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WF-6590: Fehler 0x9A

Epson Workforce Pro WF-6590DWF▶ 10/22

Frage zum Epson Workforce Pro WF-6590DWF

Multifunktionsdrucker (Pigmenttinte) mit Kopie, Scan, Fax, Farbe, 24,0 ipm, PCL/PS/PDF, kein Randlosdruck, Ethernet, Wlan, Duplexdruck, Dual-Duplex-ADF (50 Blatt), 2 Zuführungen (580 Blatt) + Bypass, Touch-Display (10,9 cm), kompatibel mit T6712, T9071, T9072, T9073, T9074, T9081, T9082, T9083, T9084, 2015er Modell(mehr Daten)
von
Hallo zusammen,

vor zwei Tagen fiel unvermittelt, während ich am Schreibtisch saß, der Strom aus. Nach kurzer Prüfung stellte sich heraus, dass der Strom nicht insgesamt ausgefallen, sondern lediglich die Sicherung in einem bestimmten Wohnbereich herausgesprungen war. Der Drucker (WorkForce Pro WF-6590) war während des Ausfalls an, aber nicht in Benutzung, druckte also nichts oder dergleichen.

Als ich die Sicherung wieder einschaltete und der Strom in Folge wieder kam, meldete sich der Drucker mit einem roten Fehlerbildschirm und der Meldung:

"Druckerfehler. Gerät aus- & wieder einschalten. Infos - siehe Dokumentation. Fehlercode:0x9A"

Seitdem kann ich nicht mehr drucken. Möchte ich ein Dokument vom Computer aus drucken (Windows 10), kommt nach kurzer Zeit die Meldung des Epson Status Monitors: "Fehler Code: 9A." und dann (Meldungen wechseln im Status Monitor hin und her): "Kommunikationsfehler. Mögl. ist ein nicht korrekt. Prod. ausgew." und ein Tipp zum beheben (sinngemäß "Druckauftrag abbrechen, nochmal neu verbinden"). Der Status der Tintenpatronen kann offenbar nicht abgerufen werden (Füllstandsanzeige ausgegraut).

Beim Einschalten des Geräts kommt immer wieder diegleiche Fehlermeldung. Das Drücken von Tasten am Gerät bleibt ohne Effekt, es kommt lediglich die Meldung "Diese Aktion ist ungültig."

Dabei klingt der Drucker beim Einschalten wie immer, die soft- und hardwäreseitigen Geräusche (Dingdong, fahrender Schlitten und ähnlich) scheinen nicht defekt. Über die Scansoftware kann ich auch nachwievor einwandfrei scannen.

Nach einer ersten Recherche befürchte ich bereits schlimmes. 0x-Fehler scheinen immer hardwareseitig zu sein. Die einfachsten Tipps, die man bzgl. des 0x9A findet, wie "Schlitten manuell nach links schieben" oder "Rädchen am Druckkopf drehen", konnte ich garnicht erst ausführen, da ich den genannten Schlitten (weiß?) nicht identifizieren konnte und auch am einzigen Rädchen, das ich sehe, nichts beweglich zu sein scheint. Möglicherweise beziehen sie sich auch auf andere Epson-Modelle. Prüfung/Aus-/Einbau des Netzteils, des Druckkopfs oder der Platine o.ä. scheint, zumal ohnes technisches Geschick, keine Kleinigkeit zu sein, eine Reparatur ohne selbst Hand anzulegen oft wirtschaftlich sinnlos.

Ich habe die Software "WIC Reset Utility" ausgeführt, das Ergebnis-Log habe ich als Bild angehangen. Es wird korrekt der "fatal error code" 0x9A ausgelesen. Wie zutreffend (oder generisch) die Aussage "Circuit error or blowout of a fuse. Main board failure" in meinem konkreten Fall tatsächlich ist, kann ich nicht beurteilen (Heißt: Ist das jetzt tatsächlich bei mir der Fall oder die generische Definition dieses Fehlers, der aber ja offenbar bei anderen auch schon durch Fehler in der Schlittenposition oder fehlerhafte Patronen ausgelöst wurde).

Bei Stromausfall bzw. einer herausgesprungenen Sicherung liegt es natürlich trotzdem nahe, dass etwas am Mainboard oder Netzteil ist, vielleicht eine interne Sicherung, die "durchgebrannt" ist o.ä. Tatsächlich stelle ich mir auch die Frage, ob es die Sicherung in der Wohnung ist, die zuerst rausgesprungen ist (Ursache wäre unklar) oder ob nicht vielmehr der Drucker selbst eine Art Kurzschluss o.ä. ausgelöst hat. Der Moment des Stromausfalls ging nicht komplett still vonstatten, es hat zwar auch nicht geknallt o.ä., aber ich meine, ich bin mir da etwas unsicher, dass es am Drucker ein "Geräusch" gegeben hätte, vielleicht so wie früher das Blitzlicht bei älteren Fotoapparaten.

Ich habe den Drucker im Oktober 2017 gekauft und er ist mir seitdem eine große, tägliche Arbeitshilfe, auf die ich auch angewiesen bin. Gehalten hätte er damit bis jetzt etwa 7,5 Jahre.

Mein Beitrag ist eine letzte Hoffnung, ob noch jemand hier im Forum Tipps oder Lösungsansätze hat, die ich noch nicht bedacht habe. Ich bin einigermaßen ratlos. Auch wenn jemand einen Reparaturservice kennt, der in solchen Fällen möglicherweise helfen kann, wäre ich sehr dankbar (Raum Berlin, vermutlich käme ich um einen Vor-Ort-Service zu Hause nicht/kaum herum, da ich im x-ten Stockwerk wohne und der Transport des großen Geräts problematisch würde). Im Zweifel muss ich sehr bald auf die Suche nach einem Alternativgerät gehen, das dann aber in einem anderen Beitrag.

Ich freue mich über jeden Rat und Hilfe.

Viele Grüße
von
Gemäß des RM ähnlicher Varianten Deines Druckers [1], S. 21 steht der Fehlercode 0x9A für folgende(n) Fehlernamen und -ursachen:

0x9A Circuit error (include blowout of a fuse)
• Main board failure
• Power board failure
• Printhead failure
• Printhead FFC failure

Diese Bauteile und Kabel könntest Du Dir mal nach Auffälligkeiten ansehen wie Schmauch, Verrußung, Verpuffung, verkohlte Kontakte, aufgeblähte oder geplatze Bauteile, ausgetretene weißliche Flüssigkeit aus elektronischen Bauteilen o.Ä.

Es spricht einiges in Deiner Beschreibung für einen "Error indicated during
Power-on Sequence" ([1], S. 12, 13: (2)): Fatal Error 0x9A (Printer) sowie Ink cartridge detection error. Um der Fehlerursache auf die Schliche zu kommen, könnte es u.U. hilfreich sein, wenn Du anhand Deiner Wahrnehmungen nach dem Einschalten versuchen könntest herauszufinden, bis zu welchem Punkt der Drucker nach dem Anschalten der Power-On Sequenz zu folgen in der Lage ist, indem Du Dir mal die Seiten 12 bis 17 des RM [1] anschaust, sofern Dir deren Darstellung nicht zu technisch ist:
- Funktioniert nur das Scannen vom Flachbett noch über die Scanner-SW, oder auch das Scannen über die Scanzeile des ADF, sprich funzt der ADF noch?
- Bricht die Power-on Sequence auf S. 15 am Punkt "2. Printhead initialization and fuse inspection" ab, oder läuft sie weiter? Und wenn ja, wie weit? Könnte es sich bei den abnormen Geräuschen, die Du gehört hast, um solche wie auf S. 14 beschrieben gehandelt haben?

Die Fehlermeldung: "Kommunikationsfehler. Mögl. ist ein nicht korrekt. Prod. ausgew." mit einem zugehörigen Tipp zum beheben (sinngemäß "Druckauftrag abbrechen, nochmal neu verbinden") bzw. eine englischsprachige Übersetzung konnte ich in [1] leider nicht finden. Das könnte vielleicht daran liegen, dass es sich nicht um das RM Deines Druckers handelt, sondern ein RM ähnlicher Varianten. Es wird dort gleichwohl eine Vielzahl von Kommunikationsfehlern beschrieben. Wenn Du magst, kannst Du gerne mal schauen, ob Du mehr Glück hast und die Beschreibung des Dir angezeigten Kommunikationsfehlers darin finden kannst. (Und jeder andere, der hier mitliest, auch gerne. Vielleicht habe ich etwas übersehen bzw. noch nicht die richtige Idee gehabt, wie ich suchen kann.) Dies könnte insofern hilfreich sein, als sich dort dann Beschreibungen des Lösungsweges zur Behebung des Fehlers finden könnten, bzw. was i.d.R. ganz genau kaputt gegangen ist, wenn die dieser Fehler geworfen wird.

Leider konnte ich in [1] auch kein Bild oder Diagram entnehmen, in dem die Sicherung (Fuse) dargestellt ist bzw. deren Platzierung im Gerät hervorgeht. Geben sollte es im Bereich des Netzteils oder einer sich daran anschließenden Einheit aber eine, denn die Beschreibung der Fehlermeldung 0x9A stellt es ja so dar.

Die Power Supply Unit wird behandelt bzw. dargestellt in [1], S. 46, 109, 110, 144, 149, 150).

Das Main Board wird behandelt bzw. dargestellt in [1], S. 13 ,18, 21, 22, 98, 186, 232-237.

Der Druckkopf (Printhead) wird behandelt bzw. dargestellt in [1], S. 14-17, 47, 21, 111, 114, 129, 245, 248, 250, 256, 276. Der Druckkopf sitzt auf einem Schlitten der Carriage Unit (CR unit), mit dem er horizontal auf der gut gefetteten Transport-Schiene gleitet und so über das zu bedruckende Blatt geführt wird (S. 129). Wenn nicht gedruckt wird, fährt der Schlitten auf eine Parkstation im Randbereich des Druckers.

Das Printhead FFC-Kabel ist auf S. 100, 101, 114, 115, 123, 125, 126 sowie auf S. 47 in Fig. 2-5 schematisch dargestellt (E). Die Parkstation und ihr Waste Ink Pad (H) mit dem eingeparkten Druckkopf (F) sind rechts oben unterhalb der Legende noch einmal vergrößert hervorgehoben. Die Positionsbestimmung des Druckkopfes entlang der CR-Schiene erfolgt mittels eines definierten Strichgitters auf einem transparenten Encoder-Streifen (auch CR-Skale (D) genannt oder CR-Timing Belt, S. 128), der parallel zur Schiene aufgespannt ist und vom CR Encoder Sensor abgetastet wird (S.283).

Den genauen Ursachen von Power-On Fehlern bei Tintendruckern auf die Schliche zu kommen, ohne das Gerät vor sich zu haben und testen zu können, ist schwierig und entsprechend zeitaufwendig. Wenn die Zeit drängt, weil das Gerät beruflich benötigt wird, oder es Dir technisch oder sprachlich zu aufwendig wird, kannst Du das Gerät natürlich auch gleich einer Reparaturwerkstatt anvertrauen, damit es schnell geht. Ob sich eine Reparatur überhaupt lohnt, lässt sich allerdings erst sagen, wenn man die Ursache hinreichend eingegrenzt hat. Der Austausch eines FFC-Kabels wäre selbstverständlich viel schneller und kostengünstiger möglich als der Austausch eines teuren Druckkopfes oder eines Mainboards, nach denen jeweils auch noch Initialisierungs- bzw. Justierungsprozeduren durchzuführen sind.

[1] RM 8590: pdfcoffee.com/...
Beitrag wurde am 08.06.25, 12:00 Uhr vom Autor geändert.
von
Ich werde jetzt mal gegen @Marker-Studi seinen langen Text was kurzes rein
Ich würde glatt sagen Sicherung F1 oder meist, für die Drucker Serie bekannt, Netzteil defekt.
von
Hallo @theophilus!
Den Hinweis von Kisugi halte ich für sehr hilfreich. Man findet tatsächlich viele Hinweise auf defekte Netzteile oder Sicherungen als Ursache des 0x9A Circuit errors. Wobei wohl Sicherungen sowohl auf dem Mainboard als auch dem Power Board in Betracht kommen können. Diese können zwar einfach durch Austausch gegen eine neue Sicherung behoben werden, aber man muss dazu auch erstmal an die Boards herankommen. Dazu sind eine Reihe von Disassembly-Schritten nötig, wie in [1], Kap. 2 aufgeführt. Und an neue Sicherungen. Solche werden für Endkunden von seriösen Händlern für Epson Workforce Pro Drucker augenscheinlich kaum angeboten. Ich fand nur vereinzelte Angebote bei Aliexpress und Alibaba, die alle leider nicht für Dein Druckermodell spezifiziert sind.

Wenn Du bislang keine Erfahrung darin hast, das Gerät zu zerlegen und Sicherungen oder das Netzteil auszutauschen, solltest Du dies m.E. vielleicht besser einer Fachwerkstatt überlassen, die alles da hat, was sie dafür braucht. Die Händler- und Service-/Reparatur Werkstätten-Suche von Epson unter: neon.epson-europe.com/... lieferte mir in Berlin eine Vielzahl von Fachwerkstätten. Vielleicht haben @Kisugi oder @budze dieszüglich auch noch weitere Tipps aus Berlin, die sie Dir ans Herz legen können.

Die Explosionsdiagramme von GEDAT für den WORKFORCE PRO WF-R8590 (www.gedat-spareparts.com/... .pdf) wie auch den WORKFORCE PRO WF-R6090/6091 (www.gedat-spareparts.com/... .pdf) zeigen unter der Referenznummer 300 deren jeweilige Power Supply Board Assy. Auch dargestellt in [1], S. 46, Fig. 2-4 in orange unter dem Buchstaben (A); unter (G) hingegen gegenüber die Mainboard unit mit dem Main Board (F). Die Netzteile für den 8590 liegen neu bei ca. 110 (www.gedat-spareparts.com/...) bis 120 Euro (www.gedat-spareparts.com/...), die des 6090 / 6091 ebenfalls. (Achtung: Deren Teilenummern passen vermutlich nicht in Deinen WF-6590, das müsste man zumindest erstmal prüfen bzw. bei Gedat erfragen.) Die Sicherungen kosten nur Cent-Beträge. Ausschlaggebend für die Kosten der Reparatur ist vorrangig der Arbeitslohn. Den solltest Du vorab erfragen und mehrere Angebote einholen und vergleichen.

Wenn die Power-On Sequence stets an der in [1], S. 15 unter Punkt "2. Printhead initialization and fuse inspection" genannten Stelle abbricht, würde dies m.E. dafür sprechen, dass die geteste Sicherung ausgetauscht werden müsste und danach wieder die korrekte Tintenstände angezeigt werden könnten, wenn dort eine geschmolzene Sicherung vorgefunden würde.

Ein paar Beispiele für das Aussehen solcher Sicherungen und entsprechende Angebote bei ebay, Aliexpress und Alibaba für andere Drucker findest Du hier:

DC-Forum "Sicherung auf dem Mainboard"
www.ebay.at/...
de.aliexpress.com/...
de.aliexpress.com/...
de.aliexpress.com/...
german.alibaba.com/...

Im ersten Link wird auch eine Gelegenheit genannt, bei der es zum Kurzschluss und Durchschmelzen der Sicherung gekommen sein soll: beim Einsetzen einer Fremdtintenpatrone. Speziell für Deinen Drucker und dessen o.g. Varianten fand ich leider keine Angebote von Sicherungen. Die Fotos der Boards im RM [1] sind leider zu unscharf, als dass man dort sicher die Position der Sicherungen erkennen könnte, wenn man nicht schon aus anderen Quellen weiß, wo sie sich befinden. Auch werden im RM [1] leider keine Teilenummern oder sonstige nähere Angaben zu den Sicherungen aufgeführt.

Für das Auswechseln der Power Supply Unit sowie Inspezieren und ggf. Kalibrieren wird in [1], S. 41 eine Zeit von 17 Minuten veranschlagt. Mit sehr viel Routine mag das vielleicht möglich sein. Als Neuling braucht man sicherlich mehrere Stunden und vorher wochenlange Vorbereitung, bis man alles zusammen hat, was man braucht.
Beitrag wurde am 08.06.25, 19:25 Uhr vom Autor geändert.
von
Das die Sicherungen nicht aussehen wie die Original ist irrelevant solange die werte passen.
Und hier ist das problem denn durch die SMD Technik die deviese der Größe von unter 1 mm haben. Ist nicht viel Platz zum Drucken. Da den passenden werd zu finden ist fast unmöglich.
Man bräuchte schon den Schaltplan. Oder man fängt klein an.

Im Netzteil sind, nach Recherchen, meist paar Kapazitäten abgeraucht. Aber mehr Infos habe ich dazu auch nicht.

Ich hatte mal vor Jahren nen WF-2750DWF dem ist der DK abgeraucht durch Feuchtigkeit (richtig abgebrannt) da gab's erst nen C1 oder so ähnlich was auf die Patronenen Erkennung oder fehlender DK? hin wies danach den 9A. Hier war Dann Sicherung F1 durch.
Habe mir ein weiters Modell mit dem Fehler 9A besorgt.
Da war durch falsche zusammenstecken der FFC? Oder FCC Kabel ein Schluss verursacht worden, den habe ich beseitigt die Sicherung F1 erneuert, sollte 500mA sein, danach ging der Drucker wieder DK war so leer das der ne Initial Befüllung brauchte. Mein Drucker hatte dann mit einem anderen DK aus dem 2760 auch nach sicherungs Tausch auch wieder gearbeitet.
Lange Rede.

Hier ist es so das bei den Fehler wenn ich den Vergleich ziehe. Alles was am Kopf hängt betroffen sein kann.
Des weiteren ist es so das eine Sicherung selten ohne Grund auslöst. Die Ursache muss beseitigt werden. Fragt sich nur welche. So wie nun gesagt bei den Modellen von @theophilus scheint es voranig das Netzteile zu sein. @Marker-Studi hat zum zerlegen genug Infos gebracht denke ich. Ich gab nur den elektrischen Teil jetzt dazu. Die Sicherungen sind auf den Mainboard beschriftet mit F1 usw.
von
Hallo @theophilus, @Marker-Studi und @Kisugi,
ich bin mir nicht sicher, ob das unbedingt zum Netzteil passt. Auf jeden Fall funktionieren ja noch Teile, z.B. kann WIC-Reset ja auch noch zugreifen und die Anzeige funktioniert auch. Und die Meldungen von WIC-Reset deuten ja eigentlich alle in Richtung des Druckbereichs.

Klar, dass es evtl. trotzdem an einer Leitung des Netzteils liegen könnte, aber wie eist die Wahrscheinlichkeit?

Grüße
Jokke
von
Naja das ist die Frage
Da das Netz Teil ja mehrere rails hat kann das schon daran liegen das ein Teil aus gefallen ist.
Und so wie ich das gelesen habe läuft der Drucker ja mit dem defekten Netzteil soweit das er den Fehler aus geben kann.
Und daher kann die Wahrscheinlichkeit schon sehr hoch sein.

Das ist im Prinzip wie bei einem Computer der läuft bis zu einem Punkt hoch bis das er mit bekommt hey hier fehlt was und pipst dich voll oder zeigt es dir auf dem Postscreen.
Oder zb TV deine Standby leucht leuchtet du schaltest ein und nix geht dann Melder die leucht durch zb blinken den Fehler so fern sie es kann.

Aber um es genau zu wissen müsste @theophilus erst Mal den Drucker zerpflücken um die Komponenten zu begutachten.
Oder er lässt es begutachten.
von
Hallo zusammen,

zunächst einmal möchte ich mich für die vielen, sehr ausführlichen Antworten bedanken. Sie haben mich bestärkt, den Drucker tatsächlich einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Zunächst habe ich im Service Manual geblättert und dann das Gerät gestern abend innerhalb mehrerer Stunden mithilfe eines Youtubevideos auseinander- und wieder zusammen gebaut (dieses Video: www.youtube.com/... ). Ich bin immer noch erstaunt, dass mir das gelungen ist und der Drucker hinterher nicht kaputter, sondern im gleichen Zustand, ist, wie vorher. Viel schlauer bin ich dabei leider nicht geworden.

Erst einmal, weil danach gefragt wurde: Scannen funktioniert mithilfe der Software einwandfrei, sowohl übers Vorlagenglas, als auch über ADF-einseitig und -zweiseitig.

Was die Power-On-Sequenz angeht, sehe ich mich nicht im Stande, anhand des Service Manuals zu identifizieren, was da genau wann surrt und Geräusche macht. Vom Gefühl her läuft die Sequenz genauso ab, wie sie es vor Auftreten des Fehlers 0x9A getan hat. D.h., es hört sich nach meinem Dafürhalten genauso an, hier hat sich nichts verändert. Das würde auch bedeuten, dass Schritt 2 "Printhead initialization and fuse inspection" korrekt abläuft.

Ich habe beim Zerlegen sowohl das Netzteil, als auch das Mainboard freigelegt. Ich kann nirgends etwas verschmortes o.ä. ausmachen, im Gegenteil sieht alles im Grunde wie neu aus, nicht mal Staub hat sich nennenswert angesammelt. Ausnahme: Ein Bauteil mit lila Folierung (Kondesator?) scheint im Vergleich zu einem zweiten baugleichen direkt daneben leicht gewölbt und hat eine bräunliche Verfärbung, die wie Schmutz oder Rost wirkt oder eben vielleicht auf ein "Kokeln" im Inneren hindeuten könnte. Um das abschließend zu beurteilen fehlt mir leider die Expertise. Ich habe ein paar Bilder dieses Bauteils angehangen, auf denen Wölbung, Verfärbung und das benachbarte Teil im Vergleich zu sehen sind; außerdem ein Bild der Sicherung F1, die meine ich tippitoppi aussieht sowie eines Teils des Mainboards mit CR Motor + Kabelage.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mir den Druckkopf und das dahin führende Kabel nicht genauer angesehen habe. Ich hatte zwar noch daran gedacht, war dann aber beim Wieder-Zusammenbauen des Druckers so darauf bedacht, keinen Fehler zu begehen, dass ich es vergessen habe..

Was meint Ihr zum "Ergebnis"? Ist der lila "Kondensator(?)" Grund genug, den Kauf eines neuen Netzteils, plus ggf. das eine oder andere Kabel versuchsweise, zu rechtfertigen? Den Einbau würde ich mir inzwischen wohl zutrauen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es hilft, sollte bei 100+ Euro aber vermutlich doch über 50% liegen.. Was könnte ich sonst noch versuchen?
von
Dann auf ein neues zerlegen.
So der Kap sieht a bissi abgegast aus das braune oben drauf sieht nach Elektrolyte aus.
Diesen Sicherungen siehst du nicht an ob sie defekt sind die muss man messen sie haben beide 5 Ampere ist schon eine Menge, steht ja drauf. Die gilt es durch zu messen.
Genauso der Kondensator sollte getauscht werden.
Da es mir aber scheint das du von Elektronik nicht so die Kenntnis besitzt wurde ich das jemanden machen lassen der sich damit aus kennt. Heißt ein Radio TV Techniker ist da mehr Firm drin wenn du jemanden ander Hand hast dann consultire diesen.
Oder ggf repair Cafe.
So werden wir nicht weiter kommen. Da hier erst Mal alles oberflächlich relativ gut aus schaut.

Greetings
von
Hallo @theophilus,
klasse, dass Du Dich da heran getraut hast. Und danke für die aufschlussreichen Fotos und den Hinweis auf das wirklich genial gedrehte Video. Das war sicherlich außerordentlich hilfreich.

Die beschriebene Aufgeblähtheit und die Elektrolytspuren an dem Falz der Kappe des ELKOs rechtfertigen m.E. den Verdacht, dass er nicht mehr o.k. ist. Wenn Du schon mal vergleichbare Bauteile entlötet hast, solltest Du ihn austauschen. Kannst es ja auch erstmal an alten Platinen defekter Geräte üben, bevor Du Dich an diejenige heranwagst, um die es hier geht. Nur möglichst nicht an TV-Platinen üben, die übel dabei stinken, denn das kann dann giftiges oder krebserregendes Brandschutzmittel sein, das dabei abdampft. Dagegen hilft auch keine FFP-2 oder -3 Maske, weil es keine Partikel sind, sondern Dämpfe.

Bei Conrad oder vergleichbaren Elektronikshops (Reichelt, Pollin usw.) könntest Du Dich beraten lassen, was Du für das Löten und das Entlöten brauchst. Am Besten vorab die Fotos hinschicken, damit sie sehen, was es für Bauteile bzw. Beinchen sind, sofern vorhanden. Den ELKO und die Sicherungen sollten sie auch besorgen können. Auf jeden Fall eine Entlötsaugpumpe und ggf. eine passende, feine Zange für die Beinchen, damit Du die Leiterbahnen dabei möglichst nicht zerkratzt. Denn sonst hast Du gleich das nächste Problem. Und vielleicht ne dritte Hand zum Lagern beim Erhitzen und Absaugen. Zusammen mit einem guten Lötkolben, Schwamm und Zinn mit ordentlich Flussmittel kostet das dann aber vielleicht auch schon soviel wie der Austausch durch einen Fachmann.

Neben Radio- und Fernsehtechnikern kommen auch alle Geschäfte in Betracht, die mit gebrauchten Spielekonsolen, Notebooks, PCs und Monitoren oder anderen Elektrogeräten ärmere Familien versorgen. Sie haben i.d.R. eine kleine Werkstatt in einem Hinterzimmer, wo sie die Geräte testen und instand setzen, die sie wieder verkaufen möchten. Da ist der Arbeitslohn i.d.R. nicht so hoch wie in einer zertifizierten Vertragswerkstatt eines Druckerherstellers, und es reicht dann ja, die Platine hinzubringen anstelle des gesamten Druckers. In Großstädten gibt es solche Geschäfte oftmals im Bahnhofsviertel, in Kleinstädten in älteren Passagen mit moderaten Mieten. Auf dem Land sind es meist die Läden für Untershaltungselektronik, Küchen und Waschmaschinen, die noch eine Werkstatt betreiben.

Hier noch ein paar Links zu den Sicherungen:
www.ebay.de/...
www.ebay.de/...
www.amazon.de/...
de.aliexpress.com/...

Auch auf die Bewertungen achten, ob die zügig liefern bzw. das Zeugs ewig beim Zoll herumliegt.
Nur, damit es hier keine Missverständnisse gibt: Im ausgebauten Zustand reicht eine Durchgangsprüfung mit einem kleinen Durchgangspiepser mit Batteriebetrieb oder dem Durchgangsprüfer eines jeden günstigen Digitalvoltmeters, um zu prüfen, ob die Sicherung geschmolzen ist. Du sollst keine lebensgefährlichen 5 Ampere erzeugen. Damit flöge Dir nämlich nur gleich die nächste Sicherung um die Ohren, um Dir Deinen Allerwertesten zu retten. ;) Der Widerstandsmesser eines Voltmeters reicht selbstverständlich auch.

Etwas höherwertige Digitalvoltmeter haben auch ein Kapazitätsmessgerät, mit dem Du im ausgebauten Zustand den ELKO durchmessen könntest. Aber die o.g. Indizien deuten darauf hin, dass er bereits verschieden oder zumindest angeschlagen ist und ausgetauscht werden sollte. Das sich der Drucker überhaupt noch problemlos starten und zum Scannen überreden lässt, ist wohl seinem noch intakten Kollegen geschuldet.
Beitrag wurde am 10.06.25, 04:09 Uhr vom Autor geändert.
von
Hier nochmal ein paar aufgehellte Bilder, auf denen man die Nähe der Sicherungen zu den ElKOs erkennen kann sowie, dass es wohl die einzigen Sicherungen in dem Bereich sind:
Beitrag wurde am 10.06.25, 04:27 Uhr vom Autor geändert.
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