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Epson Workforce DS-530III: Dokumentenscanner für den Arbeitsplatz mit erhöhtem Durchsatz

von Ronny Budzinske

Epson schickt den Workforce DS-530 in die dritte Generation. Der USB-Scanner verfügt nun über ein auf 40 ppm erhöhtes Scantempo und den ADF mit nunmehr 60 Blatt Kapazität. Abgesehen von der jetzt farblich etwas dunkler abgesetzten Bedienblende ist das Gehäuse unverändert geblieben.

Auch in einer weitgehend digitalisierten Welt fallen noch immer jede Menge Dokumente an, die vom Medium Papier in ein für Computer lesbares Format gebracht werden müssen. Nach der kürzlichen Vorstellung des Workforce ES-590W und seines einfacheren Schwestermodells ES-550W, welche sich beide an Privatanwender richten, folgt nun auch ein Gerät für den geschäftlichen Einsatz.

Der Neuling aus der DS-Serie ist vergleichbar konstruiert, bietet jedoch mit der ISIS-Schnittstelle eine deutlich bessere Integration in bestehende Softwarelösungen und mit "Document Capture Pro" auch die deutlich vielseitigere Software mit frei konfigurierbaren Arbeitsabläufen - das kann "ScanSmart" für die ES-Serie eben nicht.

Epson Workforce DS-530III

Schon der Name der Neuvorstellung macht klar, dass es sich nicht um eine komplette Neuentwicklung handelt: Der Workforce DS-530III ersetzt den DS-530II (aus 2021), der wiederum den ab 2016 im Epson-Portfolio befindlichen "Ur"-DS-530 ersetzt hat. Mit einer Preisempfehlung von rund 410 Euro wurde die 2026er-Generation sogar etwas günstiger. Und das, obwohl die Leistungsdaten an zwei relevanten Stellen sogar verbessert wurden.

Im Sortiment des japanischen Herstellers platziert sich der DS-530III weiterhin zwischen dem DS-770II (schneller und deutlich größere Originalzufuhr) und dem einfacheren DS-410, der nicht nur langsamer, sondern auch ohne Ultraschall daherkommt. Allesamt handelt es sich um Geräte für den Arbeitsplatz mit USB-Anschluss. Eine Netzwerkverbindung gibt es nicht.

Fast gleiches Gehäuse, gleiches Bedienfeld, neuer Farbakzent

Von der äußeren Erscheinung hat sich wenig getan. Auffallend ist die Bedienblende, die nun farblich vom hellen Gehäuse akzentuiert wurde und in einem Anthrazitton gefärbt ist. An den Bedienelementen und Statusleuchten hat sich nichts getan. Trotz der leicht vergrößerten Papieraufnahme, die jetzt Platz für bis zu 60 (anstatt bislang 50) Originale bietet, bleiben die äußeren Dimensionen und auch das Gewicht identisch.


Praktisch ist und bleibt, dass man das Gerät (besser gesagt die Eingabestütze) bei Nichtbenutzung einklappen kann, damit der Einzug dann vor Staub geschützt ist. Beim populären ES-590W für private Anwendungen (Achtung! Wortspiel!) klappt leider nichts.

Ultraschallsensor

Zur zuverlässigen Vermeidung von Fehl- oder Doppeleinzügen ist ein System mit gegenläufigen Rollen verbaut - das ist üblich und in der Regel auch äußerst zuverlässig. Sollte es dennoch mal zu einem Fehler kommen, erkennt dies der integrierte Ultraschallsensor und stoppt den laufenden Auftrag für eine händische Konfliktlösung vollautomatisch. Nach einer manuellen Korrektur der Ursache (das können zusammenklebende oder getackerte Dokumente sein) kann mit der Start-Taste am Gerät sofort weitergearbeitet werden.

Die Doppeleinzugserkennung kann auch für einen Auftrag abgeschaltet werden. Dazu muss die oberste der vier Funktionstasten einmalig betätigt werden, was mit einer LED optisch bestätigt wird. Notwendig ist dies beispielsweise bei gefalteten Originalen oder Umschlägen. Bei anderen Herstellern ist das oft über einen physischen Umschalter geregelt.


Formate und Medien

Die Spezifikationen der möglichen Originale entsprechen denen, der meisten Epson-Modelle - und die sind äußerst großzügig. Wie fast alle Dokumentenscanner können Medien mit unterschiedlichen Grammaturen und Größen bei gleichzeitiger Bestückung eingelegt werden. Das Format wird automatisch erkannt und eventuelle Schräglagen entweder direkt beim Einzug oder spätestens per Software nachträglich automatisch korrigiert.

Im Standardfall mit Mehrfachbestückung sind alle Formate zwischen 50,8 x 50,8 mm und 215,9 x 393,7 mm zulässig. Abgedeckt sind somit alle Standardformate zwischen A8 und A4 und bei der Länge sogar darüber deutlich hinaus. Banner oder eben lange Kassenbons können zudem einzeln mit einer maximalen Länge von 609,6 Zentimetern eingelegt und verarbeitet werden.


Zulässige Originale müssen zudem eine Grammatur zwischen 27 und 413 g/m² aufweisen und können entsprechend von ziemlich dünn bis ziemlich "stabil" sein. Bei besonders kleinen Originalen bis zum Format A8, also 52 x 74 mm, gilt jedoch eine Grammaturobergrenze von 127 g/m². Die Einschränkung ist nötig, weil die Rollen diese sonst nicht vernünftig verarbeiten können.

Visitenkarten (eben bis 127 g/m²) können in Stapeln von bis zu 15 Blatt automatisch nacheinander durchgezogen werden. Weiterhin lassen sich auch Plastikkarten direkt verarbeiten. Ungeprägte Karten (also der überwiegende Normalfall) können in Fünferstapeln eingelegt und automatisch durchgezogen werden - geprägte Karten immer nur einzeln. Über den Einzug nicht vorgesehen ist der Scan von Scheckheften oder Reisepässen - auch nicht über eine Folientasche. Für diesen Zweck gibt es jedoch ein ansteckbares "Flachbett-Kit".


Flachbett-Option

Dieses basiert auf dem recht einfachen Perfection V39II und kostet dafür lediglich rund 200 Euro. Im Vergleich dazu ist das (deutlich flinkere) FB-102 für Canon-Scanner mit seinen 600 Euro massiv teurer.

Ein Vorteil der Epson-Lösung ist zudem, dass der ADF (also der DS-530III) auf das Dock gesteckt und per USB direkt verbunden wird. Es bedarf dann lediglich eines Anschlusses zum Computer. Einen Stromstecker mit Netzteil braucht es jedoch für beide Geräte.

Das Flachbettmodul selbst hat die gleichen Spezifikationen wie das V39II-Seriengerät. Dazu zählen die sehr hohe (aber in der Praxis kaum erreichbare) Auflösung von bis zu 4.800 dpi und ein eher gemächliches Scantempo.

Für eine A4-Farbseite mit 300 dpi gönnt sich das Modul rund 10 Sekunden. Bei 600 dpi sind es dann schon 29 Sekunden in Farbe oder 12 Sekunden in S/W.

Schnittstellen, Treiber und Software

Beim DS-530III handelt es sich, wie auch bei den Vorgängern, um einen reinen Arbeitsplatzscanner. Auf Ethernet oder WLAN muss man daher verzichten. Verbaut ist "lediglich" ein USB-Anschluss nach dem Standard 3.2 (1x1). Darüber lassen sich (theoretische) Datenübertragungsraten von bis zu 5 Gbit/s erreichen, was für die maximal möglichen 80 ipm bei 300 dpi in Farbe mehr als ausreicht. Ein USB-Datenkabel gehört zum Lieferumfang des Scanners.

Bei der Stromversorgung setzt Epson auf ein externes Netzteil mit speziellem Anschluss. Der verbaute USB-Standard (A und B) kann nicht als Stromquelle genutzt werden. USB-C sieht Epson leider nicht vor, was bei nicht wirklich portablen Geräten aber auch keine Notwendigkeit darstellt.

"Epson Scan 2" und "Document Capture Pro"

Treiber bietet Epson für Windows und Mac an. Dazu gehört auch TWAIN, welches ebenfalls über die bekannte Software "Epson Scan 2" umgesetzt wird. Ansprechbar sind die Geräte aber auch über WIA bei Windows. Für Spezialanwendungen kann der Workforce zudem auch über die ISIS-Schnittstelle angesprochen werden - das gilt so für alle DS-Modelle.

Die eigentliche Scansoftware ist allerdings "Document Capture Pro". Optisch erinnert diese mittlerweile an die Anwendung "ScanSmart" für die einfacheren ES-Modelle. Mit der professionellen Variante lassen sich allerdings auch eigene Profile anlegen, die dann zu automatischen Workflows führen. Eine OCR-Lösung für gescannte Dokumente ist ebenfalls fest integriert. Über die Funktion "Zonales OCR" lassen sich Bildbereiche in Dokumenten definieren, die analysiert werden und den Dateinamen (mit-) bestimmen können. Das könnte dann beispielsweise eine Rechnungs- oder Kundennummer oder Ähnliches sein.

Dabei sind auch alle anderen gängigen Funktionen. Dazu zählen die "Entfernung" von Lochungen, störenden Rändern und auch das automatische Ausrichten der Scans. Die integrierte Bildverarbeitung soll für eine klare Darstellung sorgen, die eine nachträgliche Korrektur überflüssig macht.

Eine Dokumentenverwaltung selbst bietet "Document Capture Pro" nicht. Die Anwendung kümmert sich ausschließlich um die Speicherung oder Weiterleitung von Scans. Das können auch Netzwerkordner, die Cloud oder E-Mail-Adressen sein. Sämtliche Ziele werden über die Software erreicht. Der DS-530III hat selbst keine Möglichkeit dazu und liefert immer "nur" der Software zu.

Bedienpanel

Lediglich eines der hinterlegten Profile lässt sich für die Bedienung am Gerätepanel festlegen. Dieses wird ausgelöst, wenn der Rechner (mit installierter Software) angeschaltet, entsprechend konfiguriert ist und dann die Start-Taste betätigt wird. Eine Programmwahltaste gibt es am Gerät selbst nicht - das können Mitbewerber besser

Recht praktisch ist der Langsam-Modus (zweite Funktionstaste von oben), der die Geschwindigkeit des Einzugs reduziert, um empfindliche Dokumente zu schützen. Die daneben angebrachte LED bestätigt den aktivierten Modus. Das gleiche gilt analog für die (weiter oben beschriebene) Taste zur Deaktivierung der Doppeleinzugserkennung.

In der darunter liegenden schwarzen Blende sind zudem Status-LEDs eingelassen, die auf einen Fehlerzustand, den Betriebsstatus und auf den aktivierten Transportmodus hinweisen. Diese kann über "Epson Scan 2" geschaltet werden und sorgt dann dafür, dass der Scanauftrag sofort startet, wenn Originale eingelegt werden. Das kann sinnvoll sein, wenn man mehrere Originale zu einem Dokument zusammenfassen will, die nicht in einem Schwung eingelegt werden können.

Der Start-Button am Gerät sollte sich auch über Windows an andere Anwendungen binden lassen.

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Preis inkl. MwSt.ca. 580 Euroca. 410 Euroca. 370 Euro
Geschwindigkeitsklasse45 ppm (90 ipm)40 ppm (80 ipm)26 ppm (52 ipm)
Vorgänger(seit 2022 im Portfolio)Workforce DS-530II(seit 2017 im Portfolio)
Version mit autarkem / entfernter Scan
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Workforce DS-730N

Grunddaten
Sensor2 x CIS
600 dpi, LED-Beleuchtung
ADF-Kapazität100 Blatt (bei 80 g/m²)
38 Blatt (bei 209 g/m²)
18 Blatt (bei 413 g/m²)
60 Blatt (bei 80 g/m²)
23 Blatt (bei 209 g/m²)
11 Blatt (bei 413 g/m²)
50 Blatt (bei 80 g/m²)
15 Blatt (bei 209 g/m²)
ADF-TypDual-Duplex (2 Scanzeilen)
ADF-Tempo
Simplex / Duplex
(bis 300 dpi in Farbe)
45 ppm / 90 ipm (45 ppm)40 ppm / 80 ipm (40 ppm)26 ppm / 52 ipm (26 ppm)
Ultraschallsensorjanein
Flachbettoptionales "Flatbed Scanner Conversion Kit V39II"
(über USB, rund 210 Euro)
nein
Ergonomie
Einklappbar bei Nichtbenutzung (Staubschutz)ja
max. tägliches
Scanvolumen
bis zu 7.000 Seitenbis zu 6.500 Seitenbis zu 3.000 Seiten
Displaynein
Job-Tastennur ein (per Software) vordefinierter Auftrag
TastenAn/Aus, Doppeleinzugserkennung, langsamer Modus, Stopp, StartAn/Aus, Stopp, Start
Formatspezifikationen
Mindestgröße50,8 x 50,8 mm (z.B. ab Din A8)
Maximalgröße215,9 x 393,7 mm (größer als Din A4)
Einzelne Blätter /
Banner (ab 393,7 mm)
Länge bis 609,6 cmLänge bis 304,8 cm
Grammatur27 bis 413 g/m²
(bis A8 ab 127 g/m²)
50 bis 209 g/m²
Visitenkarten55 x 89 mm
(210 g/m², max. 30 Stück / 12 mm)
55 x 89 mm
(210 g/m², max. 15 Stück / 6 mm)
Plastikkartenja, ohne Prägung, max. 5 Karten
(oder eine Karte mit Prägung)
ja, nur eine Karte
Reisepass (Buch)
Software/ Verbindung
Treiber und SoftwareSANE / TWAIN/ WIA / ICA
Epson Scan 2, Document Capture Pro (PC / Mac)
"Scanway"-Funktion
(autarker Scan)
Netzwerk
USB / USB-HostUSB 3.2 Gen 1x1, Typ B/A /
nein
USB 2.0 / nein
Verbrauchsmaterial / OptionenRollenkit (85 Euro, 200.000 Seiten, B12B819671)
Trägerfolie für empfindliche Vorlagen (B12B819051)
Reinigungsset (B12B819291)
Rollenkit (31 Euro, 100.000 Seiten, B12B819381 )
Trägerfolie für empfindliche Vorlagen (B12B819051)
Reinigungsset (B12B819291)
Flachbettmoduloptionales "Flatbed Scanner Conversion Kit V39II"
(210 Euro, USB)
Garantie1 Jahr
(kostenlose Erweiterung auf 3 Jahre; Registrierung binnen 30 Tagen ab dem Kaufdatum nötig)
Alle Datentechnische Daten
© Druckerchannel

Verschleißteile und Optionen

Regulär gibt es lediglich ein vom Benutzer selbst einsetzbares Rollenset als Verbrauchsmaterial. Dabei handelt es sich um das Ersatzteil mit der Bestellnummer B12B819671, welches bei vielen Epson-Scannern Verwendung findet. Epson gibt eine Laufleistung von rund 200.000 Seiten an, bis ein Austausch für dann rund 85 Euro anfällt.

Garantie und Verfügbarkeit

Der Dokumentenscanner soll im April 2026 in den Handel kommen. Epson gewährt standardmäßig eine Garantie von lediglich zwölf Monaten ab dem Kauf. Nach einer speziellen Registrierung lässt sich diese (aktionsbedingt) kostenlos auf drei Jahre verlängern.

Scanner-Finder vom Druckerchannel

*1

Offenlegung - Provisionslinks

Wir erhalten bei einer Vermittlung zum Kauf oder direkt beim Klick eine Provision vom Anbieter.

Alle Preise enthalten die derzeit gültige MwSt. und verstehen sich zzgl. Versandkosten. Der Preis sowie die Verfügbarkeit können sich mittlerweile geändert haben. Weiß hinterlegte Preise gelten für ein baugleiches Gerät. Alle Angaben ohne Gewähr.

Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
26.04.26 11:30 (letzte Änderung)
Technische Daten

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