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Lesertest: Minolta Dimage X20: Klein, fein, praktisch.

Die Minolta Dimage X20 wurde als Zweitkamera neben meiner Minolta Dimage D7i angeschafft, damit ich auch eine Kamera für jede Gelegenheit habe. Sie sollte vor allem klein und günstig sein, in jede Hosentasche passen und dazu noch gute Bilder machen. Auf eine hohe Auflösung und manuelle Einstellmöglichkeiten habe ich verzichtet, da dies für eine Zweitkamera zu teuer geworden wäre und letztendlich überdimensioniert ist.

Die X20

Die X20 misst gerade mal 86x67x23,5 mm und wiegt nur 115g (ohne Batterien und Speicherkarte). In dieser kompakten edlen Form versteckt sich ein leistungsstarker 2,1 MP-CCD-Sensor (effektive Auflösung von ca. 2 MP) und der optische 3fach-Zoom (KB: 37-111 mm). Dank der einzigartigen Konstruktion der X20 verbirgt sich der komplette Zoom im Gehäuse, so dass selbst bei vollem Zoom, nichts aus dem Gehäuse, wie bei herkömmlichen Kameras üblich, heraussteht und das immerhin bei einer Anfangslichtstärke von 2,8-3,7. Betrieben wird die X20 durch Batterien/Akkus, wobei letztere allein schon wegen der höheren und vor allem kontinuierlicheren Spannungsabgabe zu bevorzugen sind. Neben diverse Gimmicks wie Selbstportrait, Bild in Bild, etc. unterstützt die X20 die Video- und Audioaufzeichnung bis Speicherkartenkapazitätsende (Auflösung: 320x244).

Lieferumfang

Der Lieferumfang ist gut und wie folgt:

  • Minolta Dimage X20
  • Umhängegurt
  • AV-Kabel
  • USB-Kabel
  • SD Memory Speicherkarte (8 MB)
  • DiMAGE Viewer CD-ROM
  • 2 Batterien

Zu bemängeln ist lediglich die Beigabe einer nur 8 MB großen Speicherkarte, auf der gerade mal 6 Bilder in bester Auflösung und Qualität gespeichert werden könnrn. Wobei hinzuzufügen ist, das andere Hersteller ihren Kameras auch keine größeren Karten (im Verhältnis zur Auflösung) spendieren. Zudem sind die mitgelieferten Batterien schnell leer, da normale Batterien nicht die kontinuierliche Abgabe der geforderten Spannung erbringen können. Akkus wäre hier von Vorteil.

Inbetriebnahme

Die Kamera lässt sich leicht und schnell in Betrieb nehmen. Einfach zwei Akkus des Typs NiMh (alternativ lässt sich die Kamera auch mit 2 Batterien betreiben, davon ist aber abzuraten) in den dafür vorgesehen Schacht stecken. Als nächstes einfach die SD-Karte (MMC-Karten werden auch unterstützt, sind aber teurer und langsamer als SD-Karten) in die Kamera stecken und einschalten. Eine Abdeckung des SD-Slots wäre IMHO keine schlechte Entscheidung gewesen.

Einschaltzeit und Einstellungen

Dank des integrierten Zoom-Objektives ist die X20 binnen kürzester Zeit startbereit (ca. 1 sek.). Nach den ersten Testaufnahmen widmet man sich den Einstellmöglichkeiten, die größtenteils nur einmal eingestellt werden und leicht von der Hand gehen. Dazu zählen (meine Einstellungen):

  • Blitz (Auto)
  • Weißabgleich (Auto)
  • Belichtungskorrektur (-0,3)
  • Qualität (fein)
  • Auflösung (1600x1200)

Menü 1

  • Steuerfunktion (Bildfolge)
  • ISO (64) (Auto = ISO 64-160, manuell bis ISO 400)
  • Auto Reset (Aus)
  • Datum Einbelichten (Aus)

Menü2:

  • Digitalzoom (Aus)
  • Wiedergabe (Aus)
  • BildNr. Speichern (Ein)

Setup 1

  • LCD-Helligkeit,,
  • Sprache

Setup 2

  • Ton-Effekte (Aus)
  • Auslöseton (Aus)
  • Lautstärke (3)
  • Abschaltung (3 min)

Setup 3

  • Datum & Zeit
  • Datumsformat
  • Videoausgang

Lediglich das löschen von einzelnen Bildern und das Formatieren der ganzen Karte ist umständlich gelöst, da man für jedes einzelne Bild jedes Mal über das Menü gehen muss. Die Formatierungsfunktion ist erst im Setup-Menü.

Digitale Fotos

Für die Aufnahme von Fotos unterstützt die Kamera drei Auflösungen (1600x1200, 1280x960 und 640x480), sowie drei Komprimierungsstufen (Fein, Standard und Economy). Mit höchster Auflösung und geringster Komprimierung passen auf eine 128 MB-SD-Karte ca. 121 Bilder. Während die VGA-Auflösung (640x480) eher für Internetaufnahmen zu gebrauchen ist und man nur eine höhere Komprimierung einstellen sollte, wenn mal Speicherplatzengpässe vorhanden sind, sollte man immer in der höchsten Auflösung (1600x1200) und der geringsten Komprimierungsstufe (Fein) fotografieren. Dadurch hat man geringere Artefakte bei Vergrößerungen, die locker bis DinA4 reichen können, sowie man dann ein gewisses Maß an Spielraum für Nachbearbeitung am PC hat. Auch wenn man die Features wie Sepia, Graustufen, Grün, etc. bevorzugt am PC einstellt, scheinen die Features wie 9 kleine Bilder in einem schon eher ein nützlicheres Gimmick zu sein. Der Selbstportraitmodus ist dagegen überhaupt nicht zu gebrauchen, da die Aufnahmen alles andere als Mittig sind - auch wenn die Idee mit dem Spiegel nett ist. Bei guten Lichtverhältnissen ist die Scharfstellung recht flott und der Autofokus sehr treffsicher. Dazu hat die X20 ein großes AF-Meßfeld im Zentrum (mit 5 AF-Felder). Bei schlechteren Verhältnissen empfiehlt es sich, einen höheren ISO-Wert zu wählen, zudem dauert die Scharfstellung erheblich länger und kann dazu fürhren, das die Kamera keinen Punkt zum fokussieren findet (was auch an fehlendem Kontrast liegen kann). Der integrierte Blitz reicht lediglich für ca. 2,5 Meter, was den Einsatz der Kamera bei schlechten (dunklen) Lichtverhältnissen auf einen kleinen Umkreis beschränkt.

Videomodus

Mit der X20 lassen sich auf eine 128 MB-SD-Karte ca. 5 min. 49 Video aufnehmen bei einer Auflösung von 320x240@15fps (alternativ 160x120@15fps) aufnehmen. Dazu wird vor der Aufnahme einmalig scharf gestellt. Es soll auch möglich sein, die Kamera als Webcam zu gebrauchen, habe ich aber nicht getestet oder weiter informiert drüber.

Features

Über die AV-/TV-Out-Schnittstelle lässt sich die Dimage an den PC oder gar an den Fernseher/Videorekorder anschließen, so dass man sich seine Bilder/Videos am heimischen Fernseher betrachten kann. Mit der X20 wird der DiMAGE-Viewer mitgeliefert, der einfach und leicht zu bedienen ist. Mit ihm lassen sich die Fotos betrachten, leichte Änderungen vornehmen und in anderen Formaten speichern.

Fazit

Man erhält mit der Minolta Dimage X20 eine kleine kompakte und günstige Automatikkamera, die sehr gute Fotos macht. Lediglich die Platzierung des Objektives ist gewöhnungsbedürftig, da man leicht das Objektiv mit den Fingern verdeckt, sowie die schlechte Platzierung der Lösch- und Formatierungsfunktion.

01.01.70 01:00 (letzte Änderung)
Technische Daten

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