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Lesertest: HP DeskJet 670C: HPs als Geldschlucker

Ich habe seit Dezember 1998 einen HP DeskJet 670C neben meinem PC stehen. Der Drucker war damals für 129,00 DM bei Vobis im Angebot und wurde zusammen mit dem damaligen PC neu gekauft. Damals wurden noch keine größeren Ansprüche an Drucker gestellt, woher es auch kommt, dass dieser Drucker schon zur damaligen Zeit nicht gerade topaktuell war. Der Drucker war von mir für Textdrucke und manchmal auch ein Foto vorgesehen. Wie sich im Nachhinein zeigte, war die Idee mit den Fotos nicht so gut. Also erfreute ich mich an dem tollen Textdruck.


Ausstattung

Zur Ausstattung gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, lediglich dass das parallele Druckerkabel und das Druckerpapier schon dabei waren - aber nicht etwa, weil der Hersteller Hewlett-Packard so großzügig war, sondern weil ich nett danach gefragt habe. Das gab es dann als kostenlose Zugabe, was bei so einem Gesamtpreis schon obligatorisch ist. Ansonsten war die Ausstattung üblich. Die Druckerpatronen waren zwar drin, ich hatte jedoch die Vermutung, dass die nur halbvoll waren, was mir auch schon kurze Zeit später nach einigen Ausdrucken bestätigt wurde. Wer zur damaligen Zeit so etwas wie Randlosdruck oder einer Duplex-Einheit erwartet hat (wenn er es denn da schon kannte ;-)), dessen Vorstellungen gehen wohl ein bisserl an der Realität vorbei. Kurz gesagt, der Drucker war bis auf den Drucker selbst, Handbuch, Treiberdisketten, zwei halbvolle Tintenpatronen und ein Stromkabel normal, wie alle anderen Drucker auch, ausgestattet.


Technische Daten

Ich möchte hier noch einmal die wichtigsten technischen Daten zum Drucker aufführen. Mancher mag es kaum glauben, aber es hat wirklich Zeiten gegeben, in denen die Drucker nicht 25 Seiten pro Minute schafften; nicht einmal 5 ! Mir hat's gereicht. Einfach, um es manch einem noch einmal vor Augen zu führen. Da ich hier nicht die Möglichkeiten einer einheitlichen Formatierung nutzen kann, sind die technischen Daten rechts als Bild abzurufen. Als Abkürzung wird im Folgenden "ppm" für Seiten pro Minute verwendet.

Technische Daten - Lebensdauer

Sogar die Lebensdauer wurde angegeben, was heute meist in keinem Handbuch mehr zu finden ist. Die durchschnittliche störungsfreie Zeit wurde mit 20.000 Stunden, bei einer maximalen monatlichen Seitenausgabe von 1000, angegeben. Das entspricht einer durchschnittlichen störungsfreien Lebensdauer von 2 1/4 Jahren.

Das Problem

Wenn ich mich nach der angegebenen Lebensdauer richte, habe ich eigentlich ein recht gutes Gerät erwischt. Das Gerät funktionierte bis zu einem Alter von 3 3/4 Jahren prima, danach ging es bergab. Ich hätte mir direkt einen neuen Drucker kaufen sollen. Auf jeden Fall hat alles mit einem Ausfall, einer Verweigerung zu drucken, angefangen. Irgendwann wollte er dann doch wieder, allerdings auch nicht so wie ich wollte ... .

... Ich hätte mir ja denken können, dass die Geräte der damaligen Zeit elektronisch gesehen nicht so weit fortgeschritten waren, wie sie es heute sind, aber dass mein Drucker einfach auf die Druckerwalze druckt, da war ich echt erstaunt, das kannte ich sonst nur von Schreibmaschinen :-). Somit war ich dann einige Tage damit beschäftigt, die Druckerwalze so gut es geht von der Tinte zu befreien. Das Problem war nur: Da der Drucker auch mal für geschäftliche Zwecke vorgesehen war, und ab und zu auch Formschreiben für private Zwecke gedruckt werden mussten, war damit erst einmal Schluss. Zu dem Reinigen kam, dass ich unzählige Blätter leeres Papier durch den Drucker "jagen" musste, damit die Tinte auch an unzugänglichen Stellen der Walze nicht mehr auf das Papier abfärbt.

Seit diesem Vorfall war der Drucker irgendwie nie mehr so, wie er einmal war. Ich hatte dann unerklärlicherweise immer wieder mal mit Streifen (insbesondere im Textdruck) zu tun. Ausfälle kamen zwar auch mal vor, aber das war ziemlich selten und wenn, dann zum Glück nicht gerade dann, wenn man auf das Gerät angewiesen war (wie es sonst immer ist). Mindestens ein Fehler ist nennenswert, der sich wie folgt bemerkbar machte (Ausgangssituation): Der Drucker hat gerade ein Dokument ausgedruckt. Danach initialisiert sich der Drucker neu und geht in den Ausgangszustand (Leerlauf) zurück. Dieser Vorgang dauert etwa 15 Sekunden. Wenn ich den Drucker während dieser Zeit ausschalte und ihn bspw. am nächsten Morgen wieder benötige und folglich anschalte, beginnt das Lämpchen am Drucker ohne Vorwarnung in weniger als 2 Sekunden zu blinken. Anschließend zieht er nach und nach Blätter ein und wirklich wie wild, wildfremde Zeichen darauf zu drucken (Fehler in der druckerinternen (Verarbeitungs-)Software ?!). Es ist dabei egal, ob der PC an oder aus ist. Setze ich diesem Vorgang kein Ende durch Ausschalten (andere Vorgänge haben sich als nicht wirkungsvoll erwiesen; bspw. einen Druckauftrag starten), würde er m. E. nach ewig drucken. Ich stand da erst mal ziemlich verdutzt vor dem Gerät. Das ist der markanteste aller vorhandenen Fehler/Bugs, wie auch immer man es nennen mag. Wenn man's erst mal weiß, ist es ganz einfach, den zu verhindern. Seit etwa einem halben Jahr tritt zudem das Problem auf, dass Fotos ihre Farbe stark einbüßen. Es ist zwar noch Farbe vorhanden, allerdings erscheint das Grün einer knackig grünen Wiese auf dem Drucker eher blass. An den Farbpatronen liegt es nicht, die sind in diesem Fall unschuldig. Ich habe mich schon sehr bald auf Fehlersuche begangen und als Ursache den Drucker ausgemacht. Erstens wurde der Druckertreiber neu installiert, um den PC als Fehlerursache halbwegs auszuschließen und zweitens tritt bei Ausdrucken des zweiten PCs, der über einen eigenen Druckertreiber verfügt und über Netzwerk auf den 670C zugreifen kann, das gleiche Problem auf. Da wird sich vermutlich etwas im Drucker verändert haben - was auch immer das gewesen sein mag.

Druckqualität - Allgemein

Erst dachte ich, jetzt so langsam müsste der Drucker abbauen. Doch erst nach den 3 1/2 Jahren war es soweit. Bis dahin war der immer gut zu benutzen und überzeugte mit tollen Ergebnissen. Das größte Problem ist der seitdem meist unsaubere Textdruck (Streifen, Ausfransungen, Schlieren). Die Ausfransungen könnten mit dem Papier zu tun haben. Das habe ich ehrlich gesagt nie geklärt. Ist ja nun auch egal. Das dürfte nach etwa 6 Jahren verständlich sein. Es ist ja kein Laserdrucker. Höhere Erwartungen sind völlig unangebracht, sonst kommt man vor lauter Enttäuschungen noch auf die Idee, das Gerät aus dem Fenster zu werfen :-D.

Der Drucker hat aufgrund seiner Lebensdauer auch ein dickes Lob verdient. Ich war "zu Anfang" (d.h. bis etwa 3,5 Jahre) sehr zufrieden mit den Druckergebnissen. Ich glaube nicht, dass es nur ein subjektiver Eindruck von mir ist, dass die Druckqualität zunehmend schlechter wurde. Bei meinem früheren Nadeldrucker konnte ich das zwar nicht feststellen aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich bei dieser Einschätzung objektiv geblieben bin.

Druckqualität - Fotos

Fotos habe ich mit Drucker eher selten gedruckt, da er dazu nicht sehr geeignet war. Das störte mich auch nicht weiter, denn der Schwerpunkt lag von Anfang an beim Textdruck. Fotos wurden eher zu Probezwecken gedruckt. Ich habe mit dem Drucker meist Text, manchmal auch Grafiken (für besondere Anlässe) gedruckt. Das ging immer ganz gut und ich konnte mit den Ergebnissen auch gut Freundschaft schließen.

Schnelligkeit beim Druck - Text

Der Punkt "Schnelligkeit bei Text" ist schnell abgeklärt. Der Textdruck ist für mich bei der Einstellung "EconFast" im Druckertreiber in Ordnung. Man darf das natürlich nicht mit heutigen Druckern vergleichen, aber mir reicht's. Ich drucke ja keine ganzen Bücher damit ;-). Es waren zwar auch andere Qualitätseinstellungen möglich aber die habe ich nicht benötigt.

Schnelligkeit beim Druck - Grafik / Foto

Grafiken habe ich zusammen mit Text relativ häufig gedruckt und es hat "Spass" gemacht. Das war wie mit "Wer schön sein will muss leiden.", wenn ich nach 10 Minuten oder einer Viertelstunde das bedruckte Papier im Ausgabefach liegen hatte, war ich von der guten Qualität beeindruckt. Fotos waren damals noch nicht so möglich, wie sie heute sind. Ich habe zwar nicht oft Fotos gedruckt, aber wenn, dann hat sich der Drucker immer etwa 15 Min. Zeit bei einem A4-Foto gelassen.

Kosten - Rentabilität

HP ist ja gut dafür bekannt, geldgierig zu sein ;-). Aus diesem Grund ist es kein Wunder, dass HP selbst heute nur zaghaft Drucker mit SingleInk-Technologie baut. Nur die (viel) teureren Geräte von HP arbeiten mit SingleInk.

Mein DeskJet 670C ist nicht gerade günstig was den Verbrauch anbetrifft. Am meisten ärgere ich mich über die hohen Kosten für die Schwarzpatrone. Mit Alternativ-Tinte von Pelikan geht es einigermaßen, jedoch stehen die Kosten in keiner Relation zu den jetzigen erzeugten Druckergebnissen. Früher war das kein Problem, alles super. Da ein neuer Drucker in Aussicht steht, wird an dem jetzigen auch nicht mehr viel gemacht.

Fazit

Insgesamt finde ich den HP-Drucker bis zu einem gewissen Alter gut. In meinem Fall hat der Drucker nach etwa 3 1/2 Jahren die Kehrtwende gemacht. Ab da wurde die Druckqualität langsam schlechter. Bis dahin aber, war er ein guter treuer Begleiter. Wenn er schlechter wird und keine Besserung in Sicht ist, kauft man lieber gleich einen neuen und spart sich die Nerven für andere Zwecke :-). Für damalige Verhältnisse war der Preis von heute gerade mal ca. 65 EUR in Ordnung. Dafür, dass er 6 Jahre gehalten hat und selbst heute noch Dienst tut. Mal schauen, wie sich der neue Drucker in sechs Jahren schlagen wird. Ich werd's berichten :-D. Die Qualität heute ist zwar eine andere, aber das ist nicht mit damals vergleichbar. Andererseits haben "die" sich ihr Geld durch teure Tintenpatronen wieder reingeholt.

Trotz der langen und bis zu einem gewissen Zeitpunkt auch guten Freundschaft, wird der neue Drucker kein Modell von HP sein. Absolute Bedingung: SingleInk. Das haben inzwischen auch eine Handvoll HP-Drucker, aber wie sagt man immer, es ist immer schwieriger einen verlorenen Kunden wieder zu gewinnen, als einen neuen entschlossen zu machen.

Ich kann heute keinen Vergleich mehr zwischen meinem und den anderen, damals aktuellen Modellen anderer Hersteller von 1998 ziehen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es schon damals bessere Modelle gegeben hat (gibt es die nicht immer ?). Ich war aber recht zufrieden. Als bestes Beispiel für eine lange Lebensdauer kann ich den BJC 4550 von Canon anführen, der von einem meiner Bekannten verwendet wird und auch heute noch einwandfrei, ohne jeglichen Tücken seinen Dienst tut.

10.11.04 14:09 (letzte Änderung)
Technische Daten

14 Wertungen

 
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