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Lesertest Samsung CLP-500: Color-Laserdrucker für SOHO

von Michael Zinke
Hinweis: Für mindestens einen erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Samsungs erster Farblaser" verfügbar.
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Die Preise für die Farblaser fielen im letzten Halbjahr auf endanwenderfreundliche Tiefen, ein neuer Satz Patronen für den Tintenstrahler in astronomischer Höhe stand an und mein Vertrauen in die Ersatztintenhersteller war immer noch nicht größer geworden. Was lag also näher, als ein intensives Surfen auf dementsprechenden Seiten (z.Bsp. http://www.druckerchannel.de) zu beginnen, die sich mit den Color-Laserdruckern und deren Tests beschäftigen? Gesagt, getan und nach langem Herumsuchen und Vergleichen (Features und Preise) blieb ich beim Samsung CLP-500 hängen.


Entscheidungsgründe

Was waren die Bedingungen für meine Entscheidung? 1) Der Drucker sollte mir nicht monatelang kalten Nachtschweiß wegen eines astronomischen Preises auf die Stirn treiben. 2) Ich suchte einen Allrounddrucker für s/w und Farbe, der nicht unbedingt Fotoqualität können muss, aber wenn er ein Foto ausdruckt, sollte dieses doch ordentlich aussehen. 3) Die Verbrauchsmaterialien sollten sich in anwenderfreundlichen Regionen mit den Preisen bewegen, also schaute ich bei allen mir bekannten Onlinehändlern nach, was Toner, OPC, Fuser usw. für die verschiedenen Color-Laserdrucker kosten. 4) Es sollte ein Papier-Vorratsfach für mindestens 150 Blatt Papier und ein extra Einzug für Einzelblätter (für Etiketten etc.) vorhanden sein. 5) Die Anbindung an den Rechner sollte über 2 getrennte Schnittstellen erfolgen, eine davon mindestens schneller USB-2. Wobei ich keinen besonderen Wert auf LAN-Anbindung legte. 6) Die Revolvertechnik bei den Laserdruckern ist wegen des hohen Lärmpegels nicht beliebt, also sollte er eine andere Technik haben. 7) Weil es gute Drucker in diesen Preisregionen haben, sollte auch der Duplexdruck bereits eingebaut sein. 8) Der Stromverbrauch im Standby-Modus interessierte mich sehr, weil es unter den Laserdruckern utopische Stromfresser gibt. 9) Ich möchte mit einem Farblaserdrucker auch Overhead-Folien und transparente Etiketten bedrucken können, ohne um den Fuser Angst zu haben. 10) Die Größe des Gerätes und das Aussehen waren letztendlich, wenn auch ein kleiner, Grund für meine Entscheidung.


Die Entscheidung

Das Ergebnis all' dieser Bedingungen nach intensivem Vergleichen hieß: Samsung CLP-500. Mitte Juni 2004 stand der CLP-500 dann in einem schweren Riesenpaket vor mir. Beim Öffnen stellte ich erfreut fest, dass die Verpackung stabil genug war, dieses enorme Gewicht des Druckers beim Transport auszuhalten. Der Toner, die OPC und das Transferband waren dank der beiliegenden detaillierten und bebilderten Beschreibung recht einfach einzubauen. Die Treiber sind von der selbststartenden CD unter Windows XP Prof. schnell installiert, und so konnten die ersten Testdrucks beginnen.


Die ersten Drucktests

Die Ergebnisse meiner ersten 4 Druckmonate: Ich hatte bei professionellen Testern in den Berichten gelesen, dass bei Textdruck ein Tonerschatten auftritt, dieser aber unwesentlich sei. Unter einem einfachen Mikroskop konnte ich bei 100-facher Vergrößerung diese Aussage bestätigen, es ist um die einzelnen Buchstaben tatsächlich ein feiner Nebel von schwarzem Toner erkennbar. Allerdings ist mit dem bloßen Auge nichts zu erkennen, selbst unter einer starken Lupe (Fadenzähler) kann man keine Partikel erkennen. Im Gegenteil, die Schrift wirkt gestochen scharf und richtig schwarz. Als nächstes nahm ich mir den Farbdruck vor, hier interessierte mich der angeblich leichte Rotstich und die Qualität von Fotos. Tatsächlich scheint der Drucker beim Mischen der Farbe ein wenig Schwierigkeiten mit Rot zu haben. Da unter dem Mikroskop (100-fach) aber die Farbverteilung sehr homogen erscheint, muss es eine Frage des Treibers sein. Man kann in den Einstellungen zum Druck jede Farbe einzeln manuell kalibrieren, was also keine Schwierigkeiten für Nutzer darstellt, die sehr farbgetreue Ausdrucke benötigen. Von der Qualität der Fotoausdrucke war ich positiv überrascht, ich hatte sie mir von einem Laserdrucker schlechter, um ehrlich zu sein, bedeutend schlechter vorgestellt. Da es ja inzwischen im Handel auch glänzende Papiere für Laserdrucker gibt, dürfte darauf das Ergebnis noch besser ausfallen.


Der Stromverbrauch

Während des Betriebs hängte ich ein Strommeßgerät vor den Drucker, um die angegebenen Werte des Datenblatts zu überprüfen. Beim Einschalten und dem folgenden Kalibrieren zieht der Drucker für ca. 90 Sekunden etwa 880 Watt, beim direkten Druck bewegt sich der Verbrauch zwischen 820 und 370 Watt. Im Standby-Modus verbraucht er freundliche 12 Watt, von kurzen Phasen mit 760 Watt (wahrscheinlich die Fuser-Heizung) unterbrochen, was dem angegebenen Wert von < 45 Watt entspricht. Im Offline-Modus ist kein Stromverbrauch nachweisbar.


Die Geschwindigkeit

Die Übertragung der Daten vom Rechner erfolgt für mein Gefühl trotz USB-2 sehr gemächlich, es wird wohl an der Samsung-Druckersprache SPL-C liegen. Wenn diese die Daten softwaremäßig erst komplett umrechnen muss, ist trotz 3200 MHz schon eine winzige Pause vonnöten. Der eingebaute Duplex-Druck und das im Treiber mögliche Drucken von bis zu 16 Seiten auf einem Blatt Papier ist sehr erfreulich und umweltfreundlich. Im Duplex-Druck wird die Druckzeit etwa auf das Doppelte erhöht, aber das ist ja verständlich.


Fazit

Nach 4 Monaten mit dem CLP-500 fällt es mir wirklich schwer, Kritikpunkte aufzuzählen. Da wäre ein kleiner Mangel beim Drucken im Folien-Modus, der aber eigentlich kaum erwähnenswert ist: Es quietscht eine Welle ganz leise im Inneren des Druckers, wenn die Folie langsam durch den Fuser läuft. Ansonsten hat er bisher eigentlich meine Erwartungen erfüllt bzw. übererfüllt. Überrascht war ich von der Genauigkeit des manuellen Papiereinzugs auf der Seite. Beim Etikettendruck ist wirklich eine hohe Genauigkeit vorhanden, was beileibe nicht alle Drucker können. Der Platzbedarf des Druckers ist enorm hoch, da nach 3 Seiten Klappen zum Einsetzen von Verbrauchsmaterial vorhanden sind. Dies kann man aber gut anhand der Angaben auf der Herstellerseite einplanen. Es ist wirklich ein Color-Laserdrucker, der endlich auch für Privathaushalte geeignet ist. Die insgesamt ermittelten Seitenpreise sind sehr gut und können nun getrost den Tintenstrahlern Konkurenz machen.


Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
18.10.04 09:29 (letzte Änderung)
Technische Daten

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