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WI506: Brother hat den wechselbaren Resttintenbehälter (wieder-) entdeckt

von Ronny Budzinske

Tintendrucker von Brother bekommen offenbar wieder einen vom Nutzer wechselbaren Resttintenbehälter. Was bei der längst ausgelaufenen S7000er-Serie schon ging, kommt nun auch wieder für die kommenden J5000er. Womöglich als Vorbereitung auf eine Direktive der EU. Kommende A3-Geräte müssen im Fall der Fälle weiterhin zum Service.

Bei Tintendruckern von Epson geht es schon lange - und auch Pixmas und Maxifys von Canon sind darauf vorbereitet. Lediglich Brother und HP bieten das gesuchte Verbrauchsmaterial in aller Regel nicht an - zumindest, wenn man sich Drucker für die Formate A4 und A3 ansieht. Die Rede ist von einem wechselbaren Resttintenbehälter. In diesem wird Tinte gesammelt, die nicht auf dem Papier landet, sondern bei der Initialisierung und bei manuellen oder automatischen Druckkopfreinigungen anfällt.


Vor dem Problem stehen grundsätzlich alle Modelle - die Lösung fällt jedoch äußerst unterschiedlich aus. Während ältere Tintendrucker von Epson und Canon nach intensiver Nutzung schneller mal über eine kryptische Fehlermeldung zum teuren Service geschickt worden sind, hilft bei vielen moderneren Geräten mittlerweile der Nachkauf einer kleinen Box, die für wenig Geld erhältlich ist.

Anders sieht die Sache aber eben bei allen aktuellen Druckern von Brother und vom Marktführer HP aus. Abgesehen von früheren Hochleistungsdruckern, wie der eingestellten HP-Pagewide-Serie oder den extrem rasanten S/W-Tintendruckern aus Brothers HL-S7000er-Serie, war das Ganze nie ein Thema. Alle anderen Heim- oder Bürotintendrucker der beiden Hersteller sind in der Tat zumeist so gestaltet, dass entweder wenig Resttinte anfällt, oder aber die fest verbauten Auffangschwämme ausreichend großzügig dimensioniert sind, sodass ein Wechsel nur in seltenen Fällen nötig ist.

Bei Großformatdruckern oder Spezialgeräten für Textilien sieht die Sache wieder anders aus. In diesen Marktsegmenten sind Wartungstanks (eine alternative Bezeichnung) bei allen Herstellern gängige Praxis.

Brother WI506

Zumindest Brother will sich nun aber wieder in eine Reihe mit Canon und Epson stellen. Die erst kürzlich geleakte A4-Bürotintendruckerserie um den MFC-J5117DW hat, neben den vier Tintenpatronen, wieder genau dieses regulär wechselbare Verbrauchsmaterial. Auf einer Roadshow konnte Druckerchannel bereits einen Blick auf die neue Serie werfen und hat dabei auf der Rückseite eine interessante Abdeckung entdeckt.

Hier versteckt sich eine ziemlich schmale, aber lange Box, die offensichtlich Resttinte auffängt und bei vollständiger Sättigung auch wieder vom Nutzer gewechselt werden kann. Das Teil nennt Brother "WI506", wobei "WI" höchstwahrscheinlich für "Waste Ink" - also Resttinte stehen dürfte.

Nach unseren Informationen soll diese die Resttinte, die beim Druck von rund 300.000 Druckseiten entsteht, auffangen können. Bei niedrigerem Druckaufkommen und/oder übermäßig vielen Reinigungsvorgängen dürfte das aber auch deutlich früher der Fall sein. Ein Preis liegt uns noch nicht vor. Unklar bleibt, ob auch die einfacheren Modelle der Serie mit dieser Box ausgestattet sind - davon kann man aber vermutlich ausgehen. Sowohl der MFC-J5010DW als auch der MFC-J5110DW richten sich eher an kleinere Büros oder Privatnutzer mit entsprechend etwas niedrigerem Druckaufkommen.


Vorgabe der EU?

Woher der Stimmungswechsel kommt, ist nicht ganz klar. Vorstellbar ist, dass die für 2026 oder spätestens 2027 anvisierte Regulierung von Druckerhardware und Verbrauchsmaterialien durch die EU vorsieht, dass solche Verschleißteile einfacher oder überhaupt vom Kunden zu wechseln sein müssen.

Interessanterweise sind die ebenfalls kommenden und zugleich deutlich größeren A3-Tintendrucker nicht mit einem wechselbaren Resttintentank ausgestattet. Das dürfte daran liegen, dass Entwicklungskosten recht hoch sind. Das Gehäuse der neuen Generation basiert weitgehend auf dem der Vorgänger.

Wechselbarer Tank nicht grundsätzlich ein Vorteil

Es bleibt wichtig anzumerken, dass ein wechselbarer Resttintenbehälter zwar generell eine gute Sache ist, dieser jedoch erfahrungsgemäß bei einigen Druckern auch gar keine Rolle spielt. So gibt es nur vergleichsweise wenig Rückmeldungen über HP-Drucker, die aus diesem Grund zwingend zum Service müssen - und das eben beim Drucker-Weltmarktführer mit entsprechend großer installierter Basis. Auch bei Brother-Tintendruckern, die zugegebenermaßen einen recht geringen Marktanteil haben, gilt das in der Regel.

Auf der anderen Seite gehören die Resttintenbehälter, insbesondere bei Tintentankdruckern, von Epson und Canon zu den häufig nachgefragten Artikeln. Offenbar sind diese (vielleicht auch, weil diese wechselbar sind) vergleichsweise klein dimensioniert.

Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
26.02.26 15:37 (letzte Änderung)
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