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5. Januar 2016 News | Drucken

News: Windows 10 Mobile mit nativer Druckfunktion: Microsoft bietet Druckfunktion für Windows 10 Smartphones

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Besser spät als nie enthält die in kürze erscheinende Windows-Version 10 für Telefone eine native Druckunterstützung. Das Funktionsprinzip gleicht Apples Airprint, jedoch werden aktuell deutlich weniger Drucker unterstützt.

Während das Drucken über Windows-Tablets wie auch bei Notebooks und Desktops aufgrund voll-funktionsfähiger und nahezu generell erhältlichen Druckertreibern kein Problem darstellt, sieht es für Smartphones mit Windows-Betriebssystem seit jeher schlecht aus.

Weder Windows Phone 7, noch Version 8 oder 8.1 sind mit einer nativen Druckfunktion ausgestattet, die man von Apple (Airprint) oder auf Android basierenden Geräten (via Print Plug-In) gewohnt ist.

Aufgrund der in den meisten Regionen zumeist nur einstelligen Marktverbreitung gibt es auch nicht die Vielfalt von separaten Druck-Apps der Hersteller selbst. Bisher stellen lediglich Brother mit "Brother iPrint&Scan" und Samsung mit "Mobile Print" eine Möglichkeit zur Verfügung, um direkt vom Windows-Handy zu drucken.

Mit der noch im Januar erwarteten Version 10 des nunmehr "Windows Mobile" genannten Betriebssystems will Microsoft dies nun ändern. Ähnlich wie bei der Apple-Lösung "Airprint" wird es eine native und konfigurationsfreie Funktion zum Drucken geben. Im Gegensatz zu App-Lösungen oder auch den aufwändigeren Google Print-Plug-Ins wird der Funktionsumfang jedoch eingeschränkt sein.

Windows Mobile 10 soll für sämtliche Lumia-Telefone (ehemals Nokia) und fast alle anderen Geräte mit Windows Phone 8 als kostenloses Update erhältlich werden. Geräte, die auf Windows Phone 7 setzen, werden dieses Update nicht bekommen.

Technische Voraussetzungen beim Drucker

Die wichtigste Voraussetzung ist ein ins Netzwerk eingebundener Drucker. Dies kann drahtlos (Wlan) oder auch drahtgebunden (Ethernet) erfolgen. Dabei muss sich sowohl der Drucker als auch das Smartphone im gleichen Netzwerk befinden.

Aus technischer Sicht verlangt Microsoft WS-Print (v1.x oder v2.0) als Kommunikations-protokoll und die Beherrschung einer kompatiblen Druckersprache, wie PWG Raster (PWG-5102.4-2012), PCLm (WFA WFDS-Print), OpenXPS (ECMA-388) oder MS XPS.

Kompatible Anwendungen

Aktuell ist lediglich eine handvoll Anwendungen mit einer Druckfunktion ausgestattet. Dazu zählen Microsoft Word und Excel in der mobilen Version, die in einer Basisversion bei jedem Windows-10-Telefon vorinstalliert sind. Der Druck von Emails, aus dem Kalender, PDF-Dateien oder vom Browser (Microsoft Edge) ist aktuell noch nicht implementiert, soll jedoch folgen.

Kompatible Drucker

Drucker, die alle Voraussetzungen erfüllen, werden im Netzwerk automatisch erkannt. Eine vollständige Übersicht von kompatiblen Druckern stellt Microsoft in einer fortlaufend aktualisieren Liste (KB3083720) online zur Verfügung. Derzeit werden rund 1.700 Druckermodelle aufgelistet, jedoch handelt es sich oftmals auch um Geräte, die auf dem deutschen Markt nicht erhältlich sind.

Tintendrucker (Stand 4. Januar 2016)

Unter den Tintendruckern wird derzeit fast vollständig die HP-Produktpalette (mit Netzwerk) aufgelistet. Weiterhin werden alle Epson Geräte der Expression/Workforce-Serien seit Herbst 2014 unterstützt. Das schließt jedoch die populären Modelle WF-36xx, WF-46xx, WF-5110, WF-56xx, WF-7100,WF-76xx aus. Bei Brother ist lediglich die High-End-Serie HL-S7000DN kompatibel und Canon-Drucker werden aktuell gar nicht unterstützt.

Laserdrucker (Stand 4. Januar 2016)

Bei Laserdruckern werden viele Geräte der Marken Canon, FujiXerox, HP, Konica Minolta, Kyocera, Lexmark, Nec, Oki, Ricoh, Samsung, Toshiba, Utax sowie Xerox unterstützt.

Angetestet

Druckerchannel hat sich die Druckfunktionalität mit der bereits erhältlichen Vorschauversion (Build 10586) auf einem Lumia 820 angeschaut. Von den drei Druckern, die im Netzwerk des Testrechners installiert sind, wird lediglich der HP Envy 4500 als verfügbar angezeigt. Der Fotodrucker Epson Stylus Photo R2000 und der S/W-Laser Dell B2360dn werden nicht aufgelistet und sind somit nicht kompatibel.

Fazit

Während der Druckvorgang quasi mit Apples Airprint identisch und intuitiv umgesetzt ist, bedarf es der zügigen Implementation in weitere, wichtige Anwendungen wie dem PDF-Leser oder dem Browser. Weiterhin sollte Microsoft dringend an der Kompatibilität mit weiteren Druckermodellen arbeiten. So sind viele populäre Tintendrucker von Brother, Canon und Epson derzeit noch ausgeschlossen. Ob hierzu lediglich eine Zertifizierung seitens Microsoft oder ein Update der Druckerfirmware vonnöten ist, bleibt abzuwarten.

05.01.16 09:49 (letzte Änderung)

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