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Irreführende Fehler 51.22 und 51.23

HP Color Laserjet 1600Alt

Frage zum HP Color Laserjet 1600

Drucker (Laser/LED) mit Drucker ohne Scanner, Farbe, 8,0 ipm, nur USB, nur Simplexdruck, kompatibel mit Q6000A, Q6001A, Q6002A, Q6003A, 2006er Modell(mehr Daten)
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von
Servus zusammen,

ich habe in der Bucht einen CLJ 1600 günstig geschossen, war allerdings vom Verkäufer als defekt beschrieben und natürlich war er dann auch defekt. Es wurde Austauschtoner genutzt und der Drucker wollte diesen nicht wirklich akzeptieren.
Viel schlimmer ist aber, dass man gar nicht erst drucken kann. Die Fehlermeldung 51.22 kam beim Power-On-Test, kurz nachdem die Ablenkermotoren im Scanner angelaufen waren, was so viel bedeutet wie "Magenta Laser Scanner Fehler".
Na toll, laut HP ist der Scanner nur vollständig zu ersetzen, Einzelteile dazu gibt es nicht, und die Laserdioden sind nicht gekennzeichnet, also völlig chancenlos, hier einen erfolgreichen Austausch vorzunehmen, ohne mindestens 50 Euro für ein Ersatzteil auszugeben. 50x mehr als der Kaufpreis, wohlgemerkt.
Nachdem ich den LaserJet 5 schon ganz gut kenne, dachte ich mir, es kann so schwer nicht sein, die Ursache zu finden. Habe mich mal bis zum Laser Scanner durchgewühlt und mir die Laserdioden genauer angeschaut. Entgegen dem, was HP behauptet, kann man den Scanner sehr wohl zerlegen. Es kommen zwei baugleiche Platinen mit je zwei Laserdioden und einem "Detector"-Baustein zum Einsatz. Die obere versorgt Schwarz (oben) und Gelb (unten), die untere Cyan (oben) und Magenta (unten). Das ist auch der Grund, warum Magenta so gerne ausfällt... weil die Optik für diese Farbe nun mal ganz unten liegt und im Betrieb den meisten Staub abbekommt.
Ich habe dann die beiden baugleichen Platinen mal vertauscht, und siehe da, beim nächsten Power-On-Test kam Fehler 51.23! Also jetzt nicht mehr Magenta, sondern Gelb! Damit sah es zunächst so aus, als sei der Fehler wirklich auf einer der beiden Platinen, oder genauer, bei einer der Komponenten dort.
Habe dann den Scanner mal außerhalb seines eigentlichen Einsatzortes angeschlossen, die Laser-Platinen losgeschraubt und die vier Dioden mit der Handykamera gefilmt, weil der IR-Laser mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist.
Ganz klar: DON'T TRY THIS AT HOME, oder zumindest USE EXTREME CAUTION. Die Laserstrahlen können die Netzhaut schwer schädigen und bei IR-Licht bekommt man nicht mal etwas davon mit. Also am besten eine Schutzbrille besorgen, die (IR-)Laserlicht zuverlässig ausfiltert, oder anderweitig sichergehen, dass man die Strahlen nicht abbekommt! Ich habe mich hinter meinem Handy verschanzt, direkt getroffen wurde nur dessen Kameralinse.
Ergebnis der Aufzeichnung: alle vier Laser-LEDs leuchten ungefähr gleich stark. Eine ist eventuell ein kleines Stück dunkler, das kann aber auch am Winkel liegen, den die Kamera hatte.
Dreist habe ich dann weiterprobiert und die Flachbandverbinder beider Platinen mal abgezogen, das Kabel für die Ablenkmotoren jedoch angesteckt gelassen. Beim nächsten Power-On-Test kam wieder Fehler 51.22! Das kann nun eigentlich gar nicht mehr sein, weil der Scanner bei keiner der vier Farben noch irgendeinen Lichtstrahl messen kann. Meine Vermutung ist, dass einfach Magenta zuerst "gemessen" wird, und sobald dort ein Problem bemerkt wird, steigt der Drucker aus und prüft die anderen Farben gar nicht mehr.

Spoiler: als vorläufige Ursache war es etwas ganz anderes! Zwar kann es immer noch sein, dass eine der Laserdioden nicht mehr gut ist, aber ich habe eine viel einfachere Ursache gefunden.
Aus Gründen der Sicherheit hat HP vorgesehen, dass der Laser Scanner kein Laserlicht abgeben kann, wenn die schwarze Kartusche nicht im Drucker eingesetzt ist. Dazu gibt es den Laser Shutter, letztendlich eine einfache Plastikklappe im Laser Scanner, die über einen Hebel betätigt wird, um die vier Laserstrahlen freizugeben. Sie wird mit einer Feder geschlossen, das ist quasi der "Ruhezustand". Mal angenommen, diese Klappe wäre versehentlich immer zu, dann würde der Beam Detector beim Selbsttest eben keinen Laser sehen und nach kurzer Zeit würde dies aussehen wie ein Defekt.
Die Mechanik, die dafür zuständig ist, den Hebel zu betätigen, kann man kaum in Aktion sehen, denn dafür muss der Drucker vollständig zusammengebaut sein. Es gibt einen Umlenkarm, der neben dem Laser Scanner angebracht ist. Er versteckt sich in dem Metallkasten neben den vier Schlitzen, in dem auch die Komponenten für die optische Füllstandsprüfung der Kartuschen untergebracht ist. Wenn man diesen Arm z.B. mit einem langen Schraubenzieher drückt (in Richtung der Geräterückseite), dann verstellt er sich, und sofern der Laser Scanner auf der Rückseite sitzt, wo er hingehört, wird diese Bewegung an den Shutter weitergegeben.

Nun erklärt sich endlich das Teil, das mir als beim ersten Anschauen aus dem Drucker entgegenfiel! Ich habe mal zwei Fotos davon angehängt. Ein ca. 108mm langer, 3-4mm breiter und bis zu 2mm dicker geformter Kunststoffstreifen mit etwas dickeren Enden. An einem der Enden sind zudem noch "Haltenasen". In den Explosionszeichnungen des Service Manuals taucht er nicht auf, oder ich habe ihn übersehen. So sah es erst einmal wie ein Fremdkörper aus. Stimmt aber nicht, dieser Plastikstreifen ist tatsächlich dazu da, beim Einsetzen der schwarzen Tonerkartusche "gedrückt" zu werden und diesen Druck nach hinten zum Shutter Arm weiterzugeben. Das dritte Bild zeigt, wo er hineingehört (im Bild noch nicht ganz eingeschoben). Das Foto zeigt die Ecke vorne oben links bei geöffneter Frontklappe. Die Führung für den Plastikstreifen kann man deutlich sehen, es gibt sie auch nur bei dem Platz für die schwarze Kartusche.
Wenn dieses Plastikteil in Position ist, sollte es zurückfedern, wenn man es drückt und wieder loslässt, dafür sorgen die Federn im Laser Scanner sowie beim Shutter Arm. Die Betätigung sollte hörbar bis zum Laser Scanner weitergereicht werden.
Wahnsinn. Möchte nicht wissen, wie viele Drucker dieser Art als hoffnungslose Fälle auf dem Schrott gelandet sind, wegen so einer Leichtbaukonstruktion!
Wie HP sich das vorstellt, ist mir schleierhaft. Das Plastikteil scheint an keiner Stelle fest einzurasten, man kann es jederzeit mit einer Pinzette herausziehen.
Eigentlich finde ich, dass die 1600 / 2600er-Serie gut konstruiert ist, sehr ökonomisch und durchdacht, aber so eine Schwäche hätte wirklich nicht sein müssen.

Das soll's vorläufig mal gewesen sein. Zusammenbau und Test mache ich morgen und berichte weiter...
Bei meinem Glück war's das noch nicht ^^

Viele Grüße
Joe
von
In der Tat, das war es. Keine Fehler mehr, und nicht mal eine Schraube ist übrig geblieben. Den 1600 kann ich künftig im Schlaf montieren und demontieren, habe ich jetzt mind. 5x gemacht...
Nun ist das Druckbild zwar schön bunt, aber hat auch einen Grauschleier auf der ganzen Seite, und die Schwarzdeckung könnte besser sein. Auf den Testseiten finden sich diverse unbeabsichtigte hellere Stellen in einfarbigen Flächen. Vermutlich der Transfer Belt, der es hinter sich hat?

Grüße
Joe
von
Habe auch diesen ERREUR 51.23, ein- und ausschalten hilft nicht mehr, habe an dem Toner gerüttelt, scheint jetzt zu funktionieren. Mein Drucker ist eine HP CM 1312
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