Endlich hat sich auch Samsung zu einem Touchscreen bei seinen CLX-Geräten durchgerungen. Schade, dass das Touchscreen nur dann reagiert, wenn man mit dem Finger entweder recht stark aufs Display drückt oder länger auf der entsprechenden Stelle bleibt - das geht bei HPs Touchscreen viel leichter. Zudem ist das Samsung-Display nicht schwenkbar.
Das komplett neue Samsung-Druckwerk hat wie Brother, Canon und HP eine Schublade, über die man schnell und einfach die vier Tonerkartuschen tauschen kann - dank Kombikartuschen geht kein Tonerstaub daneben.
Gegenüber dem Brother hat der Samsung die deutlich bessere Druckqualität. Auch bei der Ausstattung punktet der Samsung mit Touchscreen, Wlan und mehr Speicher. Dafür fehlt dem Samsung der vollduplexfähigen Dokumenteneinzug, mit der der Brother punkten kann.
Das Brother-Multifunktionsgerät hat in diesem Test bewiesen, dass die Druckkosten auch bei Farblasern nicht hoch sein müssen - es ist das Gerät mit den geringsten Unterhaltskosten im Vergleichstest.
Die Bedienung ist unkompliziert, auch wenn sich Brother noch nicht zu einem Touchscreen durchringen konnte, wie es HP und Samsung bieten. Schade, dass die Druckqualität zu wünschen übrig lässt - wer viel Wert auf gute Farbdrucke legt, sollte lieber zum Samsung oder HP greifen. Dafür liegt das Drucktempo durchweg auf hohem Niveau.
Ein besonderer Vorteil: Der vollduplexfähige Brother-Vorlageneinzug (DADF) kann ein Blatt Papier in einem Rutsch von beiden Seiten einlesen, weil er unten und oben eine Scanzeile besitzt. Damit arbeitet der Brother besonders schnell. Andere duplexfähige Vorlageneinzüge (Canon, HP, Oki und Samsung) müssen das Blatt umdrehen, was viel Zeit kostet. Dell, Epson und Xerox können das Blatt gar nicht wenden - hier muss man es von Hand umdrehen.
Durch die vielen Funktionen bei einem Multifunktionsgerät ist die Bedienung meist kompliziert. HP hat das mit einem recht großen Touchscreen gelöst - so ist der Umgang mit dem Gerät besonders unkompliziert. Der HP ist das einzige Gerät im Test, das auch von einem User aus dem Rollstuhl gut bedienbar ist, weil man über das schwenkbare Display alle Einstellungen vornehmen kann.
Der Tausch der vier Verbrauchsmaterialien ist durch die Tonerschublade genauso einfach wie bei Brother, Canon und Samsung - man zieht eine Schublade aus dem Drucker und hat alle vier Verbrauchsmaterialien vor sich. Weil die Tonerkartuschen auch die Bildtrommeln enthalten, gibt es nur vier Verbrauchsmaterialien. Die Bildtrommeln wandern man mit jedem Tonertausch in den Müll.
Durch die insgesamt sehr einfache Bedienung und die ordentliche Ausstattung mit DADF, Wlan, ePrint, Smartphone-App und der Auszeichnung "Blauer Engel" erreicht der HP-Farblaser ein "Gut". Die S/W-Tonerpatrone sollte HP günstiger anbieten, um die Textdruckkosten auf ein verträgliches Niveau zu drücken.
Der Oki hat ein klappbares Display - so kann man es immer in die optimale Position bringen. Nicht klappbar ist aber die Bedienkonsole mit den vielen Tasten - so haben Rollstuhlfahrer kaum eine Chance, das Gerät zu bedienen.
Im Inneren des Druckers werkeln (wie auch beim Brother) sieben Verbrauchsmaterialien. Beim Auswechseln von Tonerkartuschen geht immer wieder Tonerstaub daneben. Ebenfalls störend sind die farbstichigen Ausdrucke.
Positiv ist die dreijährige Herstellergarantie, die in diesem Vergleichstest nur noch Brother anbietet.
Dell 2155cdn, Epson Aculaser CX29DNF und Xerox Workcentre 6505V/DN
Weil die drei Drucker von Dell, Epson und Xerox mit der gleichen Druck-Engine arbeiten (Fuji-Xerox-Druckwerk), sind sich die Geräte sehr ähnlich. Sogar die Drucker- und Scannertreiber sehen quasi identisch aus. Nur das Druckergehäuse ist leicht abgewandelt - Dell ist schwarz und etwas kantiger, Epson ist grau und Xerox hat eine Kombination aus grau/blau gewählt. Die Tonerkartuschen, die augenscheinlich gleich aussehen, kann man nicht untereinander tauschen, weil sie mit einem Chip kodiert sind.
Ein Blick hinter die Bildtrommeleinheit zeigt eine Menge freien Tonerstaub im Gerät. Auch beim Tonerwechsel geht Toner daneben - das haben andere Hersteller (mit Ausnahme von Oki) besser gelöst.
Ein Alleinstellungsmerkmal haben die drei Modelle: Sie arbeiten mit einem CCD-Scanner, der auch dann noch scharf einscannen kann, wenn die Vorlagen nicht plan auf dem Scanner liegen - zum Beispiel das Ziffernblatt der Uhr oder die Mitte eines aufgeschlagenen Buches. Das können die anderen Gerät im Test wegen ihres CIS-Scanners nicht.
Beim Canon lässt sich der Toner schnell und einfach über eine Schublade wechseln (ebenso beim Brother, HP und Samsung). Die Ausdrucke wirken allesamt zu blass. Größtes Manko ist unserer Meinung nach die recht umständliche Bedienung: Bei vielen Tasten weiß man nicht, was sie bedeuten - ohne Handbuchstudium läuft da nichts. Gleiches gilt für viele kryptische Displaymeldungen wie etwa "Aufwärmschritte anzeigen". Zudem passt nur ein Teil des Textes in das Display - der Rest des Texte scrollt im Schneckentempo durch - da ist Geduld angesagt.
Canon ist der einzige Multifunktions-Farblaser im Test, der nur mit GDI ausgestattet ist. Canon nennt die Druckersprache UFRII-LT (Ultra Fast Rendering). Dabei übernimmt der PC die Verarbeitung der Druckdaten. Bei den anderen Testkandidaten macht das der Drucker mit den Sprachen PCL oder Postscript selbst.
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