diesem Drucker, abgesehen vom Überdruck, ohne Probleme einsetzen. Papiere von HP lassen sich nicht verwenden. Der Drucker verfügt ferner über eine Duplexeinheit und kann bedruckbare CDs und DVDs bedrucken. Der Drucker verfügt an der Front über eine PictBridge Schnittstelle zum Direktdruck von aktuellen Digitalkameras, auf einen Kartenleser hat man verzichtet. An der Rückseite verfügt er über 2 USB 2.0 Schnittstellen, dafür eine für Hi-Speed. Relativ überflüssig, selbst USB 1.1 leistet genug um den Drucker mit Daten zu füttern.

Druckgeschwindigkeit

In diesem Punkt lässt das neue Canon Modell den Epson alt aussehen: der Canon ist in allen Disziplinen schneller wie der Epson. Auch im CD- Druck geht der Canon extrem schnell zur Sache, langsam ist lediglich der Duplexdruck. Man muss hier mehr als die doppelte Zeit einplanen, als wenn man die Seiten auf einzelne Blätter gedruckt hätte. Ein A4 Foto gibt er in ca. 40 Sekunden aus.

Druckqualität - Text

Dieses ist normalerweise bei Fotodruckern zu vernachlässigen. Oft bieten deshalb Modelle wie der Epson R300 einen schlechten Fotodruck. Anders der IP8500: der Text ist absolut Laserlike, trotz verwendung von Dye- Tinten. Allerdings ist er wie alle Canon Drucker auf ordentliches Papier angewiesen. Der Textdruck ist nicht Wasserfest.

Druckqualität - Grafik

Bereits bei Farbbalken fällt die leicht unreale Farbdarstellung im Vergleich zu meiner Referenzkarte vom Ausbelichter auf. Während Blautöne eher zu schwach gedruckt wurde, kommen Rot- und Magentatöne in den Standarteinstellungen extrem knallig und poppig rüber.

Druckqualität - Foto

Die Fotos sehen ohne Zweifel nicht schlecht aus, nur die Darstellung von Hauttönen gelingt dem IP8500 in meinem Test leider nicht befriedigend. Auch Rottöne stimmen nicht wirklich mit den Tönen der Vorlage überein und lassen das gesamte Druckbild sehr unnatürlich wirken. Außerdem neigt er, finde ich, zu einem leicht poppigen Druck und stellt eine Farben, speziell Rot- und Magentatöne für meinen Geschmack viel zu knallig dar. Hier müsste man im manuellen Grafikmanagement eingreifen oder auf ein anderes ICM Profil zurückgreifen bzw. sich selber eines erstellen lassen. Hier arbeitet der Epson R800 deutlich besser. Die Farben sind viel neutraler, Hauttöne ansprechend und die Bilder wirken gefälliger.

Mein Fazit

Ich bin mir sicher: mit dem richtigen Einstellungen ist der IP8500 ein super Drucker! Hier sollte Canon nacharbeiten, wobei ich nicht denke das sie es tun werden. Bleibt nur die Erstellung eines ICM Profils, was mit ca. 150€ pro Papiersorte zu Buche schlagen dürfte. Diese Kosten mit beachtet ist der IP8500 mit einem Marktpreis von 380€ zu teuer. Ich täte eher zum Epson R800 für ca. 290€ raten, er ist einfach der bessere Fotodrucker von beiden und bietet mit den Pigmenttinten einen entscheidenen Vorteil. Außerdem möchte ich nochmals die Verarbeitungsqualität der gesamten Pixma- Serie kritisieren, einen solch kratzempfindlichen und billig wirkenden Kunststoff für ein Arbeitsgerät zu verwenden um Kosten um ein paar Euro zu senken ist falsch, aber auf die momentane „Geiz-ist-geil“ Sucht zurückzuführen. Man muss eben auch, hier in Deutschland wieder begreifen, dass Qualität Geld kostet. Günstiger Kunststoff ist für Billigdrucker natürlich super, für ein Modell wie den IP8500 der mehrere Jahre halten soll aber einfach eine Sünde

12.11.04 23:25 (letzte Änderung)
Technische Daten

38 Wertungen

 
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