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Oki MC562w meldet immer Papierstau 381

Oki MC562dnw▶ 3/21

Frage zum Oki MC562dnw

Multifunktionsdrucker (Laser/LED) mit Kopie, Scan, Fax, Farbe, 30,0 ipm, 26,0 ipm (Farbe), 1.200 dpi, PCL/PS, Ethernet, Wlan, Duplexdruck, Duplex-ADF (50 Blatt), 2 Zuführungen (350 Blatt), Display (8,9 cm), kompatibel mit 44469704, 44469705, 44469706, 44469722, 44469723, 44469724, 44469803, 44472202, 44472603, 44968301, 44973508, 2013er Modell(mehr Daten)
von
Guten Abend, ich habe vor einer Weile den oben genannten Oki geschenkt bekommen und war super glücklich. Bis vor kurzem. Seit einer Weile führt jeder Druckversuch zu Fehler 381. Das Blatt liegt mit unfixiertem Toner im Drucker, so wie auf dem Bild zu sehen. Es macht auch keinen Unterschied ob ich den Einzelblatt Einzug oder das Fach nutze.

Hat hier zufällig jemand einen Tipp :)

Liebe Grüße Christian
von
Hier liegt möglicherweise ein Service Fall vor.

Die Fehlermeldung 381 beschreibt einen Papier Stau auf dem Transport belt (Transport jam). Eine Anleitung zur Behebung des Papierstaus findest Du in [1], S. 7-59 bis 7-60 bzw. pdf- S. 251-252. Aber soweit bist Du offenbar schon selbst gekommen.

Die auszuführenden Fehlerdiagnose-Schritte des Troubleshooting Procederes sind in [1], S. 7-68 bis 7-70 bzw. pdf-S. 260-262, Abschnitt 7.5.5.(6): "Paper running jam (error code 381)" ausführlich beschrieben. Hierzu zählen:

1.) Überprüfung des Sensor Fühlers des Write Sensors (WR sensor) auf Beschädigungen und einwandfreie oder abnormale Bewegung/Beweglichkeit sowie seiner Verdrahtung und Anschlüsse auf Beschädigungen und Verschmutzung. Ggf. ersetzen.

Der WR Sensor sitzt hinter dem Registrierungs Roller und der Registration Clutch, direkt
bevor das Papier auf den Transportbelt zu den Drums gelangt (S. 2-7, pdf-S. 44, Fig. 2-1 und S. 5-17, pdf-S. 164, Fig. 5-1).

Falls Du dort nicht fündig wirst, kannst Du auch mal den Exit Sensor überprüfen. Wenn der Exit Sensor defekt ist, hätte laut SM aber eigentlich nicht der Error 381, sondern der Error 382 geworfen werden müssen ([1], S. 7-71, pdf-S. 263). Aber mitunter gehen Service Anleitungen auch knapp am Ziel vorbei. Daher sieh ihn Dir sicherheitshalber ruhig mal mit an.

Ebenso der Entrance Sensor (IN sensor). wenn der IN Sensor defekt ist, hätte laut SM aber eigentlich nicht der Error 381, sondern der Error 390 geworfen werden müssen ([1], S. 7-67, pdf-S. 259).

Die verschiedenen Jam-Typen und die sie auslösenden Sensoren sind auf S. 7-54, pdf-S. 246 rechts unten dargestellt. (Bei Bedarf kann vom Service Personal ein Switch Scan Test S. 5-17, pdf-S. 164 durchgeführt werden.)

2.) Ausschluss eines Motorschadens des Paper feed motor, Belt motor oder ID Motor oder Fuser motor einschließlich Kontrolle der jeweiligen Verkabelung und Anschlüsse. Service Personal kann hierzu auf den Motor & Clutch Test der o.g. Motoren im Self-Diagnostic mode zurückgreifen. Defekten Motor ggf. ersetzen.

3.) Ausschluss eines Board Schadens Spannungsüberprüfung an verschiedenen Anschlüssen des CU/PU-Boards. Defektes CU/PU-Board ggf. ersetzen.

4.) Überprüfung der ermittelten Temperatur der Heizwalze im Self-Diagnostic Mode. Ggf. Austausch der Fuser unit und/oder des CU/PU-Boards, je nachdem, was sich als ursächlich dafür erweist.

5.) Überprüfung, ob die Fixiereinheit ordnungsgemäß eingebaut ist. Ggf. erneut korrekt einsetzen. Falls dies keinen Erfolg bringt, und andere Ursachen (1. bis 4.) ausgeschlossen sind, Austausch der Fuser unit.

Der Austausch von Verbrauchseinheiten oder Ersatzteilen wie dem Transport Belt oder der Fixiereinheit oder des CU/PU-Boards kann das Zurücksetzen entsprechender Zähler und Ersetzen von Sicherungen nach sich ziehen. Dazu ist u.U. der Zugang in den Maintenance Mode erforderlich. Das Ersetzen des CU(PU Boards kann darüber hinaus zusätzlich die Durchführung von Initialisierungen und Adjustierungen erfordern. Dazu kann u.U. die Verwendung des OKI Maintenance Utility Programs erfoderlich werden, das lediglich dem OKI Service Personal zugänglich ist. Spätestens wenn dieses Tool erforderlich wird, kommt man um das Einschalten des OKI Vertragsservices i.d.R. nicht mehr herum.

Da das Papier hinter den Trommeln tonerbeladen auf den Transportbelt liegen bleibt, ist ein Schaden des Paper Feed Motors, Belt Motors oder ID Motors oder des Getriebes nicht unwahrscheinlich. Falls es sich kaum bewegen lassen sollte, solltest Du Dir das Getriebe und den Transport Belt mal näher ansehen, wo die Ursache liegt bzw. welche Einheit betroffen ist und ggf. ausgetauscht werden muss.

Allerdings ist im anhängenden Scan lediglich eine Linie auf dem Blatt zu erkennen und ich kenne die zu druckende Vorlage nicht. Falls der Bildgebungsprozess gar nicht durchlaufen, sondern schon im Ansatz gestoppt wird, hast Du vielleicht Glück, dass nur der Fühler des WR Sensors oder ein anderer der o.g. Sensoren ursächlich ist.

Der Zugang in den Maintenance Mode ist in [1], S. 5-2, pdf-S. 149 beschrieben. Der Zugang in die Self-Diagnostic Modes in [1], S. 5-13 bis 5-16 bzw. pdf-S. 160-163. Diese Wartungsmodi sind aber eigentlich nur für Service Personal gedacht, weil man darin auch sehr leicht unbemerkt oder versehentlich etwas verstellen kann, was dann anschließend u.U. nur noch sehr schwer oder gar nicht mehr wieder rückgängig gemacht werden kann. Darin sollte man daher nur mit äußerster Vorsicht agieren.

Literatur:
-----------
[1] SM: data2.manualslib.com/...
Beitrag wurde am 27.12.25, 09:39 Uhr vom Autor geändert.
von
Vielen vielen Dank für diese ausführliche Hilfe. Werde es zeitnah angehen 😊
von
Bist Du Endanwender oder Techniker?
von
Falls Du Endanwender bist, beachte bitte in jedem Falle alle Sicherheitshinweise des Service Manuals. Denke u.a. bitte daran, das Gerät (insbes. die Fixiereinheit: Verbrennungsgefahr) ausreichend abkühlen zu lassen, bevor Du dabei gehst, und den Netzstecker zu ziehen, nachdem Du den Drucker ausgeschaltet hast. Warte bitte unbedingt auch die Entladungszeit ab, die das Gerät benötigt, bis alle Kondensatoren entladen sind, bevor Du das Gerät öffnest. Sonst besteht Stromschlaggefahr beim Arbeiten selbst im vom Stromnetz getrennten Gerät. Je nach Hersteller werden diesbeüglich unterschiedliche Zeitdauern angegeben. Eine halbe Stunde sollte aber wohl ausreichend sein.

Erde Dich bitte vor Berührung elektronischer Bauteile und Platinen, beispielsweise durch Berühren einer Schraube einer geerdeten Gerätekonstruktion oder geerdeter Hausinstallationen, um Schäden an den Boards und Bauteilen durch elektrostatische Entladung vorzubeugen.

Und denke bitte daran, dass die Photoleiter der Trommeleinheit nicht länger als 5 Minuten Licht im Laufe ihrer Lebenszeit abbekommen dürfen. Daher lege sie bitte sofort nach der Entnahme aus dem Gerät in einem staubfreien, lichtdichten Behälter oder Karton ab, wenn Du sie ausbaust.
von
Hallo Marker-Studi,
nochmals vielen Dank für deine Hilfe.
Ich bin technisch sehr versierter Hobbyschrauber.

Drucker wird natürlich jedes Mal stromlos gemacht, lange genug gewartet und die Trommeleinheit kommt in einen Karton.

Da ich ein pflegebedürftiges Kind habe, ist meine Zeit zum Reparieren sehr limitiert. Werde also nicht alles heute schaffen.

Das Papier im Drucker ist genau so in dieser Position hängen geblieben. Anbei ein Bild wie es in der Fixiereinheit hängen bleibt. Weiß war es nur, da ich schnell für dieses Foto einen Scan der leeren Platte gemacht habe. Ansonsten bleibt der Toner passend, aber unfixiert auf dem Papier.

Die Fühler der Sensoren sind leichtgängig und unauffällig.

Liebe Grüße Christian
von
Hallo @hungry.knight ,

mir stellen sich da noch einige Fragen, wenn ich die Fotos sehe, weil ich nicht weiß, wie sie genau zustande gekommen sind.

Mit "leerer Platte" meinst du vermutlich das Vorlagenglas des Flachbettscanners unter dem ADF, richtig?

Stammt die horizontale, grau-schwarze Linie auf dem Papier von einer Verschmutzung des Vorlagenglases? Oder erzeugt der Drucker sie von sich aus? Ist sie ein ungewollter Abdruck eines vorangehend ausgedruckten Motivs (sog. Offset-Druck, Ghosting)? Oder war die horizontale Linie schon auf dem Blatt, als Du es hast einziehen lassen, weil Du kein frisches Papier mehr beim Testen vergeuden willst? Oder handelt es sich um liegengebliebenen Waste Toner, der aufgrund des Papierstaus nicht mehr in die Resttonerfalle (Waste Toner Area) der BK-Kartusche abtransportiert werden konnte gemäß [1], S. 2-4, pdf-S. 41?

Verwendest Du Originalkartuschen von Oki oder Fremdtoner? Falls Letzteres, mit wiederbefüllten Originalkartuschen, oder handelt es sich um nachgebaute Kartuschen des Fremdtonerherstellers?

Und handelt es sich um eine Original Oki Fixiereinheit? Wurden der Heatroller oder der Fuser Belt schon einmal ausgetauscht?

Falls das Papier tatsächlich stets so in der Fixiereinheit stecken bleibt wie im Bild von Beitrag #5 und stets dabei der Fehlercode 381 ausgeworfen wird, würde sich das Troubleshooting auf den Teil "(6-4) Jam occurs immediately after paper has reached the fuser." auf der rechten Hälfte der Seite 7-70 bzw. pdf-S. 262 aus [1] reduzieren. Dann wäre die Ursache im Bereich des Fuser Motors oder dessen Steuerung (PU/CU-Board) oder der Temperatursteuerung der Heizwalzen-Drehgeschwindigkeit (Fuser Unit oder PU/CU-Board) oder einem nicht korrekten Sitz/Einbau der Fixiereinheit zu suchen.

Hat sich das Papier in der Fixiereinheit geringfügig verkantet und sitzt ein bißchen schief und wellig darin? Oder ragt es auf beiden Seiten exakt gleich weit in Richtung Ausgang aus der Fixiereinheit heraus und sitzt absolut gerade und parallel zu den Rändern? Lässt sich das Papier leicht aus der Fixiereinheit entfernen? Oder lässt es sich erschwert ablösen und weist leichte Bügelfalten auf? Ist die Fixiereinheit durch nicht fixierten Toner verschmutzt?

Und wie sieht die Beschichtung der Heizwalze (Heat roller) aus? Sind Beschädigungen der Teflonschicht und/oder eingebrannte Tonerreste auf ihr zu erkennen?

Mache gerne einmal Scans oder Fotos der vollständigen Vorder- und Rückseite des gestauten Blattes, nachdem Du es aus der Fixiereinheit entfernt hast, und lade es hier hoch. Vielleicht können wir daran schon etwas sehen, das uns Aufschluss über den Zustand der Fixiereinheit gibt.

Die Temperatur der Heizwalze soll im Self-Diagnostic Mode gemäß [1], S. 5-13 bis 5-14 bzw. pdf-S. 160-161 kontrolliert werden können. Mir fallen da einerseits im Engine Status Display die Heater temperature und der Side thermistor auf. Aber auch der Fuser motor constant-speed timer value and die Target fuser temperature in der Motor control evaluation function. Und die Zeilen "HT thermister" im Switch Scan und "Fuser Motor" im Motor & Clutch Test in [1], S. 5-15, pdf-S. 162. Wenn Du die Begriffe "heater" und "thermistor" in die Textsuche des Manuals eingibst und Dich von diesen durch das Service Manual führen lässt, kommst Du an zahlreichen Abbildungen vorbei, denen Du entnehmen kannst, wo an welchen Walzen Heater und Thermistoren zu finden sind und welche Bezeichnungen ([1], S. 8-5, pdf-S. 286) und Funktionen ([1], S. 2-4, pdf-S. 41) sie haben. Auch die Funktionsbeschreibungen und Texte der Fehlermeldungen, an denen die Suche halt macht, sind z.T. sehr aufschlussreich. Leider wird auf S. 7-70, pdf-S. 262 keine exakte Anleitung gegeben, wie mithilfe des Self-Diagnostic Mode eine abnormale bzw. ungewöhnlich hohe Temperatur gemessen werden kann. Möglicherweise sind die Menüs und Funktionen des Self-Diagnostic Mode aber auch einfach selbsterklärend, so dass es einer detaillierteren Anleitung gar nicht bedarf.

Falls eine IR-Detektor-Pistole zur Oberflächentemperaturmessung oder eine Wärmebildkamera bzw. ein Smartphone mit einer entsprechenden Funktion vorhanden ist, könnte man eine abnorme Temperatur oder Temperaturverteilung am Heatroller mit etwas Übung vielleicht auch damit feststellen, könnte ich mir vorstellen.
Beitrag wurde am 28.12.25, 21:46 Uhr vom Autor geändert.
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