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Test: Toshiba Papieraufbereitung: Toshibas Tonerraddierer im Test

Mit der Systemkombination aus e-Studio 306LP und e-Studio RD30 erhalten Unternehmen eine Wiederaufbereitungsanlage für die mehrfache Verwendung von Drucker- und Kopierpapier. Druckerchannel hat sich das System angeschaut und ausprobiert.

Viele Firmen wollen aus ökologischen und ökonomischen Gründen den Papierverbrauch reduzieren. Die Realität sieht jedoch meist anders aus: Jedes Büro druckt jede Menge Dokumente, die innerhalb kürzester Zeit wieder im Papierkorb landen: Unterlagen für interne Meetings, Textentwürfe oder E-Mails, die nach der Bearbeitung keiner mehr benötigt.

Für diese nur temporär genutzten, internen Dokumente hat der japanische Kopierer-Hersteller Toshiba ein System entwickelt, das eine fünfmalige Wiederverwendung von Büropapier ermöglicht. Durch die Kombination eines mit Spezialtoner ausgerüsteten Kopierers und einer separaten Wiederaufbereitungsstation sollen Unternehmen in Bürobereichen den Papierverbrauch um bis zu 80 Prozent reduzieren können.


Das Kopiersystem

Das System e-Studio 306LP ist prinzipiell ein moderner Abteilungskopierer, der drucken, kopieren, scannen und optional faxen kann.

Der entscheidende Unterschied zu vergleichbaren Kopierern ist der Toner. Für dieses Modell verwendet Toshiba ausschließlich seinen blauen Spezialtoner, der in der Wiederaufbereitungsmaschine e-Studio RD30 "unsichtbar" wird. Die blaue Farbe des Toners soll auf den Ausdrucken und Kopien verdeutlichen, dass diese Unterlagen Entwürfe sind. Dementsprechend sind die Ausdrucke der Maschine nicht Dokumentenecht und sollten auch nicht als offizielle Schriftstücke zum Einsatz kommen.

Auffallend bei der Maschine in dieser Leistungsklasse ist die Tatsache, dass Toshiba für dieses Modell keine Endverarbeitung wie Finisher oder Broschüreneinheit anbietet. Zurecht: Schließlich sollen die gedruckten Seiten nach Ihrer Verwendung in Konferenzen, Schulungen und Team-Besprechungen wiederverwertet und neu bedruckt werden. Löcher von Heftklammern machen die Seiten unbrauchbar. Das erklärt auch die Tatsache, dass die Maschine nur Druckmedien mit einem Papiergewicht von 80 g/m² verarbeiten kann. Für den Ausdruck von Entwürfen reicht einfaches Kopierpapier völlig aus.


Die Wiederaufbereitung

Das Löschen der bedruckten Seiten geschieht durch eine thermische Behandlung des Papiers innerhalb der e-Studio RD30. Vor der Wiederaufbereitung der Seiten lassen sich die darauf enthaltenen Daten auf Wunsch mit dem integrierten Scanner im Dual-Scan-Verfahren digitalisieren und im Firmennetz archivieren.

Nach der Digitalisierung entfernt die Maschine das Druckbild auf dem Papier. Im letzten Schritt scannt die Maschine das aufbereitete Blatt noch einmal und klassifiziert die Seite in wiederverwendbares und nicht wiederverwendbares Papier.

Vollständig wiederaufbereitetes Papier sortiert der "Tonerradierer" zur weiteren Verwendung in eine der zwei vorhandenen Papierkassetten. Dieses Papier lässt sich im Durchschnitt bis zu fünfmal wiederverwenden. In das zweite Fach landen automatisch die Blätter, die die Maschine nicht löschen konnte. Zum Beispiel wenn zu viel Tonerauftrag auf dem Papier war (Grafiken/Fotos), wenn sich auf den Seiten handschriftliche Notizen befinden oder wenn die Seiten beschädigt sind.

"Sofern sich der Toner vollständig neutralisieren lässt und das Papier nicht eingerissen oder zu stark geknickt ist, kann der Anwender die Seiten auch zehn mal bedrucken", sagt Ingo Gutowski, Leiter PreSales Services / Manager Produkt Management, bei Toshiba TEC Germany Imaging Systems in Neuss.

Auf dem Prüfstand

Druckerchannel hat sich das System genauer angesehen und eine Testseite mit der e-Studio 306LP ausgedruckt, um diese mit der e-Studio RD30 anschließend zu löschen. Danach hat Druckerchannel die neutralisierte Seite erneut in den Kopierer gelegt und wieder mit der Testseite bedruckt, um sie nochmals zu löschen. Diesen Vorgang hat die Redaktion acht Mal hintereinander durchgeführt, bis das e-Studio RD30 die Seite als nicht brauchbar aussortiert hat.

Wenn man eine aufbereitete Seite genauer betrachtet, erkennt man noch leicht die Schattierungen der vorher gedruckten Seite. Diese schimmert leicht wie ein Wasserzeichen auf dem Papier. Bedruckt man diese Seite nochmals, schmälert das in keiner Weise das Schriftbild. Selbst nach fünfmaliger Verwendung sind die gedruckten Seiten immer noch gut lesbar, auch wenn der gelöschte Toner stärker auf dem Blatt auffällt.

Nicht nur Seiten, die beschädigt sind, sortiert die Aufbereitungsanlage aus, sondern auch Druckseiten mit einer zu hohen Tonerdeckung, wie bei großen Grafiken oder Präsentationen. Diese Blätter stuft die Maschine als "nicht brauchbar" ein, selbst wenn der gesamte Toner neutralisiert ist. Prinzipiell lassen sich diese Seiten dennoch erneut zum Bedrucken in das Papierfach des Kopierers legen.

Scans in normalem Betrachtungsabstand...

...und in höherer Auflösung

Druckerchannel-Fazit: Wirtschaftlich uninteressant

Mit der Wiederaufbereitung von Papier mit dem Toshiba-System lässt sich eine Menge Papier einsparen. Wirtschaftlich rentiert sich die Anschaffung (rund 9.200 Euro) aber nicht. Selbst wenn eine Abteilung pro Monat 4.000 Seiten bedrucken würde, hat man nach fünf Jahren gerade einmal ein Sechstel der Anschaffungskosten wieder drin:

4.000 Seiten pro Monat x 60 Monate = 240.000 bedruckte Seiten in 5 Jahren. Druckerchannel geht davon aus, dass sich jedes Blatt 5 Mal wiederverwenden lässt. Mit dem Toshiba-System benötigt man also nur noch 48.000 anstatt 240.000 Seiten - macht eine Einsparung von 192.000 Seiten. Das entspricht etwa 77 Kartons Papier (á 2.500 Blatt). Geht man von einem durchschnittlichen Preis von 20 Euro pro Karton aus, ergibt das eine Papierersparnis nach fünf Jahren von rund 1.500 Euro. Die Anschaffungskosten der beiden Maschinen liegen bei über 9.000 Euro.

So ist die Wiederaufbereitungsanlage nur für Unternehmen interessant, die in ihrer Firmenphilosophie den Umweltschutz ganz groß auf die Fahne schreiben wollen.

28.08.13 10:50 (letzte Änderung)
Technische Daten

9 Wertungen

 
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