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Lesertest EPSON Stylus Color 900: Robustes Arbeitstier

von Frank Frommer

Nachdem bereits mein zweiter HP Tintenstrahldrucker, ein DeskJet 850C Probleme mit dem Papiereinzug hatte und ich von der fotonahen Druckqualität der neuen Drucker gehört hatte, forderte ich von der Epson Homepage aus einige Testdrucke der aktuellen Drucker an.


Von den kurz darauf erhaltenen Testdrucken war ich sofort begeistert und entschied mich schließlich, unter anderem auch, da in der örtlichen Vobisfiliale erhältlich, für den Epson Stylus Color 900.

Für mehr als 700 Mark kaufte ich den in einem schönen Karton verpackten Epson, dazu ein USB-Kabel für satte 40 Mark (!) und eine Packung Epson Fotopapier.


Installation (Hardware)

Der Drucker war selbst für damalige Verhältnisse recht groß und schwer und übertrumpfte auch meinen alten HP am Platzbedarf, was mich leider dazu zwang, einen neuen Standort für den Drucker zu suchen. Ansonsten gefiel mir der Drucker aber recht gut (obwohl das Design für heutige Verhältnisse verdammt altbacken aussieht, fand ich das Gerät damals sogar ganz schön).


Das Zusammenbauen ist gut beschrieben und war schnell erledigt. Ungewöhnlich war für mich, als ehemaliger HP-Kunde, der vom Druckkopf getrennte Tintentank.

Nach dem ersten Einschalten ratterte der Drucker genüsslich los – heute würde man den Drucker als zu laut bezeichnen, damals war dies ein gutes Zeichen ;).

Installation (Software)

Schließt man den Drucker an den Parallelport an, ist die Installation, vor allem unter neueren Betriebssystemen, äußerst einfach.

Will man jedoch die damals neuartige USB Schnittstelle nutzen, kann es schnell zu Problemen kommen. Die bei meinem Drucker mitgelieferten Treiber waren nicht ohne Probleme dazu zu überreden, das Gerät über die USB Schnittstelle anzusteuern.

Das Problem kostete mich bei jeder Installation mehrere Minuten, mittlerweile habe ich aber herausgefunden, wie es geht (mehr dazu später).


Druckqualität

Da der Drucker schon damals über eine Tropfengröße von nur 3pl verfügte, war die Druckqualität entsprechend sehr gut. Selbst die neuesten Fotodrucker bieten derzeit nur 2pl kleine Tropfen. Viele Drucker drucken auch heute noch mit maximal 5pl kleinen Tropfen.

Aber nicht nur was die Tropfengröße angeht, war und bin ich von der Druckqualität überzeugt. Die Farben druckte der Drucker kräftig und schön, wie kaum ein anderer.

Im Textdruck ist der Stylus Color 900 wie alle Epsons nicht hervorstechend gut, kann aber durchaus mit den meisten Geräten der Konkurrenz mithalten und druckt völlig brauchbaren Text. Ohne Lupe sieht man kaum einen Unterschied zu besseren Geräten.

Das beste an dem Gerät ist, wenn ich es mit aktuellen Druckern von Canon und Epson, wie dem Canon S750 und dem Epson CX5200 (Druckwerk des C82), die ich auch besitze, vergleiche, dass sowohl auf Normalpapier, als auch auf Glanzpapier exzellente Ergebnisse erzielt werden.


Während Canons aktuelle Drucker auf Normalpapier nicht so gute Ergebnisse liefern, druckt Epsons C82 aufgrund der pigmentierten Tinten auf Glanzpapier weniger schön. Die Fotos aus dem Epson wirkten schon damals wie Fotos aus dem Labor.

Geschwindigkeit

Der Drucker druckte für damalige Verhältnisse unglaublich schnell, obwohl ich denke, dass auch hier die Herstellerangaben nicht ganz eingehalten wurden. Dennoch ist die Druckgeschwindigkeit auch für heutige Verhältnisse noch recht flott.


Druckkosten

Die Patronen von Epson sind zwar aufgrund ihrer Größe nicht teurer, als die der Konkurrenz, dennoch sind die Druckkosten nicht ganz gering.

Da ich auch damals schon eine ganze Menge druckte, verwendete ich bald Nachfülltinte. Die Tintenpatronen lassen sich einfach, wie keine sonst nachfüllen. Einfach ein bzw. drei Löcher bohren, Tinte reinspritzen, bis unten der erste Tropfen Tinte wieder raus kommt, Stopfen in die Öffnung stecken, fertig.

Dadurch druckte der Drucker unschlagbar günstig und erstaunlicher Weise vertrug er die Nachfülltinte viele tausend Seiten, obwohl ich bei schwarz leider immer noch altes Pelikanschwarz verwendete, was ich noch von den ersten Nachfüllversuchen meines HP DeskJet 500 übrig hatte.

Dass dies ein großer Fehler war, bemerkte ich erst vor einem Jahr, als der Druckkopf den Geist aufgab. Zahlreiche Reinigungsversuche brachten keine Besserung. Ich bin jedoch überzeugt, dass dieser Defekt unter Verwendung geeigneter Tinte nicht aufgetreten wäre.

Fazit

Der Epson Stylus Color 900 war nicht nur für damalige Verhältnisse ein traumhaftes, robustes Arbeitstier. Das Gerät ist robust wie kein anderer (neuer) Drucker und kann sowohl in Qualität, als auch in Geschwindigkeit mit aktuellen Druckern mithalten.

Extras wie Randlosdruck kennt der 900 noch nicht, dafür kann er aber immerhin schon bis auf 3 mm nah an den Rand drucken.

Wer günstig an einen intakten Epson Stylus Color 900 kommen kann, sollte zuschlagen.

Negatives

  • Relativ laut, groß und schwer
  • mit 700 Mark auch damals nicht ganz günstig
  • Nicht ganze einfach Installation bei Verwendung der USB-Schnittstelle

Positives

  • sehr gute Druckqualität
  • schnell
  • robust
  • gute Ergebnisse sowohl auf Normalpapier, als auch auf Glanzpapier
  • leicht nachfüllbar -> günstig im Verbrauch

Installation des Druckers an der USB Schnittstelle

Zumindest meine Treiberversion unterstützte nicht ohne weiteres USB.

Um den Drucker dennoch über USB zu betreiben, muss man – so meine Erfahrung – folgende Reihenfolge strikt einhalten:

  • Im Gerätemanager falls vorhanden den/die Eintrag(e) „USB Printer“ löschen
  • Computer herunterfahren
  • Drucker einschalten
  • Computer starten
  • Bei der beim Start von Windows kommenden Frage nach dem richtigen Treiber folgenden Pfad auf der Epson-CD angeben: „CD:\german\wincol\diski24\disk1\win98\*.*“
01.01.70 01:00 (letzte Änderung)
Technische Daten

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