vor zwei Tagen fiel unvermittelt, während ich am Schreibtisch saß, der Strom aus. Nach kurzer Prüfung stellte sich heraus, dass der Strom nicht insgesamt ausgefallen, sondern lediglich die Sicherung in einem bestimmten Wohnbereich herausgesprungen war. Der Drucker (WorkForce Pro WF-6590) war während des Ausfalls an, aber nicht in Benutzung, druckte also nichts oder dergleichen.
Als ich die Sicherung wieder einschaltete und der Strom in Folge wieder kam, meldete sich der Drucker mit einem roten Fehlerbildschirm und der Meldung:
"Druckerfehler. Gerät aus- & wieder einschalten. Infos - siehe Dokumentation. Fehlercode:0x9A"
Seitdem kann ich nicht mehr drucken. Möchte ich ein Dokument vom Computer aus drucken (Windows 10), kommt nach kurzer Zeit die Meldung des Epson Status Monitors: "Fehler Code: 9A." und dann (Meldungen wechseln im Status Monitor hin und her): "Kommunikationsfehler. Mögl. ist ein nicht korrekt. Prod. ausgew." und ein Tipp zum beheben (sinngemäß "Druckauftrag abbrechen, nochmal neu verbinden"). Der Status der Tintenpatronen kann offenbar nicht abgerufen werden (Füllstandsanzeige ausgegraut).
Beim Einschalten des Geräts kommt immer wieder diegleiche Fehlermeldung. Das Drücken von Tasten am Gerät bleibt ohne Effekt, es kommt lediglich die Meldung "Diese Aktion ist ungültig."
Dabei klingt der Drucker beim Einschalten wie immer, die soft- und hardwäreseitigen Geräusche (Dingdong, fahrender Schlitten und ähnlich) scheinen nicht defekt. Über die Scansoftware kann ich auch nachwievor einwandfrei scannen.
Nach einer ersten Recherche befürchte ich bereits schlimmes. 0x-Fehler scheinen immer hardwareseitig zu sein. Die einfachsten Tipps, die man bzgl. des 0x9A findet, wie "Schlitten manuell nach links schieben" oder "Rädchen am Druckkopf drehen", konnte ich garnicht erst ausführen, da ich den genannten Schlitten (weiß?) nicht identifizieren konnte und auch am einzigen Rädchen, das ich sehe, nichts beweglich zu sein scheint. Möglicherweise beziehen sie sich auch auf andere Epson-Modelle. Prüfung/Aus-/Einbau des Netzteils, des Druckkopfs oder der Platine o.ä. scheint, zumal ohnes technisches Geschick, keine Kleinigkeit zu sein, eine Reparatur ohne selbst Hand anzulegen oft wirtschaftlich sinnlos.
Ich habe die Software "WIC Reset Utility" ausgeführt, das Ergebnis-Log habe ich als Bild angehangen. Es wird korrekt der "fatal error code" 0x9A ausgelesen. Wie zutreffend (oder generisch) die Aussage "Circuit error or blowout of a fuse. Main board failure" in meinem konkreten Fall tatsächlich ist, kann ich nicht beurteilen (Heißt: Ist das jetzt tatsächlich bei mir der Fall oder die generische Definition dieses Fehlers, der aber ja offenbar bei anderen auch schon durch Fehler in der Schlittenposition oder fehlerhafte Patronen ausgelöst wurde).
Bei Stromausfall bzw. einer herausgesprungenen Sicherung liegt es natürlich trotzdem nahe, dass etwas am Mainboard oder Netzteil ist, vielleicht eine interne Sicherung, die "durchgebrannt" ist o.ä. Tatsächlich stelle ich mir auch die Frage, ob es die Sicherung in der Wohnung ist, die zuerst rausgesprungen ist (Ursache wäre unklar) oder ob nicht vielmehr der Drucker selbst eine Art Kurzschluss o.ä. ausgelöst hat. Der Moment des Stromausfalls ging nicht komplett still vonstatten, es hat zwar auch nicht geknallt o.ä., aber ich meine, ich bin mir da etwas unsicher, dass es am Drucker ein "Geräusch" gegeben hätte, vielleicht so wie früher das Blitzlicht bei älteren Fotoapparaten.
Ich habe den Drucker im Oktober 2017 gekauft und er ist mir seitdem eine große, tägliche Arbeitshilfe, auf die ich auch angewiesen bin. Gehalten hätte er damit bis jetzt etwa 7,5 Jahre.
Mein Beitrag ist eine letzte Hoffnung, ob noch jemand hier im Forum Tipps oder Lösungsansätze hat, die ich noch nicht bedacht habe. Ich bin einigermaßen ratlos. Auch wenn jemand einen Reparaturservice kennt, der in solchen Fällen möglicherweise helfen kann, wäre ich sehr dankbar (Raum Berlin, vermutlich käme ich um einen Vor-Ort-Service zu Hause nicht/kaum herum, da ich im x-ten Stockwerk wohne und der Transport des großen Geräts problematisch würde). Im Zweifel muss ich sehr bald auf die Suche nach einem Alternativgerät gehen, das dann aber in einem anderen Beitrag.
Ich freue mich über jeden Rat und Hilfe.
Viele Grüße
