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HP All-In Plan (USA): Ein Leihdrucker zum "Instant Ink"-Abo

von Ronny Budzinske

Zunächst exklusiv in den USA startet HP zum März den "All-In Plan". Dabei handelt es sich um ein etwas eingeschränktes "Instant Ink"-Tintenabo, bei dem zusätzlich auch ein Tintendrucker mit monatlicher Gebühr über eine Laufzeit von mindestens 2 Jahren gestellt wird. Auch wenn es Vorteile beim Komfort gibt, sind die Preise zu hoch. Das Angebot ähnelt ein wenig dem, was Epson unter "ReadyPrint Ecotank" bietet.

Bereits seit dem letzten Oktober war seitens HP auf der Hausmesse "Imagine 2023" die Rede von einem neuen Abomodell, welches "Instant Ink" und einen gleichzeitig gestellten Tintendrucker für Privatkunden unter einen Hut bringen möchte.

Sogar der Name stand schon fest: "All-In Plan". Zumindest in den USA ist es ab sofort so weit. Über einen Start in anderen Ländern lässt sich HP noch nicht aus.

Beim neuesten Versuch des weltweit größten Druckerhersteller, die Kunden noch näher an sich zu binden, steht der Nutzer zunächst vor der Wahl des passenden Druckers. Zum Start geht dies mit zwei recht einfachen Modellen der "Envy"- und "Envy Inspire"-Klasse und einem gehobenen Einstiegs-Bürotintendrucker mit Duplex-ADF, bei dem es sich um ein ähnliches Modell zum hiesigen Officejet Pro 9012e, der kürzlich erst durch den ähnlichen Pro 9122e ersetzt wurde, handeln dürfte.

Für jeden Drucker sieht HP unterschiedliche zulässige "Instant Ink"-Pakete vor, die jedoch nicht bei 10 Seiten im Monat, sondern bei 20 Seiten starten. Während man beim Bürodrucker Pakete mit bis zu 700 Seiten monatlich buchen kann, ist beim einfachen Envy bereits bei 100 Seiten Schluss. Zusätzliche benötigte Seiten kann man zwar weiterhin nutzen, jedoch sind diese mit einem Preis von 10 (bei den größeren Paketen 15) Seiten für einen Dollar jedoch vergleichsweise teuer.

Falls ein Start des Programms in Europa folgt, kann man daher wohl auch von einer sehr ähnlichen Preisstruktur ausgehen.

Wie beim gewohnten Tintenabo kann man jederzeit eine Tarifstufe aufsteigen oder zum Ende des Abrechnungsmonats auch eine Herunterstufung durchführen. Was jedoch ohne weitere Konsequenzen nicht jederzeit möglich ist, ist eine Kündigung.

Vertragslaufzeit von 24 Monaten

Bei der Bestellung eines "All-In"-Vertrags legt man sich zunächst auf einen Drucker und eine Paketstufe mit dem passenden Seitenkontingent fest. Eine Einrichtungs- oder Aktivierungsgebühr, wie man diese von Epsons "ReadyPrint Ecotank" her kennt, gibt es nicht. Dafür legt man sich auf eine Vertragslaufzeit fest, die mindestens zwei Jahre beträgt. Wer vorher kündigen möchte, muss nicht nur den Drucker zurückschicken, sondern auch eine Strafgebühr entrichten, die je nach bereits verstrichener Laufzeit variiert und anfänglich höher ausfällt, als der Drucker beim regulären Kauf kosten würde.

Ist die reguläre Mindestlaufzeit von zwei Jahren dagegen abgelaufen, kann man das Abo zu den bisherigen Konditionen weiterlaufen lassen, es ohne Gebühr kündigen oder aber ein Drucker-Upgrade mit neuer Vertragslaufzeit beantragen. Im Falle einer Kündigung oder eines Wechsels muss der "alte" Drucker jedoch zu HP zurückgeschickt werden.

Garantie und Service

Als Vorteil des Drucker-Abos preist HP einen 24/7 Service bei Problemen mit dem Gerät oder dem Abo an. Bei einem Defekt soll bereits am nächsten Arbeitstag ein Austauschgerät bereitgestellt werden, um Ausfallzeiten zu minimieren.

Lohnt sich das?

Der Blick auf die Preise (siehe Tabelle unten) offenbart, dass die Kosten nicht so ganz ohne sind. Selbst im kleinstmöglichen Paket mit 20 Seiten monatlich - das sind dann gerade 480 Seiten in der Mindestlaufzeit - verursacht der "kleine" Envy-Drucker, der als 6022e in Deutschland für teilweise deutlich unter 100 Euro erhältlich ist, Kosten in Höhe von fast 170 US-Dollar, einschließlich der dafür genutzten Tinte. Druckt man mehr, z.B. 100 Seiten monatlich, belaufen sich die Kosten auf über 260 US-Dollar - wobei der Drucker gegenüber dem reinen Tintenabo davon einen Aufpreis von 96 Dollar ausmacht.

Beim "großen" Officejet sieht die Rechnung eher noch schlechter aus. Selbst als Wenigdrucker fallen dann in den zwei Jahren mindestens 310 US-Dollar an. Der Drucker kostet hierzulande knapp die Hälfte in Euro. Für die Handvoll Seiten ist der Aufpreis also viel zu hoch. Selbst im größtmöglichen Paket für dann 700 Seiten im Monat ist der Aufpreis zum reinen Tintenabo mit mehr als 190 US-Dollar relativ hoch.

Unnötig teuer wird das Abo, wenn man dieses nach zwei Jahren weiterlaufen lässt und sich keinen neuen Envy oder Officejet bestellt. Je nach Druckermodell fallen dann weiterhin die Kosten an, die über das "herkömmliche" Tintenabo hinausgehen. Diese reichen von vier Dollar und gehen hoch bis zu 10 Dollar bei den kleineren Paketen des Officejets. Bereits nach rund einem bis zwei Jahren summiert sich das auf den Betrag, den man für ein entsprechendes Neugerät ausgehen müsste - bei dann deutlich größerer Flexibilität, wie z.B. der zeitweiligen Unterbrechung oder gar Kündigung.

Zwar bekommt man, gegenüber dem eigenen Druckerkauf, hier in Kombination bessere Garantie-Leistungen, dafür ist man aber auch weniger flexibel und muss mindestens zwei Jahre durchhalten. Eine vorherige Kündigung ist mit sehr hohen Kosten verbunden und sollte vermieden werden.

"HP Instant Ink" vs. "All-In Plan" in den USA (Stand 2024/03)
bild

Abo ohne Drucker

HP Envy 6020eEOL

HP Envy
ähnlich zum 6020e
(Aufpreis nach 2 Jahren)

HP Envy Inspire 7220eEOL

HP Envy Inspire
ähnlich zum 7220e
(Aufpreis nach 2 Jahren)

HP Officejet Pro 9012eEOL

HP Officejet Pro
ähnlich zum 9012e
(Aufpreis nach 2 Jahren)

10 Seiten1,49 $
20 Seiten6,99 $
(nicht kalkulierbar)
8,99 $
(nicht kalkulierbar)
12,99 $
(nicht kalkulierbar)
50 Seiten4,99 $8,99 $
(96 $)
10,99 $
(144 $)
14,99 $
(240 $)
100 Seiten6,99 $10,99 $
(96 $)
12,99 $
(144 $)
16,99 $
(240 $)
300 Seiten13,99 $18,99 $
(120 $)
22,99 $
(216 $)
700 Seiten27,99 $35,99 $
(192 $)
Kostenrechnungen und weitere Details
Druckerpreis
(in Deutschland)
freie Wahlab 85 €*1ab 70 €*1ab 461 €*1
Mindestpreis
nach 24 Monaten
35,76 $
(zzgl. Drucker)
167,76 $
(inkl. Drucker)
215,76 $
(inkl. Drucker)
311,76 $
(inkl. Drucker)
Druckermuss vom Kunden erworben werdenwird von HP während der Laufzeit zur Verfügung gestellt
Garantie1 Jahr / 2 Jahre bei "HP+"während der Laufzeit mit Austausch am nächsten Arbeitstag
Kündigungsbedingungen
Kündigung binnen 12 Monatenjederzeit möglichGebühr in Höhe von
120 $ und Rücksendung
Gebühr in Höhe von
180 $ und Rücksendung
Gebühr in Höhe von
270 $ und Rücksendung
Kündigung binnen 24 Monatenjederzeit möglichGebühr in Höhe von
60 $ und Rücksendung
Gebühr in Höhe von
90 $ und Rücksendung
Gebühr in Höhe von
135 $ und Rücksendung
Kündigung nach 24 Monatenjederzeit möglichkeine Gebühr
Rücksendung nötig
© Druckerchannel

"All-In Plan" (USA)

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Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
16.02.25 18:03 (letzte Änderung)
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