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Vergleichstest: Günstige Etikettendrucker / Labeldrucker: Kleben und kleben lassen

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Wer viel zu beschriften und etikettieren hat, wird auf Dauer mit Klebelabels im A4-Drucker nicht glücklich. Viel pfiffiger sind spezielle Labeldrucker mit Etiketten von der Rolle. Druckerchannel hat zwei günstige Modelle getestet.

Da Nadeldrucker und Endlosformulare mit Lochrand längst nur noch in speziellen Aufgabenbereichen zu finden sind, druckt man Etiketten und Klebelabels vorzugsweise vom A4-Bogen mit Tinten- oder Laserdruckern. Das funktioniert auch ganz gut, wenn man sich mit folgenden Nachteilen arrangiert:

  • Der Verschnitt: Benötigt man nur einen oder zwei Aufkleber, ist es nicht gerade wirtschaftlich, dafür einen ganzen Bogen zu opfern. Angebrochene Bögen sollte man tunlichst nicht mehr in den Drucker einlegen, da sich Etiketten ablösen und um Einzugswalzen wickeln können.
  • Etiketten verkleben: Legt man versehentlich Etiketten für Tintendrucker in einen Laserdrucker ein, kommt das meist einem Totalschaden gleich, weil Etiketten oder Kleber schmelzen und sich um die Heizwalze wickeln. Aber auch billige Laser-Etiketten können Schaden anrichten, weil sie sich im Drucker von der Trägerfolie ablösen und sich um irgendwelche Walzen wickeln.
  • Die Handhabung: Es ist umständlich, mit der Textverarbeitung Vorlagen für Etikettenbögen zu entwerfen. Mit Spezialsoftware der Etikettendrucker geht es wesentlich einfacher.

All diese Nachteile sind speziellen Labeldruckern mit Etiketten auf "Endlos"-Rolle fremd. Zwei der gängigsten Exemplare zwischen 110 und 130 Euro, den Brother QL-570 und den Dymo Labelwriter 450, hat die Druckerchannel-Redaktion einem ausführlichen Praxistest unterzogen.

Kein Tinten- oder Tonerverbrauch

Beide getesteten Labeldrucker arbeiten nach dem Thermo-Direktdruck-Verfahren. Das bedeutet, dass weder Tintenpatronen noch Tonerkartuschen zum Einsatz kommen. Die Schwärzung des Papiers erfolgt durch punktuelles Erhitzen. Das funktioniert nur mit Spezialpapier, eben den vom jeweiligen Hersteller erhältlichen Labels auf Rollen. Diese Einschränkung ist zu verkraften, wenn im verfügbaren Label-Sortiment die jeweils benötigten Aufkleber vorhanden sind oder sich das geforderte Format aus Endlos-Etiketten herstellen lässt.

Dadurch, dass sich die Druckkosten (vom Stromverbrauch des Geräts abgesehen) auf die Etiketten beschränken, sind sie sehr transparent und einfach zu ermitteln. Auch der Kaufpreis der Drucker ist nicht direkt mit dem eines Billig-Laser- oder Tintendruckers gleichzusetzen, weil deren recht hohe Folgekosten in Form von Tonerkartuschen oder Tintenpatronen entfallen. Ein Nachteil des Druckverfahrens ist die Beschränkung auf eine Farbe, nämlich Schwarz. Graustufen lassen sich gerastert ausgeben, genau wie bei einem Monochrom-Laserdrucker. Wer Aufkleber mit bunten Grafiken herstellen möchte, liegt mit den hier getesteten Labeldruckern falsch.

Druckerchannel-Fazit

In diesem Vergleichstest gibt es keinen "Testsieger". Beide Labeldrucker zeigen gute Ergebnisse und haben beide ihre Vor- und Nachteile.

In Sachen Handhabung mit dem Drucker und den Etiketten hat der Brother QL-570 die Nase vorn. Der Wechsel der Etikettenrollen geht leichter von der Hand; Papierführung und Bedienelemente sind besser gestaltet als beim Konkurrenten. Weitere Pluspunkte sind die automatische Schneideeinheit und der "echte" Aus-Schalter, der das Gerät komplett vom Netz trennt. Dafür erfordert die Software eine deutlich höhere Einarbeitungszeit.

Die Handhabung des Dymo Labelwriter 450 ist wegen der losen Etikettenrollen und der fehlenden Schneideeinheit ein wenig unkomfortabler als beim Brother. Dafür punktet er mit seinem deutlich höheren Drucktempo, einer trotz komplettem Funktionsumfang sehr eingängig zu bedienenden Software, einer größeren Auswahl an Labelformaten und nicht zuletzt mit dem etwas gefälligeren und kompakteren Gehäuse.

06.09.11 17:47 (letzte Änderung)
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1Kleben und kleben lassen
2Installation und Handhabung
3Software und Treiber
4Das Angebot an Etiketten
5Qualität und Tempo
6Testergebnisse und technische Daten

28 Wertungen

 
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