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News: Kodak verschleiert Druckkosten: Statement von Kodak (1.7.2010)

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Druckerchannel erhielt von Magnus Felke, Director Produkt Marketing bei Kodak, folgendes Statement zu unseren Recherchen. Druckerchannel kommentiert die Aussagen (in Orange).

Wir weisen den Vorwurf der "Schummelei" deutlich zurück. Der wesentliche Grund, warum das Thema Tintenkosten so stark diskutiert wird ist der, dass die Tintenkosten generell stark überteuert sind. Seit unserem Markteintritt bietet Kodak im Rahmen dieser Entwicklung eine echte Alternative an: Verbraucher können mit Kodak durchschnittlich 98 Euro pro Jahr an Tintenkosten sparen. Darüber hinaus ermöglicht Kodak die niedrigsten Kosten für einen kompletten Tintenpatronensatz.
Kommentar Druckerchannel (DC): Dass Verbraucher durchschnittlich 98 Euro sparen können, gilt nur bei Verwendung von Standardpatronen (keine XL-Patronen) und mit den von Kodak ausgewählten Druckern.

Im Vordergrund des Handelns steht bei Kodak, Transparenz in einem sehr undurchsichtigen Markt zu schaffen:

  • Kein anderer Hersteller testet in einem solchen Umfang mit einem unabhängigen Testinstitut, wie wir das tun.
  • Kein anderer Hersteller veröffentlicht so detailierte Testberichte.
  • Bei keinem anderen Hersteller in Deutschland kann man ISO Testberichte auf der Webseite herunterladen.
  • Kein anderer Hersteller bietet Vergleiche zu anderen Markenherstellern an.

Als wir 2007 in den Tintenstrahlmarkt eingestiegen sind, mussten wir uns für eine bestimmte Testmethodik entscheiden. Für unsere Entscheidungen gibt es gute Gründe – wie unten ausgeführt. Egal welche Methodik wir gewählt hätten, es hätte immer Angriffspunkte gegeben.

a) Mogelpackung – Erhöhung der Druckkosten

Während einige unserer Wettbewerber allein 2009 mehrfach pro Jahr ihre Preise erhöhten, führten wir Anfang 2010 unsere erste Preisanpassung seit der Einführung 2007 durch. Dass wir damit keine Werbekampagne gestartet haben, kann man uns nicht vorwerfen. Der Preis für schwarze Tinte 10B, und das ist die meistgenutzte Farbe, bleibt unverändert bei 9,99 Euro.
Kommentar DC: Kodak hatte nicht erwähnt, dass sich beim selben Patronenpreis die Füllmenge verringert hat.

Anbei die Preise für das gesamte Tintensortiment:

  1. Kodak bietet die schwarze Tintenpatrone 10B (Reichweite ~ 425 Seiten, nach ISO 19752) zum Preis von 9,99 Euro an.
    Kommentar DC: Kodak gibt die Ergebnisse nicht nach ISO/IEC 24711/12 an und suggiert eine höhere Reichweite.
  2. Mit der neuen schwarzen Tintenpatrone 10XL für 16,99 Euro (Reichweite ~ 770 Seiten, nach ISO 19752) können ca. 70 Prozent mehr Seiten ausgedruckt werden als mit der Kodak Tintenpatrone 10B (gemäß Kodak eigenen Tests und unabhängigen Tests von Quality Logic). Damit bietet Kodak mehr Komfort und mehr Reichweite vor allem für Vieldrucker von Textseiten in Schwarzweiß.
    Kommentar DC: Die Patrone 10XL bietet jedoch keinen Preisvorteil (je Seite) gegenüber der Patrone 10B - sie sind im "Preis-pro-Druckseite" gleich teuer.
  3. Mit der neuen Kodak Farbtintenpatrone 10C für 17,99 Euro (Reichweite ~ 420 Seiten) werden ca. 10 Prozent mehr Output als mit der bisherigen Kodak Farbtintenpatrone erzielt.
    Kommentar DC: Der Preis je gedruckter Seite ist jedoch acht Prozent teurer als bei der Vorgängerpatrone.

Im Vergleich mit dem Wettbewerb gehört unsere Premium-Tinte somit noch immer zur preiswertesten Tinte im Markt. Die Kosten pro Seite haben sich zwar im Vergleich zu 2009 durchschnittlich leicht erhöht (0.6 Cent für schwarze Textdokumente, 0.1 Cent für Farbdokumente und 0.6 Cent für Fotos), was jedoch nichts an der Tatsache ändert, dass Kodak dem Kunden jährliche Einsparungen an Tintenkosten von durchschnittlich 98€ gegenüber dem Wettbewerb ermöglicht.
Kommentar DC: Auch hier gilt die Aussage "98 Euro Einsparung pro Jahr" nur aufgrund der "hinkenden Vergleichstests" - siehe unten. Der Textdruck ist über 20 Prozent teurer geworden.

b) Hinkende Vergleichstests – Verwendung von Standardpatronen bei Quality Logic

Das unabhängige Testinstitut Quality Logic und Kodak verfolgen bei der Verwendung von Standardpatronen für Vergleichstests eine klare Linie, um die Vergleichbarkeit und Aussagekraft zu gewährleisten. Wenn man alle anderen Tintenoptionen mit einbezöge, ginge dies zu Lasten der Vergleichbarkeit - wir würden Äpfel mit Birnen vergleichen. Standardpatronen sind die mit Abstand meistgekauften Tintenpatronen. Laut GfK waren 87% der in 2009 verkauften Patronen Standardpatronen (Quelle: GfK Retail and Technology, Panelmarket Germany Jan-Mar 2010, Inkjet-Cartridges). Nur 12% der verkauften Patronen waren XL-Patronen.
Kommentar DC: Aus Sicht von Druckerchannel ist es unfair, Drucker ausschließlich mit den Standardpatronen zu testen. Wenn Drucker mit XL-Patronen geliefert werden, sollte man auch mit diesen testen.


Kommentar DC: Dieses Chart berücksichtigt alle Tintendrucker. Korrekt wäre indes ein Chart, das ausschließlich Drucker zeigt, die auch mit XL-Patronen arbeiten.

Kodak testet Standardpatronen, weil diese aus unserer Sicht die größte Kundenrelevanz besitzen. Es nützt wenig, Patronen zu vergleichen, die der Endverbraucher nur schwer finden kann.
Kommentar DC: Beim Mitbewerb kann man Geld mit den XL-Patronen sparen, bei Kodak nicht. In Deutschland sind die XL-Patronen von HP, Epson und Co. völlig problemlos im Handel zu finden und speziell beworben.

Zu den Differenzen zwischen den Tintenreichweitenmessungen von Quality Logic und anderen Herstellern können wir heute nur so viel sagen: Quality Logic tested sehr genau nach dem ISO Standard. Da andere Hersteller lediglich selber Tests durchführen und ihre Testergebnisse in Deutschland nicht veröffentlichen, ist eine genaue Nachvollziehbarkeit schwierig.
Kommentar DC: Die ISO schreibt das Testverfahren exakt vor.

c) Falsche Reichweitenangaben – Verwendung der ISO Norm 19752 bei schwarzen Kodak Tintenpatronen

Mit der Einführung des Standards im Februar 2007 haben sich Quality Logic und Kodak dahingehend entschlossen, die Seitenreichweiten für schwarze Dokumente nach dem ISO Testdokument 19752 zu testen. Im Anhang E der ISO 24711 ist ausdrücklich vermerkt, dass ISO 19752 zulässig ist, um die Reichweite für rein schwarzweiße Dokumente zu ermitteln.
Kommentar DC: Die zusätzliche Angabe der Reichweite nach ISO/IEC 19752 ist möglich. Druckerchannel hat jedoch bemängelt, das Kodak ausschließlich diesen Wert angibt - das ist nach der Norm unzulässig.

Die Verwendung dieses Standards dient aus unserer Sicht eindeutig dem kostenbewussten Verbraucher: Im Entscheidungsprozess für einen Drucker ist die Angabe, wie viele Seiten in schwarz/weiß gedruckt werden können, sehr wichtig. Zudem können die Verbraucher die Seitenreichweiten dank ISO 19752 für schwarze Dokumente mit Inkjet- und Laser-Druckern besser vergleichen.
Kommentar DC: Die alleinige Angabe der ISO-19752-Norm ist nicht zulässig. Dabei ist es unerheblich, ob das Dokument besser geeignet ist.

Die ISO 24712 weist zwar ebenfalls die Reichweiten für schwarze Patronen aus, jedoch nur für Dokumente mit einem sehr großen Farbanteil. Dies kann bei den Verbrauchern nach unserer Auffassung zu Irritationen führen, da eben ausschließlich die ISO Norm 19752 das rein schwarze Dokument berücksichtigt. Um zu erfahren, wieviele schwarze Dokumente man mit einer Schwarzpatrone drucken kann, ist ISO 19752 die einzig aussagekräftige Methode.

Um die Unterschiede der Reichweitenangaben nachvollziehbar zu machen, macht Kodak auf seiner Website stets die Angaben sowohl nach ISO 24712 wie nach ISO 19752 für den Verbraucher zugänglich und bleibt damit im Einklang der ISO-Richtlinien.
Kommentar DC: Das ist leider falsch - Kodak zeigt gegen den Regeln der ISO/IEC 24711 nur einen Ausschnitt aus den Testergebnissen an (siehe Screenshot ). Der Norm nach, muss bei jeder Reichweitenangabe zu einer Kartusche direkt auf die weiteren benutzen Patronen verwiesen werden. Die alleinige Angabe des ISO/IEC-19752-Wertes ist auch hier unzulässig.

Kein anderer Hersteller veröffentlicht freiwillig so viele detailierte Daten wie Kodak – inklusive der Vergleichbarkeit mit Laser-Druckern. Die Firma Kodak möchte dennoch die in diesem Zusammenhang geäußerten Anmerkungen des Autors prüfen, um zukünftig detailierte Testdaten im Bedarfsfall noch einfacher und schneller zugänglich zu machen.

http://shop.kodak.de/

16.01.15 11:42 (letzte Änderung)
1Kodak schummelt dreifach (Update)
2Statement von Kodak (1.7.2010)

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