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Lesertest: Canon i560: Erfahrungsbericht Canon i560

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Deutlich verbessert" verfügbar.

Meinen i560 habe ich problemlos unter Windows 2000 an einer USB 1.1 – Schnittstelle meines PCs in Betrieb genommen und mich dabei genau nach die Vorgaben in der „i560 Kurzanleitung“ gehalten. Das Gerät war bei Anlieferung in einem optimalen Zustand. Sogar die Druckkopf-Einrichtung hätte ich mir sparen können, da die Ausgangswerte komplett stimmten. Mit den lediglich etwa 200 Blättern, die ich bislang durch meinen i560 geschoben habe, kann ich natürlich nur Ergänzungen zu dem „offiziellen“ Test des Druckerchannels und dem Testbericht von Manfred Koenig liefern:

Mein Druckprogramm

  • Normalpapier A4, Druck in Schwarz. Für Briefe und sonstige Texte. Inzwischen entdecke ich gelegentlich, dass ich auch dort zu Farbe oder Grautönen greifen kann.
  • Normalpapier A4, Farbdruck. Ausdrucke von Landkarten (topographische Karte 1:50000) am PC zur Routenplanung von Fahrradtouren. Die sind subjektiv einer gekauften Karte ebenbürtig. Dazu kommen Prospekte und Aushänge für einen Verein.
  • Beschichtetes Papier A4, Farbdruck (Tetenal Perfect Print Paper 120g/m², einseitig beschichtet). Verwende ich als „Hochauflösendes Papier“ z.B. für Index-Ausdrucke der Fotos meiner Digi-Cam. Dann kann nicht nur ich, sondern auch meine Zielgruppe etwas erkennen. Und für Fotos die kurzfristig „verbraucht“ werden.
  • Fotopapier 15x10cm (6x4 Zoll) glänzend, Farbdruck. Wenn Serien ab 16 Stück anstehen und genügend Zeit bleibt, muß Canon mit Belichtungs-Services wie Foto-Schlecker oder Müller konkurrieren. Die Farbwiedergabe ist noch einmal ein wenig besser als mit dem i560 auf dem Canon-Papier. Wenn die Qualität nicht ganz so gut sein muß, tun es auch sonstige Fotopapiere, wobei mir da der Überblick noch fehlt.
  • Fotopapier DIN A4 glänzend, Farbdruck. Das macht inzwischen den Löwenanteil meiner Fotoausdrucke aus, wobei ich normalerweise 2 oder 4 Fotos auf einer Seite unterbringe. Hilfreich war die Anschaffung einer kleinen Rollenschneidemaschine, die sich bei mir schon amortisiert haben dürfte.

Druckqualität

Die Druckqualität ist für meinen Bedarf derzeit mehr als ausreichend. Ohne Lupe bei normalem Betrachtungsabstand gibt es keinerlei Auffälligkeiten im Druck. Der Fotodruck auf Canon-Papier wird von den Nicht-Profis unter meinen Bekannten nicht als Druck erkannt.

Papier

Mir fiel auf, dass der i560 kein typischer "Allesfresser" für Papier-Gewichte ist. Z.B. soll kein Papier schwerer als 105g/m² verwendet werden, welches nicht von Canon stammt. Ich sehe drei Gründe für diese Empfehlung:

  • Es gibt Ärger mit schweren Papieren, die sich im Einzug unter dem eigenen Gewicht zu sehr krümmen, was ich bei einem Foto-Papier mit 170g/m² von Sihl beobachten konnte (Sihl Inkjet Fotopapier hochglänzend, 170g/m², 25 Blatt A4, 3,99€, bei Schlecker oder als "Pico Premium Fotopapier / Foto Glossy 170" für 4,99€ bei Ihr Platz). Dann stößt beim Drucken speziell des oberen Blattrandes der Druckkopf gelegentlich am Papier an und sorgt so mindestens für leichte Streifen im Druck, manchmal auch für Spuren auf der Folgeseite. Abhilfe in diesem Fall: Das Papier einzelblattweise erst unmittelbar vor dem Drucken einlegen, Randzonen von mindestens 5mm einhalten. Inzwischen habe ich etwas längere Erfahrung mit diesem Papier. Es sollte möglichst neu und einwandfrei eben gelagert sein. Die Farbwiedergabe auf Canon-Papier (PR-101) ist natürlich besser.
  • Die filigran verzahnten Transporträder könnten mit allzu stabilen Papieren Schwierigkeiten bekommen.
  • Eine hohe Druckqualität ist einfacher zu realisieren, wenn der Abstand zwischen bedrucktem Medium und Druckkopf möglichst gering und konstant ist sowie der Transport des Mediums sehr präzise abläuft. Deshalb schränkt Canon die Dicke der bedruckbaren Papiere deutlich ein.

Randlosdruck

Canon verhält sich in Bezug auf den Randlosdruck mehrdeutig, denn einerseits wird empfohlen, gewisse Randgrößen einzuhalten. Andererseits wird Randlosdruck angeboten, was aber mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit – abhängig von Papier und Bildinhalt – zu Ärger führen wird. Zitat Online-Handbuch: „Der randlose Druck kann jedoch die Druckqualität am oberen und unteren Rand des Papiers verringern, oder die Wiedergabe erscheint verschmiert“. Das kann nach den Canon-Angaben sogar die ersten 33mm des Blattes oben und die letzten 31,5mm betreffen. Der Randlosdruck ist schon im Druckertreiber für eigene Papierformate gesperrt, d.h. man kann sinnvollerweise nur Canon-Fotopapiere in den von Canon angebotenen Formaten randlos bedrucken. Man muss sich beim Randlosdruck auch darüber klar sein, dass der tatsächlich gedruckte Rand außerhalb des Papieres liegt, d.h. auf den Millimeter genaue Drucke sind damit unmöglich.

Druckertreiber

Der Druckertreiber bietet einige hilfreiche, über den üblichen Umfang von Windows-Druckertreibern hinausgehende Optionen wie z.B. eine Vorschau. Das kann speziell in der ersten Zeit einige Fehldrucke einsparen.

Canon könnte den für den Druckertreiber vordefinierten Papierformaten übrigens noch "DIN A6" hinzufügen.

Sonstige Software

Easy Photoprint ist bislang für mich die schnellste Möglichkeit, Fotos auf Festplatte auszuwählen, passende Ausschnitte zu bestimmen und den Ausdruck vorzugsweise auf Canon-Papiere bzw. hinreichend kompatible Papiere vorzunehmen. Noch schöner wäre es, wenn man eigene Layouts definieren und uneingeschränkt Fotopapiere mit von Canon-Papieren abweichenden empfohlenen Druckertreiber-Einstellungen verwenden könnte. Inzwischen bevorzuge ich bei Druck auf Fotopapier DIN A4 das Layout "Mit Rändern (x4)", weil die Ergenisse mit ihrer Breite von 9,8cm für handelsübliche Fotoalben 10x15cm gut passend sind. Easy Fotoprint schert sich nicht um die Einstellungen, die extern im Druckertreiber vorgenommen wurden, sondern drückt seine eigenen Einstellungen durch. Dazu sollte man wissen, dass die Druckqualität bei Verwendung nicht von Canon stammender Fotopapiere dennoch beeinflussbar ist: Z.B. entspricht die Einstellung unter "Datei/Einstellungen/Drucken/Qualität hat Priorität" anscheinend der ansonsten im Druckertreiber vorzunehmenden Einstellung "Optionen/Druckqualität/Eigene/Hoch".

Derzeitiges Fazit

Obwohl ich etliche verbesserungswürdige Punkte gefunden habe, ist der i560 derzeit meinen Anforderungen angemessen und liefert eine gute bis sehr gute Druckqualität. Den Ausschlag für meine Auswahl gaben die vergleichsweise geringen Kosten für das Verbrauchsmaterial und die Canon-Politik, nicht alle 5 Tage das Patronen-Format zu wechseln.

01.01.70 01:00 (letzte Änderung)
Technische Daten

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