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Kyocera-Druckkostenrechner mit neuer Optik: Kyoceras PEC (UPDATE)

von Florian Heise

Kyocera hat seit vielen Jahren einen Druckkostenrechner. Der vergleicht aber noch immer Dokumente mit verschiedenen Deckungsgraden und damit Äpfel mit Birnen.

Vor Einführung der ISO-Dokumente für die Reichweitenmessung maßen die Druckerhersteller mit eigenen Testvorlagen, die eine Deckung von 5 Prozent hatten. So konnte man von diesem Deckungsgrad sehr einfach auf einen kleineren oder auf einen höheren Deckungsgrad umrechnen. Bis dahin funktionierte der Kyocera-Druckkostenrechner auch wunderbar.

Seit ein paar Jahren haben sich für die Reichweitenmessung ISO-Dokumente durchgesetzt (ISO 24711-Dokument und ISO 19798-Methode für Farbdurcker und ISO 19752 für S/W-Drucker). Die ISO (International Organisation for Standardisation) nennt mit Absicht keinen Deckungsgrad mehr für die Dokumente. Der ist auch gar nicht mehr nötig, da man die Reichweite von Tonerkartuschen (und auch Tintenpatronen) nun perfekt herstellerübergreifend vergleichen kann. Die ISO gibt eine exakte Testmethode vor, so dass sich die Reichweite einer Tonarkartusche von zum Beispiel HP mit einer Kartusche von Kyocera vergleichen lässt.

Kyocera rechnet indes auch mit der gerade überarbeiteten Version nach wie vor mit Prozentwerten. Im Kleingedruckten heißt es im Koycera-Druckkostenrechner:

Zudem sind die Daten im Kyocera-Druckkostenrechner fehlerhaft. So misst zum Beispiel Brother seine Reichweiten noch mit der alten 5-Prozent-Methode. Kyocera unterstellt dagegen, dass die Reichweiten auf ISO basieren (siehe Screenshot unten).

Als weitere Ungereimtheit hat Druckerchannel festgestellt, dass Kyocera mit den kleinen Tonerkartuschen rechnet, obwohl (im Beispiel Brother) auch große und damit günstigere Tonerkartuschen vorhanden sind (siehe Screenshot unten). Das ist unfair, weil Kyocera bei eigenen Geräten einen anderen Maßstab anlegt: Dort rechnet Kyocera zum Beispiel beim FS-1116MFP mit der großen Tonerkartusche, obwohl es auch eine kleine Patrone gibt.

Besonders stark wirkt sich dieses Vorgehen zum Beispiel beim Lexmark T654n aus. Hier kalkuliert Kyocera mit der kleinsten Tonerkartusche, die für 7.000 Seiten reicht. Zum Nachkaufen gibt es aber auch eine Kartusche, die 36.000 Seiten durchält.

Diese Schummelei hätte Kyocera gar nicht nötig - denn auch "korrekt" berechnet steht Kyocera im Vergleich zur Konkrrenz im Seitenpreis meist günstiger da.

[fett {[mark UPDATE (19.10.2010)}]] - Kyocera hat Druckerchannel mitgeteilt, dass sie ihren Druckkostenrechner so umstellen werden, dass dieser standardmäßig mit den großen Tonerkartuschen kalkulieren wird.

[fett {[mark UPDATE (25.10.2010)}]] - Entgegen Kyoceras Zusage vom 19.10. wird Kyocera ihren Druckkostenrechner nun doch nicht so umstellen, dass man generell mit den großen Tonerkartuschen kalkuliert. So bleibt der Kyocera PEC (Printer Economy Check) lediglich ein Marketing-Tool, das geschönte Zahlen ausspuckt.

Bessere Alternative

Druckerchannel hat einen eigenen Druckkostenrechner (siehe www.druckkosten.de, der mit exakten Werten arbeitet: Dort lassen sich nur Geräte mit derselben Testmethode miteinander vergleichen. Zudem kalkuliert www.druckkosten.de immer den günstigsten Seitenpreis: Gibt es Tonerkartuschen oder Tintenpatronen mit hoher Füllmenge, die für günstigere Seitenpreise sorgen, kalkuliert Druckerchannel mit diesen. Nur so ist ein korrekter und fairer Vergleich möglich.

Fazit

Schade, Kyocera hat einen Druckkostenrechner, der sich sehr einfach bedienen lässt. Die Ergebnisse sind jedoch schöngerechnet und somit kaum brauchbar.

Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
25.10.10 14:31 (letzte Änderung)

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