IDC Marktzahlen 2025: Jährliche weltweite Druckerauslieferungen rutschen unter die 80-Millionen-Marke
Im Rahmen des "Hardcopy Peripherals Tracker" ermittelt das US-Marktforschungsunternehmen IDC die weltweiten Druckerauslieferungen. Während die wesentlichen Zahlen bis einschließlich den ersten drei Monaten 2025 in Kurzform auch ohne Entgelt veröffentlicht wurde, blieb es seitdem ziemlich still.
In einer groben Zusammenfassung gibt es nun immerhin Zahlen für das Gesamtjahr 2025. Ausgewiesen wurden weltweite Auslieferungen von Druckern und Multifunktionsgeräten für die Formate A4 und A3. Spezialgeräte, die ohnehin nur in kleinen Stückzahlen verkauft werden, sind entsprechend nicht inbegriffen.
Nur noch 78,3 Millionen Drucker und Multifunktionsgeräte
Nach den von der IDC ermittelten Zahlen verlief das vergangene Jahr ziemlich (vielleicht auch erwartbar) schlecht. Nachdem bereits 2023 und besonders auch 2024 erstmals die Marke von 80 Millionen Druckern und Multifunktionsgeräten (deutlich) unterschritten wurde, ist man mittlerweile bei nur noch 78,3 Millionen angekommen - ein Minus von 2,3 Prozent.
Darüber hinaus ging der Umsatz noch stärker um 3,8 Prozent auf rund 35,4 Milliarden US-Dollar zurück. Das entspricht einem Stückpreis von rund 452 US-Dollar. Die Ursache dafür liegt darin, dass die bereits stark gesättigten Märkte (Europa, Nordamerika) noch stärker rückläufige Zahlen aufweisen.
| IDC-Marktzahlen 2015-2025 (gerundet) | |
|---|---|
| weltweite Auslieferungen | |
| 2015 | ca. 103,3 Mio |
| 2016 | ca. 98,1 Mio |
| 2017 | ca. 100,0 Mio |
| 2018 | ca. 99,0 Mio |
| 2019 | ca. 94,5 Mio |
| 2020 | ca. 95,0 Mio |
| 2021 | ca. 91,6 Mio |
| 2022 | ca. 90,6 Mio |
| 2023 | ca. 83,2 Mio |
| 2024 | ca. 80,2 Mio |
| 2025 | ca. 78,3 Mio |
| © Druckerchannel | |
Technologie
Den weitaus größeren Teil (nach Umsatz) macht noch immer das Geschäft mit Laserdruckern aus. Insbesondere Geräte, die auf dieser Technologie basieren, weisen stärkere Einbrüche bei den Verkaufszahlen auf. Als deutlich resilienter haben sich die Auslieferungen von Tintendruckern gezeigt. Dazu kommt hierbei der Trend zu höherpreisigen Geräten, vornehmlich zu Tintentankern. Der Wechsel von Modellen mit herkömmlichen Patronen hin zu Tanksystemen ist auf dem asiatischen Markt besonders ausgeprägt, aber auch in Europa und Nordamerika deutlich zu erkennen.
Die genauen Marktanteile gibt die IDC öffentlich nicht mehr heraus. Mit Sicherheit ist HP weiterhin mit großem Abstand für die meisten Auslieferungen verantwortlich. Im Gegensatz zu Epson bieten die Amerikaner auch ein breites Portfolio an Laserdruckern an. Epson landet (nach Stückzahlen) vermutlich auf Platz zwei und hat zumindest im zweiten Quartal 2025 die Weltmarktführerschaft bei Tintengeräten von HP übernommen.
Besonders unter Druck zeigen sich die Verkäufe von A3-Geräten. Durch hybride Arbeitsumgebungen hat der Wechsel zu A4-Bürogeräten wieder einen größeren Schwung bekommen. Dennoch bleiben A3-Farblaser quasi der "Goldstandard" mit einem Verkaufswert von rund einem Drittel vom Gesamtmarkt.
Europa
Der EMEA-Raum (Europa, Naher Osten und Afrika) zeigt ein recht durchmischtes Bild. Wachstum gibt es beim Absatz (und Umsatz) von Tintentankdruckern. Das Geschäft um S/W-Laserdrucker schrumpft deutlich und mit Farblasern lediglich leicht um ein halbes Prozent. Die vergleichsweise stabilen Geschäfte mit dem öffentlichen Sektor stehen immerhin einem Ausgleich für die Zurückhaltung mit gewerblichen Kunden gegenüber.

