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Farbtoner-Verbrauch für kleine bunte Symbole

von
Hallo,
mich würde mal interessieren, wie hoch der Farbtoner-Verbrauch für minimal kleine bunte Symbole auf einer sonst schwarzen Textseite ist, verglichen mit einer komplett bunte Seite, z.B. Foto.
Wird dann genauso viel Farbpulver rausgeblasen und 99 % davon kommt in den Reste-Behälter, also so ähnlich, wie ein hintergrund-beleuchteter Bildschirm für schwarz genauso viel Strom verbraucht wie für weiß?
von
Das hängt noch von ganz anderen Umständen ab. Von der Luftemperatur, der Luftfeuchtigkeit, der Papiersorte und der Art der Nutzung. Druckt man immer nur eine, einzelne Seite und das Ding steht danach wieder, kommt man mit Glück etwas mehr als halb so weit, als hätte man alles "in einem Rutsch" gedruckt.

Deswegen steht wie früher bei den DSL-Leitungen im Werbeprospekt in 3PT-Schrift "bis zu" auf der Tonerverpackung.
Oder irgendwas wie "XX Seiten, bei YY Prozent Deckung und durchschnittlich ZZ Seiten pro Druckjob" oder so ähnlich.
Fünfundsiebzig Prozent der angegebenen Reichweite gelten dann auch als "Erreicht" - keine Reklamation.

Aber so in's Blaue geraten.... bei so kleinen Logos oder ähnlichem... wird der Tonerverbrauch für's regelmäßie Kalibrieren (s.o. Art der Nutzung) höher sein als der für's eigentliche Drucken.

MfG Rene
von
Nein, der Vergleich trifft nicht zu. Ein Blatt, auf dem nichts gedruckt wird, trägt keinen Toner, so dass lediglich das bißchen Toner anfällt, das vorab für die Farbregistrierung benötigt wird. Im Vergleich zur Tonermenge einer durchschnittlichen Textseite ist das nur ein Bruchteil. Und im Vergleich zu einem Bild oder Foto vernachlässigbar wenig.

Wenn Du hingegen CT- oder Röntgenbilder in einen Copy-Shop kopieren willst, schmeißt der Betreiber Dich entweder heraus oder wird einen Aufpreis verlangen. Die Tonermenge, die Du auf dem Papier siehst, bestimmt also die Druckkosten. Bei Deinem HP Color Laser MFP 179fnw gibt es deshalb die Funktion "Hintergrund anpassen", damit das Kopieren von Vorlagen mit farbigen Hintergründen nicht so ins Geld geht. Oder den "Tonersparbetrieb" im Gerätesetup, der aber mit geringerer Druckqualität einhergeht. (Wie man so etwas im Druckertreiber dauerhaft einstellen kann, ist allgemein hier beschrieben: Tipp-Strecke: Richtiger Umgang mit Tonern: Schwarzpulver.)

Eine S/W-Seite, die zusätzlich ein klitzekleines farbiges Symbol enthält, wird durch das kleine farbige Symbol also nicht wesentlich teurer. Sie ist zwar eine Farbseite, weil sie Farbe enthält, aber es ist so wenig, dass es nicht ins Gewicht fällt.

Anders ist es bei einer ISO Farbseite im Vergleich zu einer ISO S/W-Seite. Da unterscheiden sich die Druckkosten deutlich. Was es mit den für die Reichweitenmessung (und die sich daraus berechneten Druckkosten pro Seite) relevanten ISO-Normen auf sich hat, kannst Du hier nachlesen: ISO-Normen für die Reichweitenmessung: Standards zur Messung der Tinten- und Tonerreichweite. Dann kannst Du Dir unter einer ISO-Seite besser etwas vorstellen.

Im Alltag kostet eine durchschnittliche Farbseite aus unterschiedlichen Gründen mehr als eine S/W-Seite. Das liegt u.a. daran, dass man Farbe oft aus anderen Gründen einsetzt als S/W-Druck. Zum Beispiel, wenn man Grafiken, Bilder, Fotos druckt oder etwas in einem Text farbig markiert hat. Da werden dann oft ganze Flächen unterlegt oder ausgefüllt, statt nur Buchstaben gedruckt. Und es werden verschiedene Farbtöne erzeugt, die aus den Grundfarben zusammengemischt werden müssen.

Daher kann man unter Umständen – je nachdem, was man druckt – ein bißchen was sparen, wenn man – statt in Farbe – in S/W druckt. Sobald man nicht nur Text, sondern eine Grafik oder gar ein Foto dabei hat, lässt sich in S/W aber unter Umständen nicht mehr alles erkennen. Dann bleibt einem nur noch die Möglichkeit, in Graustufen zu drucken. Das spart dann aber u.U. schon deutlich weniger ein. Dann kommt es nämlich drauf an, wie die Graustufen erzeugt werden. Wird dazu lediglich schwarzer Toner in geringer Sättigung verwendet, ist leichtes Grau billiger als ein dunkler Grauton. Aber wenn der Grauton aus allen Farben zusammengemischt wird, spart man u.U. nix. Man kann also mit den Druckeinstellungen im Treiber je nach Anwendung ein bißchen was sparen, muss dann aber schon genau aufpassen, was technisch dahintersteckt. Näheres dazu findest Du auch hier: Tipp-Strecke: Richtiger Umgang mit Tonern: Schwarzpulver .

Das nur mal so im Groben an ein paar Beispielen. Deshalb sagte ich in Deinem anderen Thread, dass es nicht so ganz trivial ist. Leider heißen vergleichbare Einstellungen bei jedem Gerät und Hersteller anders. Und das, was mitunter gleich heißt, kann bei jedem Hersteller und Gerät unterschiedlich realisiert sein. Das macht es – mir jedenfalls – leider sehr schwer, mir irgendwelche guten Tricks und Spareinstellungen für Geräte, die ich nicht selber besitze oder in ständiger Übung nutze, zu merken. ;)

Ein ganz wesentlicher Faktor, wenn es um die Druckkosten geht, sind allerdings die Kosten, die man selber als Verbraucher gar nicht in der Hand hat: die Entwicklungskosten der Geräte. Die müssen die Hersteller wieder hereinbekommen, sonst lohnt sich das Unternehmen Druckerentwicklung nicht. Und daher kostet das Ausdrucken derselben Seite auf jedem Drucker unterschiedlich viel. Auf einem billigen Gerät kostet sie mehr als auf einem mit hohen Anschaffungskosten. Auf einem komfortablen Multifunktionsgerät ist sie teurer als auf einem SW-Simplexdrucker ohne Scanner, Fax, Wifi und Hasteschongesehen. Auf einem Farblaserdrucker ist sie teurer als auf einem S/W-Laser. Und auf einem Multifunktionslaser teurer als auf einem Tintentanker. Hat man sich schon beim Kauf hohe Druckkosten eingehandelt, kann man auch durch Umschalten in den S/W-Modus daran oft nur noch wenig ändern.
Beitrag wurde am 13.11.25, 01:32 Uhr vom Autor geändert.
von
Ganz herzlichen Dank für wieder mal einen sehr sorgfältigen Bericht.
Gibt es irgendwo eine Liste, wo aufgeführt ist, welche Drucker die Graustufen aus Farbtoner oder SW-toner zusammen mischen?
Speziell für meinen HP Color Laser MFP 179fnw würde mich das interessieren.
von
Eine solche Liste wird es wohl nicht geben, weil es ursächlich nicht am Drucker liegt, sondern am Druckertreiber, wie es realisiert ist.
Beitrag wurde am 17.11.25, 04:17 Uhr vom Autor geändert.
von
Achso, gut dass das klargestellt wurde.
Dann hoffe ich mal, dass der Linux-Treiber Nutzerfreundlich und nicht Herstellerfreundlich programmiert ist.
von
Im Glosser des Handbuches [1], S. 203, 204 wird neben der Umwandlung von Farbbildern in Graustufen auch eine Umwandlung in den Halbton-Bildtyp beschrieben. Vielleicht findet sich im Druckertreiber eine entsprechende Einstellmöglichkeit.
von
So wie es da steht, bedingt das eine das andere, kann also nicht alternativ gewählt werden.
Außerdem wird da nicht unterschieden, ob die Graustufen/Halbtöne mit Schwarz- oder mit Farb-Toner erzeugt werden.

Im Druckertreiber steht mir folgendes zur Auswahl:
EconoMode:
- nein/ja
Neutral Grays:
- Nur schnell
- 4-color
RGB Color:
- Default sRGB
- Photo sRGB
- Photo Adobe RGB 1998
- Vivid sRGB
- Keine
Print in Grayscale:
- nein/ja

Jeweils der erste Wert war standardmäßig eingestellt.

Wenn ich "Print in Grayscale" wähle wird mir "Konflikt" angezeigt, der erst weggeht, wenn ich unter "RGB Color" "Keine" wähle.
Beitrag wurde am 18.11.25, 12:13 Uhr vom Autor geändert.
von
Auf die Idee, es so zu verstehen, war ich gar nicht gekommen. Wenn man den ganzen Farbraum bzw. Farbtoner nutzen wollte, bräuchte man es ja nicht als Halbtonbild zu realisieren (de.wikipedia.org/...). Das wäre meine Interpretation bzw. Überlegung diesbezüglich.

Der Ecomode ist m.E. nicht auf Grautöne oder S/W beschränkt, oder ist er es bei Deinem Gerät?

Bei Neutralgrau dürfte es sich um eine Mischung unter Einbeziehung der Farbtoner handeln: de.wikipedia.org/....

Was Du unter "RGB Color" aufgelistet hast, bezieht sich auf die Auswahl des Farbraums im Farbmanagement. Wie "- keine" zu interpretieren ist, kann ich leider nicht sagen, weil ich keine Anleitung zu den Treibern finden kann. Eine Möglichkeit wäre aber vielleicht, dass gemeint ist, dass keine Farbtoner eingesetzt werden. Dann wäre in Kombination mit "Print in Grayscale" ja vielleicht die gewünschte Auswahl bzw. Festlegung des Ausdrucks auf Graustufen ohne Einbeziehung von Farbtinten möglich. Je nachdem, ob das Gerät in seinen Verbrauchsberichten SW- und Farbseiten aufführt oder die Zählerstände der einzelnen Tonerfarben könnte sich dies dann vielleicht anhand der Berichte oder Zählerstandsanzeigen auf dem Control Panel (oder im integrierten Webserver im Browser, sofern verfügbar) verifizieren oder eben widerlegen lassen.
Beitrag wurde am 18.11.25, 23:55 Uhr vom Autor geändert.
von
Hallo Herzman,
Könntest Du uns davon mal einen Screenshot schicken? Dann könnte man auch evtl. vorhandene Einrückungen erkennen. Wenn Du dann noch dazu schreibst, ob sich Punkte aus der Liste jeweils vor den Doppelpunkten evtl. gegenseitig ausschließen, z.B. "Natural Greys" und "RGB Color" könnte das auch ggf. helfen?

Bei "Neutral Grays" kann ich mir unter "Nur schnell" auch nichts vorstellen. Beim gleichen Punkt unter "4-Color" würde ich eher eine Mischung von Grau aus den drei Farben und Schwarz vermuten.

Grüße
Jokke
von
Ist doch eigentlich ganz einfach.
Vor dem Doppelpunkt ist das Label, also die Bezeichnung der jeweiligen Einstellung.
Mit Spiegelstrich sind dann die jeweils möglichen Einstellungen (die sich jeweils ausschließen) aufgeführt.
"nein/ja" bedeutet, dass man da einen Haken setzen kann oder auch nicht.
Alle anderen Einstellungen sind als Aufklapp-Auswahl realisiert. Ein Screenshot könnte die möglichen Einstellungen gar nicht zeigen, da ja immer nur die ausgewählte sichtbar ist.
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