Louie Pastor: Neuer CEO bei Xerox - Bandrowczak tritt ab
Das traditionsreiche, aber kriselnde Unternehmen Xerox hat einen neuen Chef. Der im US-Bundesstaat Connecticut beheimatete Druckerhersteller trennt sich mit sofortiger Wirkung von Steve Bandrowczak, der den Posten des CEO
seit 2022 innehatte. Bereits 2018 stieß er als Manager zu Xerox. Sein größtes Vermächtnis dürfte die 2025 abgeschlossene und erst zu Weihnachten 2024 angekündigte Übernahme des ebenfalls US-amerikanischen Konkurrenten Lexmark sein, der zuvor fest in chinesischer Hand war. Inklusive der Verbindlichkeiten mussten dafür allerdings auch 1,5 Milliarden US-Dollar auf den Tisch gelegt werden.
Zeit unter Steve Bandrowczak
Aus Sicht von Investoren wird die Übernahme oder zumindest die Zeit seitdem als nicht sonderlich erfolgreich angesehen. An der Börse verlor Xerox von der Ankündigung bis heute rund 85 Prozent seines Börsenwerts. Der Kurs beträgt aktuell nur noch 1,30 US-Dollar, wodurch dem Titel droht, ein Pennystock zu werden. Alleine am heutigen Tag der Ankündigung gab der Kurs zeitweise um mehr als sieben Prozent nach, konnte sich aber auf einem Minus von knapp über vier Prozent "stabilisieren".
In der Ankündigung dankt Scott Letier, der Vorsitzende des Verwaltungsrats, dem scheidenden CEO für seine Führung in den vergangenen Jahren. Der 64-jährige Bandrowczak legt seinen Posten mit sofortiger Wirkung nieder und scheidet aus dem Unternehmen aus. Der plötzliche Abschied ohne Übergangsphase impliziert, dass dies wohl nicht ganz freiwillig war.
Louie Pastor wird neuer CEO
Neuer Chef wird der 1985 geborene Louie Pastor, der ebenfalls 2018 ins Xerox-Management geholt wurde. Dort war er zunächst als COO
und dann in verschiedenen Rechts- und Strategiepositionen tätig.
Pastor erwarb seinen Abschluss in Rechtswissenschaften an der "University of Pennsylvania Law School" und einen Bachelor of Arts an der "Ohio State University".
Xerox bekräftigt, dass man an der Finanzprognose für das Gesamtjahr 2026 festhalten wird. 2025 schloss man mit einem Umsatz von rund sieben Milliarden US-Dollar ab. Dies war zwar ein Plus von rund 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr, jedoch sind darin nun auch die Umsätze von Lexmark enthalten.
Für 2026 (das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr) will man den Umsatz auf knapp 7,5 Milliarden US-Dollar erhöhen - bei einer Gewinnmarge zwischen sechs und sieben Prozent.




