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Übernahme durch Brother: Mutoh wird eingebrüdert

von Ronny Budzinske

Das Übernahmeangebot für Mutoh durch Brother war erfolgreich. Der viertgrößte Druckerhersteller zahlt 7.626 Yen je Aktie und erhält dafür zunächst 88,01 Prozent der Stimmrechte an dem Anbieter von Großformatdruckern. Bereits Ende März 2026 wird dieser in den Brother-Konzern eingegliedert und das Portfolio somit stark ausgebaut.

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Was im Frühjahr 2024 mit Roland nicht geklappt hat, konnte nun mit einem etwas kleineren Hersteller von professionellen Großformatdruckern in trockene Tücher gebracht werden: Brother übernimmt Mutoh. Der Spezialanbieter mit einem geschätzten Jahresumsatz von umgerechnet rund 100 Millionen Euro bleibt somit in japanischen Händen.

Übernahmeangebot an Aktionäre

Das Anfang Februar angekündigte Angebot an die Aktionäre von Mutoh wurde von der überwiegenden Mehrheit der Anteilseigner angenommen. Die Mindestanzahl von 3.042.700 Aktien zum Zustandekommen des Kaufs wurde mit 4.039.103 Aktien zum Stichtag, dem 23. März 2026, deutlich übertroffen. Brother zahlt 7.626 Yen (rund 41,45 Euro) je Aktie und somit rund 167 Millionen Euro für dann 88,01 Prozent der Stimmrechte.

Die Anteilseigner der verbleibenden 11,99 Prozent der Stimmrechte werden über das gängige "Squeeze-out"-Verfahren mit einer Barabfindung herausgekauft - man könnte auch herausgedrängt sagen. Das bislang eigenständige Unternehmen wird später auch von der Börse verschwinden.

Planmäßig wird Mutoh bereits zum 30. März 2026 eine konsolidierte Tochtergesellschaft von Brother. Das Portfolio wird sich dann deutlich erweitern. Wie auch die Nummern 1 bis 3 am Markt, also HP, Epson und Canon wird somit auch Brother zum Anbieter von Großformatdruckern. Aktuell hat man lediglich das (zusammen mit Roland entwickelte) Modell WF1-L640 im Sortiment. Unklar ist, wie lange der Markenname Mutoh erhalten bleibt. Mittel- oder vielleicht sogar kurzfristig dürfte dieser jedoch vom Markt verschwinden.

Portfolio nach der Übernahme

In einer Präsentation von Brother wird deutlich, an welcher Stelle Mutoh derzeit eine Lücke im Portfolio hat. Die meisten aktuellen Geräte (insbesondere für den Druck im Außenbereich) basieren auf Tinten, die auf einer UV-Aushärtung oder auf Lösungsmitteln basieren. Der Bereich von Latex-Tinten könnte durch Brother abgedeckt werden - siehe den WF1-L640.

Zudem ist Mutoh derzeit stark von Epson abhängig, die die meisten Druckköpfe liefern. Eine schrittweise Ersetzung durch Köpfe von Brother könnte Kosten sparen, bringt aber wohl auch Risiken durch den Wechsel von etablierter Technik mit sich.

Der Markt

In erster Linie wird der Markt (unterhalb des Produktionsdrucks) von HP, Canon und Epson dominiert. Weitere Anbieter sind Roland DG, Mimaki oder eben Mutoh. Im Produktionsbereich gibt es eine Reihe anderer Anbieter, mit denen Mutoh derzeit jedoch nicht konkurriert.

Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
24.03.26 10:15 (letzte Änderung)

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