HP Imagine 2026: Neue Laserjet 4000er-Monolaser und Enterprise-Modelle
In New York City fand am 24. März 2026 die alljährliche HP-Hausmesse "Imagine" statt. Seit 2023 wird diese eigentlich im Herbst an wechselnden Standorten abgehalten. 2025 fiel die "Imagine" allerdings aus. Als erste größere Veranstaltung nach dem Abgang von Enrique Lores wurde die nun nachgeholte Leistungsschau vom Interimschef Bruce Boussard eröffnet. Wie bereits bei der letzten Ausgabe zählt die künstliche Intelligenz zu den Hauptthemen - in Kombination mit der Sicherheit und der Gefahrenabwehr für IT-Produkte. Dazu gehören neben Computern eben auch Drucker.
HP Laserjet Pro 4000/4100 (2026er Generation)
Fast schon beiläufig ist von einer neuen Monolaser-Generation in der 4000er-Serie die Rede. Im Detail geht es wohl um Nachfolger für den Laserjet Pro 4002 sowie den Laserjet Pro MFP 4102 mit integriertem Scanner und Kopierfunktion.
Genaue Modellnamen werden noch nicht genannt. Hierzulande dürfte das aber wohl in die Richtung Laserjet Pro 4012 und MFP 4112 gehen. Eine bereits online gestellte Abbildung zeigt, dass die farbige Designsprache, die bereits mit den 4000er-Farblasern eingeführt wurde, nun auch auf weitere Modellreihen ausgeweitet wird. HP will offenbar auch bei den S/W-Geräten Farbe ins Büro bringen. Die Frontpartie wird vollständig blau verkleidet sein und das Gehäuse ist in markant kantiger Form gestaltet.
Klassenschnellster Duplexdruck
Funktional dürfte sich gegenüber den Vorgängern gar nicht besonders viel ändern. HP betont, dass diese weiterhin zu den schnellsten Duplex-Geräten am Markt gehören. Und tatsächlich bietet das von Canon konstruierte Druckwerk Geschwindigkeitswerte beim automatischen doppelseitigen Druck, die man bei anderen Mitbewerbern (Canon mal ausgenommen) sonst nicht findet.
Mehr Reichweite mit weniger Toner und niedrigere Seitenkosten
Interessant sind die Äußerungen zu den Themen Toner und Folgekosten. Laut HP kommen neue Terrajet-Kartuschen zum Einsatz, die etwas kleiner sind, weniger Tonerpulver enthalten, aber dennoch eine höhere Reichweite bieten sollen. Anstatt der bisherigen 149er-Kartuschen wird es dann 162er-Kartuschen geben, deren XL-Version einen um elf Prozent höheren Seitenertrag bieten soll. Das dürften dann entsprechend 1.000 Seiten mehr, also 10.500 Seiten sein. Die Folgekosten sollen sich mit dieser Kartusche zudem um rund ein Viertel senken lassen - das ist schon eine Überraschung.
Unklar bleibt, wie groß und teuer die Standardkartusche wird. Der Einstiegspreis von derzeit mindestens 100 Euro stellt für Wenigdrucker schon eine gewisse Hürde dar.
Bei einer Registrierung des neu erworbenen Druckers binnen 60 Tagen nach dem Kauf will HP immerhin eine Garantie von drei Jahren auf Teile und Arbeitsaufwand bieten.
Sicher gegen Angriffe von "Quantencomputern"
Etwas schwammig wird es beim Thema Sicherheit. Unter dem Markendach "Wolf Security" setzt der Drucker-Weltmarktführer schon seit Langem einen klaren Fokus auf dieses Thema. Die neuen Druckerserien sollen nun auch gegenüber Angriffen von Quantencomputern geschützt sein. Die Rede ist auch von manipulationssicherer Firmware und Tonerchips.
Insbesondere Letzteres wird von HP "gerne" auch dafür genutzt, Drittanbieter unter dem Deckmantel der "dynamischen Sicherheit" ganz offensiv auszusperren. Unklar ist, ob man in der neuen Generation noch einen Schritt weiter gehen wird.
Künstliche Intelligenz in der Windows-App
Die kommende 4000er-Serie gehört offenbar auch zu den ersten Laserdruckern, die die "AI"-Funktion in der Windows-App nutzen können. In Deutschland ist das Angebot derzeit aber noch nicht erhältlich. Vorgestellt wurde dieses mit neuen Envy-Druckern im Oktober vergangenen Jahres. Die dafür nötige App wurde zwar für das Frühjahr 2026 angekündigt, lässt aber noch immer auf sich warten.
HP Laserjet Enterprise 5000er- und 6000er-Serie
Eine Aktualisierung werden ebenso die gehobenen Enterprise-Modelle der 5000er- und 6000er-Serie erfahren. Das Tempo der aktuellen Generation zwischen 43 und 61 Seiten pro Minute dürfte mit den kommenden Modellen wohl nochmals erhöht werden.
Nennenswerte technische Details stehen noch nicht zur Verfügung. Die Rede ist allerdings von schnelleren ADF-Aufsätzen und einer neuen "FutureSmart"-Firmware mit integrierten KI-Funktionen. Dazu gehört die zuverlässige Erstellung von durchsuchbaren Office- und PDF-Dokumenten. Diese Funktionen stehen für die aktuellen Druckermodelle jedoch auch jetzt schon per Aktualisierung zur Verfügung.
Neben den erweiterten Sicherheitsfunktionen, die auch mit der 4000er-Serie eingeführt werden, ist auch das Thema Wartbarkeit eine Erwähnung wert. Dazu gehören vergleichsweise wenige Verbrauchsmaterialien, inklusive der in den Tonerkartuschen fest integrierten Bildtrommeln. Auch die anderen Verbrauchs- und Ersatzteile sollen sich in den meisten Fällen schnell austauschen lassen. Als Maßgabe hat man sich einen Zeitrahmen von unter acht Minuten für 90 Prozent der Vorgänge gesetzt.
Eine spezielle Ankündigung für den deutschen Markt gibt es noch nicht. Die Laserjet-Pro-4000er-Serie soll ab Mai 2026 in den USA erscheinen. Erste 5000er und 6000er Enterprise-Geräte sollen im Rahmen von Verträgen noch im März, breiter dann ab Juni 2026 verfügbar sein.
Mit Erscheinen dieser Meldung hat Druckerchannel bereits bei HP in Deutschland nach weiteren Details angefragt.


