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Lesertest: Canon Pixma iP4200: Neuer Tintenallrounder

Hinweis: Für mindestens einen in diesem Artikel erwähnten Drucker ist der ausführliche Testbericht "Schweres Erbe" (Okt. 2005) verfügbar.

Seit gestern bin ich im Besitz des iP4200. Der Nachfolger des iP4000 mit neuen Patronen und überarbeitetem Design. Das sehr kratzempfindliche Plastik vom Vorgänger kommt aber nicht mehr zum Einsatz. Die Preise für den iP4200 sind auf dem Niveau des iP4000. Allerdings sind die Preise für die Tintenpatronen gestiegen. Das liegt an den neuen CLI und PGI Patronen. Diese sollen laut Canon eine bessere Lichtbeständigkeit bieten und sind zusätlich mit einer LED ausgestattet. Die alten BCI-3 und BCI- Patronen kommen hier nicht mehr zum Einsatz!


Lieferumfang

  • Canon Pixma iP4200
  • 5 Druckerpatronen (keine Starterpatronen)
  • CD-Caddy zum CD´s bedrucken
  • 5 Blatt Fotopapier 4*6"
  • Netzkabel
  • Kurzanleitung und Treiber CD

Ausstattung

Bei der Ausstattung hat sich zum Vorgänger nicht viel verändert. Der Drucker hat 2 Papierkasetten und beherrscht den automatischen Duplexdruck. Zum Anschluss an den PC steht jetzt nur noch eine USB-Schnittstelle zur Verfügung. Die Parallel-Schnitstelle die der Vorgänger noch hatte wurde gestrichen. Wer eine PictBridge fähige Kamera hat, kann die Bilder ohne PC ausdrucken. Die dafür benötigte Schnittstelle befindet sich an der Vorderseite des Geräts. Auch das CD-Drucken ist mit dem iP4200 möglich. Ebeso der Randlosdruck. Dieser ist in allen gängigen Formaten möglich.

Zusammenbau und Installation

Auch unerfahrene Benutzer dürften hier kaum Probleme haben. Nachdem man sämtliche Transportsicherungen entfernt hat muss man nur den Druckkopf und die Tintenpatronen einsetzen. Die Installation verläuft ebenso Problemlos. Der Drucker ist bereits nach wenigen Minuten einsatzbereit.

Textdruck

Wie eigentlich bei Canon üblich ist der Textdruck sehr gut. Abstriche muss man trotz der neuen Tinte bei der Wischfestigkeit machen. Die Tinte ist weder Markerfest noch Wischfest. Die Ausdrucke müssen schon relativ vorsichtig behandelt werden, ansonsten sehen sie bereits nach kurzer Zeit unschön aus. Allerdings scheint Canon das Papierproblem weitestgehend in den Griff bekommen zu haben. Druckte der iP4000 auf billigerem Kopierpapier richtig mies, so hat der iP4200 damit fast keine Probleme. Die Unterschiede fallen jedenfalls lange nicht so deutlich als beim Vorgänger auf. Das Tempo hat Canon leicht angehoben. Angeblich soll der iP4200 29ppm schaffen. 15 Seiten sind aber das Maximum was rauszuholen ist.

Fotodruck

Auf dem richtigen Papier kann hier der iP4200 punkten. Der Fotodruck ist dank den 1pl-Tropfen noch feiner geworden. Besonders Hauttöne und einfarbige Flächen wirken so noch realistischer. Die Geschwindigkeit hat zum Vorgänger leider etwas abgenommen so wartet man auf ein randloses 4*6" Foto in bester Qualität fast 4 Minuten. Nach 3 Minuten und 50 Sekunden liegt das Foto im Ausgabefach. Der iP4000 war hier fast eine Minute schneller. Hatte der iP4000 noch einen leichten Rotstich, so hat Canon das Problem beim iP4200 behoben. Die Ausdrucke wirken für meinen Geschmack aber etwas zu hell, die Farben stimmen nicht immer zu 100%. Epson bietet derzeit 150 Blatt Fotopaier 4*6" für unter 10€ an. Dieses Papier kann mit dem Canon Problemlos verwendet werden. Die Ergebnisse unterscheiden sich nur minimal zum Canon Originalpapier. Meiden sollte man aber quellende Papiere. Diese kommen von HP, Lexmark und auch Kodak. Vernünftige Fotos gelingen damit nicht, denn die Tinte ist nur für mikroporöses Papier geeignet. Fotos auf quellendem Papier sehen unscharf und Fleckig aus.

Grafikdruck

Auf Normalpapier sehen Grafiken und Tabellen nicht wirklich gut aus. Greift man allerdings zu InkJet Papier mit einer speziellen Beschichtung, so gelingen mit dem iP4200 sehr gute Ausdrucke.

CD-Druck

Der CD-Druck funktioniert tadellos, allerdings ist der iP4200 auch hier im Gegensatz zum Vorgänger langsamer geworden. Nach 1 Minute und 47 Sekunden ist der Druckvorgang abgeschlossen. Sein Vorgänger war gut 30 Sekunden schneller. Die Druckqualität ist sehr gut. Meiner Meinung nach auch deutlich besser als die des R300. Schade finde ich, dass Canon die Software CD-Label Print immer noch nicht überarbeitet hat. Der Ausenkreis ist nicht größer als 118mm einstellbar. Das ist für die meisten Rohlinge zu wenig. Am besten greift man zu einem anderen Programm wie dem Nero Cover Designer. Eine Anleitung hierzu gibts von mkl1000 hier.

Druckkosten

Die Druckkosten sind für einen Tintenstrahldrucker gut. Die sehr günstigen Tintenkosten vom iP4000 kann er aber nicht halten. Dies liegt an den neuen Patronen, die momentan auch noch teurer sind als die BCI-3 und BCI-6 Patronen.


CLI-8 und PGI-5 - Die neuen Patronen

Mit der Einführung des iP4200 hat Canon seite bisherige Patronen Serie BCI-3 und BCI-6 abgelöst. Die neuen Patronen enthalten nun einen Chip und eine LED. Außerdem haben sie den Zusatz ChromaLife 100 erhalten. Die Tinten sind angeblich Lichtbeständiger als die Vorgänger. Der Chip hat nur die Aufgabe zu erkennen ob die Patrone im richtigen Slot eingesetzt ist. Außerdem wird auf den Chip geschrieben wenn die Patrone leer ist. Dies soll laut Canon Fehldrucke verhindern. Die LED signalisiert dem User, welche Tintenpatrone leer ist und ausgetauscht werden muss. Die Patronenpreise sind um ~20% gestiegen.

Einsatz von Fremd-Verbrauchsmaterial

Wer seinen iP4200 nicht mit Originaltinte betreiben will, dem bleibt momentan nur das refillen. Nachbaupatronen sind noch nicht verfügbar, genaue Liefertermine gibt es auch noch nicht. Aber auch beim refillen muss man noch mit abstrichen leben. Chip-Resetter sind ebenfalls noch nicht verfügbar. Die Tintenstandskontrolle über den Treiber funktioniert so momentan nicht. Regelmäßige Sichtkontrollen sollten also durchgeführt werden um den Druckkopf nicht unnötig zu gefährden. Zum Refillen würde ich aber nur qualitativ hochwertige Tinte nehmen, alles andere kann gefährlich für den Druckkopf werden. InkTec und auch JetTec haben sich hier bewährt. Die Refillanleitung für die BCI-3 und BCI-6 Patronen ist hier zu finden. Der Refillvorgang bei den neuen Patronen ist identisch.


Fazit

Schon letztes Jahr hat Canon mit dem iP4000 einen Drucker auf den Markt gebracht, dessen Ausstattung und Leistungen nur schwer zu überbieten war. Mit dem iP4200 hat Canon ebenfalls einen sehr guten Drucker auf den Markt gebracht. Allerdings ist dies für mich nur ein umdesignter iP4000 mit neuen Patronen. Der Drucker kann nichts, was der iP4000 nicht auch schon konnte. Fotos sind zwar einen Tick besser geworden, dafür zahlt man momentan noch einen deutlich höheren Seitenpreis. Ob die Fotos wirklich Lichtbeständiger sind wird sich erst noch zeigen. Den einzigen Vorteil der neuen Patronen sehe ich auf Canon´s Seite. Ich denke, sie wollen den Herstellern von Kompatiblen Patronen das Leben etwas schwerer machen. Der Chip hat für den User keinerlei Vorteile. Der iP4200 bleibt trozdem ein sehr guter Drucker und ist auch ein würdiger Nachfolger des iP4000. Ich verstehe nicht, warum soviele noch unbedingt den iP4000 haben wollen. Die Preise die bei eBay dafür gezahlt werden sind abartig. Nachbaupatronen werden kommen und das wird nichtmehr allzulange dauern.

21.12.05 23:32 (letzte Änderung)
Technische Daten

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