Samsung konnte sich im Test ganz knapp vor den Lexmark als Sieger platzieren. Das Gerät leistet sich kaum einen Patzer: Die Ausstattung ist sehr gut, die Bedienung besonders einfach, Druckqualität und -tempo stimmen und auch die Druckkosten halten sich mit der 5.000-Seiten-Tonerkartusche in Grenzen. Als einen der ganz wenigen Kritikpunkte muss man das nicht beleuchtete Display nennen.
Während des gesamten Tests produzierte der Samsung SCX-4833FD keinen einzigen Papierstau. Das Druckwerk arbeitet zuverlässig und macht einen soliden Eindruck. Samsung beweist damit, dass sie neben den Consumer-Produkten auch für den Profibereich gute Drucker bauen können.
Tonersparmodus im Treiber zwar vorhanden, bei Textdruck aber wirkungslos
PLATZ 2: Lexmark X264dn
Der Lexmark X264dn ist ebenfalls ein Profi: Er ist schnell, produziert so gut wie keine Papierstaus, ist gut ausgestattet und auch die Bedienung ist einfach. Bei den Druckkosten ist der Lexmark etwas günstiger als der Samsung SCX-4833FD. Ein weiterer Vorteil ist die Tonerkartusche mit einer für diese Geräteklasse sehr hohen Reichweite: 9.000 Normseiten lassen sich mit einer Tonerkassette bedrucken.
Lexmark hat im X264dn (wie auch Oki im MB470) einen CCD-Scanner verbaut. Mittlerweile findet man leider fast nur noch die billigeren CIS-Scanner.
Einen Kritikpunkt gibt es jedoch: Wer den Drucker übers Netzwerk angeschlossen hat, muss sich zunächst "Scanprofile" anlegen, um Dokumente einzulesen. Das Scannen übers Netzwerk geht bei den anderen Geräten in diesem Test wesentlich einfacher.
Der Oki muss ein paar Kritikpunkte einstecken, die uns im Test nicht gefallen haben. Die gute Ausstattung, die drei Jahre Vorort-Garantie und vor allem die günstigen Druckkosten verhelfen dem Oki MB470 dennoch zu einem "Gut".
Lob gibt es für den CCD-Scanner, den in diesem Test nur Lexmark und Oki haben. Und wer noch die veraltete Parallelschnittstelle benötigt, bekommt diese nur im Oki MB470 noch serienmäßig.
Auf Ergonomie hat Oki wohl besonders viel Wert gelegt und die meisten Tasten einfach weggelassen. So muss man alle Funktionen wie "Kopieren", "Scannen" oder "Faxen" etwas umständlich übers Display aufrufen. Mit einem größeren Display und einem Touchscreen wäre die Bedienung einfacher.
Besonders ärgerlich kann es beim Wechseln der Verbrauchsmaterialien werden: Oki hat es noch immer nicht geschafft, die Tonerkartuschen so zu gestalten, dass beim Wechseln kein Tonerpulver auf Hände, Schreibtisch oder aufs Gerät gelangt.
Zudem ist der manuelle Papiereinzug viel zu umständlich. Während man bei anderen Geräten einfach die Klappe öffnet und das Papier einlegt, bedarf es beim Oki sechs umständlicher Schritte, bis das Papier im Einzug liegt.
Am ärgerlichsten ist aber die Tatsache, dass der Oki MB470 häufig Papierstaus produziert. Das Druckwerk selbst arbeitet zwar zuverlässig, jedoch hat es Oki versäumt, einen Sensor ins Papierausgabefach einzubauen, der feststellen würde, wann dieses voll ist. Weil sich das Papier in der Ablage öfters mal verdreht, gibt es hin und wieder Chaos in der Papierablage, das dann zu Papierstau im Drucker führt - ein paar Cent für einen Papiersensor hätte dieses Problem gelöst.
Ein großes Plus beim Canon ist der duplexfähige Dokumenteneinzug (DADF). Damit kann man auch doppelseitige Vorlagen in einem Arbeitsgang scannen, faxen oder kopieren, ohne die Blätter von Hand wenden zu müssen. Wer viel kopiert, scannt und faxt wird diese Funktion zu schätzen wissen.
Wer sein Multifunktionsgeräte häufig aus- und einschaltet, hat mit dem Canon gute Karten, denn es dauert gerade einmal zwölf Sekunden, bis der Drucker bereit ist. Zum Vergleich: Der Oki MB470 benötigt über eine Minute. Langsam kann es aber bei größeren Druckjobs werden - da fährt der Canon mit angezogener Handbremse um einen Hitzestau zu vermeiden.
Statement von Canon...
Canon hat die Geschwindigkeitsprobleme, die Druckerchannel im Test hatte, im European Headquater prüfen lassen.
"Eine Reduzierung des Drucktempos erfolgt nur dann, wenn der Canon-Drucker vorher bereits einen großen Druckjob durchlaufen hat, die Maschine also stark aufgewärmt ist. Stand der Drucker vor einem größeren Druckjob einige Minuten still, so wird er bis zu 250 Seiten ohne Geschwindigkeitsreduktion ausgeben."
Der Canon i-Sensys MF4580dn ist der einzige im Test, der kein PCL oder Postscript hat und dem PC die Verarbeitung der Druckdaten überlässt (GDI-Drucker). Das muss bei der täglichen Arbeit keine Nachteile haben. Wenn Canon aber für zukünftige Betriebssysteme keine Treiber mehr anbietet, kann man das Gerät nur noch entsorgen. Bei einem PCL-Drucker kann man zumindest auf Standardtreiber zurückgreifen.
Ein Alleinstellungsmerkmal hat der Canon auch bei der Füllstandsanzeige des Toners. Während man bei allen anderen Geräten im Test einen Verlaufsblaken mit einer Prozentanzeige sieht, gibt's bei Canon nur Aussagen wie "Beinahe leer".
Positiv
duplexfähiger ADF
3 Jahre Garantie
einfaches und sauberes Tonerhandling
besonders schnell vom Anschalten bis bereit
Negativ
Druckkosten sind etwas zu hoch
keine Papierschublade
GDI-Drucker
Tastenbeschriftungen und einige Displaymeldungen teilweise unverständlich
Der HP ist in erster Linie ein guter Allround-Drucker. Wer nur ganz wenig zu drucken hat, den dürften die viel zu hohen Druckkosten nicht stören. Druckerchannel straft den HP aber dennoch dafür ab, denn über 4 Cent sind für eine S/W-Textseite einfach zu viel.
Beim Drucken verhielt sich der Laserjet Pro M1536dnf unauffällig - keine Papierstaus und ein durchgängig hohes Drucktempo. Wer mit dem S/W-Laser neben Text auch Grafiken zu Papier bringen will, bekommt mit dem HP besonders schöne Ausdrucke.
Brother hat kurz vor Redaktionsschluss die unverbindliche Preisempfehlung von rund 430 auf 470 Euro erhöht. Für lediglich zehn Euro mehr bekommt man den Testsieger Samsung SCX-4833FD, der besser ausgestattet und schneller ist sowie viel günstigere Unterhaltskosten hat.
Der Brother MFC-7860DW hat aber auch zwei positive Alleinstellungsmerkmale: Erstens lässt er sich als einziger im Testfeld auch kabellos ins Netzwerk einbinden (Wlan). Zweitens kann man mit dem Brother die Funktion "Secure Print" nutzen. Dazu schickt man mit seinem Druckjob eine vierstellige Pin mit. Der Drucker gibt die Seiten erst dann aus, wenn man am Gerät die Pin eingetippt hat.
Beim Drucken lässt sich der Brother etwas mehr Zeit als seine Konkurrenten. Zusammen mit den hohen Druckkosten eigent sich der schwarze Brother-Drucker also nur, wenn man ein sehr geringes Druck- und Kopieraufkommen hat.
CIS / CCD: CIS-Scanner sind kleiner und benötigen weniger Strom. Jedoch können sie nur mit einer ganz geringen Tiefenschärfe scannen. CCD-Scanner sind größer, können dafür auch noch Gegenstände scharf einscannen, die nicht plan auf dem Vorlagenglas liegen.
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