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HP Officejet Pro 7720 und 7730 (A3): Günstige A3-Bürodrucker ohne Duplex-ADF

von Ronny Budzinske

HP ergänzt den Bürotintendrucker "Pro 7740" für Formate bis hin zu A3 um zwei weitere Modelle mit abgespeckter Ausstattung. Erhalten bleiben die günstigen Folgekosten und das hohe Drucktempo. Scannen geht generell nur bis A4.

Mit dem Officejet Pro 7720 und Pro 7730 stellt HP dem bereits im Oktober vergangenen Jahres vorgestellten Pro 7740 zwei günstigere Schwestermodelle zur Seite. Bei der Serie handelt es sich um Modelle mit A3-Drucker und auch einem Scanner im Überformat.

Modell mit einer oder zwei Papierkassetten

Während der rund 200 Euro teure Pro 7720 (rund 200 Euro) lediglich mit einer (nicht erweiterbaren) 250-Blatt-Papierkassette ausgestattet ist, sind beim Pro 7730 (rund 230 Euro) ab Werk zwei feste Einzüge für insgesamt 500 Blatt integriert, wie dies auch bereits beim Pro 7740 der Fall ist.


Formate und Papierverarbeitung

Für einen A3-Drucker ist in den meisten Fällen ein zweites Papierfach besonders hilfreich, da viele Druckaufgaben zusätzlich auch im Standard-A4-Format anfallen. Somit kann je eine Kassette für eines der beiden Formate verwendet werden. Ein ständiger Wechsel von Papier entfällt somit. Dies gilt bei den Officejets vor allem auch deswegen, weil alle Drucker dieser Serie keine manuelle Zufuhr für einzelne Blätter, Etiketten oder Umschläge aufweisen.

Wie gehabt drucken (und scannen) die Neuvorstellungen bis hin zum A3-Format und unterstützen somit nicht das nochmals größere Überformat A3+, welches in dem Segment nur noch von Epsons Workforce WF-76xx-Serie verwendet wird. Der mit dem HP vergleichbare Brother MFC-J6530DW setzt ebenso "nur" auf das Standard-A3-Format.

Zum Standard gehört dagegen der randlose Druck von Dokumenten, Plakaten oder Fotos in den gängigen Formaten bis eben höchstens DIN A3.

Bei der integrierten Duplexeinheit gibt HP jedoch lediglich A4 und seiner amerikanischen Entsprechung (Letter) als mögliches Format an.

Der auf der Papierkassette integrierte und zusätzlich herausziehbare Ausgabebereich umfasst bis zu 75 gedruckter Blätter.


Basis-Ausstattung und Netzwerk

Die Basis ist bei allen drei Modellen sonst weitgehend identisch. Das Drucktempo liegt mit 22 ipm in Schwarz und 18 ipm in Farbe sogar jeweils um eine Seite je Minute höher als beim im Vorjahr vorgestellten Modell.

Für die Verbindung mit Computer oder mobilen Geräten ist eine "Kontaktaufnahme" via Ethernet, Wlan oder USB möglich. Für Android oder iOS-kompatible Smartphones oder Tablets kann weiterhin schneller Anschluss mit WiFi-Direkt ohne einer Integration in das Heimnetz vorgenommen werden. HP unterstützt dabei die üblichen Standards wie Apple Airprint, Google Cloudprint, Android Print-Plugins und spezielle Apps mit Druck- und Scan-Funktion.

Unverständlich für Bürodrucker ist die fehlende Unterstützung für den Scan ins Netzwerk (z.B. zu SMB-Freigaben) oder auch via SMTP zu E-Mails bei der ganzen Serie. Im Gegensatz zum Pro 7740 ist zudem auch der Scan auf einen USB-Stick aufgrund eines nicht vorhandenen Host-Anschlusses nicht möglich. Damit entfällt auch der Druck von Fotos oder einfachen PDF-Dateien direkt am Gerät.

Als Scanziel vom Bedienpanel aus dient somit lediglich ein angeschlossener Computer mit laufender Software, der sich dann um die Verteilung der eingelesenen Daten kümmert.

Das Bedienfeld auf dem Officjet kommt (abgesehen vom Ein/Aus-Schalter) komplett ohne physische Tasten aus und setzt auf ein eher kleines 2,7-Zoll-Diplay (ca. 6,9 cm) mit berührungsempfindlicher Oberfläche.

Einsparung zum Pro 7740: Duplex-Scan nicht möglich, generell kein A3-Scan

Trotz einer nur um 20 Euro geringeren Preisempfehlung hat HP bei den Neulingen komplett auf einen Duplex-Scanner verzichtet. Während der Pro 7740 sogar Vorder- und Rückseite in einem Durchlauf dank zweiter Scanzeile einlesen kann, gibt es beim Pro 7720 und 7730 nicht mal die etwas kostengünstigere Umsetzung mit einer Wendeeinheit, wobei das Original zweimal eingezogen wird.

Doppelseitige Originale können lediglich mit einem manuellen Eingriff gescannt und damit auch kopiert werden. Dabei fasst der ADF-Einzug etwas magere 35 Blatt, was in dieser Preisklasse jedoch üblich ist.

Unterschiede gibt es auch beim Flachbettscanner: Diese kann lediglich bis zum Legal-Format (etwas größer als A4) scannen. Eine A3-Kopie ist somit nicht möglich. Der Originaleinzug ist serienübergreifend nicht in A3 möglich.

Verbrauchsmaterial und Folgekosten

Erfreulich ist die hohe Reichweite der Kartuschen aus der Serie 957XL, 953. Eine pigmentierte Schwarzpatrone mit 1.000 Seiten gehört zum Lieferumfang und kann optional beim Nachkauf bis zu 3.000-Seiten-Reichweite bieten. Die drei farbigen Pigmenttinten werden ab Werk leider nur mit mageren 640 Seiten geliefert, und lassen sich später durch bis zu 1.600-Seiten-Kartuschen (gemittelt) ersetzen.

Einen vom Benutzer auswechselbaren Resttintenbehälter, wie man ihn von vergleichbaren Epson-Modellen kennt, gibt es bei HPs Officejet-Serie grundsätzlich nicht. Weitere Verbrauchsmaterialien gibt es für die Neulinge nicht. Der Druckkopf ist fest im Drucker integriert und soll ein Druckerleben lang halt.

Die Druckkosten liegen auf erfreulich niedrigem Niveau, was vor allem von der vergleichsweise kostengünstigen 3.000-Seiten-Schwarzpatrone resultiert. Günstiger drucken lediglich die deutlich kostenintensiveren Geräte der Epson WF-8500er-Serie. Den WF-7620DTWF lässt man deutlich hinter sich, während der MFC-J6530DW von Brother nur geringfügig teurer ist, im Test (Modell mit A4-Scan) jedoch einen schwächeren Druck aufwies.

Druckkostenanalyse 05/2020*1
Seitenpreis mit
'ISO-Farbdokument'*2 (15.000 Seiten)
Seitenpreis mit
'Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument'*3 (15.000 Seiten)
   
Epson Workforce Pro WF-8510DWF (ca. 1.200 Euro)
 
 
5,7 ct
 
 
1,2 ct
Brother MFC-J6720DW, MFC-J6920DW (keine Pigmentfarben)
 
 
7,4 ct
 
 
1,6 ct
HP Officejet Pro 7720/7730 (und 7740)
 
 
7,8 ct
 
 
1,7 ct
Epson Workforce WF-7610DWF, WF-7620DTWF
 
 
9,7 ct
 
 
2,1 ct
HP Officejet 7510 (Vorgänger)
 
10,5 ct
 
3,7 ct
© Druckerchannel (DC)

Verfügbarkeit und Garantie

Während der kleinere Pro 7720 mit nur einer Kassette bereits im September 2017 erscheinen soll, wird es der 7730 mit zwei Papierfächern erst im Oktober diesen Jahres in den Handel schaffen.

Als Standard gilt eine Garantie von 12 Monaten, welche wahrscheinlich nach kostenloser Registrierung nach dem Kauf kostenfrei auf 36 Monate erweitert werden kann. Nach aktuellen Informationen gilt dies nur für den Pro 7720 sowie dem 7740. Mit Erscheinung vom 7740 im Oktober kann man wohl von einer Erweiterung der Liste ausgehen.

Aktualisiert am 15.3.2020, 8:30 Uhr

Entgegen den früheren Angaben können beide Modelle nur bis A4 (oder etwas größer in Legal) scannen. Einen A3-Flachbettscanner (mit A4-ADF) hat der Officejet Pro 7740.

*1
Diese Tabelle wird automatisch aktualisiert.

Preise

Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).

Kosten & Starterreichweite

In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.

*2
ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712): A4-Farbdokument (fünfseitig) auf Normalpapier in Standardqualität.
*3
Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712 (nur SW)): Mit diesem fünfseitigen Dokument sind Tintendrucker und Farblaser getestet.
15.03.20 08:23 (letzte Änderung)
Technische Daten

39 Wertungen

 
1
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