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Lesertest: HP Officejet Pro K5400dn: HP K5400dn: Preisgünstiger Allround-Office-Drucker

Mit dem Versprechen, dass ein Tintenstrahldrucker ganz nah am Laserdrucker sein soll, schickte HP den Offijet Pro K5400 ins Rennen. Durch den Tintendruck sollen die laserähnlichen Ausdrucke allerdings viel günstiger sein, als beim echten Laserdrucker. Für mich war das Grund genug, mich für dieses Gerät zu entscheiden. Der HP K5400 wird gleich in vier verschiedenen Ausführungen geliefert. Das Modell K5400 ist das reine Basismodell, das nur über USB betrieben werden kann. Die Versionen Officejet Pro K5400n ist das Basismodell mit Netzwerkanschluss (daher das „n“), die Version K5400dn ist sozusagen das Mittelfeld mit einer zusätzlichen Duplexeinheit und die Version K5400dtn das „Komplettmodell“ mit zusätzlichem zweiten Papierfach für zusätzliche 350 Blatt Papier.


Welches Modell darf es denn sein?

Der HP K5400 wird gleich in vier verschiedenen Ausführungen geliefert. Das Modell K5400 ist das reine Basismodell, das nur über USB betrieben werden kann. Die Versionen Officejet Pro K5400n ist das Basismodell mit Netzwerkanschluss (daher das „n“), die Version K5400dn ist sozusagen das Mittelfeld mit einer zusätzlichen Duplexeinheit und die Version K5400dtn das „Komplettmodell“ mit zusätzlichem zweiten Papierfach für zusätzliche 350 Blatt Papier.

Was ist im Lieferumfang?

Zunächst wäre der Drucker, der bei allen vier Typenbezeichnungen vom Aufbau identisch ist. Je nach Ausführung kommt die Duplexeinheit oder das zweite Papierfach dazu. Weiterhin findet man in der Verpackung zwei Dauer-Druckköpfe, die jeweils zwei Farben verarbeiten. Der Drucker arbeitet insgesamt mit vier Farben, für die die entsprechenden Patronen ebenfalls beiliegen. Das Zubehör wird mit einer Treiber- und Software-CD und dem Netzteil abgerundet.

Die Inbetriebnahme

Damit man möglichst schnell loslegen kann, liefert HP eine sehr leicht verständliche „Erste-Schritte-Anleitung“ mit. Mit Hilfe dieser Einleitung ist das Gerät schnell aufgebaut, die Duplexeinheit und das zweite Papierfach montiert sowie die Druckköpfe und die Farbpatronen im Handumdrehen eingesetzt. Nun müssen lediglich Treiber und Software installiert werden. Bei den Modellen mit „n“ in der Typenbezeichnung kann man neben dem USB-Betrieb auch den Anschluss über ein Netzwerkkabel vornehmen. Manch einer, der die auch hier wieder schlecht geratene HP-Software umgehen möchte, wird sich vielleicht für den Netzwerkanschluss entscheiden, denn dieser liefert über den Internet-Browser ebenso wichtige Details wie die Füllstandsanzeige oder Seitenverbrauch, wie es beim USB-Betrieb die HP-Software tut. Zu diesem Zweck reicht also die reine Treiberinstallation. Das Grundmodell ohne Netzwerkanschluss sollte hingegen inklusive Software betrieben werden, da man sonst keinerlei Informationen über Tintenfüllstände, Seitenverbrauch oder Druckkopfzustand bekommt. Nun kann der Drucker eingeschaltet werden. Dann heißt es erstmal warten, denn der Drucker initialisiert sich zunächst selbst und pumpt unter anderem die erste Tinte in die noch leeren Leitungen zu den Druckköpfen. Das kann mitunter eine knappe viertel Stunde in Anspruch nehmen. Außer zu warten, braucht man nicht viel tun, denn der Drucker arbeitet diesen Schritt ganz selbstständig ab.

Der Drucker im Betrieb

Ist alles installiert, eingerichtet und das Papierfach (oder die beiden Fächer) mit Papier ausgestattet, kann die Arbeit losgehen. Wer Text, Grafik und Fotos drucken will, lernt schnell das gesamte Spektrum des Druckers und einige seiner Eigenarten kennen. Der Textdruck, den HP mit bis zu 36 Seiten pro Minute angibt, kann man tatsächlich erreichen. Die Voraussetzung dafür ist ein Textdokument mit eher wenig Text und die Auswahl „Entwurf“ im Druckermenü. Das Ergebnis hat dann allerdings nicht mehr viel mit Laserqualität zu tun. Für den schnellen Ausdruck umfangreicher Dokumente, bei denen die Druckqualität eher die zweite Geige spielt, reicht diese Einstellung allemal. „Normal“ sieht schon besser aus, hier bringt der Drucker den Text durchaus brauchbar aufs Papier. Die versprochenen 36 Seiten sind hier allerdings nicht mehr zu schaffen. Zudem kann ein Laserdrucker das Schriftbild immer noch deutlich besser und brillanter wiedergeben. Laserverdächtig wird es dann erst bei der Einstellung „Optimal“ – die Druckgeschwindigkeit ist allerdings nicht mehr optimal. Hier sind dann mitunter höchstens zehn Seiten in der Minute drin. In Punkto Grafik und Foto verhält sich der Drucker ganz ähnlich. Entweder schnell und nicht unbedingt ansehnlich oder perfekt und langsam. Dennoch meistert der K5400 den Grafikdruck ausgesprochen gut. Scharfe Ränder, homogene Farbflächen und starke Farben kann man auf jedem Papier erwarten. Um beim Fotodruck gute Ergebnisse zu erzielen, kommt man um Fotopapier nicht herum. Normalpapier eignet sich weniger, Fotos werden hier recht blass und kontrastarm. Beim Fotodruck wählt der Drucker generell zunächst die Einstellung „600x600 dpi“. Die höchste Einstellung von 1200x1200 dpi kann nur mit speziellem Fotopapier erreicht werden. Fotos in kleinen Formaten bis hin zu DIN A4 können bequem randlos gedruckt werden. Mit einer recht guten Farbverteilung sind die Ergebnisse schon nah an Laborabzügen. Insgesamt wirken die Fotos allerdings etwas grobkörnig. Das können echte Fotodrucker doch eine Spur besser.

Duplexdruck

Bei den Modellen K5400dn und K5400dtn gehört die Duplexeinheit bereits zum Lieferumfang. Sie kann allerdings auch bei den unteren Modellen nachgerüstet werden. Mit Hilfe der Duplexeinheit wird es möglich, doppelseitig zu drucken. Besonders bei längeren Dokumenten ist das an sich eine sehr nützliche Sache. Allerdings ist diese Option mit etwas Vorsicht zu genießen. Nachdem die erste Seite gedruckt wurde, wird das Papier zurück in den Drucker gezogen und gedreht. Zu diesem Prozess kommt eine natürliche „Pause“, in der der erste Druck trocknen soll. Die zweite Seite wird anschließend auf das gedrehte Papier gedruckt. Da der K5400 generell nur mit absolut glattem Papier sauber arbeitet, kann es bei stark bedruckten Dokumenten immer wieder einmal zu Papierstau kommen. Der Grund liegt in der natürlichen Wellung des Papiers, die bei hoher Druckdichte entsteht. Hier sollte HP eigentlich nachbessern. Nach meiner Erfahrung hat sich hier die Einstellung „Optimal“ bewährt, da die gesamte Papierführung langsamer und sachter geschieht. Es kommt in diesem Modus wesentlich seltener zu Papierstaus.

Die Druckkosten

Niedrige Druckkosten sind ein Faktor, mit dem HP beim Officejet Pro K5400 wirbt. Die Patronen, die in der Normalausführung ca. 20 Euro pro Farbe kosten, sollen bei Farbdruck rund 1200 Seiten und bei Schwarzweißdruck etwa 2300 Seiten durchhalten. Wahrscheinlich ist damit aber ein ständiger Druck in Entwurfsqualität gemeint. Ich selbst drucke meistens in optimaler Qualität und mit hoher Seitendichte. Runde 300 Seiten waren drin, bis die erste Farbpatrone sich als „fast leer“ meldete. Unter diesem Aspekt ist der Druck auf Dauer dann doch gar nicht so billig – zumindest wenn man nur mit Originalpatronen arbeitet.

Patronen sind nachfüllbar

Oft konnte ich lesen, dass man die Patronen Nr. 88, die der K5400 benutzt, nicht nachfüllen kann. Völlig daneben, sie lassen sich nachfüllen, sogar recht einfach. Eine entsprechende Anleitung gibt es auch hier bei Druckerchannel.de. Das reine Nachfüllen sorgt allerdings dafür, dass man auf die durchaus hilfreichen Füllstandsanzeigen verzichten muss. Der Drucker selbst druckt auch mit als „fast leer“ angezeigten Patronen weiter. Nur wirklich leer dürfen sie nicht werden. Denn auch das erkennt der Drucker und deklariert die Patronen dann als unbrauchbar. Die Gefahr besteht beim Nachfüllen der Originalpatronen natürlich besonders. Daher muss man sie wirklich regelmäßig nachfüllen. Eine elegantere Lösung, für die ich mich entschieden habe, sind Auto-Reset-Chips. Diese können ganz einfach mit den Original-HP-Chips auf der Unterseite der Patrone ausgewechselt werden. Diese Chips zeigen nun nach dem Refill der Patrone wieder einen vollen Tintenstand an, an dem man sich gut orientieren kann. Geht eine Farbe zu Ende, wird die Patrone entnommen, nachgefüllt und durch diesen Arbeitsschritt der Chip resettet. Nach dem erneuten Einsetzen zeigt der Füllstand wieder „voll“ an. Aus meiner Erfahrung kann ich solche Chips nur wärmstens empfehlen. Ich habe die Patronen schon zigmal auf diese Art nachgefüllt und hatte nie Probleme. Das Drucken wird natürlich auf diese Weise ausgesprochen günstig. Ich habe einen Satz Auto-Reset-Chips und vier Liter Tinte (ein Liter je Farbe) für rund 50 Euro erstanden. Rechnet man das einmal mit der Füllmenge einer Originalpatrone (in der Standardgröße knapp 30 Milliliter) gegen, wird man schnell feststellen, dass sich das Nachfüllen in jedem Fall lohnt.

Netzwerkdruck

Der Druck im Netzwerk ist sicher eine praktische Sache, vor allem wenn mehrere Rechner sich einen Drucker teilen. Grundsätzlich funktioniert das auch beim K5400 recht gut, wenn da nicht eine kleine „Macke“ wäre. Es kommt immer wieder vor, dass Dokumente, die per Netzwerk gedruckt werden, nicht vollständig sind. Oftmals sind die letzten Zeilen eines Textdokuments oder ein zwei Zentimeter breiter Streifen eines Bildes einfach abgeschnitten. Weder Forschungen in Eigenregie noch Anfragen bei HP brachten irgendeinen Erfolg. Beim Druck via USB ist dieser Fehler bislang noch nicht aufgetreten.

Fazit

Die Bezeichnung „schnelle und günstige Alternative zum Laserdrucker“ passt nicht. Druckt der K5400 schnell wie ein Hochleistungs-Laserdrucker, ist die Qualität kaum mit einem Laserdrucker vergleichbar. Druckt er in „Beinahe-Laserqualität“, so ist er viel langsamer als ein echter Laserdrucker. Günstig ist er nur beim ständigen Druck von Dokumenten mit niedriger Seitendichte. Ansonsten summieren sich auch die Kosten für die Tinte recht schnell. Wer allerdings mit ein paar Kompromissen leben kann und sich vielleicht entscheidet, die Patronen selbst aufzufüllen, hat mit dem K5400 wirklich eine interessante und sehr preisgünstige Allround-Alternative zum Laserdrucker.

31.07.09 23:22 (letzte Änderung)
Technische Daten

39 Wertungen

 
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