Kyocera Taskalfa (2026): A3-Systeme nun bis 105 ppm und mit Dual-Toner-Konzept
Nach gut sieben Jahren am Markt bringt Kyocera, der japanische Spezialist für Drucker und Dokumentenmanagement, nicht nur eine runderneuerte A3-Taskalfa-Oberklasse (die Eigenschreibweise des Herstellers lautet "TASKalfa") auf den Markt, sondern erweitert diese auch um Modelle für noch leistungshungrigere Arbeitsumgebungen.
Wie auch bislang basieren die nunmehr vier S/W- und drei Farbmodelle auf einem einheitlichen Chassis mit weitgehend gleichen Optionen und identischem Bedienkonzept. Zu den Vorgängern hat sich dabei funktional nichts Grundlegendes geändert.
Im Gegensatz zu den Modellen für die Geschwindigkeitsklasse bis 70 ppm (also Taskalfa MZ5001i bis MZ7001i für S/W und MZ4001ci bis MZ7001ci für Farbe) benötigen die Modelle ab nunmehr 75 ppm für die Endverarbeitung keine Bridge-Einheit. Dafür muss man in der Basisvariante jeweils auf ein innenliegendes Ausgabefach verzichten, was dafür den Papierweg für den Finisher "erleichtert".
Die auf Lasertechnologie basierenden Systeme drucken mit einer auf 2.400 dpi erhöhten Auflösung. Die Bildtrommel ist Kyocera-typisch äußerst haltbar und wird im Rahmen eines Wartungskits nach jeweils rund 600.000 Seiten ausgewechselt.
S/W-Modelle
Rein von der Geschwindigkeit her ist der neue Taskalfa MZ10500i das Highlight der Modellreihe. Mit seinen 105 Seiten je Minute in A4 ist er deutlich flinker als der Taskalfa MZ9500i (95 ppm, Nachfolger für den 9003i), der Taskalfa MZ8500i (85 ppm, Nachfolger für den 8003i) sowie der Taskalfa MZ7500i (75 ppm, Nachfolger für den 7003i). Das Drucktempo im A3-Betrieb halbiert sich aufgrund des doppelt so langen Papierwegs.
Die Modellreihe eignet sich für durchschnittliche monatliche Druckvolumen von bis zu 250.000 Seiten. Die maximale Lebensdauer ist mit 15 Millionen Druckseiten oder fünf Jahren spezifiziert. Der verbaute Scanner ist für bis zu 50.000 Originale pro Monat (also rund 2.500 Originale pro Arbeitstag) ausgelegt.
Farb-Modelle
Aufgestockt hat Kyocera auch bei den Farbgeräten. Der Taskalfa MZ9500ci toppt das bisherige Spitzenmodell 8353ci deutlich, das wiederum durch den MZ8500ci ersetzt wurde. Die von der Modellnummer her implizierten 95 ppm beziehen sich dabei jedoch "nur" auf den S/W-Druck. In Farbe geht es mit 80 ppm etwas gemächlicher voran. Das "Einstiegsmodell" der Serie wird der Taskalfa MZ7500ci, der auf den 7353ci folgt und entsprechend mit 75 ppm in S/W und 70 ppm in Farbe kommt.
Für die Farbgeräte sieht Kyocera ein empfohlenes Druckvolumen von monatlich bis zu 100.000 Seiten vor. Die einmalige Spitzenauslastung sollte dabei die Grenze von 400.000 Seiten pro Monat nicht überschreiten. Als Lebensdauer ist eine Druckleistung von bis zu 6 Millionen Seiten binnen fünf Jahren vorgesehen.
Papierzuführungen
Alle sieben Modellvarianten unterscheiden sich bei der Papierverarbeitung nicht. Zum Standard gehören mit dem jeweiligen Basisgerät zwei frei nutzbare Kassetten für Formate bis SRA3 mit einer Kapazität von jeweils 550 Blatt. Dazu kommen zwei schmalere Kassetten, die ausschließlich für das A4-Format vorgesehen sind, aber jeweils 1.500 Blatt fassen. In der (auf der rechten Seite) aufklappbaren Universalzufuhr finden weitere 250 Blatt Platz. Insbesondere mit einer optionalen Führung können hier Banner mit einer Länge von bis zu 1,2 Metern verarbeitet werden.
Aus allen fest integrierten Zuführungen sind Medien mit Grammaturen von bis zu 300 g/m² zulässig. Im doppelseitigen Druckmodus gilt jedoch eine Begrenzung auf 256 g/m² - das ist ordentlich.
In der Grundausstattung finden somit bis zu 4.350 Blätter in den vier Kassetten und der Universalzufuhr Platz. Darüber hinaus ist eine Erweiterung über eine rechts anklickbare Großraumkassette möglich. Zur Wahl stehen eine 3.000-Blatt-Kassette, die ausschließlich für A4 konzipiert ist, oder eine universeller nutzbare 3.200-Blatt-Kassette, die Formate zwischen A6R und SRA3 aufnehmen kann.
Gemessen in "normaler" Grammatur, also 80 g/m², lassen sich somit bis zu 7.550 Blatt auf dann 6 Zuführungen verstauen.
Endverarbeitung
Üblicherweise wird die Modellreihe mit einer an der linken Seite ansteckbaren Finisher-Option mit integrierter Hefteinheit verwendet. Diese ist wahlweise für Stapel bis 65 oder 100 Blatt erhältlich. Dazu gibt es einsteckbare Optionen für eine Locheinheit (2 oder 4 Löcher) oder eine Falzeinheit (Z-Falz, Mittelfalz, Wickelfalz). Für die Ablage von Drucken dienen das Hauptfach für 4.000 Blatt und ein kleineres 200-Blatt-Nebenfach, welches sich beispielsweise für Kopieraufgaben eignet.
Bei gleichzeitiger Installation der 20-Blatt-Broschüreneinheit (zusätzlich mit Funktion für einen Wickelfalz) verringert sich die Kapazität des Haupt-Ausgabefachs auf "nur" noch 3.000 Blatt.
Zu den weiteren Papieroptionen gehören wahlweise ein 7-Fach-Sorter (je Fach bis zu 100 Blatt Kapazität) oder eine 2-Fach-Zuschießeinheit, die Drucke durch bis zu 300 g/m² schwere Trennblätter ergänzen kann.
Neuer ADF-Scanner
Deutlich aufgewertet hat Kyocera die Scaneinheit. Das geht schon bei der auf 500 Blatt (und damit fast verdoppelten) erhöhten Kapazität des Einzugs los. Als Standard können Originale in den Formaten A6R bis A3 (kein SRA) mit Grammaturen von bis zu 220 g/m² verarbeitet werden. Für längere Banner oder stärkere Originale (bis zu 500 g/m²) lässt sich der Papierpfad aufklappen, wodurch dieser dann nahezu gerade ist. Die Möglichkeit entfällt jedoch (aus Platzgründen) mit der installierten Zuschießeinheit.
Gemessen in A4 konnte die (Duplex-) Erfassungsgeschwindigkeit von 220 ipm auf nunmehr 300 ipm erhöht werden. Das sind entsprechend 150 doppelseitig bedruckte Originale je Minute. Um eine zuverlässige und konsistente Digitalisierung zu ermöglichen, gehört ein Ultraschallsensor zum Standard.
Verbesserte Scanqualität durch KI
Erwartbar ist, dass eine Drucker-Neuvorstellung 2026 nicht mehr ohne künstliche Intelligenz auskommt. Wie bereits auch von den, jüngst vorgestellten, kleineren Modellen bekannt, soll diese für eine optimierte Bildwiedergabe und auch für eine erhöhte Sicherheit sorgen. Die Systeme sollen beim Scannen oder Kopieren automatisch fehlende Bildbereiche aufgrund von beschädigten Originalen oder auch Abschnitte mit vertraulichen Informationen erkennen.
Beim Bedienkonzept setzt auch die neue Taskalfa-Serie auf ein großes Touch-Display mit einer Diagonalen von 25,6 cm, jedoch mit einer auf den aktuellen Stand gebrachten und einheitlichen Bedienoberfläche, die sich so (in vereinfachtem Funktionsumfang) auch in den gehobenen Ecosys-Modellen wiederfindet.
Über die HyPAS-Plattform lassen sich Apps und Lösungen von Drittanbietern integrieren und nahtlos nutzen.
| Kyocera A3-Kopierer 75 bis 105 ppm (2026, Nova) | ||
|---|---|---|
| S/W-Modell | Farb-Tempo | |
| Druckgeschwindigkeit | ||
NeuTaskalfa MZ7500i | 75 ppm (37 ppm in A3) | — |
NeuTaskalfa MZ7500ci | 75 ppm (37 ppm in A3) | 70 ppm (35 ppm in A3) |
NeuTaskalfa MZ8500i | 85 ppm (42 ppm in A3) | — |
NeuTaskalfa MZ8500ci | 85 ppm (42 ppm in A3) | 75 ppm (37 ppm in A3) |
NeuTaskalfa MZ9500i | 95 ppm (47 ppm in A3) | — |
NeuTaskalfa MZ9500ci | 95 ppm (47 ppm in A3) | 80 ppm (40 ppm in A3) |
NeuTaskalfa MZ10500i | 105 ppm (52 ppm in A3) | — |
| Papierzuführungen | ||
| Kassette 1+2 | 2x 550 Blatt (A6R bis SRA3) 52-300 g/m² | |
| Magazin-Kassette 3+3 | 2x 1.500 Blatt (nur A4) 60-300 g/m² | |
| Universalzufuhr | 250 Blatt (A6R bis SRA3) 52-300 g/m² Banner bis 1,2 Meter - optional - Banner Guide 12 | |
| Zusatzkassette | PF-7200 3.000 Blatt (nur A4) 60-300 g/m² -oder- PF-7210 3.200 Blatt (A6 bis SRA3) 52-300 g/m² | |
| Kapazität (Standard) | 4.350 Blatt (in 5 Zuführungen) | |
| Kapazität (Maximal) | 7.550 Blatt (in 6 Zuführungen) | |
| Duplexdruck | 52-256 g/m² (A5R bis A4) 60-256 g/m² (A3 und SRA3) | |
| ADF | ||
| Technik | Dual-Duplex mit 2 Scanzeilen, Dual-CIS und Ultraschallsensor | |
| Kapazität | 500 Blatt | |
| Formate | A6R bis A3 Banner bis 2,2 Meter | |
| Grammatur | 25-220 g/m² (Simplex) 50-220 g/m² (Duplex) 35-500 g/m² (gerader Papierweg) | |
| Tempo | 150 ppm (300 ipm Duplex) in S/W und Farbe bei 300 dpi | |
| OCR | integriert | |
| Ausgabe (ohne Finisher) | ||
| Rechtes Fach | 70 Blatt (bei 80 g/m²) 77 Blatt (bei 64 g/m²) | |
| Option: Copy Tray (D) | 2 Fächer (linke Seite) 100 Blatt + 250 Blatt | |
| Endverarbeitung | ||
| Finishereinheit | DF-7200 (heftet bis 65 Blatt) - oder - DF-7210 (heftet bis 100 Blatt) Ausgabe: 4.000 Blatt (Hauptfach, 3.000 Blatt mit installierter Broschüreneinheit) & 200 Blatt (Nebenfach) 52-300 g/m² B5R bis SRA3 | |
| Mailbox, Zuschießeinheit | IS-7200 (Zuschießeinheit) 2x 250 Blatt 52-300 g/m² A5 bis SRA3 - oder - MT-7200 (Mailbox) 7x 100 Blatt (A4) / 50 Blatt (A3) 60-163 g/m² | |
| Locheinheit | PH-7220 2-Loch oder 4-Loch 52-300 g/m² A6 bis SRA3 | |
| Falzeinheit | ZF-7200 Z-Falz, Mittelfalz oder Wickelfalz 64-105 g/m² A4R bis A3 | |
| Broschüreneinheit | BF-7200 Brochüre mit Mittelfalz, Wickelfalz 20 Blatt 52-256 g/m² A4 bis SRA3 | |
| Tonerkartuschen | ||
| Schwarz | TK-6835 2x 40.000 Seiten bei 6% = 80.000 Seiten | TK-8835K 2x 42.500 Seiten bei 5% = 85.000 Seiten |
| Cyan | — | TK-8835C 2x 24.000 Seiten bei 5% = 48.000 Seiten |
| Magenta | — | TK-8835M 2x 24.000 Seiten bei 5% = 48.000 Seiten |
| Gelb | — | TK-8835Y 2x 24.000 Seiten bei 5% = 48.000 Seiten |
| © Druckerchannel | ||
Dual-Toner-System
Neben den vielen Gemeinsamkeiten der gesamten Modellreihe und, in weiten Teilen, auch im Vergleich mit den Vorgängern gibt es beim Tonersystem eine ziemlich spannende Neuerung.
Anstatt bislang einer Tonerkartusche je Farbe (oder eben nur Schwarz bei den Monolasern) gibt es jeweils nun zwei Slots, die gleichzeitig bestückt werden können. Mit dem sogenannten "Dual-Toner-Konzept" ermöglicht die Serie einen unterbrechungsfreien Druck, selbst beim Tonerwechsel. Die neuen Tonerkits bieten zumeist etwas mehr als die Hälfte der bisherigen Reichweite, kommen aber dafür eben jetzt im Doppelpack. Beim Drucken wird immer eine Kartusche nach der anderen verwendet, womit ein Wechsel während des Druckbetriebs möglich sein soll.
Die Gesamtreichweite fällt erfreulicherweise insgesamt etwas höher aus, als bislang. So ist das TK-6835-Tonerkit für die Mono-Systeme vorgesehen, die damit Ausdauer für 80.000 Seiten (2x 40.000 Seiten) erhalten - die Vorgängerserie war mit Kartuschen für 70.000 Seiten ausgelegt. Wie üblich gelten die Angaben für eine Deckung von 6 Prozent je Blatt.
Die Farbgeräte verwenden für Schwarz das Kartuschen-Set TK-8835K, welches für 2 mal 42.500 Seiten (also 85.000 Seiten) mit der gängigen Deckung von jeweils fünf Prozent ausgelegt ist. Die Reichweite dürfte sich angesichts der unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen im reinen S/W-Modus nicht großartig von der der Monolaser unterscheiden. Im Doppelpack kommen auch die Farbkartuschen daher, die jeweils für 24.000 Seiten Toner bieten und somit insgesamt für bis zu 48.000 Seiten halten sollen.
Als reguläre weitere Verbrauchsmaterialien (neben den Tonern und auch den Heftklammern für den Finisher) gibt es separat erhältliche Resttonerbehälter, die nach 150.000 Seiten anfallen, und zwei Wartungskits mit allen weiteren Verschleißteilen, die nach 600.000 Seiten fällig werden. Die Bildtrommel(n) gehören also bei mittlerem Druckaufkommen nicht zu den häufig zu tauschenden Teilen und sind besonders haltbar und somit ökologisch.










