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Test Farblaser Konica Minolta Magicolor 4650DN: Druck verbessern mit 4-bit-Technik

von Ulrich Junker

Drucktechnik

Eine Methode des binären Drucks*1 kann sein, die Anzahl der Druckpunkte pro Strecke zu vergrößern. Im Beispiel links sind es drei Punkte (zum Beispiel für eine Auflösung von 600 x 600 dpi), auf der gleichen Strecke rechts sechs (zum Beispiel für 1.200 x 1.200 dpi). Flächen und Kanten lassen sich auf diese Weise gleichmäßiger und schärfer darstellen.

Der Nachteil: Mit Verdoppelung der Punkte pro Strecke vervierfacht sich die Anzahl der Punkte pro Fläche. Damit erhöht sich auch die Dateigröße um das Vierfache, was je nach Datenmenge zu längerer Datenübertragung und im Netzwerk zu "Verstopfung" führen kann.

Druckpunkte

Um das zu umgehen, wenden die Hersteller verschiedene Methoden an.


Mit einem Trick macht man dabei aus der Not (zuletzt gedruckte Farbe bleibt sichtbar) eine Tugend: Das Contone-Verfahren erlaubt es, einen kleineren Punkt, hier Magenta, in den größeren Punkt (hier Gelb) hinein zu drucken. Das Auge empfindet das entstehende Orange viel natürlicher als das im Bild links. Dort liegen die Punkte nebeneinander.

Im Testgerät Konica Minolta Magicolor 4650DN setzt der Hersteller das Verfahren "Photoart-9600" ein. Dabei bleibt es ebenfalls bei den platzsparenden 600 x 600 dpi, doch am Zusatz 4-bit erkennt man, dass das Gerät in einer Farbtiefe von 4 bit arbeitet. Die 4-bit Technologie erlaubt es, 16 verschiedene Farbabstufungen des gleichen Toners zu generieren. Dies gelingt durch Anlegen unterschiedlicher Spannungen, die dann mehr oder weniger Toner an einen Druckpunkt bringen.



Tonerkunst

Auch der verwendete Toner hat großen Einfluss auf die Druckqualität. Da der Farblaserdruck mit elektrischen Aufladungen arbeitet ist es leicht einsehbar, dass die elektrischen Aufladbarkeit und seine Größe das Verhalten eines Tonerpartikels bestimmen. Ist das Tonerpulver inhomogen, das heißt zum Beispiel, dass die Tonerpartikel unterschiedlich groß sind, ist ihr Verhalten beim elektrischen Aufladen und beim Aufbringen/Fixieren auf das Papier ebenfalls unterschiedlich.

Gleichmacherei

Ziel der Tonerproduktion ist es, Partikel mit möglichst gleichen Eigenschaften und Größen herzustellen. Das gelingt nicht durch Mahlwerke, wie man in einer Kaffeemühle (mit weit größeren Partikeln) schon durch Augenschein feststellen kann.

Der Vorteil des Zermahlens beim Toner: Das Verfahren ist billiger als eine komplexe "Züchtung" von möglichst homogenem Toner.


Billiger Ersatz

Als Anwender kann man nicht feststellen, ob der nachgefüllte Toner aus (billigem) zermahlenem Material oder aus hochwertigem, in aufwändigen physikalisch-chemischen Prozessen gewonnenen Tonerpartikeln besteht.


Die Partikelgröße kann zwischen 6,5 und 15 Mikrometer liegen, ein Haar hat im Schnitt einen Durchmesser von 60 Mikrometer.

Temperatur senken

Die Fixiertemperatur (in Verbindung mit Druck) muss auch das größtmögliche Tonerpartikel noch schmelzen können. Sind die Tonerteilchen dagegen fast gleich klein, können die Laser mit geringeren Fixiertemperaturen arbeiten. Das mindert den Verschleiß, kann die Staugefahr verringern und spart Strom.

*1
Binär: Ein Punkt ist gedruckt oder es ist kein Punkt gedruckt
Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
15.04.08 15:25 (letzte Änderung)
1Solider Farbarbeiter von Konica Minolta
2Die Ausstattung I
3Die Ausstattung II
4Das Verbrauchsmaterial
5Die Druckkosten
6Druck verbessern mit 4-bit-Technik
7Farbdruckqualität und -tempo
8Vergleich Konica Minolta 4650DN und 5550, Oki C5950 und HP CLJ CP4005
9Grafikdruckqualität und -tempo
10Duplex- und Foliendruck, Kalibrierung
11Textdruckqualität und -tempo
Technische Daten & Testergebnisse

244 Wertungen

 
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