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Lesertest: EPSON AcuLaser C4000: Von S/W zu Farbe

Anfang September war´s es dann soweit. Das Quitschen beim Druck meines 8 Jahre alten S/W-Lasers Minolta Pagepro 6 wurde immer schlimmer, Toner fast leer und die Geschwindigkeit auch nicht mehr so wirklich up to date... Es mußte was neues her... Meine Wunschliste sah dabei folgendermaßen aus:

  • mehr als 12 Seiten/min
  • Papierstärken von 200gr. sollte er können
  • auf jeden Fall eine abgeschlossene Papierkassette
  • Netzwerk wäre nett aber nicht Bedingung

Beim Stöbern diverser Testberichte und Webseiten der Hersteller war mir schnell klar, dass unter 500 € nicht viel zu machen ist. Spasseshalber dann mal ab zum Mediamarkt, mal sehn, was da so rumsteht... Die Auswahl war dort natürlich nicht so besonders, ein paar billige S/W-Laser, 2 kleine Farblaser und daneben so ein Mordsteil, der C4000. Und ein Schild: !!500€ für ihren alten S/W-Laser!! Da begann ich dann mal zu Rechnen: 1.199€ Anschaffung - 500€ für meinen alten = 699€ (Cash-In-Return-Aktion von Epson) für einen Single-Pass-Farblaser mit Netzwerk, USB, Parallel, Papierkassette, Multifunktionsschacht bis 212gr. Papier, Duplex, 1.200dpi und VOLLTONER-Ausstattung im Lieferumfang. Da konnte ich dann nicht widerstehen und nach 3 Tagen Testrecherche hab ich dann zugeschlagen :-)

Einpacken; Auspacken; Anschließen

Ein Kombi oder ähnliches sollte man schon haben, die Kiste ist schon ziemlich groß. Mit einem normalen PKW no Chance. Am Besten auch noch gleich jemanden zum Tragen helfen, die knapp 40kg werden dann doch etwas leicher.


Heil angekommen wird das Teil erstmal ausgepackt. Die Kartonage läßt sich einfach entfernen ohne irgendwelche Verrenkungen. Neben dem Drucker selbst findet man das Druckwerk in einer lichtdichten Folie, 2 Handbücher nebst Treiber-CD, diverse Stromanschlußkabel und die 4 Toner in Originalverpackung. Nach einem kurzen Blick ins Handbuch sind diese Teile dann auch schnell und problemlos eingebaut. Doch Vorsicht: Das Teil ist in den eigenen 4 Wänden noch größer wie es im Laden ausgesehen hat.

Jetzt noch schnell anschliessen... Netzwerkkabel ran, IP_Adresse übers Display eingeben... Damit die Eingaben übernommen werden muß der Drucker aus- und wieder eingeschaltet werden. Treiber installieren, Anschluß konfigurieren geht ohne Probleme, der C4000 wird schön im TCP/IP-Netzwerk angezeigt. So, das war's, dann mal der erste Druck...


Erster Testdruck

In die Papierkassette paßt ein kompletter Stapel Papier mit 500 Blatt, auch kleinere Formate sind möglich, z.B. A5. Positiv ist, dass der Drucker gut 10 Sekunden nach dem Einschalten druckbereit ist, also keine lange Aufwärmzeit wie ich's von den kleinen Modellen her kenne. Als Test drucken wir jetzt mal das Handbuch meiner Lieblingsbildbearbeitung :). Im Treiber sind soweit alle Einstellmöglichkeiten vorhanden, Drucklayout mit 2 oder 4 Multipages, Duplex mit verschiedenen Bindungsarten... Und los gehts...

Schon beindruckend mit welcher Geschwindigkeit der C4000 dies bewältigt. Duplex funktioniert hervorragend und an der Druckqualität gibt's meiner Meinung nach nichts auszusetzen. Test bestanden sag ich da dann mal.

Fotodruck

Obwohl ich den C4000 nicht zum Fotodruck angeschafft habe, wollte ich das ja nun einmal wenigstens testen. Also einfach mal das Druckerchannel-Testfoto mit Standardeinstellung und 1.200 dpi ab zum Drucker geschickt... Und was kam raus? Nichts! Mit 64MB Speicher weigert er sich einfach, das Foto mit 1.200 dpi zu drucken. Eine Reduzierung der Auflösung auf 600 dpi brachte zwar noch immer eine Warnung und den Hinweis, dass die Druckqualität aufgrund nicht ausreichendem Speicher herabgesetzt wird, aber das Foto lag nun da... wow ... so eine gute Qualität hatte ich nicht erwartet, ok an einen guten Foto-Tintendrucker kommt es logischerweise nicht ran, aber Respekt was mit so günstigen Farblasern möglich ist.


Speicher erweitern

Warnmeldungen und Beschränkungen kann ich gar nicht ab, also erstmal Speicher aufrüsten. In der Anleitung steht normaler SD-RAM PC100 oder 133 wird benötigt. In der Grabelkiste liegt noch ein 128MB PC133 Riegel von SpecTec. Zum Einbau muß erstmal die Blende über den Anschlüssen abgenommen werden. Dafür sind einfach 2 Schrauben zu lösen. Geht ohne Schraubendreher. Blende abnehmen und das Mainboard herausziehen. Dort sind dann alle Anschlüsse frei zugänglich. ROM-Erweiterung für z.B. Postscript, Festplattenanschluß und 2 Speicherbänke. Eine ist mit 64MB bestückt, die 2. bekommt dann mein 128MB Modul. Zuschrauben, einschalten und siehe da: Speicher wird beim Selbsttest hochgezählt: 192MB *freu* Mit dieser Bestückung kann ich bis dato alles drucken was ich will. Ausbaumöglichkeiten bestehen bis 2x512MB.

Ausblick

Wie sich der C4000 im Dauereinsatz bewähren wird kann ich verständlicher Weise noch nicht sagen. Wir werden sehen. Bedenkt man den Preis von gerade Mal effektiv 699€ bekommt man dafür einen sehr anschlußfreudigen, schnellen und flexiblen Farblaser. Ich hab die Anschaffung bislang jedenfalls nicht bereut.

26.10.04 15:49 (letzte Änderung)
Technische Daten

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