Neue Deskjet, Envy und Officejet Einstiegs-AIOs: Billige Kombipatronen-Multifunktionsgeräte
Insgesamt vier neue Multifunktionsgeräte der Einstiegs- und Mittelklasse hat HP vorgestellt. Namentlich unterscheiden sich der Deskjet, die zwei Envys und der Officejet doch recht deutlich voneinander. Unter der Haube steckt aber im Großen und Ganzen dieselbe einfache Technik. Immerhin gibt es bei allen vier Neulingen Wlan und die Unterstützung von Apples proprietärer treiberloser Druckfunktion AirPrint.
Während der Name "Deskjet" vor Jahren bei HP noch für hochpreisige Tintendrucker stand, gibt es heute dafür ein billiges Einstiegsgerät mit einfacher Ausstattung. Für etwa 80 Euro erhält man den Deskjet 3630, der den Deskjet 2540 ablöst. Dafür gibt es ein spartanisch ausgestattetes Gerät, das nur einzelne Seiten kopieren kann. Auf Display, Duplexer, ADF und Randlosdruck muss man verzichten. Immerhin ist Wlan mit an Bord und das Drucktempo fällt mit sechs Farb- und 8,5 S/W-Seiten annehmbar schnell aus.
Darüber platziert HP den Envy 4520, der mit etwa 90 Euro nur 10 Euro teurer ist. Neben einem etwas flotteren Drucktempo von 6,8 Farb- und 9,5 S/W-Seiten unterstützt der Envy den Randlosdruck und bietet einen Duplexer. Ebenso mit dabei ist ein monochromes Display mit einer Diagonale von 2,2 Zoll. Der größere Bruder, der Envy 5540 ist mit etwa 130 Euro deutlich teurer. Dafür gibt es eine etwas größere Papierzufuhr (125 statt 100 Blatt), ein zusätzliches Papierfach für Fotopostkarten und ein gesteigertes Drucktempo von acht Farb- und zwölf S/W-Seiten. Die beiden Neulinge lösen den Envy 4500 und Envy 5530 ab.
Der vierte im Bunde der Neuvorstellungen ist der Officejet 4650 für etwa 130 Euro, der den Officejet 4630 ersetzt. Er ist quasi baugleich zum Envy 4650 aber zusätzlich noch mit einem ADF mit einer Kapazität von 35 Blatt und einem Fax ausgestattet.
Verbrauchsmaterial und Druckkosten
Bei allen vier Geräten setzt HP auf Kombikartuschen mit Wegwerfdruckkopf. Bis auf den Envy 5540 kommen die Patronen 302 zum Einsatz. Die Standardkartuschen, die auch zum Lieferumfang gehören, muss man bereits nach mickrigen 160 Normseiten in Farbe beziehungsweise 190 Seiten (S/W) austauschen. Die optional verfügbaren XL-Kartuschen halten immerhin 330 beziehungsweise 480 Seiten durch.
Beim Envy 5540 hingegen setzt HP weiterhin auf die Patronen der alten Modelle aus der Serie 62. Die Standardkartuschen weisen weitgehend identische Reichweiten auf, die XL-Varianten sind mit 410 Seiten (Farbe) und 600 Seiten (S/W) etwas ausdauernder. Damit fallen die Druckkosten günstiger aus, insgesamt liegen sie aber bei allen Modellen auf hohem Niveau.
Druckkostenanalyse 09/2024*1 | ||
---|---|---|
Seitenpreis mit 'ISO- | Seitenpreis mit 'Schwarzanteil aus ISO- | |
Canon Pixma MG5750 | 12,8 ct | 4,1 ct |
Brother MFC-J480DW | 15,7 ct | 5,0 ct |
Epson Expression Premium XP-530 | 16,0 ct | 5,5 ct |
Canon Pixma MG2950 | 16,0 ct | 6,9 ct |
Epson Workforce WF-2660DWF | 18,0 ct | 4,2 ct |
Epson Expression Home XP-235 | 19,8 ct | 6,1 ct |
HP Deskjet 3630 / Envy 4520 / Officejet 4650 | 21,3 ct | 8,8 ct |
HP Envy 5540 | 22,0 ct | 8,5 ct |
Copyright Druckerchannel.de |
Offenbar versucht HP durch die relativ hohen Kosten sein Abo-Modell "Instant Ink" mehr in den Fokus zu stellen. Alle vier Neuvorstellungen lassen sich damit nutzen, was gut kalkulierbare Folgekosten mit sich bringt. Im kleinsten Abo-Paket kann man für drei Euro monatlich 50 Seiten ausdrucken, die dafür nötigen Patronen sendet HP automatisch zu. Damit lässt sich der Preis einer Normseite in der oben dargestellten Kalkulation auf sechs Cent drücken. Allerdings nur, wenn man jeden Monat das volle Kontingent ausnutzt. In ungünstigen Fällen steigen die Folgekosten bei Wenigdruckern dadurch sogar noch. Weitere Infos dazu hat Druckerchannel im Artikel HP Instant Ink zusammengefasst.
Verfügbarkeit und Garantie
Alle vier Neuvorstellungen sind ab sofort im Handel erhältlich. HP gewährt auf die Geräte lediglich eine einjährige Herstellergarantie.
Preise
Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).
Kosten & Starterreichweite
In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.