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Know-how Druckerkaufberatung: Kaufberatung nach Gerätetypen

von Hans-Jürgen Kühl

Tintenstrahler mit Kombipatronen

Solche Drucker sind für Leute geeignet, die ein sehr geringes Druckaufkommen haben. Sie haben in aller Regel sehr hohe Druckkosten und sind meist "Billiggeräte", also schlecht verarbeitet. Der Vorteil: Mit jeder neuen Tintenpatrone hat man einen neuen Druckkopf und damit wieder beste Druckqualität. Es gibt allerdings nur noch eine Handvoll reine Drucker und 15 bis 20 Multifunktionsgeräte mit Kombipatronen.


Tintendrucker und MFPs mit Einzelpatronen

Mittlerweile gibt es Tintendrucker fast nur noch mit einzeln austauschbaren Tintenpatronen. Sie sind geeignet für regelmäßiges Drucken - der Tintenverbrauch ist durch Druckkopfreinigungen aber relativ hoch. Diese Reinigungsvorgänge können die Druckkosten, je nach Druckverhalten, in die Höhe treiben.


Tintendrucker mit A4-breitem Druckkopf

Diese Geräte sind auf Tempo optimiert, da sie den Druckkopf nicht mehr zeilenweise übers Papier hin und her bewegen müssen - das Papier rutscht nur noch unter dem Druckkopf vorbei und wird in einem Durchgang bedruckt. Die Technologie ist aber noch recht neu und wir haben noch keine Langzeiterfahrungen. Die Geräte sind eine sinnvolle Alternative für Laserdrucker. Druckerchannel hat alle drei Geräteserien, die es zurzeit im Markt gibt, getestet. Das sind der 100-ppm-schnelle Brother HL-S7000DN100, die HP-Officejet-Pro-X-Serie und der weniger empfehlenswerte Lomond Evojet Office.


Fototintendrucker

Reine Fotodrucker gibt es nur noch als A3-Geräte. Bei den Multifunktionsfotodruckern ist zurzeit nur Canon und Epson vertreten. Die Geräte haben zusätzliche Druckfarben, wodurch sie einen größeren Farbraum erreichen. Die gedruckten Fotos sind von denen aus dem Fotolabor kaum zu unterscheiden. Die Unterhaltskosten der Fotogeräte sind meist hoch und die Fotopapiere teuer. Vorsicht: Achten Sie darauf, dass in unseren Marktübersichten nicht die "Fotodruckkosten", sondern nur die normalen ISO-Druckkosten dargestellt sind. Also die Kosten, die beim Druck auf Normalpapier entstehen.

Die Fotodrucker oder Fotomultifunktionsgeräte haben an Bedeutung verloren, da es viele "normale" Geräte gibt, die mit einer zusätzlichen Fotoschwarzpatrone bereits sehr gute Fotos drucken.


S/W-Laser

Wenn keine Farbe nötig ist, sind S/W-Laser die richtige Wahl. Die Technik ist ausgereift und recht wartungsarm. Die Druckkosten gegenüber der Farbdruckern im S/W-Druck sind wesentlich günstiger. Sie sind auch als S/W-Multifunktionsgerät zu moderaten Preisen erhältlich.


Farblaser oder Farb-LED-Drucker

Sie sind eher für den gewerblichen Bereich empfehlenswert, da erst die teureren Farblaser günstige Unterhaltskosten liefern. Die Fotodruckqualität ist im Vergleich zu Tintendruckern schlechter. Die ganz billigen Farblaser sind nur dann sinnvoll, wenn man nur wenige Seiten pro Monat zu drucken hat. Die Farblaser-Multifunktionsgeräte sind vergleichsweise teuer.

Kombination aus Farbgerät und S/W-Gerät

Wenn man viel in schwarz druckt, ist es oft sinnvoll, einen S/W-Laser zusätzlich zu einem Farbgerät anzuschaffen, da man so die Druckkosten deutlich senken kann. Zudem hat man im Falle eines Defektes einen Ausfalldrucker - zumindest in S/W. Welche Kombination man wählt (Farblaser oder Farbtintendrucker plus S/W-Laser) hängt von den Gegebenheiten ab.

GDI- oder PCL/PS-Drucker

Vor allem in großen Firmen sind GDI-Geräte tabu, weil sie sich in der Regel nicht, zum Beispiel über HPs Webjet Admin, administrieren lassen. GDI-Drucker sind billiger, weil sie keine eigene "Intelligenz" haben - sie überlassen das Aufbereiten der Druckdaten dem angeschlossenen PC. Für den privaten Nutzer ist es meist egal, ob das Gerät ein GDI-Drucker ist oder ob es mit PCL und Postscript arbeitet.

Noch ein Wort zu den Druckkosten

Bei den Billig-Druckern und Mittelklasse-Geräten sind die Druckkosten stark vom jeweiligen Gerät und weniger von der Technologie (Tinte oder Laser abhängig. Meist sind es gerade die sehr preiswerten Geräte, die besonders hohe Druckkosten verursachen. Druckerchannel rät, nicht auf den Preis der Tinten- oder Tonerkartuschen zu achten, sondern auf den Preis pro Druckseite. Dafür eignet sich unser Druckkostenrechner www.druckkosten.de.

Die Verhinderung von Tintenpatronen und Tonerkartuschen von Drittanbietern hat inzwischen richtige Stilblüten hervorgebracht. So sind häufig Geräte aus der gleichen Serie mit unterschiedlich großen Druckkartuschen ausgestattet und nur die teureren Modelle können die großen Kartuschen nutzen. So zum Beispiel bei den beiden Lexmark-Druckern CS410n und CS510de - siehe Rechweiten und Preise ganz unten in der Tabelle.

15.05.13 08:09 (letzte Änderung)
1Welcher Drucker ist für mich geeignet?
2Kaufberatung nach Gerätetypen
3Überblick über die verschiedenen Drucktechnologien

22 Wertungen

 
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